Spielberichte 1. Mannschaft

17.08.2019 – TUS Geretsried -SpVgg Kaufbeuern 0:0

Vorbericht

retsried – Nachdem zuletzt der Tabellenvorletzte FC Ehekirchen zu Gast im Isaraustadion war, empfängt der TuS Geretsried diesen Samstag um 15 Uhr mit der SpVgg Kaufbeuren das Schlusslicht der Landesliga. Der Klub vom nordöstlichen Rand des bayerischen Allgäus hat mit fünf Niederlagen den Saisonstart völlig verpatzt, kam erst am vergangenen Wochenende beim 2:2 gegen Aufsteiger TSV Jetzendorf zu seinem ersten Punktgewinn.
Coach Joachim Dewein, der sein Team in der vergangenen Saison als dritter Trainer in der Schlussphase mit 14 Punkten aus acht Spielen zum Klassenverbleib führte, steht auch heuer vor einer schwierigen Aufgabe. 15 Spieler, darunter die Torjäger Stefan Meisel (TSV Schwabmünchen/15 Tore) und Simon Ried (VfL Denkligen/12) verließen den Klub; ebensoviele Neuzugänge gilt es zu integrieren. So verwundert es nicht, dass in den Anfangsformationen teilweise sieben neue Namen zu finden waren. Es ist ein erheblicher Umbruch, der mit einer sehr jungen Mannschaft noch nicht reibungslos funktioniert.
„Wir wollen drei Punkte holen. Das steht außer Frage“, stellt TuS-Trainer Martin Grelics klar. „Gottseidank zeigt sich personell wieder etwas Licht am Horizont.“ Benjamin Fister (Achillessehne) und Lukas Kellner (Mittelfußbruch) sind wieder fit. Sebastian Untch, Jean Monty Mendama und Mario Walker sind aus dem Urlaub zurück. Walker fungiert als rechter Verteidiger in der Startformation, nachdem sich David Topic nun Ferien gönnt.
Von der Papierform her und von der bisherigen direkten Bilanz gegen die Gäste mit fünf Siegen und einem Unentschieden in sechs Partien, spricht alles für die Platzherren. „Das wird trotzdem vor allem mental eine Riesenherausforderung. Kaufbeuren hat eine junge Mannschaft, die immer mehr dazulernt und mit aller Macht auftreten wird“, vermutet Grelics.
Ein frühes Tor wie zuletzt beim 3:1-Erfolg gegen Ehekirchen, wäre auch diesmal hilfreich, um den Gegner zu verunsichern. „Ein Treffer in der Anfangsphase ist zwar schön, braucht aber auch sehr viel Geduld. Wie auch im weiteren Spielverlauf. Und das geht nur, wenn jeder seinen Job zuverlässig leistet und das als Mannschaftsleistung abgerufen wird. Sonst wird es haarig“, erklärt Übungsleiter Grelics.

TuS Geretsried: Fritz, Walker, Ch. Herberth, N. Karpouzidis, R. Rauscheder, Doqaj, J. Bahnmüller, Renger, Buchmair, Ivkovic, Schrills, Fister, L. Kellner, F. Kellner, Reitel, Mendama, Untch. Schiedsrichter: Nico Keiser (SpVgg Unterhaching).

Interview aus dem Geretsrieder Merkur vom 13.08.2019 mit unserem Spieler Roman Rauscheder

Geretsried – Das Fußballspielen hat Roman Rauscheder im Alter von sieben Jahren bei der FT Gern in München erlernt. Nach einem sechsjährigen Projekt an der Münchner Fußballschule ging es über den FC Ismaning (U17) zum TuS Geretsried (U19). In der vergangenen Spielzeit wechselte der gebürtige Essener zum TuS Holzkirchen in die Bayernliga. Nun folgte die Rückkehr nach Geretsried. Der Innenverteidiger wohnt in Dorfen bei Icking und studiert ab September Fußballmanagement an der Hochschule (International Footballinstitut) in Ismaning. Nach dem 3:1-Heimerfolg des TuS gegen den FC Ehekirchen sprach unser Mitarbeiter Eduard Hien mit dem 19-Jährigen.

Herr Rauscheder, nach drei sieglosen Partien endlich wieder ein Erfolg – wie haben Sie die erste Halbzeit gesehen?
Wir haben sehr konzentriert gespielt und haben nur wenige Bälle verloren, weil wir in der Defensive sehr sicher gestanden sind. Vor der Pause hätten wir allerdings noch zwei Dinger reinmachen müssen. Allerdings stand Ehekirchen trotz des frühen Platzverweises sehr kompakt.

Und Ihre Analyse für den zweiten Durchgang?
Da haben wir eigentlich untypisch für uns gleich mit dem 3:0 nachgelegt. Nach der gelb-roten Karte gegen Niko Karpouzidis und dem Anschlusstreffer von Ehekirchen wurde die Partie hitziger und wir sind ein wenig in Unordnung mit wenig Pressing geraten. Ab diesem Zeitpunkt war es kein gutes Fußballspiel mehr.

Aus der U19 zu kommen und gleich ins Seniorenteam eines Bayernligisten zu wechseln, das ist ein gewaltiger Sprung. Wie kam es bei Ihnen vergangenes Jahr zum Wechsel nach Holzkirchen?
Die Verantwortlichen haben mich sehr früh kontaktiert. Vor allem wollte ich so hochklassig wie möglich spielen und bekam die Zusage, dass ich auf jeden Fall meine Chance bekommen würde. Und das ist mir auch gelungen, bis ich mich dann verletzt habe.

Die Saison endete für Holzkirchen mit dem Abstieg in die Landesliga. Wie zufrieden waren Sie in ihrem ersten Jahr im Herrenbereich?
Ich war sehr zufrieden, habe mich an das höhere Tempo und die körperliche Präsenz rasch gewöhnt. Ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell funktioniert. Von der Mannschaft wurde ich gut aufgenommen. Wir waren insgesamt neun Neuzugänge, wobei ich von der Stärke her unter den ersten drei war. Leider hatten wir während der Saison vier verschiedene Trainer, von denen jeder ein anderes Konzept hatte. Zudem hatte ich mir die Schulter ausgekugelt und wurde operiert. Sonst hätte ich jedenfalls mehr als die 13 Einsätze bestritten.

Wie kam es zur Rückkehr nach Geretsried?
In Holzkirchen habe ich niemanden gekannt und das Umfeld war mir fremd. So etwas wollte ich nicht noch einmal bei einem anderen Klub miterleben. Von TuS-Abteilungsleiter Ibro Filan kam dann die Anfrage mit der Zusage, dass Trainer Martin Grelics mich fordern und mir klare Ziele setzen werde. Und weil ich viele Spieler bereits aus dem Jugendbereich kannte, war die Entscheidung klar.

Was ist Ihr persönliches Ziel?
Ich will mich weiter verbessern. Das betrifft insbesondere Standards, ein klares Aufbauspiel mit Passgenauigkeit und aufgrund meiner Größe das Kopfballspiel. Zudem muss ich als Innenverteidiger etwas offensiver werden.

Wie beurteilen Sie die Vorbereitung und die ersten sechs Spieltage in der Landesliga?
Die Vorbereitung war insgesamt gesehen recht gut. Leider fielen die Ergebnisse nicht immer wie gewünscht aus. Bei den Niederlagen in Kempten und zu Hause gegen Sonthofen waren es jeweils Kampfspiele auf Augenhöhe. Aufgrund eigener Fehler haben wir diese Begegnungen aus der Hand gegeben. Das 1:1 in Jetzendorf mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit war ärgerlich. Anstatt den Ball zu halten und auf Zeit zu spielen, stürmten wir munter nach vorne und haben den Ball verloren. Der Gegenzug konnte nur durch ein Foul unterbunden werden, wobei wir den Freistoß an der Strafraumgrenze einfach nicht konsequent geklärt haben.

Was meinen Sie: Wo wird der TuS in der Abschlusstabelle zu finden sein?
Ich denke, dass wir unter den Top-Five zu finden sein werden. Das klappt aber nur, wenn jeder ein Leistungsvermögen abruft. Voraussetzung ist auch, dass die Mannschaft komplett ist. Dann sind 20 bis 22 Spieler im Training, so dass durch den Konkurrenzkampf die Intensität gesteigert werden kann. Denn jeder will ja am Wochenende gerne spielen.

Ihr Zwillingsbruder Simon ist in der vergangenen Saison von den Geretsrieder A-Junioren ebenfalls zu einem Landesligisten gewechselt, nämlich dem SV Pullach. Wie geht es ihm dort und tauscht man sich zu Hause gegenseitig aus?
Simon ist von Anfang an gut zurecht gekommen, auch mit Trainer Frank Schmöller. Nach einem Muskelriss im Oberschenkel war die Saison im März vorzeitig beendet. Jetzt befindet er sich gerade im Aufbautraining. Natürlich stehen wir im Austausch und unterstützen uns auch gegenseitig. Außerdem besucht er Spiele von mir und ich sehe mir seine Begegnungen mit Pullach an.

Fußballsport erfordert einen großen Zeitaufwand. Bleibt Ihnen da noch Zeit für andere Hobbys?
Wenn es passt, gehe ich an die Isar oder einen Badesee. Außerdem spiele ich gern Schafkopfen – und dann ist da auch noch meine Freundin.

10.08.2019 – TUS Geretsried – FC Ehekirchen 3:1 (2:0)

eretsried – Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg sind die Fußballer des TuS Geretsried wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt: Am Samstag besiegte der Landesligist den FC Ehekirchen mit 3:1 (2:0) und führt damit das Tabellenmittelfeld weiter an. „Egal, wie die drei Punkte entstanden sind – es war gerade in dieser Phase ein verdienter Sieg, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit nicht gut gespielt haben“, bilanzierte TuS-Trainer Martin Grelics.
Immerhin musste der Übungsleiter auf neun Urlauber und einige verletzte Akteure verzichten. Dennoch gelang gegen den Aufsteiger aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen bereits nach acht Minuten die 1:0-Führung. In einer extrem schnellen Vorwärtsbewegung und bedingte durch einen eklatanten Abwehrschnitzer der Gäste eroberte sich Sebastian Schrills den Ball. Der 23-Jährige legte ab für Srdjan Ivkovic, der den Ball trocken ins lange Eck beförderte. „Da hat man gesehen, dass die Mannschaft das Tor unbedingt wollte. Das wollten wir erzwingen“, freute sich Grelics.
Und der TuS legte nach. Ein mustergültiger Diagonalpass von Christoph Herberth über die Abwehrkette fand in Schrills einen dankbaren Abnehmer, der per Kopf in den Winkel auf 2:0 (17.) erhöhte. Unmittelbar danach stieg Simon Schmaus nahe des Mittelfeldkreises überhart gegen Niko Karpouzidis ein, ohne eine Chance auf den Ball zu haben. Schiedsrichter Michael Krug zückte sofort die rote Karte – Platzverweis für den Ehekirchner Torjäger. Kurz vor der Pause vergaben noch Schrills (40.) und Robin Renger (44.) gute Einschussmöglichkeiten für die Gastgeber.
Gleich nach den Seitenwechsel waren die Geretsrieder wieder hellwach. Mit einer gefühlvollen Flanke bediente Rechtsverteidiger David Topic Ivkovic. Der Kroate köpfte auf das Gehäuse. Zwar gelang es, FCE-Keeper Simon Lenk das Leder noch kurz abzuwehren. Aber mit viel Drall landete das Spielgerät zum 3:0 im Netz. Unmittelbar nach der Ampelkarte gegen Niko Karpouzidis gelang den schwäbischen Bezirksligameister der 1:3-Anschlusstreffer durch den eingewechselten Christoph Hollinger (72.). Voraus gegangen war ein Fehler im Geretsrieder Aufbauspiel, als man am Flügel den Ball leichtsinniger Weise verlor.
Trotzdem risikierte es Martin Grelics, seine beiden Torjäger Schrills und Ivkovic vorzeitig vom Feld zu nehmen. Zu sein Landesligadebüt kamen dabei A-Junior Benedikt Hoppe sowie Neuzugang Jonas Reitel. Obwohl es in der Folgezeit viele Nicklichkeiten gab und die Emotionen hoch kochten, blieb es beim Dreier für den TuS. Für die Grelic-Elf gilt es nun, am kommenden Samstag daheim gegen Schlusslicht Kaufbeuren nachzulegen.
TuS Geretsried – FC Ehekirchen 3:1 (2:0)
Tore: 1:0 (8.) Ivkovic, 2:0 (17.) Schrills, 3:0 (47.) Ivkovic, 3:1 (72. Ch. Hollinger. – Schiedsrichter: Michael Krug (SB Versbach). – Gelbe Karten: Jahner (FCE), T. Karpouzidis, Renger, Herberth, F. Kellner, Grelics (alle TuS). – Gelb-Rot: T. Karpouzidis (71./TuS – wiederholtes Foulspiel). – Rot: Schmauss (18. FCE – grobes Foulspiel). – Zuschauer: 150.
TuS Geretsried: Fritz – Topic, Ch. Herberth, N. Karpouzidis, R. Rauscheder, Doqaj, Bahnmüller (84. Hoppe), Renger, Buchmair, Ivkovic (52. F. Kellner), Schrills (71. Reitel).

Vorbericht

Geretsried – Obwohl der TuS Geretsried in der Landesliga anspruchsvollen Fußball zeigt, sehen zahlreiche Spieler den Klub offenbar als Wohlfühloase. Denn mitten im laufenden Meisterschaftsbetrieb haben sich vor dem Heimspiel gegen den FC Ehekirchen (Samstag, 15 Uhr) mit Sebastian Untch, Taso Karpouzidis, Jean Monty Mendama, Mario Walker, Meriton Alasani, Sebastian Rosina, Uros Puskas, Gabriel Ramaj und Rafael Keil sage und schreibe neun Akteure in den Urlaub verabschiedet. Hinzu kommt, dass Claudio Sevkovic (Schulter) und Benjamin Fister (Achillessehne) verletzt sind und Lukas Kellner (Mittelfußbruch) erst wieder mit leichtem Aufbautraining begonnen hat. Überdies liegt die Spielberechtigung von Amer Secerovic aus Slowenien noch nicht vor. „Meine Stimmung ist nicht gut. Denn unter der Woche im Training war kein Konkurrenzkampf zu erkennen, es war kein Zug drin. Klar, wenn sich die Mannschaft von selbst aufstellt“, klagt Coach Martin Grelics.
Dabei hätten seine Schützlinge nach zuletzt drei sieglosen Partien ein Erfolgserlebnis bitter notwendig. Vielleicht klappt es dennoch gegen den Aufsteiger aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhusen, der nach 2016/17 zum zweiten Mal in die Landesliga aufgerückt ist. Denn Ehekirchen steht immer noch sieglos auf dem vorletzten Tabellenplatz, kassierte zuletzt eine 0:5-Klatsche zu Hause gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen. Allerdings hat die Truppe um den neuen Trainer Gerhard Hildmann (zuletzt TSV Gersthofen und Scout bei Borussia Dortmund mit Heiner Schuhmann) gegen Bayernliga-Absteiger FC Sonthofen und den VfR Neuburg jeweils zwei beachtliche 2:2-Untentschieden abgerungen. Mit vier Treffern ist Simon Schmaus erfolgreichster Schütze des schwäbischen Bezirksligameisters. Interessant, dass der letztjährige Spielertrainer Michael Panknin seinen Pass noch an alter Wirkungsstätte gelassen hat – obwohl er jetzt als Co-Trainer beim Regionalligisten VfB Eichstätt fungiert.
„Ehekirchen möchte die Heimpleite gerade rücken. Deshalb werden wir diesen Gegner nicht unterschätzen. Das wird wieder ein Fifty-fifty-Spiel, bei dem wir etwas Glück brauchen. Dann dürfte etwas mehr drin sein als in den letzten drei Begegnungen“, hofft Martin Grelics. Der 33-jährige Übungsleiter fordert von seinen Kickern, „dass jeder sich auf seinen Job konzentriert und seinen Beitrag für eine erfolgreiche Teamarbeit leistet“. Dann sollte es wieder einmal mit einem Dreier klappen.
TuS Geretsried
Fritz – Rauscheder, Ch. Herberth, Renger, Buchmair, F. Kellner, N. Karpouzidis, Doqaj, J. Bahnmüller, Ivkovic, Schrills, Reitel, Topic.
Schiedsrichter: Michael Krug (SB Versbach).

02.08.2019 – TSV Jetzendorf – TUS Geretsried 1:1 (0:1)

Jetzendorf/Geretsried – Der von Trainer Martin Grelics erhoffte Startschuss für einen erfolgreichen Monat August war nicht unbedingt ein Volltreffer: In der Nachspielzeit kassierten die Fußballer des TuS Geretsried im vorgezogenen Landesliga-Match am gestrigen Freitagabend beim TSV Jetzendorf das Gegentor zum 1:1 (0:1)-Endstand. „Ich bin enttäuscht vom Ergebnis und wie sich meine Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit präsentiert hat“, stellte der Trainer fest. Das Resultat sei am Ende gerecht gewesen.
In einem von beiden Teams schwachen ersten Durchgang fielen die Gäste vor allem durch technische Fehler auf. „Aus dem Nichts“ fiel dann der Führungstreffer für den TuS, als Srdan Ivkovic eine Vorlage von Sebastian Schrills zum 0:1 verwertete (36.). Außer einem nicht ungefährlichen Freistoß von Ludwig Buchmair ergaben sich keine weiteren Chancen, während die Hausherren auch eine oder zwei gute Gelegenheiten ausließen.
Mit der Vorstellung seiner Schützlinge nach dem Seitenwechsel zeigte sich Grelics einigermaßen zufrieden. „Da haben wir unseren Vorsprung ganz ordentlich verteidigt“, so der Coach. Er haderte allerdings mit einer vergebenen Großchance, als Schrills alleinstehend am Jetzendorfer Kasten vorbei schoss. „Das wäre die Vorentscheidung gewesen“, bedauerte Grelics. Und womöglich hätte der TuS die drei Punkte auch sicher gehabt, wäre ein weiterer direkter Freistoß von Buchmair nicht noch knapp neben das Tor abgefälscht worden.
So kam es, wie es kommen musste: Der Aufsteiger blies zur Schlussoffensive, die Geretsrieder leisteten sich in der Nachspielzeit ein dummes Foul in Strafraumnähe und Ludwig Dietrich traf zum umjubelten 1:1-Ausgleich für die Hausherren. Das Fazit des TuS-Trainers: „Wir sind momentan nicht in der Lage, so einen Vorsprung über die Zeit zu bringen.“ Er setzt jedoch darauf, dass in den nun anstehenden beiden Heimspielen gegen Ehekirchen (10. August) und Kaufbeuren (17. August) wieder besser laufen wird.
TSV Jetzendorf – TuS Geretsried 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 (36.) Ivkovic, 1:1 (90. +2) Dietrich. – Schiedsrichter: Gürkan Günebakan (TSV Alemannia München). – Gelbe Karten: F. Kellner, Walker (beide TuS), Oberhauser, Peuker, S. Kellner, Dietrich. – Zuschauer: 360.
TuS: Fritz – Rauscheder, Reitel (56. Walker), Herberth, N. Karpouzidis, Buchmair, Doqaj, F. Kellner, Schrills, Ivkovic (76. Mendama), Bahnmüller.

Vorbericht

eretsried – Ziemlich zerknirscht wirkten Trainer und Fußballer des TuS Geretsried nach der jüngsten 0:3-Niederlage gegen Sonthofen. Und diese Gemütsverfassung hat noch ein paar Tage nachgewirkt. „Wir sind sauer auf uns selbst – weil wir uns das zu einem großen Teil selbst zuschreiben müssen“, so beschreibt Martin Grelics die Stimmung im Team, nachdem der Auftritt gegen den Bayernliga-Absteiger noch einmal mittels Videostudium analysiert worden war. „Da waren so viele Fehler, wir sind ständig hin- und hergelaufen. Das hat viel Kraft gekostet, aber nichts gebracht“, sieht der Coach seine Eindrücke bestätigt, die er schon unmittelbar nach dem Spiel gewonnen hatte. Zurück bleibt die Vermutung: „Da wäre mehr drin gewesen.“
Wenn man es positiv sehen will, ergeben sich daraus einige Ansätze, um die Partie am heutigen Freitag beim TSV Jetzendorf (19 Uhr) erfolgreicher zu gestalten. „Ich vermute, dass Jetzendorf uns – ähnlich wie Sonthofen – viel den Ball überlassen wird“, so Grelics. Der 33-Jährige hofft, dass seine Spieler dann besonnener reagieren und nicht wieder „jeden Ball gleich nach vorne spielen“ und leichtfertig wieder hergeben. Sonst wird es vermutlich nichts mit dem Plan, „möglichst schnell wieder in die Spur“ zu kommen. „Zwei Niederlagen am Stück reichen“, betont der Coach. Deshalb gehe man auch mit viel Selbstvertrauen in dieses vorgezogene Punktspiel.
Die Gastgeber aus dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm schalteten in zwei Relegationsrunden den FC Moosinning und den SVN München aus, bevor mit dem Aufstieg in die Landesliga der größte Erfolg in der 95-jährigen Vereinsgeschichte feststand. Nach drei Partien ohne eigenen Treffer und lediglich einem Punkt (0:0 im Auftaktspiel beim SV Bad Heilbrunn) feierte die Elf von Spielertrainer Alexander Schäffler am vergangenen Wochenende mit einem 3:1-Sieg (nach 0:1-Rückstand) gegen Mitaufsteiger FC Ehekirchen den ersten Dreier „Der erste Sieg pusht natürlich. Sie sind jetzt in der Liga angekommen“, erwartet Grelics einen hochmotivierten Gegner. Dies bestätigte TSV-Coach Schäffler in seiner Vorschau: „Wir versuchen, noch dazu im Heimspiel, eine ähnlich gute Leistung abzuliefern wie am letzten Sonntag, und wollen die Punkte bei uns behalten.“
Während der Gastgeber noch einmal auf seinen im Urlaub weilenden Torjäger Bendict Geuenich (25 Treffer in der Bezirksliga) verzichten muss, hat der TuS einen weiteren Ausfall zu beklagen. Robin Renger verletzte sich gegen Sonthofen am Sprunggelenk und setzte diese Woche mit dem Training aus. Die Chance, dass der 22-Jährige die Fahrt ins rund 100 Kilometer entfernte Jetzendorf mitmachen kann, sei minimal. „Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass wir am Freitagabend mit einem Sieg quasi den Grundstein für einen erfolgreichen August legen“, sagt Grelics. „Denn die nächsten Wochen sind wichtig, da sollten wir möglichst viele Punkte sammeln.“
TuS Geretsried
Fritz, Voß – Rauscheder, N. Karpouzidis, Bahnmüller, Schrills, Buchmair, Topic, Walker, Herberth, Ivkovic, Doqaj, F. Kellner, Keil, Mendama, Reitel.

27.07.2019 – TUS Geretsried – 1. FC Sonthofen 0:3 (0:1)

Geretsried – Martin Grelics hatte es die Laune sichtlich verhagelt. Sein Gesichtsausdruck spiegelte die Enttäuschung über die 0:3 (0:1)-Niederlage der Geretsrieder Fußballer gegen den FC Sonthofen deutlicher wider, als seine recht moderate Kritik in der Pressekonferenz. „Wir machen unsere Chancen nicht rein und laufen dann einem Rückstand hinterher – das ist der Unterschied“, grämte sich der TuS-Coach über die im Rückblick betrachtet schon spielentscheidenden Szenen in der Anfangsphase der Partie.
Kaum eine Minute war gespielt, als David Topic eine Flanke von der rechten Angriffsseite in die Mitte schlug, wo Johannes Bahnmüller freistehend aus sieben, acht Metern den Ball übers Tor köpfte. „Das war eine Hundertprozentige“, stellte Grelics fest. Es blieb jedoch die einzige Gelegenheit dieser Kategorie für die Gastgeber. Auf der Gegenseite fiel die Führung für die Gäste wie aus dem Nichts: Jedenfalls gab es keine Proteste, als der Unparteiische auf Handelfmeter entschied. Andreas Hindelang nutzte die Chance mit einem präzisen Schuss in die linke Ecke – 0:1 (15.). Die Gastgeber agierten zwar weiterhin mit hohem Tempo und viel Engagement, produzierten dabei aber eine enorme Fehlerquote im Passspiel. Was wiederum dazu führte, dass im gegnerischen Strafraum kaum ein Zuspiel ankam, das Gefahr gebracht hätte. Dennoch sah Gästetrainer Benjamin Müller seine Mannschaft schon richtig gefordert: „In der ersten Halbzeit war es eine von Seiten Geretsrieds intensiv geführte Partie. Sie haben es uns nicht leicht gemacht.“ Deshalb habe er in der Pause „ein paar mahnende Worte“ für angebracht gehalten. Diese trugen augenscheinlich Früchte, denn nach dem Wechsel bekam der Bayernliga-Absteiger zusehends Oberwasser, wobei ihm das vorentscheidende 2:0 (59.) perfekt in die Karten spielte. Bei einem Eckball für die Heimelf waren die Innenverteidiger Christoph Herberth und Roman Rauscheder weit aufgerückt. Der von Sonthofen abgewehrte Ball landete bei Kevin Haug, der im Mittelfeld Topic davonlief und Keeper Kai Fritz genial überlupfte. „Danach haben wir es routiniert heruntergespielt. Ich bin glücklich, dass wir am Ende 3:0 gewonnen haben“, sagte FCS-Coach Müller. Den Treffer zum 0:3-Endstand besorgte Rauscheder, der eine scharfe Hereingabe von Sonthofens Marc Penz unglücklich ins eigene Tor grätschte.
„Wir mussten nach dem Rückstand in der zweiten Halbzeit mit mehr Risiko spielen. Aber am Ende war das zu wenig“, stellte TuS-Trainer Grelics fest. Srdan Ivkovic spielte bei seinem Comeback engagiert, aber glücklos. „Er war sehr aktiv, aber nach der Pause fehlt natürlich noch etwas am Zusammenspiel“, so Grelics, der sich bestätigt fühlte in seiner Einschätzung, dass Sonthofen zum Kreis der Titelanwärter zählt. „Wir werden wegen der Niederlage jetzt nicht nervös werden. Am Freitag geht’s nach Jetzendorf. Das ist unsere Kragenweite.“
TuS Geretsried – 1. FC Sonthofen 0:3 (0:1)
Tore: 0:1 (15./HE) Hindelang, 0:2 (57.) Haug, 0:3 (89.) Rauscheder (Eigentor). – Schiedrichter: Yannick Eberhardt (FV Burgberg). – Zuschauer: 100.
TuS: Fritz – Rauscheder, N. Karpouzidis (74. Mendama), Bahnmüller, Schrills, Renger (52. F. Kellner), Buchmair, Topic, Walker (45. Doqaj), Herberth, Ivkovic.

Vorbericht

Geretsried – Seit der zurückliegenden Winterpause haben die Fußballer des TuS Geretsried nur eins von acht Heimspielen verloren. Dabei soll es nach dem Abpfiff der Partie an diesem Samstag gegen den 1. FC Sonthofen bleiben (15 Uhr, Isarau-Stadion). „Es wird sicher wieder ein offenes Landesligaspiel. Ich hoffe, dass wir das Glück dieses Mal wieder auf unserer Seite haben“, sagt Martin Grelics.
Beträchtliche Hoffnungen ruhen dabei auf der Rückkehr von Torjäger Srdan Ivkovic. „Sein Fitnessstand ist gut. Er ist ja schon geraume Zeit im Lauf- und Athletiktraining und hat die vergangenen zwei Wochen voll trainiert“, zeigt sich der TuS-Coach optimistisch, dass der Kroate sein „Seuchenjahr 2019“ nun ins Positive wenden kann. „Er hilft uns auf jeden Fall mit seiner Präsenz und Torgefährlichkeit.“ Ebenfalls wieder in der Startelf steht Christoph Herberth, dessen Zwei-Spiele-Sperre nach der roten Karte aus dem Auftaktspiel bei Illertissen II abgelaufen ist. Zudem rückt Johannes Bahnmüller nach seinem Urlaub wieder in den Kader.
Dennoch gibt es auch diesmal kein großes Gedrängel auf der Geretsrieder Ersatzbank. Lukas Kellner befindet sich zwar im Lauftraining, wird jedoch noch einige Zeit brauchen, ehe er einsteigen kann. Benjamin Fister plagt sich weiter mit Achillessehnenbeschwerden. Claudio Sevkovic hat sich in Kempten am Schlüsselbein verletzt und muss mindestens ein Spiel pausieren. Sebastian Rosina laboriert an einem Bänderriss, den er sich schon beim Saisonstart in Illertissen zugezogen hatte und wird voraussichtlich bis Ende August pausieren – inklusive Urlaub. Dorthin verabschiedet haben sich für eine Woche Torhüter Sebastian Untch sowie Gabriel Ramaj und Anastasios Karpouzidis, die sich drei Wochen Auszeit gönnen. „Das ist im Grunde nicht gut, aber das ist im August bei anderen Vereinen ja nicht anders“, nimmt’s der Coach gelassen.
Mit der verbleibenden Besetzung sieht Grelics für das Heimspiel gegen Sonthofen „gute Chancen, um Punkte zu sammeln“. Der Bayernligaabsteiger ist mit zwei Siegen (in Kempten und gegen Aufsteiger Jetzendorf) und einem Remis (gegen Aufsteiger Ehekirchen) in die Saison gestartet. „Sie sind extrem kaltschnäuzig beim Verwerten ihrer Torchancen, da haben sie eine riesen Qualität“, zeigt sich der TuS-Coach angetan von der Torgefährlichkeit, die seinem eigenen Team zuletzt bei der 0:1-Niederlage in Kempten etwas abgegangen ist. Andererseits haben die Allgäuer in drei Spielen bereits fünf Gegentore kassiert. „Das spricht für eine gewisse Anfälligkeit in der Defensive“, stellt Grelics fest. Und klingt dabei recht zuversichtlich.
TuS Geretsried: Fritz – Rauscheder, N. Karpouzidis, Schrills, Herberth, Ivkovic, Bahnmüller, Renger, Buchmair, Topic, Walker, Mendama, F. Kellner, Doqaj, Reitel, Keil.
Schiedsrichter: Yannick Eberhardt (FV Burgberg).

20.07.2019 – FC Kempten – TUS Geretsried 1:0 (0:0)

Nach zwei Siegen hat es im dritten Spiel auch die Fußballer des TuS Geretsried erwischt: Wie schon im Vorjahr, als man mit einer 1:2-Niederlage vom FC Kempten nach Hause fuhr, war die Stimmung im Bus auf der Rückfahrt auch heuer getrübt. Denn mit etwas Glück und besserer Chancenverwertung wäre mehr drin gewesen als die 0:1-Pleite durch ein Tor von Ex-Profi Thomas Rathgeber (73.). „Es ist schade, dass wir mit ganz leeren Händen heimfahren“, sinnierte Trainer Martin Grelics. „Wir waren heute über ganz weite Strecken überlegen.“

Was umso bemerkenswerter war, als sein Team kurzfristig zwei Rückschläge verkraften musste: Sebastian Rosina zog sich einen doppelten Bänderanriss im Knöchel zu, und Benjamin Fister fiel kurzfristig wegen Achillessehnenbeschwerden aus.

Trotzdem hatten die Gäste vor allem in der ersten Halbzeit, als beide Mannschaften „mit offenem Visier“ (Grelics) agierten, einige klare Möglichkeiten. Die erste Top-Gelegenheit war jedoch den Gastgebern vorbehalten: Nach einem Foul von Claudio Sevkovic, der Rathgeber an der Strafraumgrenze abgeräumt hatte, landete der Ball beim anschließenden Freistoß nur am Pfosten. Ein paar Minuten später hatte Jean Monty Mendama die Chance zur Führung, er scheiterte jedoch an FC-Keeper Elias Bodenmüller. Im munteren Wechsel ging es weiter. In der 40. Minute verhinderte TuS-Torhüter Kai Fritz mit starkem Reflex einen Rückstand, auf der Gegenseite bot sich Niko Karpouzidis die wohl größte Gelegenheit des ganzen Spiels, aber auch er konnte sich im Eins-gegen-Eins nicht gegen Bodenmüller durchsetzen. Kurz vor der Pause hieß es nochmal kräftig durchatmen für den TuS, als ein abgefälschter Ball an der Latte landete. So ging es torlos in die Pause.

20 Minuten vor Schluss hätte sich beinahe die nächste Hundertprozentige für Geretsried ergeben. Doch bei einem Foul an Mario Walker sah Schiedsrichter Alexander Schkarlat den Tatort außerhalb der Strafraumgrenze. Der folgende Freistoß blieb wirkungslos. Wenig später fiel die Entscheidung: Bei einem Kemptener Konter kam TuS-Keeper Fritz nicht entscheidend an den Ball, der durch einen Pressschlag wieder beim Gegner landete, der nächste Pass erreichte Rathgeber, der den Ball in den Winkel beförderte.

„Das war’s dann“, so Grelics. Seine Elf war zwar bis zum Schluss bemüht, konnte jedoch keine klaren Gelegenheiten mehr inszenieren. „Alles in allem war das unglücklich. Das Spiel hätte auch 3:3 ausgehen können“, fasste der TuS-Coach zusammen. Er fuhr dennoch mit vielen erfreulichen Erkenntnissen nach Hause: „Wir sind als Team sehr ordentlich aufgetreten, und die Jungs, die in der zweiten Reihe anstehen, haben das gut gemacht. Von daher war das insgesamt sehr positiv, was vor allem die Jungen geleistet haben.“

FC Kempten – TuS Geretsried 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 (73.) Rathgeber. – Schiedsrichter: Alexander Schkarlat (SV Weidenbach). – Zuschauer: 200.

TuS: Fritz – Rauscheder, N. Karpouzidis (76. F. Kellner), A. Karpouzidis, Schrills, Renger, Buchmair, Topic (76., Doqaj), Walker (89. Fister), Sevkovic, Mendama.

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Vorbericht

Geretsried – Für Martin Grelics gibt es eine Prämisse. „Ich brauche Fußballer, die sich mit dem Verein identifizieren“, betont der Trainer des TuS Geretsried. Und er hat den Eindruck, dass dies in der noch jungen Landesliga-Saison besser klappt denn je. Standen doch beim jüngsten 4:3-Derbysieg gegen den SV Bad Heilbrunn gleich acht Akteure in der Startelf, die das Fußballspielen im Isarau-Stadion erlernt haben.

Spekulation ist natürlich, ob das Ergebnis deutlicher ausgefallen wäre, hätten nicht drei Schlüsselfiguren des TuS gefehlt: Christoph Herberth (Rotsperre), Srdan Ivkovic (Aufbautraining nach Schlüsselbeinbruch) und Arthur Kubica (Absplitterung am Sprunggelenk). „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie diese Ausfälle auffangen kann“, lobt der Coach seine junge Truppe. Dass diese im zweiten Durchgang gegen die kampfstarken Gäste beinahe noch in die Bredouille geraten wäre, sei nicht dramatisch: „Natürlich sind uns Fehler unterlaufen. Aber es ist zum jetzigen Zeitpunkt der Saison normal, dass noch nicht alles 100-prozentig klappt.“

Umso erfreulicher sei der gute Start mit sechs Pluspunkten, der dem TuS nach zwei Partien den dritten Platz beschert. „Wir fahren mit breiter Brust nach Kempten“, betont Grelics vor dem Match an diesem Samstag um 17 Uhr bei den Allgäuern. Der Vorjahreszehnte verlor seinen Heimauftakt gegen den 1. FC Sonthofen mit 3:4, gewann aber am Mittwoch bei Aufsteiger Jetzendorf mit 2:0. „Ich habe mir das erste Kemptener Spiel auf Video angesehen. Das ist eine sehr starke Truppe und nach meiner Einschätzung von ihrem spielerischen Potenzial hier ganz oben angesiedelt“, sagt der TuS-Coach. Die Elf um Spielertrainer Matthias Jörg sei zudem mit dem 34 Jahre alten Ex-Profi Thomas Rathgeber (Unterhaching, Offenbach, Saarbrücken, Ulm) und dem vormaligen Memminger Regionalliga-Kicker Jamey Hayse verstärkt worden. „Wir werden wie vergangene Woche in Illertissen versuchen, die Partie so lange wie möglich offen zu halten. Aber wir wollen etwas mitnehmen, wenn es möglich ist“, verrät Grelics.

Verzichten muss er diesmal auf Johannes Bahnmüller (privat verhindert) und den noch einmal gesperrten Herberth. Dafür rückt Neuzugang Jonas Reitel vom FC Garmisch (vormals BCF Wolfratshausen) in den Kader; auch Rückkehrer Roman Rauscheder (TuS Holzkirchen) sei eine Option für die Startelf.

TuS Geretsried: Fritz – Rosina, Fister, T. Karpouzidis, Buchmair, N. Karpouzidis, Renger, Walker, Schrills, Mendama; S. Untch, Rauscheder, F. Kellner, Doqaj, Topic, Sevkovic, Ramaj, Reitel.

Schiedsrichter: Alexander Schkarlat (SV Weidenbach). – Busabfahrt: 13 Uhr am Isarau-Stadion.

17.07.2019 – TUS Geretsried – SV Bad Heilbrunn 4:3 (3:0)

In einem Punkt waren sich beide Trainer nach dem Landesliga-Duell am gestrigen Mittwochabend einig. „Aus so einem Spiel kann man viel lernen“, stellten Martin Grelics (Geretsried) und Walter Lang (Bad Heilbrunn) unisono fest. Während der TuS seinen 4:3 (3:0)-Sieg vor der eindrucksvollen Kulisse von 450 Zuschauern nämlich mit einer taktisch souveränen Vorstellung in der ersten Halbzeit fundamentierte, wären die Gäste mit ihrer beherzten Aufholjagd im zweiten Durchgang beinahe noch belohnt worden.

Mit einem Schock für den HSV begann die Partie, denn Sebastian Schrills traf schon nach 30 Sekunden zum 1:0. „Da waren wir geistig und körperlich noch nicht auf dem Platz“, kritisierte Lang. Schrills erhöhte mit einem schönen Flugkopfball nach Flanke von Sebastian Rosina auch auf 2:0 (27.), während Heilbrunn kein Mittel fand, um die TuS-Abwehr zu knacken. Die einzige nennenswerte Chance vergab Anton Krinner bei einem Kopfball aus kurzer Distanz, während die Hausherren noch zwei Möglichkeiten ausließen. Als Gästekeeper Christoph Hüttl einen Schuss nur abklatschen konnte, traf Jean Monty Mendama zum 3:0-Pausenstand. „Es war uns klar, dass Heilbrunn niemals aufgeben wird“, stellte Grelics fest, dessen Elf gleich nach Wiederbeginn durch einen von Torhüter Kai Fritz an Johannes Kiechle verursachten und von Krinner verwandelten Foulelfmeter das 1:3 kassierte. Der HSV bekam jetzt Auftrieb, „und wir haben nicht mehr konsequent verteidigt“, monierte der TuS-Coach. Und vielleicht wäre die Partie frühzeitig gekippt, hätte der gut leitenden Schiedsrichter Florian Böhm bei einem Rempler an Kiechle im Strafraum erneut auf den Punkt gezeigt. So aber stabilisierten sich die Platzherren und kamen nach einer schönen Kombination über Mendama und Johannes Bahnmüller zum 4:1 durch Mario Walker (65.). Heilbrunn steckte jedoch nicht auf und Thomas Pföderl erzielte mit einem Traumtor aus 25 Metern ins lange Kreuzeck das 4:2 (76.). Beide Teams hatten noch Gelegenheiten, unter anderem tauchte Fritz einen Pföderl-Freistoß aus der Torecke. Doch der 4:3-Anschlusstreffer von Krinner zwei Minuten vor dem Ende kam zu spät.

„Wir können erhobenen Hauptes vom Platz gehen und haben gezeigt, dass wir mithalten können“, betonte Walter Lang, während Martin Grelics feststellte: „Letztlich ist es egal, ob man 4:1 oder 4:3 gewinnt. Wir haben jetzt mit sechs Punkten einen tollen Saisonstart hingelegt.“

TuS Geretsried –  SV Bad Heilbrunn 4:3 (3:0)

Tore: 1:0 (1.) Schrills, 2:0 (27.) Schrills, 3:0 (40.) Mendama, 3:1 (46./FE) Krinner, 4:1 (65.) Walker, 4:2 (76.) Pföderl, 4:3 (88.) Krinner. – Schiedsrichter: Böhm (TSV Wolfratshausen). – Gelbe Karten: Fritz, Mendama (bd. TuS), Pföderl (HSV). – Zuschauer: 450.

TuS: Fritz – Rosina (76. Rauscheder), N. Karpouzidis, Fister, Buchmair, T. Karpouzidis, Bahnmüller (87. Ramaj), Renger, Walker (67. Doqaj), Schrills, Mendama.

HSV: Hüttl – A. Specker, F. Schnitzlbaumer (76. Mügler), Pföderl, Mertens, Pappritz, M. Specker, Krinner, Schmöller (45. Kiechle), Forster (45. Petzold), M. Schnitzlbaumer.

Vorbericht

Lang, lang ist’s her. Am 13. November 2005 standen sich der TuS Geretsried und der SV Bad Heilbrunn zuletzt in einem Punktspiel gegenüber. Damals gewann der TuS beim HSV mit 2:1. Jetzt gibt es ein Wiedersehen in der Landesliga. Entsprechend groß ist in beiden Lagern die Vorfreude auf das erste Landesliga-Derby der Vereinsgeschichte.

Zwar konnten sich beide Teams kürzlich beim Totopokal-Turnier schon einmal beschnuppern. Aber besondere Erkenntnisse lieferte die torlose 30-Minuten-Partie nicht. „Diesmal geht es anders zur Sache“, vermutet Martin Grelics. Walter Lang sieht das genauso. „Das wird ganz anders. Im Turnier war der TuS klar überlegen. Wir werden uns sicher stärker präsentieren“, sagt der Heilbrunner Coach, dessen Team sich beim 0:0 im Auftaktspiel gegen Jetzendorf an die Liga gewöhnen konnte. „Die Jungs wissen jetzt, was sie erwartet“, sagt Lang, der nicht verhehlt, dass er einen Heimsieg zum Einstand nicht verschmäht hätte. „Das wäre ein brutales Schmankerl gewesen“, trauert er ein wenig dem verschenkten Sieg hinterher.

„Der TuS kann mit dem Sieg im Rücken entspannt aufspielen“, vermutet der HSV-Trainer, dass die Gastgeber nach dem Last-Minute-1:0 beim FV Illertissen II mit breiter Brust „auf sechs Punkte stellen“ wollen. „Es gibt kein besseres Teambuilding. Nach dem Spiel war eine super Energie da“, bestätigt Grelics. Dass seine Elf nun im Derby als Favorit gehandelt wird, „nehmen wir gerne an.“

Bei der Aufstellung muss der TuS-Coach gezwungenermaßen Änderungen vornehmen, nachdem sein Kapitän Christoph Herberth in Illertissen die rote Karte gesehen hatte. „Er kommt zwar mit Tempo an, aber ich bin immer noch der Meinung, dass er erst den Ball spielt und dann den Gegner berührt“, beharrt der Trainer nach dem Video-Studium auf seiner Unschuldsvermutung. „Wir werden auf jeden Fall auf Freispruch plädieren.“ Trotzdem muss er Stand jetzt zwei Spiele auf seinen Kapitän verzichten. Deshalb fehlt Herberth ebenso wie vermutlich Arthur Kubica, dessen Genesung offenbar nicht die gewünschten Fortschritte macht.

Nicht nur personell darf man gespannt sein. „Die Heilbrunner werden sich etwas überlegen“, ist Grelics überzeugt, dass der Aufsteiger sich anders präsentieren wird als beim Aufeinandertreffen im Pokal. „Aber wir haben auch ein paar Überraschungseffekte.“ Walter Lang hofft, „dass mein Team das Spiel von Anfang an annimmt und die Nervosität nicht mehr ganz so groß ist.“ In zwei Punkten sind sich beide Trainer einig: „Es könnte ein schönes Spiel werden. Und es wird sicher viel los sein.“

TuS Geretsried: Fritz, (Untch) – Rosina, N. Karpouzidis, A. Karpouzidis, Bahnmüller, Schrills, Renger, Buchmair, Walker, Mendama, F. Kellner, Doqaj, Topic, Sevkovic, Rauscheder, Fister, Kubica.

SV Bad Heilbrunn: Hüttl, (Haslinger) – A. Specker, Mertens, Fl. Schnitzlbaumer, Forster, – Pföderl, Pappritz, – Krinner, M. Schnitzlbaumer, – M. Specker, Schmöller. – Petzold, Fr. Schnitzlbaumer, Klaar, Kiechle, Haberl, Gritzuhn, Essendorfer, B. Specker.

13.07.2019 – SV Illertissen – TUS Geretsried 0:1 (0:0)

Mit dem 1:0 (0:0)-Sieg bei der Regionalligareserve des FV Illertissen haben die Fußballer des TuS Geretsried einen perfekten Saisonstart hingelegt. Doch danach sah bis zu letzten Minute nicht aus. Als Martin Grelics kurz vor Schluss beim Stand von 0:0 mit Florian Kellner und Plator Doqaj frische Kräfte brachte, wäre er mit dem einen Punkt sehr zufrieden gewesen. „Mein einziger Gedanke war: Pfeif endlich ab“, bestätigte der TuS-Coach, dessen Team seit der 48. Minute mit einem Spieler weniger auskommen musste, weil Christoph Herberth wegen angeblicher Notbremse des Feldes verwiesen worden war.

Doch es kam noch besser: Drei Minuten nach seiner Einwechslung erlief Doqaj ein Zuspiel in die Tiefe, leitete den Ball weiter auf Sebastian Schrills, der mit einem Querpass erneut seinen Mitspieler in Szene setzte – Doqaj schob zum Siegtor ein. „Man könnte sagen: Das war sehr überlegt gemacht“, sagte Grelics. Er ließ offen, ob er damit seine gelungene Einwechslung meinte oder den genialen Spielzug.

Es war zu diesem Zeitpunkt einer der seltenen Angriffe des TuS, der sich ab der 70. Minute nahezu ausschließlich darauf beschränkte, das torlose Remis über die Zeit zu retten. In der ersten Halbzeit hätten die Geretsrieder bei ein paar Gelegenheiten für einen ruhigeren Spielverlauf sorgen können. Doch Jean Monty Mendama zielte bei einem Alleingang ebenso neben das Tor, wie Johannes Bahnmüller kurz danach. Eine weitere gute Möglichkeit vergab Christoph Herberth, als er einen Abpraller nach einem Eckball nicht verwerten konnte. „Das ist der einzige Vorwurf, den wir uns machen müssen, dass wir da nicht das Spiel für uns gedreht haben“, monierte Grelics. Zwei Mal mussten auch die Gäste tief durchatmen. In der ersten Halbzeit hatte FV-Kapitän Dominik Trautmann nur noch TuS-Torhüter Kai Fritz vor sich, trat den Ball aber übers Tor. Das gleiche Missgeschick passierte einem Mitspieler nach einer Stunde aus einer Distanz von drei Metern. „Wenn sie da in Führung gehen, ist es vorbei“, stellte Grelics fest. „Ich bin sehr froh, dass wir aus der Situation noch einen Sieg mitgenommen haben. Das gibt der Mannschaft einen zusätzlichen Schub“, fasste der Trainer zusammen.

Einziger Wermutstropfen: Christoph Herberth wird am Mittwoch im Landesliga-Derby gegen Aufsteiger Bad Heilbrunn und vermutlich auch am kommenden Wochenende fehlen. „Mein Eindruck war, dass er seinen Gegner nicht einmal berührt hat“, kommentierte der Coach die rote Karte wegen einer vermeintlichen „Notbremse“.

FV Illertissen II – TuS Geretsried 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 (90.) Doqaj. – Schiedsrichter: Sebastian Eder (SV Holzkirchen). – Rote Karte: Herberth (48./TuS, Notbremse).

TuS: Fritz – Rosina, N. Karpouzidis, A. Karpouzidis, Bahnmüller (87. Doqaj), Schrills, Renger, Buchmair, Walker, Herberth, Mendama (83. Kellner).

Vorbericht

Geretsried – Gefühlslage: positiv gestimmt. Fitnesslevel: auf gutem Stand. Besetzung: nicht optimal. Das sind die Eckdaten vor dem Landesliga-Saisonauftakt der Fußballer des TuS Geretsried beim FV Illertissen II an diesem Samstag (14 Uhr). „Wir haben am Donnerstag nochmal sehr ordentlich trainiert. Jetzt freuen wir uns, dass es endlich losgeht“, sagt Martin Grelics.
Der Trainer räumt aber auch ein, dass das erste Spiel „mit viel Spannung behaftet“ sei. Zum einen ist da wie jedes Jahr vor dem ersten Punktspiel eine gute Portion Ungewissheit hinsichtlich des eigenen Leistungsstands. Ebenso könne man über das aktuelle Niveau des Gegners nur spekulieren. „Keiner weiß wirklich, wo er steht“, bestätigt der 33-Jährige, der zudem bei dem sportlichen Ausflug ins Allgäu ein paar Leistungsträger ersetzen muss. Ganz oben auf der Liste schlechter Nachrichten führt Grelics die schleppende Genesung von Arthur Kubic an. „Er hat es probiert, aber im Training wurde es eher schlimmer“, erklärt der Trainer, dass die offenbar noch nicht völlig auskurierte Sprunggelenksverletzung einen Einsatz seines Spielgestalters „zu 99 Prozent“ unmöglich macht. „Ich glaube nicht, dass es Sinn macht.“
Weiter verletzungsbedingte Ausfälle sind der Langzeitverletzte Lukas Keller (Mittelfußbruch), Meriton Alasani (Aduktorenverletzung) und Srdan Ivkovic (Trainingsrückstand). Außerdem fehlen die Defensivspezialisten Roman Rauscheder und Benjamin Fister wegen privater Verpflichtungen; Neuzugang Jonas Reitel vom FC Garmisch ist kurzfristig beruflich verhindert. „Die Ausfälle tun weh, weil ein paar Leistungsträger dabei sind“, sagt Gelics, der gleichzeitig betont, „volles Vertrauen in die Mannschaft“ zu haben.
Auch mit der vergleichsweise kurzen Vorbereitung sei er „insgesamt zufrieden“. Auch wenn man auf ein Erfolgserlebnis in Form eines Testspiel-Siegs verzichten musste. Der 2:0-Erfolg gegen die Reserve des 1. FC Garmisch-Partenkirchen beim Totopokal-Turnier konnte nicht wirklich als Maßstab dienen. Ebensowenig wie man aus den zwei Siegen gegen die Illertissener Regionalligareserve in der vergangenen Saison (6:2 im Allgäu, 2:0 im heimischen Isarau-Stadion) Rückschlüsse ableiten könne. Die heutigen Gastgeber beendeten die Saison als Tabellenzehnter; die aktuellen Neuzugänge stammen fast ausschließlich aus dem eigenen Nachwuchs. „Das ist eine sehr junge Truppe, in der jeder zeigen will, dass er ins Regionalligateam will“, vermutet Grelics. Beim letzten Aufeinandertreffen tummelten sich beide Vereine noch im Tabellenkeller der Landesliga Südwest. Dieses Mal erwarte er ein 50:50-Spiel mit „viel Feuer“, sagt der TuS-Coach – und eventuell mit einem winzigen Erfahrungsvorteil für seine Elf.

TuS Geretsried :  Fritz, Untch – Herberth, A. Karpouzidis, N. Karpouzidis, Buchmair, Rosina, Renger, Bahnmüller, Schrills, Walker, Mendama, Doqaj, Topic, F. Kellner, Sevkovic, Ramaj.

Bericht aus dem Geretsrieder Merkur vom 11.07.2019 zum Saisonstart

Geretsried – Erfolg weckt Begehrlichkeiten. Dessen ist sich Martin Grelics bewusst. „Nach der Rückrunde im Vorjahr ist da eine gewisse Erwartungshaltung, das ist klar“, sagt der TuS-Coach. „Aber man muss realistisch bleiben und schauen, wo man herkommt. Im Fall von Geretsried war das im November 2018 der düstere Landesligakeller. Platz 16 mit 22 Punkten aus ebenso vielen Spielen. Negativer Höhepunkt war das 0:3 am 20. Spieltag beim späteren Absteiger BCF Wolfratshausen. Danach traten Trainer Florian Beham und Co-Trainer Manuel Kluge zurück. Im Winter übernahm Grelics.

Er brachte den erhofften frischen Wind und das angeschlagene Team wieder ins Lot. Am Ende stand Rang sieben, die zweitbeste Platzierung des TuS seit dem Wiederaufstieg im Sommer 2015. So darf es weiter gehen. Doch der junge Coach (33) beugt falschen Hoffnungen vor. „Offensiv ist uns etwas verloren gegangen“, weist er auf mögliche – zumindest kurzzeitige – Substanzverluste durch die Abgänge von Maximilian Baumgartner, Johann Latanskij und Ryosuke Kikuchi hin. Vor allem der Wechsel des Deutsch-Japaners zu Bayernligist TSV Dachau hinterlässt eine Lücke im Geretsrieder Angriffsspiel. „Mittelfristig werden wir das ersetzen können, aber die jungen Spieler brauchen Zeit“, wirbt der Trainer um Geduld, falls nicht gleich alles perfekt funktionieren sollte.

Als Option für die rechte Seite böten sich beispielsweise Mario Walker und Jean Monty Mendama an. Beide hatten in den drei Partien beim Totopokal-Turnier am vergangenen Samstag gute Szenen, die optimistisch stimmen. „Aber man muss schauen, was passt.“ Und vielleicht noch ein bisschen experimentieren. Zumal nicht klar ist, wann Srdan Ivkovic wieder eingreifen kann. Derzeit trainiere der Kroate noch individuell. „Wenn es richtig, richtig gut läuft“ könne er kommende Woche ins Mannschaftstraining einsteigen. Bis der Torjäger wieder spielen kann, werde man wenigstens zwei, drei Wochen Geduld haben müssen.

Geduldig sein heißt es auch für die nachrückenden A-Junioren, die man „Stück für Stück integrieren“ wolle. „Für sie ist Herren-Landesliga noch eine andere Hausnummer“, macht der Coach deutlich, dass der Sprung in die Startelf kein leichter ist. Viel hängt kommenden Saison davon ab, wie der zwischenzeitliche Verzicht auf Arthur Kubica abgefedert werden kann. Der Spielgestalter fehlt ab dem fünften Spieltag wegen eines mehrmonatigen Auslandsaufenthalts. „Das muss das Kollektiv auffangen“, hofft Grelics, dass es gelingt, die „offensive Kreativität“ des 29-Jährigen in anderer Weise zu ersetzen.

Denn unabhängig von personellen Veränderungen werde man an dem schon in der Rückrunde praktizierten „offensiv geprägten System festhalten“ und „mutig spielen“, verspricht der Trainer. „Ich gewinne lieber 3:2 statt ein 1:0 zu ermauern.“ Grundsätzlich sei das Ziel für die am Wochenende beginnende Saison, die Mannschaft zu festigen und weiter zu entwickeln. „Wir werden den Weg aus der Rückrunde weitergehen“, verspricht Grelics. Ein tabellarisches Ziel verfolge er nicht. Als seine persönlichen Favoriten auf den Titel nennt er den VfR Neuburg/Donau, der schon vorige Saison einige Zeit an der Spitze schnupperte und sich personell noch mal verstärkt hat, sowie Bayernliga-Absteiger FC Sonthofen. „Es wäre vermessen zu sagen, wir wollen unter die ersten Drei“, gibt sich Grelics bescheiden. Er betont aber auch: „Wenn die Einstellung passt, sind wir gegen jedes Team konkurrenzfähig.“

06.07.2019 – BFV-Toto-Pokalturnier in Geretsried – 1. Platz

TUS Geretsried – 1. FC Garmisch-Partenkirchen 2:0 / TUS Geretsried – SV Bad Heilbrunn 0:0 / TUS Geretsried – TSV Grünwald 1:1

Geretsried/Bad Heilbrunn – Als beim Toto-Pokal-Turnier am Samstagabend der letzte Pfiff des Unparteiischen verklungen war, waren sich die beteiligten Teams einig: Der SV Bad Heilbrunn zieht aufgrund des besseren Torverhältnisses in die nächste Runde ein. Doch es kam anders – und das war nicht das Einzige, das bei dem neuen Pokalmodus, den der Bayerische Fußball-Verband (BFV) für Landesligisten eingeführt hat, für Stirnrunzeln sorgte.

Martin Grelics gab sich keine Mühe, seine Missstimmung zu verbergen. „Die lassen sich jetzt abschießen“, mutmaßte der Geretsrieder Coach, dass die auf zehn Aktive geschrumpfte Abordnung des 1. FC Garmisch-Partenkirchen in der abschließenden Partie gegen den SV Bad Heilbrunn nicht mehr viel Gegenwehr aufbieten würde. Tatsächlich siegte der Landesliga-Neuling in 30 Minuten mit 5:1 gegen eine Truppe, die gerade noch Freizeitkicker-Niveau erreichte. „Das gehört sich nicht, das finde ich nicht richtig“, schimpfte ein mächtig angefressener Walter Lang nach Spielschluss. „Der sportliche Nährwert ist doch gleich Null.“

Noch dazu hätte er beinahe einen weiteren Ausfall beklagen müssen, weil Max Schnitzlbaumer in der letzten Minute von seinem Gegenspieler ziemlich grob von den Beinen gegrätscht wurde. Inzwischen gab der Spieler Entwarnung. Garmisch-Partenkirchen hatte mit der ersten Mannschaft am Abend zuvor ein Testspiel beim ASV Habach absolviert. Zu dem vom BFV angeordneten Toto-Pokal-Event für Landesligisten reiste eine bunt zusammengewürfelte Reserve-Mannschaft an. „Wenn sie schon mit der Zweiten kommen, sollten sie wenigstens elf Spieler auf den Platz bringen“, ärgert sich Lang. „Das ist sonst unfair den anderen Vereinen gegenüber“, moniert der HSV-Trainer, obwohl er sich zu diesem Zeitpunkt als Turniersieger fühlen durfte.

Dank des besseren Torverhältnisses lag Heilbrunn vor den punktgleichen Teams des TuS Geretsried und des TSV Grünwald an der Spitze. Dachten die betroffen Klubs, und das noch bis zum nächsten Tag. Dann sorgte die BFV-Tabelle für Verwirrung: Dort lag Geretsried auf Platz eins. Denn wenn drei Teams punktgleich sind, regelt Paragraph 23 der Spielordnung die Platzierung (siehe Kasten). „Im Grunde sind wir selbst schuld“, räumte TuS-Coach Martin Grelics unmittelbar nach Turnierende ein, dass seine Mannschaft bei einer besseren Chancenverwertung im Derby gegen den SV Bad Heilbrunn, dem intensivsten und besten Spiel des Turniers, das 0:0 endete, allen Beteiligten viel Rechnerei hätte ersparen können.

Trotzdem konnte Grelics, zu dem Zeitpunkt noch im Glauben, nur Zweiter geworden zu sein, dem Ganzen überwiegend Positives abgewinnen. „Das war ein ordentlicher Auftritt. Wir wollten uns Selbstsicherheit holen, das ist uns gelungen.“ Gemessen an der 1:3-Testspielniederlage gegen Grünwald sah der Trainer sein Team in der Spielanlage deutlich strukturierter, mit besserer Körpersprache und mehr Mut. „Das war ein guter Tag“, lautete sein abschließendes Fazit am Samstagabend. Tags darauf konnte er diese Aussage wiederholen – dieses Mal mit einem dicken Ausrufezeichen versehen. Kommentar von Walter Lang, nachdem er über das Regelwerk informiert worden war: „Das ist Wahnsinn.“

Vorbericht

Geretsried/Bad Heilbrunn – Vier Landesligisten in einem Turnier – das klingt nach einem Leckerbissen für Freunde des gehobenen Amateur-Fußballs. Noch dazu, wo das Kräftemessen zwischen Gastgeber TuS Geretsried, dem SV Bad Heilbrunn, dem 1.FC Garmisch-Partenkirchen und dem TSV Grünwald, das an diesem Samstag ab 14 Uhr im Isarau-Stadion stattfindet, keine Gaudi ist, sondern über den Einzug in die erste Hauptrunde des Totopokal-Wettbewerbs für die Saison 2020/21 (vor-)entscheidet.

Doch bei den teilnehmenden Vereinen stößt der neue Qualifizierungsmodus, der vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) „angepasst“ wurde, nicht nur auf Begeisterung. „Die Bayern- und Landesligisten sind mit der Bitte an uns herangetreten, den Modus für den Totopokal zu ändern, um den Vereinen eine bessere Saisonplanung zu ermöglichen und allen Landesligisten die Möglichkeit zu geben, sich für die erste Hauptrunde zu qualifizieren“, erklärt Verbands-Spielleiter Josef Janker in einer BFV-Pressemitteilung. „Diesem Wunsch sind wir nachgekommen.“

Mit der neuen Variante sind in der ersten Hauptrunde 11 Plätze für Landesligisten reserviert. Deshalb finden an diesem Wochenende in ganz Bayern 22 Turniere statt. Die Sieger spielen dann gegeneinander in elf normalen Partien bis Mai 2020 die Hauptrunden-Teilnehmer aus. „Ich hätte lieber ein ganz normales Vorbereitungsspiel gehabt“, macht Walter Lang keinen Hehl daraus, dass ihm das Turnier nicht wirklich in die Planung passt. „Ich fahre dahin, weil wir müssen. Aber wir nehmen es, wie es ist und werden das Beste draus machen“, sagt der Coach des SV Bad Heilbrunn. Das bedeute, „gewisse Spieler auf gewissen Positionen zu testen“. Vor allem für die Innenverteidigung sucht Lang weiter nach einer Lösung, um den Ausfall von Florian Kapfhammer (Kreuzbandriss) zu kompensieren.

„Das Turnier ist spannend, das sind alles starke Mannschaften“, sagt TuS-Coach Martin Grelics. Deshalb sei es ein „guter Test mit Wettkampfcharakter“. Dass jedes Spiel nur eine halbe Stunde dauert, sei etwas problematisch. Deshalb sei er ganz froh, dass sein TuS zwei Spiele direkt nacheinander spielen kann – zunächst gegen Garmisch-Partenkirchen (14.35 Uhr) und im Anschluss gegen Heilbrunn (15.10 Uhr).

Im Gegensatz zum Landesligaaufsteiger tun sich für Grelics, der zahlreiche personelle Veränderungen verarbeiten und integrieren muss, eine Woche vor Saisonbeginn noch mehrere Baustellen auf. Daher soll das Blitzturnier in erster Linie dazu dienen, die neuformierte Mannschaft weiter einzuspielen – nach dem Wunsch des Trainers dieses Mal mit Arthur Kubica, dessen Einsatz sich jedoch erst beim Aufwärmen entscheide, sowie Neuzugang Jonas Reitel, auf dessen Spielgenehmigung der Verein wartet. Zwar messe Lang dem Pokal keine Bedeutung bei, weil der Fokus eindeutig auf dem Saisonbeginn am kommenden Wochenende liege. „Aber wir werden ordentlich auftreten, das gebietet schon der Anstand“, verspricht Heilbrunns Trainer.

03.07.2019  – TUS Geretsried  – TSV Grünwald 1:3 (0:2)

Nichts war’s mit dem erhofften ersten Testspielsieg: Mit 1:3 (0:2) ging die Partie der Geretsrieder Fußballer am Mittwochabend gegen den TSV Grünwald verloren. Und das Ergebnis geht völlig in Ordnung, wenngleich TuS-Coach Martin Grelics feststellte: „Es war von beiden Seiten kein gutes Spiel.“

Grünwald genoss den Vorteil, dass die Gastgeber ihnen beim Toreschießen kräftig Hilfestellung boten. In der sechsten Minute landete ein Pass im Geretsrieder Spielaufbau im eigenen Strafraum vor den Füßen des Gegners, was Markus Dieckmann zur 1:0-Führung für die Gäste nutzte. Dem 0:2 durch Maximilian Stapf nach einer knappen halben Stunde gingen mehrere gescheiterte Versuche, den Ball zu klären voraus. Beim 0:3 (54.) konnte Sebastian Koch sich im Strafraum relativ unbedrängt mit dem Ball am Fuß drehen und einschießen.

„Es ist noch viel Luft nach oben“, musste Grelics eingestehen. „Wenn vier zentrale Spieler ausfallen, muss man sich andere Lösungen überlegen, um zum Erfolg zu kommen“, resümierte der TuS-Coach. „Ein paar gute Spielzüge reichen da nicht aus.“ Den Geretsrieder Anschlusstreffer zum 1:3 erzielte Anastasios Karpouzidis im Nachschuss nach einem Lattentreffer. „Die Abläufe stimmen noch nicht“, so das Fazit von Grelics. „Aber das ist ein Lernprozess. Wir müssen geduldig bleiben.“

Vorbericht

Der TuS Geretsried drängt auf den ersten Sieg in der Vorbereitung auf die Fußball-Landesliga-Saison. Am Sonntag, beim 1:1 gegen den FC Unterföhring gab das Team von Martin Grelics den Erfolg in der Schlussminute leichtfertig aus der Hand. Das soll im dritten Test heute Abend gegen den TSV Grünwald (Anstoß 19.30 Uhr) besser laufen. „Ich bin eine Freund davon, dass man sich in der Vorbereitung auch mal ein Erfolgserlebnis abholt“, sagt der TuS-Trainer. „Nach einer Niederlage und einem Unentschieden wird es dafür jetzt langsam Zeit.“

Ähnlich wie gegen Unterföhring soll die Partie gegen das Team aus der Landesliga Südost dazu dienen, die Startformation für den Punktspielauftakt am 13. Juli beim FV Illertissen II einzuspielen. Weiter verzichten muss der TuS auf Torjäger Srdan Ivkovic und Spielgestalter Arthur Kubica. Grelics: „Das ist viel Kreativität, die fehlt.“ Aduktorenprobleme verhindern den Einsatz von Meriton Alasani, während Lukas Keller wegen Mittelfußbruchs noch längere Zeit fehlt.

Deshalb hofft der Coach, gegen Grünwald endlich alle Neuzugänge einsetzen zu können. Dazu zählt er auch Mario Walker, den man nach seiner studienbedingten Auszeit reaktivieren konnte. Ein weiterer Neuzugang ist Jonas Reitel: Der Abwehrspieler aus Kochel, der bei der JFG Wolfrathausen ausgebildet wurde und beim BCF Wolfratshausen Bayernligaerfahrung sammelte, war zuletzt beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen seinem Ziel, mehr Spielzeit zu erhalten, nicht näher gekommen. Das soll sich beim TuS ändern. „Er hat vier Trainingseinheiten mitgemacht und sich gut präsentiert“, sagt Grelics. „Er hängt sich rein. Zeigt, dass er spielen will und macht einen guten Eindruck. Deshalb sind wir uns schnell einig geworden.“

Ob bis zum Spiel heute Abend schon eine Spielberechtigung vorliegt, war bei Redaktionsschluss noch ungewiss.

30.06.2019 – TUS Geretsried – FC Unterföhring 1:1 (1:0)

Auch wenn Martin Grelics einen „großen Fortschritt“ gegenüber der 1:5-Niederlage im ersten Testspiel in Dachau (wir berichteten) gesehen hatte, eine Standpauke mussten sich die Fußballer des TuS Geretsried dennoch anhören. „Wie kann man sich denn so willenlos in der allerletzten Minute noch ein Gegentor einfangen?“, schimpfte der Coach nach dem 1:1 (1:0)-Unentschieden im Vorbereitungsmatch gegen den FC Unterföhring.

Bei tropischen Temperaturen zeigten sich die Hausherren im ersten Durchgang ballsicher und bestimmten das Geschehen. Aber auch Bayernliga-Absteiger FCU hatte einige gute Aktionen. Nicht auf der Höhe waren die Gäste jedoch in der 16. Minute, als Sebastian Schrills eine Diagonalflanke unter dem Torhüter hindurch zum 1:0 verwertete.

In der Halbzeit wechselte Grelics, der auf die angeschlagenen Leistungsträger Arthur Kubica und Srdan Ivkovic verzichten musste, mehrfach aus. Die vielen vormaligen A-Junioren schlugen sich wacker, wenngleich Unterföhring jetzt mehr vom Spiel und auch eine Reihe von dicken Chancen hatte. Nach einer Standardsitution fiel dann unmittelbar vor dem Schlusspfiff der 1:1-Ausgleich, der den Trainer so erzürnte. Grelics: „Insgesamt betrachtet war das Remis in Ordnung. Aber die Jungen müssen halt noch lernen, sich über die gesamte Distanz zu konzentrieren.“

27.06.2019 – ASV Dachau – TUS Geretsried 5:1 (1:0)

Da ist noch viel Luft nach oben: Mit 1:5 (0:1) verloren die Fußballer des TuS Geretsried ihr erstes Testspiel beim ASV Dachau. Aber Martin Grelics nimmt die Pleite gelassen. „Das Ergebnis sieht nicht schön aus, aber man muss das relativieren. Wir haben sehr viel probiert, und viele junge, neue Gesichter gesehen. Da funktionieren noch nicht alle Mechanismen“, begründet der TuS-Coach das nach zwei Trainingseinheiten noch stark verbesserungswürdige Zusammenwirken der neu formierten Mannschaft.

Anfangs sei man „gut im Spiel gewesen“. Dann habe ein Eigentor (24.) nach einer Dachauer Ecke zu einem Bruch geführt. Zwar gelang Sebastian Schrills in der 51. Minute nach schöner Vorarbeit von Gabriel Ramaj der Ausgleich. Doch je länger die Partie dauerte, desto mehr musste man dem clever agierenden Gegner, der schon zwei Vorbereitungsspiele mehr absolviert hatte, Tribut zollen. Dazu gesellten sich viele Unkonzentriertheiten, die es dem ASV in der Schlussphase leicht machten. „Drei von vier Toren haben wir dem Gegner durch klassische technische Fehler aufgelegt“, monierte Grelics. „Ich bin trotzdem dankbar für das Spiel. Ich habe viel gesehen, was wir ändern müssen.“

Insgesamt kamen 20 Spieler zum Einsatz, darunter Rückkehrer Roman Rauscheder (TuS Holzkirchen) sowie die A-Junioren Gabriel Ramaj, David Topic und Florian Kellner. „Sie haben alle Potenzial“, sagt der Coach, der sich vor allem mit dem Debüt von Neuzugang Robin Renger (SpVgg Selbitz) vom „sehr zufrieden“ zeigt. „Man sieht, dass er eine hohe Qualität hat und Regionalligaerfahrung mitbringt“, lobt Grelics den 22-Jährigen, der verhindern soll, dass im Mittelfeld womöglich eine Baustelle entsteht, wenn sich Arthur Kubica im August für einige Monate ins Ausland verabschiedet. „Das ist sicher ein super Transfer, darüber bin ich sehr froh.“

Nach den Erkenntnissen aus der Dachau-Partie werde er für den nächsten Test am Sonntag gegen den FC Unterföhring (17.30 Uhr, Isarau-Stadion) einige Änderungen vornehmen. Der Kader werde wahrscheinlich etwas verkleinert, damit die Akteure, die sich für die Startelf herauskristallisieren, mehr Spielzeit bekommen. „Wir haben ja nicht mehr so viel Zeit“, begründet Grelics den Verzicht auf weitere Experimente. Noch gedulden müssen sich die erst ab dem 1. Juli spielberechtigten Neuzugänge Uros Puskas (Radnicki Sid/Serbien) und Amer Secerovic (FC Bosna München). Allerdings könnte der frühere bosnische U17-Nationalspieler eventuell für Sonntag eine Gastspielgenehmigung bekommen.

In der kommenden Woche soll dann auch der an einer Schulterverletzung laborierende Torjäger Srdan Ivkovic wieder ins Training einsteigen. „Ich sehe das noch relativ entspannt. Das Ergebnis in Dachau sollte man nicht überbewerten. Ich weiß dass einzuordnen und bin sicher: Wir werden das bis zum Saisonstart gut hinbekommen“, versprüht der Trainer Optimismus.

Bericht aus dem Geretsrieder Merkur vom 22.06.2019 zum Saisonstart

Geretsried – Eine turbulente Saison liegt hinter den Fußballern des TuS Geretsried. Erst die ungeliebte Einteilung in die Landesliga Südwest, dann nach einem guten Start Verletzungssorgen und Unstimmigkeiten im Trainerteam, die in der Trennung vom langjährigen Coach Florian Beham mündeten, und das Abrutschen in den Abstiegszone der Tabelle. Mit zwei „Königstransfers“ – Martin Grelics als Trainer und Arthur Kubica als Spielmacher – kam das TuS-Schiff jedoch wieder ins richtige Fahrtwasser und ankerte nach einer sehr guten Rückrunde am Ende auf Rang sieben.

„So eine Saison möchte ich nicht noch einmal erleben“, sagt Ibro Filan. Es seien viele Kleinigkeiten zusammengekommen, die zu der zwischenzeitlichen Misere geführt haben. Der Abteilungsleiter setzt darauf, dass Trainer und Team an die Rückserie anknüpfen können: „Mir hat es viel Spaß gemacht, zu sehen, wie die Mannschaft sich weiterentwickelt. Und ich glaube, unseren Zuschauern auch.“ Zwar gebe es einige Abgänge, aber nach Ansicht Filans keine „schwerwiegenden“, die man nicht auffangen könne. Seine Zielvorgaben: „Unseren sehr gut ausgebildeten Nachwuchs an die Mannschaft heranführen. Und am besten einen Platz zwischen eins und sechs erreichen.“

Mit der Vorbereitung auf die zweite Saison in der westlichen Landesliga beginnen die TuS-Kicker an diesem Montag, 24. Juni. Bis zum Auftakt am 13. Juli in Illertissen bleiben Coach Grelics dann lediglich drei Wochen Zeit. Filan sieht das nicht dramatisch: „Ich denke, das ist ausreichend. Zum einen haben wir nach dem Ende der letzten Saison noch eine Woche trainiert. Zum anderen sind die Jungs in den Sommermonaten ohnehin fitter, weil sie aktiver sind als zum Beispiel im Winter. Und außerdem hat Martin sich seine Pfingstferien redlich verdient.“

Das erste Testspiel steht am Donnerstag, 27. Juni, um 18.30 Uhr beim ASV Dachau auf dem Programm. Es folgen Vergleiche gegen den FC Unterföhring (30. Juli) und den TSV Grünwald (3. Juli). Außerdem wird die Qualifikationsrunde für den Verbandspokal in diesem Jahr erstmals in Turnierform ausgetragen. Dazu treffen am Samstag, 6. Juli, ab 14 Uhr im Isarau-Stadion der TuS, der FC Garmisch-Partenkirchen, der SV Bad Heilbrunn und der TSV Grünwald aufeinander.

Genügend Gelegenheit also für den Trainer, die Mannschaft nach den Abgängen von Johann Latanskij (Spielertrainer bei DJK Waldram), Maximilian Baumgartner (SV Polling), Ryosuke Kikuchi (TSV Dachau) und Michael Rauch (FC Garmisch) neu zu sortieren. Fürs Mittelfeld gibt es mit Robin Renger einen namhaften Neuzugang. Der 22-Jährige wurde im Nachwuchs des SSV Ulm ausgebildet und war in den vergangenen Jahren in den Oberliga Baden-Württemberg (SC Pfullendorf), Regionalliga Bayern (SpVgg Bayreuth) und zuletzt in der Landesliga Nordost (SpVgg Selbitz) aktiv. „Er ist nach München umgezogen“, erklärt Ibro Filan, wie es zum Kontakt mit dem torgefährlichen Kandidaten fürs linke Mittelfeld kam. Bayernliga-Luft geschnuppert hat in der vergangenen Saison Roman Rauscheder: Der 19-jährige Verteidiger kehrt vom TuS Holzkirchen nach Geretsried zurück, wo er bereits einige Jahre im Nachwuchsbereich gespielt hat. Verstärkung bekommt der Landesligist zudem aus Kroatien: Stürmer Srdan Ivkovic hat den Kontakt zu einem Landsmann hergestellt, der laut Filan „im Training einen guten Eindruck hinterlassen hat“. Der 25-jährige Uros Puskas war bis vor einem Jahr in der vierten Liga in Serbien aktiv und ist in Deutschland, wo er seit kurzem wohnt, sofort spielberechtigt.

Für den TuS empfehlen können sich in den nächsten Wochen auch zwei Probespieler sowie sechs Youngster, die aus dem eigenen Nachwuchs in den Herrenbereich stoßen. „Sie werden ihre Einsatzzeiten bekommen, müssen aber auch Geduld mitbringen“, betont der Abteilungsleiter. Dass zeitgleich mit Robin Reiter, Fabian Kaglin, Lukas Kunzendorf und Peter Auer gleich vier A-Junioren den Klub in Richtung FC Garmisch verlassen haben, sieht Filan nicht allzu tragisch: „Sie stammen alle aus dem Werdenfelser Land, spielen alle im defensiven Bereich und hätten es somit bei uns vermutlich schwer gehabt, an den gestandenen Leuten vorbei zu kommen. Da haben sie es in Garmisch wohl etwas leichter.“