Spielberichte 2. Mannschaft

Interview mit Spielführer Christoph Klein aus dem Geretsrieder Merkur vom 12.11.2019

Geretsried – Mit dem 2:0-Sieg gegen den SC Gaißach halten die Fußballer des TuS Geretsried II zu Beginn der Winterpause Anschluss an das führende Trio in der Kreisklasse 2. Maßgeblichen Anteil am Abschneiden in der Hinrunde hat Christoph Klein (23), mit zwölf Treffern bester Torschütze der Landesligareserve. Unser Mitarbeiter Rudi Stallein unterhielt sich mit dem TuS-Kapitän, der in München Wirtschaftsingenieurwesen studiert.

Herr Klein, was sagen Sie zum Spiel gegen Gaißach?

Schlecht gespielt, 2:0 gewonnen, Winterpause, Gott sei Dank. Aber gut war’s nicht.

Woran hat es gelegen?

Ich weiß es nicht. Der Einsatz hat gestimmt. Und irgendwie haben wir gewonnen, das ist, was am Ende zählt.

Zwei von fünf Niederlagen hat die TuS-Reserve gegen untere Mannschaften kassiert. Tun Sie sich gegen die grundsätzlich schwerer?

Das würde ich nicht sagen. Aber wir kriegen nicht das auf den Platz, was wir können. Im Training klappt es super, aber im Spiel fehlt dann oft der letzte Pass. Hinten sind wir gegen Gaißach gut gestanden, zu null gespielt. Das Spiel nach vorne hat ein bisschen gehakt. Das liegt aber auch daran, dass wir viele Studenten haben, die in Regensburg studieren, nicht trainieren können. Dann kannst du keine Laufwege einstudieren, keine Automatismen entwickeln.

Deshalb war Ihr Trainer Cem Acikbas vor der Saison mit einer Prognose sehr zurückhaltend …

Klar ist das Ziel, irgendwann wieder aufzusteigen. Aber es ist schwer unter diesen Voraussetzungen. Es denken immer alle, dass wir als Zweite Mannschaft vom TuS locker aufsteigen müssen. Aber in der Kreisklasse 2 sind auch Mannschaften, die richtig gut kicken können.

Auffällig ist in dieser Saison, dass Ihr mit Eurem Stammkader recht konstant spielt. Der „Nachschub“ aus der Ersten schwächelt oft, oder?

Ja, das sehe ich auch so. Vielleicht nehmen manche es zu leicht. Wir spielen Kreisklasse, das ist ein komplett anderer Fußball. Da musst du dich total umstellen.

Worin besteht der Unterschied?

In der Landesliga hat man schon mal andere Mitspieler. Die haben ein anderes Niveau. Das ist schwierig, wenn man in die zweite Mannschaft runterkommt. Da spiel’ halt ich vorne drin, und nicht der Srdan Ivkovic.

Als Sie selbst aus der Jugend gekommen sind, wurden Sie hoch gehandelt, galten als kommender Top-Spieler für die erste Mannschaft…

Ja, im ersten Jahr unter Florian Beham habe ich relativ viel gespielt. Heute fehlt es an der Zeit. Ich habe mein Studium, bin B-Jugend-Trainer in der Bezirksoberliga, habe selbst dreimal Training. Da ist nicht mehr die Motivation da. Wenn das jetzt eine richtig geile Mannschaft wäre, wo alle zusammenhalten, nach dem Spiel hocken bleiben, würde ich vielleicht sagen: Ich probier’s nochmal. Aber das Ding ist einfach, in der Zweiten sind wir im Augenblick so ein geiles Team. Da ist ein brutaler Zusammenhalt, das macht Mega- Bock. Mit dem Cem als Trainer ist es überragend. Deshalb bin ich im Moment zufrieden mit dem, wie’s läuft.

Was Ihnen weniger Spaß macht, sind die Schiedsrichter: Sie waren mit vielen Entscheidungen unzufrieden, haben sich eine gelbe Karte abgeholt?

Ich finde, das war übertrieben. Der Schiri sagt zu mir, das hat was mit Respekt zu tun. Ich sag’, ich meckere nicht, ich schreie Sie nicht an, ich rede ganz normal. Da holt er die gelbe Karte raus und sagt: Eine andere Sprache versteht ihr ja nicht.

Nehmen die Regelverschärfungen seit dieser Saison dem Fußball den Spaß?

Nein, du musst ja froh sein, dass es jemand macht. Ganz ehrlich: Ich würde mich da nicht hinstellen. Da sind 22 Spieler voll mit Testosteron auf dem Platz, die in der Kreisklasse umeinander hampeln und 38 Fehler pro Spiel machen. Und wenn der Schiri einen macht, dann wird er angeschrien.

Welche sportlichen Ziele haben Sie persönlich?

Ich will Spaß mit der Mannschaft haben. Es läuft gut, aber ich glaube nicht, dass wir diese Saison den Aufstieg schaffen. Ich würde dann aber auch nicht sagen, dass wir es vergeigt haben. Es ist schwer, aus der Liga wieder rauszukommen, weil da richtig gute Klubs spielen.

Vorige Saison haben Sie insgesamt neun Tore geschossen, heuer sind es zur Halbzeit schon zwölf. Wie viele sollen es werden?

Ich habe mir mit meinen Teamkollegen Dieter Kloos zusammen als Ziel gesetzt, dass wir bis zur Winterpause 20 schießen. Das haben wir nicht ganz geschafft, sind jetzt bei 18. Also persönlich will ich diese Saison auch 20 machen. Cem hat gesagt, dass wir die 15 Kästen Erdinger Weißbier holen müssen: Dafür musst du bester Torschütze aller vier Kreisklassen werden – das wird schwer, aber schaun wir mal.

10.11.2019 – TUS Geretsried – SC Gaißach 2:0 (1:0)

Dank eines Doppelpacks von Dieter Kloos feierte die Geretsrieder Reserve einen Arbeitssieg gegen die abstiegsbedrohten Gaißacher. Die hatten zu Beginn die besseren Chancen und hätten mit etwas mehr Coolness im Abschluss leicht in Führung gehen können. Die größte Gelegenheit ließ Johannes Waldherr nach zwölf Minuten ungenutzt, als er nach einer Tändelei von Meriton Alasani plötzlich nur noch TuS-Keeper Sebastian Untch vor sich hatte, aber am Tor vorbei schoss. Zehn Minuten später vereitelte Untch eine Chance von Franz Hartl. „Wir hatten die klareren Chancen, aber im Abschluss waren wir zu hektisch“, monierte SCG-Trainer Stefan Simon. Effektiver bei der Chancenverwertung zeigte sich der Gastgeber: Nach einer Ecke passte Kapitän Christoph Klein scharf vors Tor, wo Dieter Kloos aus dem Gewühl heraus zum 1:0 (32.) traf. Nach dem Seitenwechsel gab es die besseren Chancen zunächst für die Gäste. Johannes Schlosser platzierte freistehend einen Kopfball neben das Tor, Matthias Beutelrock scheiterte mit einem Freistoß vom Strafraumeck an Untch (62.), und Thomas Lugmair jagte den Ball volley weit über das Tor. „Die zweite Halbzeit war offen. Da hätte sich über ein 1:1 auch keiner beschweren dürfen“, stellt SCG-Interimscoach Stefan Simon fest. Aber bekanntlich gilt im Fußball die Regel: Wer vorne keine Tore macht, fängt sich hinten welche ein. Das war aus Sicht der Gäste in der 87. Minute zum zweiten Mal der Fall. Bei einer Hereingabe von Maximilian Lechner brauchte Kloos in der Mitte nur noch den Fuß hinzuhalten. „Dass es schwer werden würde, war uns klar“, sagte TuS-Coach Cem Acikbas nach Spielschluss. „Das Wichtigste ist, dass wir mit einem passenden Ergebnis in die Winterpause gehen.“

Vorbericht

Der erhoffte Wandel hat in Gaißach nach dem Trainerwechsel noch nicht eingesetzt. Aber mit den kleinen Veränderungen zeigt sich Stefan Simon durchaus zufrieden. „Ich bin positiv überrascht, wie die Spieler neue Ideen aufnehmen und ehrgeizig hinterfragen. Sie ziehen voll mit, das ist nicht selbstverständlich“, betont der Interimscoach. „Wir können uns nicht beschweren, die Jungs sind gut dabei.“ Nur mit den Ergebnissen sei er nicht zufrieden: 0:1 hieß es gegen RW Bad Tölz, 2:2 trennte man sich zuletzt vom SV Bad Tölz. Dennoch reist der Tabellenvorletzte hoffnungsfroh zum Tabellenvierten. „Die ganze Liga ist ein bisschen vogelwild“, kommentiert Simon diverse Ergebnisse dieser Saison. Warum solle nicht der SCG mal eine Überraschung liefern: „Wir rechnen uns schon etwas aus, sonst bräuchten wir ja nicht hinfahren.“

Dass es kein leichtes Unterfangen wird, schwant auch Cem Acikbas. „Die werden alles daran setzen, um die letzte Chance zu nutzen, um vom Tabellenende wegzukommen“, rechnet der TuS II-Coach mit erheblicher Gegenwehr seitens der Gäste. Zuversicht auf einen eigenen Erfolg zieht Acikbas aus der Tatsache, dass seine Elf „auf unserem Kunstrasen noch kein Spiel verloren“ habe. Das wolle man beibehalten und „mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause gehen.“ Anders als die Gäste kann Acikbas mit der Hinrunde zufrieden sein: „Wenn alles gepasst hätte, wäre mehr drin gewesen, aber angesichts unserer personellen Situation passt der aktuelle Tabellenstand.“

TuS Geretsried II: S. Untch – Stingl, Sacher, M. Untch, Schneider, Klein, Lechner, Kloos, Bahnmüller, Krillmäuer, Wieland, Secerovic, Alasani, Alin.

SC Gaißach: Lang – Schlosser, Bauer, Gladow, Loipolder, Söllner, Lugmair, Beutelrock, Waldherr, Scheuner, Schuhbauer, S. Sedlmaier, Hohenreiter, F. Sedlmaier (?), Happach (?).

02.11.2019 – TUS Geretsried – Olympic Geretsried 2:2 (2:2)

Ein rassiges Derby mit einem Ergebnis, das den Spielverlauf angemessen widerspiegelt: Das war das Fazit beider Trainer nach spannenden 90 Minuten. Die Gastgeber legten einen fulminanten Auftakt hin. Kapitän Christoph Klein bedankte sich für die freie Schussbahn, die ihm die gegnerische Hintermannschaft bot, mit einem Kracher aus rund 18 Metern in den Winkel. Das geschah bereits nach 120 Sekunden und sorgte für einige Unruhe im Spiel der Gäste. Die legte sich erst nach 18 Minuten, als Andre Maier per Handelfmeter den Ausgleich besorgte. Wenig später lag Olympic plötzlich vorn: Dominik Kühberger behielt nach einem Kopfballduell mit Maximilian Untch den Überblick, reagierte am Boden schneller als sein Gegner und ließ Sebastian Untch im TuS-Tor aus kurzer Distanz keine Chance. „In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut verteidigt“, zeigte sich TuS-Coach Cem Acikbas unzufrieden mit dem Abwehrverhalten seiner Kicker. Besser lief es im Spiel nach vorn. So brauchte es in der 30. Minute bei einem Kopfball einen Blitzreflex von Olympic-Torhüter Marios Nikolopoulos, um den Ausgleich zu verhindern. In der 35. Minute bekam der TuS einen Foulelfmeter zugesprochen, den Florian Schneider zum 2:2-Ausgleich verwandelte. Im zweiten Durchgang gab es zwar keine Treffer mehr, an Gelegenheiten, das Siegtor zu erzielen, mangelte es jedoch beiden Mannschaften nicht. Klein scheiterte an Nikolopoulos, der per Fußabwehr einen Rückstand verhinderte. Auf der Gegenseite rauschte ein Freistoß von Maier nur um Zentimeter über den Winkel, bei zwei weiteren Versuchen brachte Torhüter Sebastian Untch gerade noch die Fäuste an den Ball. „Das war ein starkes Derby, in dem sich beide Mannschaften mit Respekt begegnet sind“, sagte Olympic-Spielertrainer Tasso Fytanidis. „Wir haben nach dem frühen Rückstand 15 Minuten Probleme gehabt, aber insgesamt bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft voll zufrieden.“ Zu demselben Schluss kam Cem Acikbas, der bei seinem Team „eine deutliche Steigerung gegenüber den vorigen zwei Spielen“ gesehen hatte.

Vorbericht

Die letzte Hinrundenpartie gestaltet sich für beide Kontrahenten zu einem wichtigen Weichensteller. „Das ist ein richtungsweisendes Spiel“, bestätigt TuS-Coach Cem Acikbas. „Jeder muss gewinnen, sonst verliert er den Anschluss.“ Denn während sich das Trio aus Bad Tölz, Sauerlach und Hausham mit konstanten Ergebnissen an der Tabellenspitze eingenistet hat, zeigten die Geretsrieder Rivalen zuletzt wenig Konstanz. „Beide sind ambitioniert in die Saison gestartet, aber beide waren zuletzt nicht überzeugend“, stellt Acikbas fest. Was dem Stadtderby zusätzliche Brisanz verleiht. Während der TuS in Rottach-Egern schwächelte und sich beim Aufsteiger eine 3:4-Niederlage einhandelte, musste sich Orts- und Stadion-Rivale Olympic gegen den SV Bad Tölz mit einem torlosen 0:0 zufrieden geben. „Das Spiel war an sich gut, wir haben die Zweikämpfe gut angenommen, aber wir machen im Augenblick zu wenig Tore“, sagt Spielertrainer Tasso Fytanidis. Abhilfe schaffen sollen Berat Saiti („er ist einer, der den letzten entscheidenden Pass spielen kann“), der seine Verletzung auskuriert hat und Torjäger Andre Maier, der zuletzt berufsbedingt pausieren musste. Ersetzen muss der Olympic-Coach Alex Kutzmutz, der im Spiel gegen Bad Tölz mit einer Bänderverletzung vom Feld ging, der schwerer verletzte Dominik Podunavac und Torhüter Marvin Bauer, der nach dem Spiel bei Rot-Weiß Bad Tölz eine dreiwöchige Sperre aufgebrummt bekam. Seinen Platz nimmt Ersatztorhüter Marios Nikolopoulos ein. Während die Griechen ihr Offensivspiel erfolgreicher gestalten wollen, fordert Acikbas, eine deutliche Verbesserung des in Rottach-Egern arg fehlerhaften Defensivverhaltens. „Jeder muss für den anderen arbeiten und noch mehr Meter machen. Dann können wir auch gegen Olympic punkten“, so der TuS-Trainer.

TuS Geretsried II: S. Untch, Nottbusch – M. Untch, Stingl, Schneider, Sacher, Krillmäuer, Thiess, Jakob Bahnmüller, Lechner, Klein, Kloos.

Olympic Geretsried: Nikolopoulos – Toska, Derek, Karamanos, Kühberger, Sayin, B. Saiti, Maier, Tsigouriotis, Iosifoglou, Fytanidis, Räß, Ates, Alas, Pllumbi, J. Saiti (?)

26.10.2019 – FC Rottach-Egern – TUS Geretsried 4:3 (1:2)

Schwer enttäuscht zeigte sich Cem Acikbas über die vermeidbare Niederlage. „Das war eigene Dummheit“, stellte der TuS II-Coach fest. „Wir haben grottenschlecht verteidigt.“ Das begann schon in der dritten Minute, als Amer Secerovic in einer geklärten Situation seinen Gegner niedergrätschte. Zwar parierte Sebastian Untch den Elfmeter, aber mit dem Nachschuss brachte Samet Yilmazer die Rottacher in Führung. Mit einem Doppelpack (33., 35.) drehte TuS-Kapitän Christoph Klein die Partie bis zur Pause. Danach setzten sich die Fehler bei den Gästen fort. Erneut per Strafstoß glichen die Gastgeber aus. In der 64. Minute ging der FC erneut in Führung, Klein egalisiert eine Minute später, vergab jedoch gute Gelegenheiten, um den TuS nach vorn zu bringen. Ein Konter besiegelte die Niederlage.

Vorbericht

Nach dem verlorenen Nachholspiel beim SV Bad Tölz (1:3) beschert der Spielplan der Geretsrieder Landesligareserve ein weiteres Gastspiel bei einem Kellerkind. „Ich denke, dass der FC nicht so schlecht ist, wie man nach dem Tabellenplatz glauben könnte. Die Rottacher haben eine starke Offensive und spielen mit viel Tempo“, hebt Cem Acikbas die Qualitäten des Aufsteigers hervor. „Meine Mannschaft ist jedenfalls gewarnt. Wir unterschätzen keinen.“ Zudem bewertet der TuS-Coach den großen Platz in Rottach als weiteren Trumpf für die Gastgeber: „Das mögen wir nicht so. Deshalb werden wir unseren Matchplan ändern“, so Acikbas, ohne taktische Details preiszugeben. Das Ziel seines Teams sei es, „auswärts mal wieder zu punkten“. Das gelang zuletzt am 25. August.

TuS II: S. Untch – Thiess, Lechner, Stingl, Sacher, Keil, M. Untch, Alasani (?), Schneider, Klein, Kloos, Bahnmüller, Krillmäuer, Secerovic (?), Sevkovic.

23.10.2019 – SV Bad Tölz – TUS Geretsried 3:1 (1:1)

Die Aufholjagd geht weiter: In einer spannenden Partie auf ordentlichem Kreisklassen-Niveau holte sich am Mittwochabend der SV gegen die Geretsrieder Landesliga-Reserve drei weitere Zähler. Damit bewegen sich die gelb-schwarzen Tölzer allmählich aus dem Tabellenkeller heraus. „Meine Jungs haben von Beginn an gezeigt, dass heute eine Mannschaft auf dem Platz steht, die zusammen gewinnen will“, freute sich Coach Hisham Aqabli. Auch TuS II-Trainer Cem Acikbas ließ keinen Zweifel am verdienten Sieg der Gastgeber aufkommen: „Die Tölzer haben einfach einen Tick mehr Willen gezeigt, mehr für den Sieg gekämpft.“ Dabei war die erste Spielhälfte entsprechend dem Halbzeitstand noch weitgehend ausgeglichen. Doppel-Torschütze Argjent Veliqi schloss eine schöne Kombination zur 1:0-Führung der Hausherren ab (18.). Und ein Freistoß von Christian Sacher flog nach 32 Minuten quer über den halben Platz, von Freund und Feind unberührt, ehe er schließlich zum 1:1-Ausgleich einschlug.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Tölzer spürbar den Druck. „Es war mir klar, dass heute die Mannschaft, die den zweiten Treffer erzielt, auch gewinnen wird“, sagte Acikbas. Nun, die Geretsrieder nutzten ihre wenigen Chancen nicht. Dafür kam Ardian Geci nach einer Ecke im Strafraum-Gewühl mit dem Kopf an die Kugel, lenkte sie am verdutzten Geretsrieder Keeper Sebastian Untch vorbei und sorgte so für die Vorentscheidung (78.). Als die Gäste dann die Brechstange auspackten, schloss Veliqi einen Konter erfolgreich zum 3:1-Endstand ab (84.). „Ein verdienter Erfolg“, resümierte Aqabli. „Alle wollten heute die drei Punkte holen, und das hat geklappt. Respekt!“

Vorbericht

Nach den Erfolgen in den zurückliegenden zwei Heimspielen – 1:1 gegen Mitaufsteiger Sauerlach und 2:1 im Kellerduell gegen Rottach-Egern – gehen die Tölzer mit breiter Brust in den Vergleich mit der Geretsrieder Landesligareserve. „Wir sind motiviert“, bestätigt Tobias Bernwieser. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie über 90 Minuten kämpfen können“, gibt sich der SV-Coach selbstbewusst. Neben einer intensiven Aussprache untereinander ist ein weiterer Grund für den Aufschwung, dass der Kader inzwischen nahezu komplett ist. „Der TuS ist als Tabellenzweiter klarer Favorit. Aber wir sind gut besetzt. Ein Punkt ist das Ziel. Das wird schwer genug, aber wenn wir die wenigen Chancen nutzen, die wir kriegen werden, ist es realistisch“, glaubt Bernwieser, der den positiven Trend fortsetzen möchte. Bei den Gästen gibt es massive personelle Veränderungen. Weil fünf Studenten aus der eingespielten Stammformation nicht zur Verfügung stehen, muss Coach Cem Acikbas mit Spielern aus dem Landesligakader auffüllen. Dazu war er zuletzt am sechsten Spieltag gezwungen. Damals ging der Versuch mächtig in die Hose und das Heimspiel gegen Rot-Weiß Bad Tölz mit 1:4 verloren. „Wir sind nicht eingespielt. Das sind alles individuell gute Spieler, aber man kennt sich als Mannschaft auf dem Platz nicht“, sagt der TuS-Trainer, der beim SV ein unerfreuliches Déjà-vu vermeiden möchte. „Wir sind als Team gefordert. Es geht um wichtige Punkte in der Meisterschaft“, betont Acikbas und warnt: „Wir sollten Tölz nicht unterschätzen. Die haben ein paar richtig gute Einzelkönner. Ich glaube, es wir ein offenes Spiel.“ An die Moral seiner Truppe appelliert Bernwieser: „Es kommt darauf an, wie viel jeder bereit ist zu geben. Am Ende sollte jeder sagen können, dass er sein Bestes gegeben hat. Dann ist ein Sieg drin.“

SV Bad Tölz: Fidan Sefaj – Papadopoulos, Veliqi, Baumgärtner, Geci, Kocygit, Hintermeier, Sacalos, Kelmendi, Weber, Petersen, Vocaj Llolluni, Ural, Sefaj.

TuS Geretsried II: S. Untch, Nottbusch – Schneider, M. Stingl, Topic, Sevkovic, Sacher, F. Kellner, Mendama, Lechner, Klein, Kloos, Secerovic, Alasani (?), Krillmäuer (?).

19.10.2019 – TUS Geretsried – SC Wörnsmühl 2:0 (0:0)

Schon früh zeichnete sich ab, dass es für die Gastgeber ein Geduldsspiel werden würde. Wörnsmühl präsentierte sich mit einem kompakten Defensivverbund und gestattete der Landesligareserve eine Halbzeit lang so gut wie keine Torchance. „Wir haben uns sehr schwer getan, spielerisch sind wir kaum zum Zug gekommen, weil der Gegner uns keine Räume gab“, musste Cem Acikbas eingestehen. Ein wegen abseits aberkanntes Kopfballtor von Dieter Kloos und ein Pfostenschuss von Christoph Klein blieben die einzige Ausbeute. Der Knoten platzte jedoch kurz nach Wiederbeginn, als Jakob Bahnmüller einen Flankenball von Christian Sacher aus kurzer Distanz mit dem Kopf zum 1:0 verwertete. Nach Vorarbeit von Marc Thiess erhöhte Kapitän Klein eine Viertelstunde vor Schluss auf 2:0. „Der Sieg ist hoch verdient“, so Acikbas, „Wörnsmühl hatte über 90 Minuten keine einzige Chance.

Vorbericht

Die 1:3-Niederlage bei Tabellenführer Sauerlach hat keine nachhaltigen Schäden am Geretsrieder Selbstbewusstsein hinterlassen. „Unser Spiel war nicht so schlecht, und so viel individuelle Klasse wie Sauerlach hat kaum eine andere Mannschaft in der Liga“, sagt Cem Acikbas. Deshalb sind gegen Wörnsmühl drei Punkte eingeplant. „Das ist natürlich das Ziel“, so der TuS II-Coach. Doch nachdem Wörnsmühl zuletzt beim 3:2- gegen den SV Bad Tölz seinen ersten Saisonsieg gefeiert hat, wähnt Acikbas den Gegner im Aufwind. „Aber das werden wir gleich unterbinden“, so der TuS-Trainer, „und zeigen, dass wir auch zurecht oben in der Tabelle stehen.“

TuS II: S. Untch – Thiess, Sacher, M. Untch, Alasani, Schneider, Klein, Jakob Bahnmüller, Krillmäuer, Kloos, Stingl, Secerovic, Lechner, Wieland, Nottbusch.

13.10.2019 – TSV Sauerlach – TUS Geretsried 3:1 (1:1)

In einem nach Ansicht von Gästetrainer Cem Acikbas „sehr guten Kreisklassenspiel“ gab letztlich die individuelle Klasse einzelner Akteure den Ausschlag zugunsten des Aufsteigers, der mit dem 3:1-Sieg den TuS II wieder von der Tabellenspitze verdrängte. Zwar war die Landesligareserve in der 14. Minute durch Christoph Klein in Führung gegangen, ließ dann aber gute Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen, aus. Der TSV nutzte in der 27. Minute einen Abspielfehler im Geretsrieder Aufbauspiel zum Ausgleich durch Gianluca Simari. Nach 54 Minuten wendete sich mit dem Führungstreffer durch Fabrizio Capocefalo das Blatt endgültig zu Gunsten des Gastgebers, für den Michael Schemmert per Freistoß auf 3:1 erhöhte. „Den können auch nur wenige so treten“, zeigte Acikbas sich angetan vom Fußspitzengefühl des TSV-Kapitäns. Für die Gäste sprang dagegen nur noch ein Pfostentreffer durch Florian Schneider, ebenfalls per Freistoß, heraus. „Ich mach der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf, sie hat gut gespielt“, so der TuS-Coach. „Aber das hat am Ende gegen diesen Gegner nicht gereicht.“

Vorbericht

Nicht nur aufgrund der Tabellenkonstellation ist das Spiel Zweiter gegen Erster das Top-Spiel des Wochenendes. Auch die spielerischen Fähigkeiten beider Teams lassen eine Partie auf hohem Niveau erwarten. „Sauerlach hat durch die Neuzugänge viel Qualität dazubekommen“, sagt Cem Acikbas, der den noch ungeschlagenen Aufsteiger als „sehr stark“ einschätzt. „Das ist eine der besten Mannschaften der Liga, die zu Recht da oben steht“, stellt der TuS-Coach klar. Doch auch sein eigenes Team ist nicht ganz zufällig an die Tabellenspitze geklettert. „Wir müssen uns nicht verstecken“, gibt sich Acikbas nach der Gala, die die Landesligareserve im Ortsderby gegen die Fußball-Freunde abgeliefert hat, selbstbewusst. Er erwarte ein offenes Spiel, über dessen Ausgang die Tagesform entscheide. „Wenn wir an unsere Grenzen gehen, ist es möglich, dort zu punkten“, sagt der TuS-Trainer. „Wenn wir nicht 100 Prozent abrufen, werden wir sicher nicht gewinnen.“  rst

TuS II: S. Untch, Nottbusch – Thiess, Lechner, Stingl, Sacher, M. Untch, Alasani, Schneider, Klein, Kloos, Jakob Bahnmüller, Krillmäuer, Puskas, Secerovic.

05.10.2019 – TUS Geretsried – FF Geretsried 3:0 (2:0)

Cem Acikbas war begeistert: „Das war das beste Spiel meiner Mannschaft, seit ich sie trainiere“, jubelte der Coach des TuS II nach dem Sieg im Derby gegen die FFG, der den Gastgeber zum Sprung an die Tabellenspitze verhalf. Die Landesliga-Reserve beherrschte die Partie von Beginn an. „Das war eine klare Angelegenheit. Eigentlich hätten wir noch viel höher gewinnen müssen, wenn wir nicht eine ganze Reihe von Chancen kläglich vergeben hätten“, berichtete Acikbas. Überragender Mann beim TuS II war Christoph Klein, der nicht nur mit seinen beiden Toren zum 1:0 (14.) und 2:0 (34.), sondern auch durch etliche gute Vorlagen auf seine Kollegen glänzte. Den Treffer zum 3:0-Endstand besorgte Maximilian Lechner per Elfmeter in der Nachspielzeit (90.+1). „Die Fußball-Freunde hätten sich nicht beklagen dürfen, wenn wir 7:0 oder 8:0 gewonnen hätten. Sie hatten nur einen einzigen Torschuss während der gesamten Partie“, so der TuS II-Trainer. Allerdings spielte seinem Team auch in die Karten, dass Mario Sternheimer bereits nach 22 Minuten einen Platzverweis kassierte und Fabian Radosevic in der Schlussphase (82.) Gelb-rot sah. Von den FF Geretsried gab es zu dieser Partie keine Stellungnahme.

Vorbericht

Auch wenn sich die Fußballer beider Klubs gut kennen – ein kuscheliger Kick wird nicht zu erwarten sein. „Wir sind nicht da, um einen Freundschaftspreis abzustauben“, sagt FFG-Spartenleiter Miklos Tot. Das Ziel der Fußball-Freunde sind drei Punkte: „In den 90 Minuten dürfen wir keine Freunde kennen.“ Vor dem Derby muss Trainer Chris Chvalina nicht allzu tief in die Trickkiste greifen: „Ich gehe davon aus, dass sich die Mannschaft von selbst motiviert. Jeder weiß, um was es da für uns geht“, sagt Tot. Fahrigkeiten wie bei der 1:6-Heimpleite gegen den SV Bad Tölz, als man „die nötige Härte vermissen“ ließ und „die Zweikämpfe nicht angenommen“ hat, erwartet der Pressesprecher nicht: „Das wird uns in diesem Spiel hoffentlich nicht passieren.“

Damit rechnet auch Cem Acikbas nicht. „Beide Mannschaften werden auf Sieg spielen“, ist sich der TuS II-Coach sicher. Während seine Elf Tabellenzweiter ist, rangieren die FFG auf Platz neun. Die Favoritenrolle möchte Akcibas deshalb aber nicht annehmen: „Wir haben drei Spiele mehr als die FFG; die Tabelle sagt noch nicht so viel aus. Unser Gegner gehört eigentlich nicht da unten rein“, sagt der TuS-Übungsleiter. Einen Befreiungsschlag sollen die Gäste aber frühestens nächste Woche machen dürfen: „Gegen uns gibt es hoffentlich nichts für sie zu holen.“ Acikbas vertraut seiner Mannschaft: „Wenn wir alle unsere Fähigkeiten abrufen, dann gewinnen wir das Spiel.“ Dabei helfen sollen drei Kicker aus dem Landesliga-Kader.

TuS II: S. Untch – Thiess, Stingl, Sacher, M. Untch, Klein, Lechner, Bahnmüller, Krillmaeuer, Nottbusch, Wieland, Kloos, Puskas, Sevkovic, Alasani.

FFG: Placentra – Paeplow, Sternheimer, Ludsteck, Cichy, Kramski, Radosevic, de Cillia, Zuldt, Sattler, Suszniak, Aydin, Nadler, Aust, Gerdt, Wellensiek, Dietzmann, Reiter


28.09.2019 – TUS Geretsried – TSV Weyarn 3:1 (0:0)

Die Geduld der TuS-Reserve wurde auf eine harte Probe gestellt. Denn den zahlenmäßig deutlich erscheinenden Sieg brachte die Gastgeber erst in den letzten Minuten unter Dach und Fach. Bis zur 88. Minute hieß es trotz einiger guter Gelegenheiten auf beiden Seiten 0:0. Vor allem im ersten Durchgang hätte der TuS mehrmals in aussichtsreicher Position in Führung gehen können, gleiches galt jedoch auch für die Gäste. Der Knoten löste sich erst nach Dieter Kloos’ Führungstor. Ein nahezu identischer Spielzug führte zwei Minuten später zu einem Foul an Christoph Klein, den Strafstoß verwandelte Kapitän Florian Schneider zum 2:0. In der Nachspielzeit erhöhte Christian Sacher noch auf 3:0, ehe die Gäste durch Christian Wacker auf 1:3 (90.+3) verkürzten. „Wir wussten, dass wir heute geduldig bleiben müssen. Aber es hat sich gelohnt. Und gemessen an den Chancen ist der Sieg verdient“, freute sich TuS-Coach Cem Acikbas.

Vorbericht

Nach zwei Niederlagen in Folge hat die TuS-Reserve das spielfreie Wochenende zur Regeneration genutzt – vor allem im mentalen Bereich. „Die Pause hat gut getan“, sagt Trainer Cem Acikbas, der sein Team gegen Weyarn gut gerüstet wähnt. Positiv stimmt ihn, dass er auf seine Kernmannschaft zurückgreifen kann. Aus dem Landesligakader bekommt Gabriel Ramaj Gelegenheit, Spielpraxis zu sammeln. „Daheim wollen wir gewinnen“, betont der Coach, dass seine Truppe die jüngsten Schlappen vergessen machen soll. Was gegen Weyarn kein leichtes Unterfangen werde. Die Elf um Torjäger Christian Wacker hat zwar noch kein Spiel gewonnen, aber auch keines verloren. Alle fünf Partien endeten unentschieden. „Das zeigt, dass sie schwer zu schlagen sind“, so der TuS-Trainer. „Wir wissen, was auf uns zukommt.“

TuS II: S. Untch, Nottbusch – M. Untch, Schneider, Stingl, Wieland, J. Bahnmüller, Thiess, Sacher, Krillmäuer, Ramaj, Klein, Lechner, Keil, Kloos

14.09.2019 – TUS Geretsried – SC RW Bad Tölz 1:4 (0:3)

Cem Acikbas wirkte leicht konsterniert, als er nach dem Spiel ein Fazit abgeben sollte. „Da kommt dann alles zusammen“, rang der Coach der Geretsrieder Reserve nach einer Erklärung, „auch vieles, was du nicht beeinflussen kannst.“ Damit spielte er auf eine Szene an, die dem Landkreis-Duell in der ersten Minute eine andere Richtung hätte geben können. Bei einer scharfen Flanke in den Strafraum soll ein Tölzer Verteidiger einen Arm zu Hilfe genommen haben. Ebenso hätten die Gastgeber in der achten Minute in Führung gehen können, als ein Geschoss von Johannes Bahnmüller gegen die Unterkante der Latte krachte und von dort aus dem Blickwinkel des Unparteiischen ins Feld zurücksprang. Was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnte: Damit hatte der mit Landesliga-Reservisten gespickte TuS II sein Pulver bereits verschossen.

Auf der Gegenseite sah Acikbas vor der Pause „drei individuelle Fehler, die eiskalt bestraft wurden“. Zunächst schaltete Marinus Estner nach einem von Torhüter Eric Nottbusch zur Seite abgewehrten Ball schneller als sein Gegenspieler – 0:1 in der 29. Minute. Ein Abspielfehler im Mittelfeld ging dem 2:0 (37.) von Branislav Turecek voraus. Als Nottbusch einen weiten Ball erst einen Schritt außerhalb des Strafraums abfing, entschied Florian Rother auf Freistoß, den Riccardo Giaccalone direkt zum 3:0 (45.) verwandelte. Die Höhepunkte der zweiten Halbzeit sind noch rascher aufgezählt: Florian Schneider verkürzte per Elfmeter (63.) auf 1:3. Wenig später erzielte Giaccalone nach Zuspiel von Estner den 4:1-Endstand her. Der TuS agierte ab der 78. Minute in Unterzahl, weil Uros Puskas nur 20 Minuten nach seiner Einwechslung Gelb-rot sah.

„Wer fleißiger gekämpft und den stärkeren Willen hatte, der hat heute gewonnen“, fasste Gästecoach Tarkan Demir seine unverhohlene Freude zusammen, dem TuS II so eindrucksvoll Paroli geboten und als Tabellenführer abgelöst zu haben. Kollege Acikbas musste frustriert feststellen: „Für die Landesliga empfohlen hat sich bei uns heute keiner.“

Vorbericht

Dass sein Team am sechsten Spieltag als Zweiter zum Spitzenspiel beim Tabellenprimus antreten darf, hätte Tarkan Demir vor Saisonbeginn nicht zu träumen gewagt. Doch das Kräftemessen gegen die TuS-Reserve könnte eine einseitige Angelegenheit werden. Und zwar zu Ungunsten des ungeschlagenen Aufsteigers aus der Kurstadt, der auf Gbondo Marrah (Knie verdreht), Marek Stettner (Leistenzerrung) und Sebastian Horwath (privat verhindert) verzichten muss. Zudem ist der Einsatz von Riccardo Giacalone laut Coach Demir höchst ungewiss.

Einige Ausfälle verzeichnet auch TuS-Trainer Cem Acikbas. Von dessen Stammbesetzung sind gleich acht Spieler nicht dabei. Weil das schon vor Saisonbeginn bekannt gewesen sei, habe man früh versucht, das Spiel zu verlegen, sich aber nicht auf einen Nachholtermin einigen können. Das führt nun dazu, dass – da die Erste Mannschaft ihr Heimspiel gegen den SV Mering bereits am Freitagabend ausgetragen hat – gegen Rot-Weiß tatsächlich eine Landesligareserve aufläuft. „Ich habe keine andere Wahl, mein Stamm fällt komplett weg“, entschuldigt sich der TuS-Coach beinahe für seinen namhaften Kader. Mit welchem Ergebnis steht freilich auf einem anderen Blatt. „Das sind individuell richtig gute Kicker, aber sie haben noch nie so zusammengespielt“, zeigt Acikbas sich skeptisch, wohlwissend, dass auch ein guter Landesligakicker oft nur bedingt kreisklassentauglich ist. „Das ist eine Charakterfrage, aber ich bin überzeugt, dass sie richtig Gas geben.“ Das will auch der Gegner. „Wir spielen mit Vollgas und werden alles dagegensetzen, was der Kader hergibt“, verspricht Demir. „Wir werden sehen, was dann dabei herauskommt. Aber ich wünsche mir schon, etwas mitzunehmen.“  r

TuS II: Veliqi – Jak. Bahnmüller, Joh. Bahnmüller, Buchmair, Keil, Krillmäuer, Lechner, Uros, Ramaj, Rauscheder, Reitel, Sacher, Schneider, Secerovic, Sevkovic, Topic, Wieland.

SCRW: Bahner – Ertl, Rinshofer, Asoegwu, Estner, Barthel, Barrie, Turecek, Ackermann, Thiel, Haslinger, Giacalone (?), Hamed, Jurisch, Lozancic.

Interview mit unserem Trainer Cem Acikbas aus dem Geretsrieder Merkur vom 10.09.2019

Geretsried – Mit vier Siegen stürmte der TuS Geretsried II an die Tabellenspitze der Fußball-Kreisklasse 2. Am Sonntag gab es mit der 0:7-Niederlage bei der SG Hausham einen herben Rückschlag. Daran hat auch Cem Acikbas, mit 28 Jahren jüngster Trainer in der Kreisklasse, ein wenig zu knabbern. Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Rudi Stallein blickte der Konzernbuchhalter und Controller eines Geretsrieder Chemie-Unternehmens aber schon wieder optimistisch in die Zukunft.

Herr Acikbas, am Sonntag klangen Sie ratlos. Haben Sie inzwischen eine Idee, woran es gelegen hat?

Sagen wir mal, es war eine Kopfsache. Es gibt auch Gründe, die ich nicht in der Zeitung diskutieren möchte. Fakt ist, dass der eine oder andere Spieler nicht so fit war. Wir waren immer einen Tick langsamer als der Gegner, immer einen Tick zu spät am Ball. Aber Hausham war bisher auch der mit Abstand beste Gegner.

Ist die Euphorie nun dahin?

Den guten Start hatten wir so auch nicht erwartet. Vielleicht war das jetzt ein ganz guter Weckruf, der deutlich macht, dass das kein Selbstläufer ist, sondern dass man in jedem Spiel an seine Grenzen gehen muss. In jedem Fall ist es mir lieber, statt ein paar Mal knapp zu verlieren, einmal richtig auf die Mütze zu bekommen und seine Lehren daraus zu ziehen.

Welche Lehren ziehen Sie als Trainer aus so einem Spiel?

Ich weiß jetzt, dass man immer die Spannung hochhalten muss. Und der Mannschaft offenbar immer wieder einimpfen muss, worum es geht. Am Sonntag war eine andere Atmosphäre als vorher. Beim Aufwärmen war nicht so der Zug drin. Den muss man wieder reinbekommen.

Bevor Sie bei der TuS-Reserve eingesprungen sind, waren sie im Herrenbereich ein Unbekannter…

Ja, ich habe vorher nur als Jugendtrainer beim TuS gearbeitet. Angefangen habe ich bei der U16, dann ein Jahr die U18 trainiert und auch bei der U15 in der Bezirksoberliga ausgeholfen.

Was ist der größte Unterschied zwischen Jugend und Erwachsenen?

Die Erwachsenen sind nochmal besser ausgebildet. Man muss nicht mehr im Detail an Grundlagen arbeiten. Sie haben auch schon eine gewisse Spielphilosophie. Da ist mehr Austausch gefragt. Im Jugendbereich kann man als Trainer viel mehr vorgeben.

Und am Wochenende sind Sie als junger Coach an Grenzen gestoßen?

Das war schon eine schwierige Situation für mich. Du kannst nicht fassen, was da passiert, aber irgendwann als Trainer auch nicht mehr eingreifen. Das war schwer zu ertragen.

Die Harmonie und gute Stimmung könnte bald gestört werden, weil eine Reihe von Studenten fehlen werden. Wie wollen Sie das auffangen?

Daran arbeiten wir. Tatsächlich werden Marc Thiess, Maximilian Untch, Fabian Wieland und wahrscheinlich auch Jakob Bahnmüller in Regensburg studieren, Robert Barbir studiert bereits im dritten Semester in Nürnberg. Die Fünf werden im Training auf jeden Fall fehlen. Aber wir haben zusammen mit der Ersten Mannschaft einen größeren Kader als im Vorjahr. Deshalb glaube ich, dass wir trotzdem eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen können.

Ist es nicht frustrierend, wenn man weiß, dass die gute Zeit absehbar zu Ende geht?

Es bestand ja die Chance, dass die Jungs in München was Passendes finden. Das war leider nicht der Fall. Aber das Studium geht jetzt vor. Das ist ihre Zukunft. Fußball ist nur Hobby. Das kann ich nachvollziehen, auch wenn es aus Trainersicht bitter ist.

Welches sind Ihre persönlichen Ziele als Trainer?

Berufsbedingt muss ich auch von Jahr zu Jahr schauen. Für mich ist wichtig, am Saisonende sagen zu können, dass ich mein Bestes gegeben habe, die Mannschaft ebenfalls, und dass sie sich in gewisser Weise weiterentwickelt hat. Wenn das gegeben ist, kann man sich überlegen, wie man weitermacht. Andernfalls ziehe ich auch Konsequenzen. Wenn ich glaube, jemand anderes macht es besser, dann kann ich mein Ego gut zurückstellen.

Sie sind auch beim Ortsrivalen ASC engagiert. Führt das manchmal zu Interessenskonflikten?

Das stimmt, ich bin Gründungsmitglied des ASC und in der Vorstandschaft seit Anfang an der Kassier. Aber schwierig wird’s erst, wenn wir in einer Liga spielen würden. Wir haben dieses Jahr ein Freundschaftsspiel gehabt, das war schon komisch für mich. Zumal der Tasso (ASC-Spielertrainer Lasidis, Anm. d. Red.) einer meiner besten Freunde ist.

Das bedeutet, dass die TuS-Reserve schnell in die Kreisliga aufsteigen muss, damit Sie sich mindestens noch ein Jahr aus dem Weg gehen können…

Daran denke ich im Moment noch gar nicht (lacht). Wir sind die Situation ja gerade durchgegangen. Schauen wir erst mal, was der Herbst bringt.

08.09.2019 – SG Hausham – TUS Geretsried 7:0 (2:0)

Alles andere als das erwartet „enge Spiel“ war der Auftritt der Geretsrieder Reserve in Hausham, bei dem sich der Tabellenführer völlig von der Rolle präsentierte. „Wir hatten uns schon was vorgenommen, aber es war heute wie verflucht“, stellte Coach Cem Acikbas fest. Womöglich hätte die Partie einen anderen Verlauf genommen, wenn Robert Barbir in der 40. Minute ins Tor getroffen hätte, statt nur ans Außennetz. Es wäre der 1:1-Ausgleich gewesen. Kurz nach Barbirs Fehlschuss erhöhte Manuel Marcks zum 2:0 für die Hausherren, die sich nach dem Seitenwechsel keine Blöße mehr gaben. Anders als die Gäste, die „jeden Ball dem Gegner vor die Füße“ spielten, wie Acikbas die Fehlpassorgie genervt kommentierte. Vor allem bei Standardsituationen habe sein Team versagt, analysierte der Trainer. „Vielleicht haben sie nach den ersten vier Siegen geglaubt, das sei ein Selbstläufer. Deshalb war es vielleicht nicht schlecht, auf den Boden zurückgeholt worden zu sein.

Vorbericht

Vier Spiele, vier Siege – besser hätte die Saison für den TuS II nicht beginnen können. „Mit so einem guten Start hatten wir nicht gerechnet“, gesteht Cem Acikbas. Derzeit belohne sich die Mannschaft selbst für ihre gute Arbeit, freut sich der TuS-Coach. „Die Stimmung ist gut, durch die hohe Trainingsbeteiligung ist die Mannschaft eingespielt. Man merkt, dass es eine Einheit ist.“ Das soll auch Hausham zu spüren bekommen, wo es ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Stephan Leitner gibt. „Das ist natürlich eine gewisse Motivation. Aber er kennt unsere Spieler auch nur zu gut“, so Acikbas. Er erwartet einen motivierten Gegner, der sich nach dem ersten Saisonsieg zuletzt im Aufwind befinde und nun den ersten Heimsieg feiern wolle. Acikbas: „Es wird sicher ein enges Spiel.“

TuS II: S. Untch, Nottbusch – Thiess, Lechner, Stingl, Sacher, Keil, Barbir, M. Untch, Wieland, Schneider, Klein, Bahnmüller, Krillmäuer, Puskas, Secerovic.

31.08.2019 – TUS Geretsried – BCF Wolfratshausen 3:2 (0:1)

Ein Ballwechsel leitete den Umschwung ein. Als der Unparteiische in der 58. Minute auf Freistoß nahe der Strafraumgrenze für die Gastgeber entschied, eilte Christian Sacher zur Torauslinie und tauschte das rotweiße Spielgerät gegen eines mit blauen Mustern. Wenig später zirkelte TuS-Kapitän Christoph Klein den neuen Ball passgenau über die Wolfratshauser Mauer an die Unterkante der Latte, von dort sprang die Kugel zur 2:1-Führung für die Gastgeber ins Netz. „In dem anderen Ball war nicht genug Luft“, begründete Sacher die Tauschaktion, die zwar „nicht für den Freistoß speziell, sondern generell für das weitere Spiel gedacht“ gewesen sei. Jedenfalls bedeutete der Treffer, dem Gästetrainer Gerhard Keilwerth das Prädikat „Tor des Jahres“ zuschrieb, in einem bis dahin engen Derby einen Vorsprung für die Hausherren. Erschwerend hinzu kam für die Gäste der Spielausschluss gegen Lars Nummer, der wenige Minuten zuvor die gelb-rote Karte gesehen hatte. Nummer hatte die Gäste in einer ereignisarmen ersten Halbzeit per Elfmeter in Führung gebracht.

Drei Minuten nach Wiederbeginn glichen die Gastgeber aus. Nach Ecke für den BCF schickte Rico Krillmäuer mit weitem Ball Meriton Alasani auf die Reise, der sich die unverhoffte Chance zum Ausgleich nicht entgehen ließ. Kleins Kunstschuss brachte den TuS zwar auf die Siegerstraße, doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Anto Stipic erzielte nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß im Nachschuss den 2:2-Ausgleich. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Aus kurzer Distanz brachte Marc Thiess den Ball zum 3:2-Siegtreffer über die Linie. „Am Ende haben wir uns selbst geschlagen“, ärgerte sich Gerhard Keilwerth gleichermaßen über die Schläfrigkeit vor dem Geretsrieder Ausgleich wie die Dummheit, mit der sich Nummer aus dem Spiel gemeckert hatte. „Wir haben einen weiteren Sieg geholt, das ist für uns die Hauptsache“, zeigte sich TuS-Coach Cem Acikbas zufrieden.

Vorbericht

Unter ungleichen Vorzeichen steht das Derby zwischen der Geretsrieder Landesligareserve und der Bezirksligareserve aus der Flößerstadt. Während die Gastgeber personell aus dem Vollen schöpfen können und voraussichtlich auch dem einen oder anderen Spieler aus dem Landesliga-Kader Spielpraxis bieten wollen, bangt BCF-Coach Gerhard Keilwerth um den Einsatz wichtiger Akteure. Lars Nummer und Alexander Bares planen einen Kurzurlaub, Adnan Cemalovic hat sich noch nicht aus dem Urlaub zurückgemeldet, Polizist Andi Höpfer hindert der Dienstplan an der Derby-Teilnahme. „Das regt mich schon ein bisschen auf“, macht Keilwerth kein Hehl daraus, dass sein Trainerherz wegen der Ausfälle ein wenig schmerzt. „Wir haben super trainiert in dieser Woche – aber Urlaubszeit ist nun mal Leidenszeit für Trainer“, so der BCF-Coach. „Der Kader ist Gott sei Dank groß genug. Dann müssen die anderen es eben wie letzte Woche gegen den SV Bad Tölz mit Zusammenhalt und Disziplin lösen“, gibt Keilwerth sich kämpferisch. „Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass wir mindestens einen Punkt holen.“

Derer drei wünscht sich Cem Acikbas, der mit seiner Truppe nach drei Spieltagen die Kreisklasse 2 anführt. „Beide Mannschaften stehen eng beieinander. Deshalb wird es für beide ein wegweisendes Spiel, wo es hinführen könnte“, so der TuS-Coach. Er muss zwar auf Dieter Kloos verzichten, der mit drei Treffern in den ersten drei Partien als Torjäger überraschte. Dafür hat er das Luxusproblem, neben seinem eigenen, derzeit gut bestückten Kader, auch noch Einsätze von Bankspielern der Ersten Mannschaft moderieren zu dürfen. „Wir haben drei Spiele in Folge gewonnen – da gibt es keinen Grund, die Startelf zu wechseln“, sagt Acikbas. Deshalb müssen sich wohl auch die Nachrücker aus der Landesliga mit dem Gedanken anfreunden, erst mal hinten anzustehen.

TuS II: S. Untch, Nottbusch – Thiess, M. Stingl, Sacher, Barbir, El Koaa, M. Untch, Wieland, Schneider, Klein, J. Bahnmüller, Krillmäuer, Puskas.

BCF II: Schröferl (?), Monachetti – Stipic, T. Stingl, Mair, J. Kratzmaier, Rappel, Ünsal, Koroma, Walser, Merold, Biedermann, Cemalovic (?).

25.08.2019 – SG Aying / Helfendorf – TUS Geretsried 2:3 (1:2)

Nach viel Zittern in den Schlussminuten feierte die Geretsrieder Reserve den dritten Sieg in Folge. Christoph Klein brachte sein Team per Elfmeter in Führung und erhöhte später im Nachsetzen auf 2:0, ehe die Gastgeber auf 1:2 verkürzen konnten. Weil beide Teams mit ihren zahlreichen Chancen fahrlässig umgingen, blieb es dabei bis zur Pause. Nach Wiederbeginn schob Dieter Kloos den Ball aus kürzester Distanz zunächst an den Pfosten. Dann erhöhte Meriton Alasani mit schöner Einzelaktion auf 3:1. Als Christian Sacher in der Schlussphase einen Elfmeter verschuldete, dafür Gelb-rot sah und die SG auf 2:3 verkürzte, wurde es nochmal richtig eng. Zumal auch noch Alasani vorzeitig Duschen gehen durfte. Doch mehr als einen Lattentreffer konnten die Gastgeber nicht mehr verbuchen. „Es war ein ausgeglichenes Spiel, aber ich denke, der Sieg ist verdient, weil wir ein deutliches Chancenplus hatten“, so das Fazit von TuS-Trainer Cem Acikbas.

Vorbericht

Zum Auftakt feierte die TuS-Reserve in zwei Spielen zwei Siege, da kann man als Trainer zufrieden sein. „Besser geht’s eigentlich nicht“, freut sich Cem Acikbas über die „gute Leistung“ seiner Elf. „Man sieht der Mannschaft an, dass sie derzeit Lust am Fußballspielen hat.“ Die gute Laune wird zusätzlich von einer stattlichen Personaldecke gefördert, die dem Coach womöglich die Entscheidung schwer machen könnte. Aber da hat Acikbas eine klare Meinung: „So lange alle regelmäßig trainieren und wir die Punkte holen, gibt es keinen Grund, etwas zu ändern.“ Deshalb werden sich Urlaubsrückkehrer zunächst hinten anstellen müssen. Dem Gastspiel bei der neugebildeten Spielgemeinschaft sieht der Trainer mit gemischten Gefühlen entgegen. „Vergangenes Jahr haben wir in Helfendorf mit 0:6 ordentlich auf die Mütze bekommen“, erinnert er sich. „Nach dem Zusammenschluss sind sie zwar noch in der Findungsphase, aber ich vermute, sie werden uns das Leben schwer machen.“
TuS Geretsried II: S. Untch, Nottbusch – Thiess, Stingl, Sacher, Barbir, M. Untch, Wieland, Schneider, Klein, Kloos, J. Bahnmüller, Krillmäuer, Ramaj, Alasani, Keil.

17.08.2019 – TUS Geretsried – DJK Darching 3:2 (1:0)

Deutlicher als es das Ergebnis vermuten lässt, dominierte die Geretsrieder Reserve die Partie gegen die DJK Darching. Nach spielerisch wie chancenmäßig ausgeglichener erster Halbzeit, in der Marc Thiess mit zwei Hundertprozentigen den TuS schon früh hätte in Führung bringen können, gingen die Gastgeber mit einem knappen Vorsprung in die Pause: Dieter Kloos hatte einen Eckball von Anastasios Karpouzidis am kurzen Pfosten eingeköpft (36.). Kurz nach der Pause war Kloos zur Stelle, als der Gästekeeper einen Ball von Thiess nur abwehren, aber nicht festhalten konnte, und erhöhte auf 2:0. Darching lockerte daraufhin die Defensive, was der Landesligareserve eine Fülle von Chancen eröffnet. „Aber die haben wir teilweise wirklich kläglich vergeben“, haderte TuS-Coach Cem Acikbas mit dem Chancenwucher seiner Mannschaft. So dauerte es bis zur 85. Minute, ehe der eingewechselte Robert Barbir mit einem Schlenzer vom Strafraumeck auf 3:0 schraubte. In der „wilden Schlussphase“ (Acikbas) kamen die Gäste mit zwei Treffern (88., 93.) noch auf 2:3 heran. „Eigentlich bin ich sehr zufrieden“, so das Fazit von Trainer Acikbas. Nur die Unkonzentriertheiten zum Schluss hätten nicht sein müssen.“

Vorbericht

Nach dem erfolgreichen Start mit einem 4:1-Sieg beim SC Gaißach will der TuS Geretsried beim Heimspieldebüt drei weitere Punkte hamstern. „Wir versuchen, das fortzusetzen, was wir zuletzt gezeigt haben“, bestätigt Trainer Cem Acikbas. „Wenn wir das schaffen, wird auch gegen Darching ein gutes Ergebnis herauskommen.“ Dabei kann der Coach der Geretsrieder Landesligareserve auf denselben Kader wie zum Saisonauftakt setzen. Fraglich erscheint lediglich, ob Robert Barbir, der unter der Woche gesundheitsbedingt leicht angeschlagen gewesen sei, in der Startelf aufläuft. Während sein eigenes Team bereits einen Erfolg eingefahren hat, ist es für Darching die Saisonpremiere. „Ich denke, es wird ein recht offenes Spiel“, so Acikbas, der ohnehin überzeugt ist, dass das Leistungsniveau in der Liga so nah beieinander ist, dass jeder jeden schlagen kann. „Dass wir mit der eingespielten Mannschaft spielen können, ist aber sicher kein Nachteil“, so der TuS-Coach.
TuS II: S. Untch – Thiess, Stingl, Sacher, Barbir (?), M. Untch, Wieland, Klein, Kloos, Krillmäuer, J. Bahnmüller, Lechner, Lehmann, El Kooa, Nottbusch (ETW).

11.08.2019 – SC Gaißach – TUS Geretsried 1:4 (0:3)

Sechs Mal standen sich die beiden Kontrahenten in den vergangenen vier Jahren gegenüber – Tore waren nie Mangelware: Im Schnitt gab’s vier Tore und mehr zu beklatschen. Auch zum Saisonauftakt mussten die spärlich nach Obergries gekommenen Zuschauer nicht darben. Das Ergebnis schmeckte allerdings nur den Gästen aus Geretsried: Mit dem 4:1 rehabilitierten sie sich voll und ganz für das 0:4 aus der vergangenen Spielzeit. „Ich hatte die Gaißacher stärker in Erinnerung“, gab denn auch TuS-Trainer Cem Acikbas unumwunden zu. „Ein Ergebnis in dieser Deutlichkeit hätte ich mir nicht erwartet.“ Die Hausherren sicherlich auch nicht. Noch lange nach dem Schlusspfiff saßen die Spieler geknickt und grübelnd in ihrer Coaching-Zone. Von dort aus hatte Trainer Helmut Schenk seine Mannen 90 Minuten lang lautstark instruiert. Doch erst nach dem Seitenwechsel fruchteten seine Worte. Da war die Partie allerdings bereits entschieden. „Wir waren viel zu verunsichert in den ersten 45 Minuten. Keiner hat an seine Stärken geglaubt“, gestand Schenk. Diese mentale Blockade führte zu haarsträubenden Fehler im Spielaufbau und in der Defensive. Immer wieder fingen die Geretsrieder den ersten Gaißacher Aufbaupass ab und sorgten postwendend für Gefahr. Die Aktion, die schließlich zum Geretsrieder 1:0 (37.) führte, war allerdings eher eine Slapstick-Einlage vom Gaißacher Schlussmann David Lang und dessen Vorderleuten: Nach mehrmaligen unkontrollierten Rebounds mogelte sich der Ball am rechten Pfosten vorbei ins Netz. Das Tor wurde schließlich Christoph Klein gutgeschrieben. Lang rettete seine Ehre immerhin durch etliche spätere Glanzparaden gegen Marc Thiess, Robert Barbir und abermals Klein. Nachdem Christian Sacher (45.) und Marc Thiess (45. + 3) auf 3:0 gestellt hatten, unkte der eine oder andere Gaißacher Fan bereits von einem „halben Dutzend“. Doch wie verwandelt kamen die Platzherren aus der Kabine. Rainer Größwang präsentierte sogleich eine gute Aktion, verpasste das Tor nur knapp. Einen feinen Kopfball von Johannes Waldherr pflückte Sebastian Untch aus der Luft, ehe Ernst Größwang das 1:3 (75.) gelang. Den Schlusspunkt unter eine kurzweilige Halbzeit setzten freilich noch einmal die Gäste durch den schlitzohrigen Dieter Kloos (87.), der Lang am kurzen Pfosten düpierte. Auch wenn die Gaißacher Kicker durch den passablen zweiten Durchgang ihre Fans etwas versöhnten, fand Fußball-Chef Hans Gerg deutliche Worte. „Das war schlichtweg Angsthasen-Fußball“, lautete sein Urteil.

Vorbericht

SC Gaißach – TuS Geretsried II (So., 15 Uhr) – Überaus spannend dürfte gleich zum Saisonauftakt das Landkreis-Derby werden, wenn der SC Gaißach die Reserve des TuS Geretsried zu Gast hat: Beide Seiten wollen nämlich gewinnen. „Wir fahren sicher nicht nach Gaißach, um zu verlieren“, sagt TuS-Coach Cem Acikbas selbstbewusst. Aber auch der derzeit verletzte Kapitän Georg Simon (OP nach Kreuzbandriss) will, „natürlich gewinnen. Zu Hause wollen wir schon ordentlich in die neue Saison starten.“ Über die Siegchancen an sich geben auch die zurückliegenden Duelle der beiden wenig Aufschluss. Dabei hatten jeweils die Gastgeber die Oberhand behalten: 3:0 in Geretsried und 4:0 auf dem Platz in Obergries. Zudem wurde die Landesliga-Reserve ziemlich runderneuert. So erwartet deren Trainer, „einen überaus kampfstarken Gegner, der vor allem bei Standards gefährlich ist. Wenn wir das gut verteidigen können, sollten wir eine realistische Chance haben.“ Simon hingegen setzt auf seinen jetzt sehr breiten Kader, in dem auch die Jungen sehr gut eingegliedert wurden. So kann Coach Helmut Schenk auch aus dem Vollen schöpfen. Der Kapitän ist überzeugt: „Wir sind bereit und richtig heiß auf den Punktspielstart nach der sehr langen Vorbereitung. Da sollte es auch mit einem Dreier klappen.“
SC Gaißach: Lang – Waldherr, Schlosser, Söllner, Fr. Hartl – Lugmair, Beutelrock, Partenhauser, R. Größwang – Hohenreiter, Leichmann – T. Pföderl, E. Größwang, Ferd. Hartl, Loipolder, Großmann (ETW).
TuS Geretsried II: S. Untch – M. Untch, Stingl, Wieland, J. Bahnmüller – Sacher, Krillmäuer, Barbir, Thiess – Klein, Kloos – Lechner, Lehmann, Woudstra.

Bericht des Geretsrieder Merkurs vom 09.08.2019 zur neuen Saison 2019/2020

m vorigen Jahr um diese Zeit war das Ziel klar abgesteckt: Mit einem runderneuerten Kader und einem externen Trainer sollte der TuS Geretsried II die Kreisklasse hinter sich lassen. Das Experiment ist bekanntlich krachend gescheitert. Der damalige Coach Stephan Leitner führt das Intermezzo vermutlich als Missverständnis in seiner Vita. Inzwischen wurde Cem Acikbas zum Cheftrainer befördert und somit wieder eine „interne Lösung“ favorisiert. „Ich verstehe mich super mit den Spielern. Ich kenne ja alle, habe viele schon in der Jugend trainiert. Das spielte eine große Rolle“, sagt Acikbas.
Seiner ersten kompletten Saison mit der Reserve blickt er ebenso optimistisch wie skeptisch entgegen. „Wir haben eigentlich einen guten Kader. Wenn der Kern da ist, können wir sicher oben mitspielen“, sagt der Trainer. Allerdings hat er fünf Studenten im Team, bei denen noch nicht klar sei, wo sie einen Studienplatz bekommen. Wie man improvisiert, konnte er schon in der „an sich guten Vorbereitung“ üben. Von fünf geplanten Testspielen fanden nur drei statt, alle mit wechselnden Startformationen. „Da ist es natürlich schwierig, eingespielt zu sein“, sagt Acikbas. Insgesamt seien die Spiele gegen Eurasburg (4:4), in Unterpfaffenhofen (3:0) und gegen den ASC Geretsried (2:0) jedoch „akzeptabel“ gewesen.
Mit einer Saisonprognose hält er sich zurück. „Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, formuliert Acikbas als Ziel. Und das nicht nur wegen der Unwägbarkeiten rund um die eigene Elf, sondern der Konkurrenz. „Fußballerisch richtig gut“ schätzt er die beiden Aufsteiger aus Bad Tölz sowie den TSV Sauerlach ein. Auch den Ortsrivalen Olympic und FFG traut er eine „gute Rolle“ zu. Als Favorit nennt der Trainer die neugebildete SG Aying/Helfendorf. Auch die Vereinsführung hält sich zurück. „Auf Dauer sollte es das Ziel sein, aufzusteigen“, betont der Sportliche Leiter Eduard Engelhardt. „Aber wir werden jetzt sicher keinen Druck machen.“

06.08.2019 – TUS Geretsried – ASC Geretsried 2:0 (0:0)

Tore: David Topic, Christoph Klein

03.08.2019 – SC Unterpfaffenhofen II – TUS Geretsried 0:3 (0:3)

Tore: Rico Krillmäuer, Robert Barbir, Amir Secerovic

28.07.2019 – SV Eurasburg-Beuerberg – TUS Geretsried 4:4 (3:3)

Tore: 2 x Christoph Klein, Rico Krillmäuer, Robert Barbir

02.06.2019 – SV Sachsenkam – TUS Geretsried 0:1 (0:0)

Es war „ein lauer Sommerkick“, da waren sich beide Trainer einig. Nicht erstaunlich, schließlich ist es für beiden Mannschaften um nichts mehr gegangen, wie TuS II-Trainer Cem Acikbas anmerkte. „Ein ziemliches Ballgeschiebe, keiner wollte dem anderen weh tun“, sagte Sachsenkams Coach Sigi Saller. Allerdings zog sich Matthias Urek trotzdem wohl eine Muskelverletzung zu – ohne Fremdeinwirkung. Ein weiterer Ausfall, der die ohnehin schon ersatzgeschwächten Sachsenkamer deutlich mehr schmerzt als Geretsried, für das die Saison gelaufen ist. Sallers Team dagegen hat noch zwei wichtige Spiele zu bestreiten: Die beiden Relegationsmatches um den Klassenerhalt gegen den A-Klassen-Zweiten SV Bad Tölz. „Da tut uns ein weiterer Ausfall durchaus weh“, sagt der SVS-Trainer.

Beide Teams versuchten, die Kugel möglichst lange in den eigenen Reihen zu halten. So ergaben sich zwar durchaus Chancen auf beiden Seiten, doch keine zwingenden. „Wir hatten das Glück auf unserer Seite“, räumte Acikbas ein. Denn Robert Barbir (57.) brachte als Einziger den Ball im Sachsenkamer Gehäuse unter – 0:1. „Aber das Ergebnis war völlig zweitrangig“, meint der scheidende SVS-Trainer.

Vorbericht

In den zurückliegenden Wochen hatten Begegnungen der Sachsenkamer meist Endspielcharakter. Doch mit dem 3:3 am Mittwoch gegen Weyarn hat sich die Situation geändert: Nur mit einem Sieg wäre die Relegation eventuell zu vermeiden gewesen, jetzt müssen die Mannen von Trainer Sigi Saller auf jeden Fall nachsitzen. Das letzte Punktspiel gegen die Geretsrieder Reserve kann deshalb als Vorbereitung auf bevorstehende Aufgaben betrachtet werden. Einen Sieg zu landen besitzt bestimmt nicht Priorität. Einen Sieg zu landen hat diesmal nicht Priorität. „Wichtig ist, dass sich niemand verletzt. Ausfälle haben wir schon genug zu verkraften“, sagt Saller, der voraussichtlich einige Talente und Spieler der zweiten Mannschaft einsetzen will. Die Konzentration ist bereits jetzt auf die Relegationsspiele gerichtet. So sieht es auch TuS II-Coach Cem Acikbas: „Sachsenkam wird garantiert nicht viel riskieren. Das macht mit Blick auf die Relegation Sinn. Bei uns geht es um nichts, wir können befreit aufspielen.“

SVS: Böckler – L. Kappelsberger, M. Kronwitter, Sonner, F. Kappelsberger, Schubert, M. Strein, M. Haberl, K. Haberl, Urek, St. Adler, A. Kappelsberger, St. Strein, Daneluzzi (ETW).

TuS II: S. Untch – Lehmann, Thiess, Sacher, Jannzi, Wieland, F. Schneider, Klein, Kloos, Bahnmüller, Krillmaeuer, M. Untch, Barbir.

26.05.2019 – TUS Geretsried – TSV Weyarn 3:2 (3:1)

„Wir können absolut zufrieden sein“, fasste Cem Acikbas die Partie gegen den Tabellennachbarn zusammen und zog damit auch ein Fazit des Saisonfinales der TuS-Reserve. Nach flotten Beginn mit etlichen Chancen auf beiden Seiten gingen die Gäste früh mit 1:0 (6.) in Führung. Die Hausherren hielten weiter dagegen und wurden nach einer halben Stunde belohnt: Rico Krillmäuer traf mit einem platzierten Flachschuss aus 25 Metern zum 1:1-Ausgleich. Nach Foul an Christoph Klein verwandelte Florian Schneider den fälligen Strafstoß zur 2:1-Führung (34.) für den TuS. Klein selbst erhöhte nur zwei Minuten später auf 3:1. Nach dem Seitenwechsel „war es für uns etwas schwierig mit der Luft“, umschrieb Coach Acikbas das etwas zurückhaltendere Spiel seiner Elf, die ohne Auswechselspieler „90 Minuten durchmarschieren musste“. Das taten sie mit Erfolg, wenngleich Weyarn auf 2:3 verkürzen konnte – allerdings erst kurz vor dem Schlusspfiff.

Vorbericht

„Geht’s raus und habt Spaß.“ So in etwa könnte die Ansprache von TuS II-Trainer Cem Akcibas für seine Mannen vor dem Weyarn-Heimspiel lauten. „Ich verspüre keinen Druck mehr, die Jungs sollen als Team so weitermachen wie bisher“, sagt der Übungsleiter. Zwar könnte die TuS-Reserve rein rechnerisch noch ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden – genau wie die Gäste. „Aber es müssten vier Mannschaften zweimal patzen, damit es für uns noch ausreicht. Damit rechne ich nicht“, so Akcibas. Vom vermeintlich verpassten Aufstieg lässt sich seine Elf aber nicht die Laune verderben: „In der Mannschaft herrscht eine super Stimmung, die Jungs halten toll zusammen.“

TuS II: S. Untch – Bahnmüller, Januzi, Klein, Kloos, Krillmäuer, Lechner, Lehmann, Monty Mendama, Sacher, Schneider, Thiess, M. Untch, Wieland.


Bericht aus dem Geretsrieder Merkur vom 22.05.2019 – Zwei Spieltage vor Saisonschluss

Bad Tölz/Wolfratshausen – So spannend war das Saisonfinale in der Kreisklasse 2 selten: Zwei Spieltage vor Schluss haben noch sechs Teams die Chance auf die Meisterschaft beziehungsweise die Aufstiegsrelegation. Die SF Egling-Straßlach führen das Feld an, mit einem Zähler Vorsprung vor den punktgleichen Teams Olympic Geretsried, FF Geretsried und SC Wörnsmühl (alle 43). Auch der Tabellenfünfte TuS Geretsried II (40) kann noch ins Aufstiegsrennen eingreifen. Genauso wie der TSV Weyarn (38), der mit einem Sieg im Nachholspiel beim abstiegsbedrohten SV Sachsenkam an der TuS-Reserve vorbeizöge.

Doch davon kann man nicht zwingend ausgehen. „Heuer kann in der Liga wirklich jeder jeden schlagen“, hat TuS-Coach Cem Acikbas als Hauptgrund für das „extrem spannende“ Finish ausgemacht. Recht geben ihm die „oft sehr unerwarteten Ergebnisse“. Etwas überraschend auch, dass er selbst ein Wörtchen oben mitreden darf. „Das Ziel war, uns so schnell wie möglich von unten abzusetzen“, sagt Acikbas, der das Team Mitte April übernommen hatte, als Stephan Leitner nach einem 0:6 in Helfendorf das Handtuch warf. Die TuS-Reserve war der einzige Klub, der zu Saisonbeginn den Aufstieg als Ziel ausgegeben hatte.

Die Fußball-Freunde, von vielen als Favorit gehandelt, vermieden es beharrlich, das Wort Aufstieg in den Mund zu nehmen. Auch als die FFG am 14. Spieltag zum ersten Mal die Spitze erklommen hatten, hielt man den Ball flach. „Das war eine realistische Einschätzung“, sagt Trainer Christopher Chvalina, der in puncto Understatement seinem Vorgänger Guido Herberth, der nach der Winterpause als Tabellenzweiter überraschend zurückgetreten war, nacheifert. „Es wäre vermessen gewesen, nach zwei Jahren Abstiegskampf den Aufstieg auszurufen. Mir ist es wichtiger, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und die Mannschaft zu entwickeln“, beteuert der FFG-Coach. Aber auch er beobachtet inzwischen die Tabelle, wo sein Klub Platz nur noch drei belegt. „Wir hätten es gerne weiter in der eigenen Hand gehabt“, versichert Chvalina. „Trotzdem wollen wir in Helfendorf gewinnen, deshalb spielen wir Fußball.“

Noch in der eigenen Hand hat es Olympic, das nach fünf Wochen an der Spitze auf den zweiten Platz abgerutscht ist. Für die Griechen zählte zu Saisonbeginn nur der Klassenerhalt. „Das Ziel haben wir schon vor fünf, sechs Wochen erreicht“, sagt Kapitän Alexander Kutzmutz. „Alles andere ist ein Bonus.“ Seitdem arbeitete sich der Aufsteiger, dessen schlechteste Platzierung Rang elf war, beharrlich nach vorne. „Vielleicht ist uns zuletzt ein bisschen die Luft ausgegangen“, grübelt Kutzmutz, warum sein Team dreimal in Folge verlor. Dass sie trotzdem noch vorne dabei sind, passt zu den Kuriositäten dieser „sehr, sehr komischen Liga. Uns hatte niemand da oben erwartet, wir selbst auch nicht“, gesteht der Spielführer. „Aber als Spitzenreiter müsste man den Aufstieg eigentlich mitnehmen.“ Das darf die Konkurrenz als Kampfansage verstehen.

Kämpferisch gibt sich auch Herbert Mühr. „Die Meisterschaft wird erst am letzten Spieltag entschieden, aber wir haben die beste Ausgangsposition“, stellt der Coach der SFES fest. Wer vor der Saison diese Konstellation für die Eglinger, die in der Vergangenheit ein Abonnement auf das hintere Tabellendrittel hatten, vorausgesagt hätte, könnte nun einen dicken Gewinn aus dem Wettbüro abholen. Egling stand in 14 von 24 Spielen an der Spitze, dazu vier Mal auf Platz zwei und hat einen Durchhänger im Frühjahr schadlos überstanden. „Es fehlt allen Mannschaften etwas an Konstanz“, glaubt Mühr. Nutznießer waren seine SF, die mit dem 3:2 in Weyarn und gleichzeitigen Patzern der Konkurrenz wieder die Tabellenführung übernahmen.

Die wollen sie nicht mehr hergeben. „Wir wollen Meister werden, haben einen Punkt Vorsprung, und den wollen wir über die nächsten 180 Minuten retten“, betont Mühr. „Etwas anderes zu behaupten wäre Blödsinn.“

18.05.2019 – TSV Bad Wiessee – TUS Geretsried 2:5 (1:3)

Binnen drei Minuten entschied die Geretsrieder Reserve die Partie bei Absteiger Bad Wiessee für sich. „Da hatten wir eine starke Phase und der Gegner eine extreme Schwächephase“, beschreibt Cem Acikbas die kurze Zeitspanne von der 13. bis zur 16. Minute, in der sein Team eine 3:0-Führung herausspielte. Zunächst trat Kapitän Christoph Klein den Ball mit wuchtigem Schuss aus 20 Metern ins Netz, ließ einen feinen Lupfer zum 2:0 folgen, ehe er den Ball quer passte auf A-Junior Fran Stanic, der aus zwölf Metern zum 3:0 einschob. Er sei trotzdem in der Pause etwas lauter geworden, verrät TuS-Coach Acikbas, „weil es mir nicht gefallen hat, dass wir phasenweise nicht konzentriert zu Ende gespielt haben.“ Die Gastgeber hatten ihrerseits in 90 Minuten ganze zwei Chancen, erzielten daraus aber zwei Tore. Die hatten jedoch keine negativen Konsequenzen, weil Christoph Klein seinem Schokoladentag mit einem 30-Meter-Treffer (50.) und einem Schlenzer vom Strafraumeck (65.) zwei weitere Sahnehäubchen auftupfte.

Vorbericht

Nach dem 3:2 gegen Darching kann die Geretsrieder Reserve den Saisonendspurt völlig entspannt angehen. „Der Sieg war wichtig. Jetzt können wir es locker ausklingen lassen“, betont Cem Acikbas. „In den letzten Spielen können wir befreit aufspielen und wollen Spaß haben“, sagt der TuS-Coach. Was jedoch nicht heißen soll, dass man beim Gastspiel gegen den fast nicht mehr zu rettenden Tabellenvorletzten in den Gaudi-Modus umschalte. Denn Spaß machen im Fußball bekanntlich in erster Linie Siege. „Das sollte unser eigener Anspruch sein“, sagt Acikbas, „immer das Beste draus zu machen und noch den einen oder anderen Sieg einfahren.“
TuS II: S. Untch – Bahnmüller, Januzi, Jurkovic, Klein, Krillmäuer, Lechner, Lehmann, Mendama, Sacher, Schneider, Stanic, Thiess, M. Untch.

11.05.2019 – TUS Geretsried – DJK Darching 3:2 (2:0)

Über weite Strecken beherrschte die Geretsrieder Reserve die Partie, spielte einen beruhigenden Drei-Tore-Vorsprung heraus und machte es am Schluss noch mal richtig spannend. Es begann mit zwei Pfostentreffern in den ersten Spielminuten und dauerte bis zur 16. Minute, ehe Jean Monty Mendama nach Zuspiel von Christoph Klein die verdiente Führung für die Gastgeber erzielte. 20 Minuten später erhöhte Mendama auf 2:0, was den Pausenstand bedeutete, weil zahlreiche weitere Chancen im ersten Durchgang nicht genutzt wurden. Als Johann Latanskij einen Abpraller nach einer guten Stunde Spielzeit zum 3:0 abstaubte, schien die Partie gelaufen. Doch ein Doppelschlag, in Form von Kopfballtoren nach einer Ecke und einen Freistoß (74., 75.) brachte die Gäste zurück ins Spiel. Am Ende hatte Darching sogar den Ausgleich auf dem Fuß: Aus elf Metern trat ein Angreifer den Ball in der Nachspielzeit übers Tor. „Da hatten wir Glück. Aber insgesamt haben wir heute eine gute Leistung gezeigt“, fasste TuS II-Trainer Cem Acikbas die Begegnung zusammen. „Ich bin absolut zufrieden.“

Vorbericht

Das 1:1 im Nachholspiel beim SV Bayrischzell war für die Geretsrieder Landesligareserve Gold wert. Denn die Gefahr, nochmal in die Nähe der hinteren Relegationsplätze zu geraten, ist jetzt nahezu ausgeschlossen. Um alle Rechnereien überflüssig zu machen, soll gegen Darching der letzte dafür nötige Punkt eingefahren werden. „Wir können uns mit einem Sieg etwas absetzen“, sagt Cem Acikbas vor dem Match gegen den unmittelbaren Tabellennachbar. „Und je schneller wir einen Sieg einfahren, desto eher sind wir auch rein rechnerisch gesichert“, hofft der TuS II-Coach auf einen entspannten Saisonabschluss.
TuS II: S. Untch – Januzi, Klein, Krillmäuer, Lajqi, Latanskij, Mendama, Rosina (?), Sacher, Schneider, Thiess, M. Untch, Wieland.

08.05.2019 – SV Bayrischzell – TUS Geretsried 1:1 (0:0)
Ungünstiger hätten die Bedingungen kurz vor Schluss kaum sein können. Starker Wind, schlechter Platz, ab der 73. Minute 0:1 hinten – und dann auch noch ein „absolut dummer Platzverweis“, der bei Aktiven wie Zuschauern kollektives Kopfschütteln hervorrief. In der 71. Minute eingewechselt, verabschiedete sich Ahmad Abu Swid nur zehn Minuten später wieder, weil er einen enteilten Gegenspieler an der Mittellinie mit einer Grätsche von den Beinen holte.
Bis dahin hatten beide Teams ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen hüben wie drüben abgeliefert. Die Gastgeber, die zuvor zwei Mal Aluminium getroffen hatten, gingen per Nachschuss nach einem Freistoß in Führung (73.). Trotz Unterzahl warf der TuS in der Schlussphase alles nach vorn und wurde belohnt. Bei einem Eckball hielt Matthias Stingl am Fünfmeterraum passend den Fuß hin – 1:1 mit der letzten Aktion des Spiels. „Das war wichtig, dass wir diesen Punkt noch geholt haben“, freute sich ein erleichterter TuS-Coach Cem Acikbas. „Zum Schluss hatten wir das Glück auf unserer Seite.“

Vorbericht

Nach drei Niederlagen am Stück würde der Geretsrieder Landesliga-Reserve ein Sieg mal wieder guttun. „Ich erhoffe mir schon noch einige Punkte, die ersten am besten gleich am Mittwoch“, sagt Trainer Cem Acikbas, der sich mit der Leistung seines Teams am Wochenende trotz der 0:1-Niederlage bei den Fußball-Freunden im Großen und Ganzen zufrieden zeigt. „Ich kann der Mannschaft keine großen Vorwürfe machen. Wenn wir in der zweiten Halbzeit unsere Angriffe besser ausspielen, hätte das Spiel auch anders ausgehen können.“ Bei dem in Abstiegsnöten schwebenden SV Bayrischzell wird die Aufgabe nicht leichter. „Man sieht, dass in der Liga alles passieren kann“, sagt Acikbas angesichts des jüngsten 2:1-Sieges von Bayrischzell bei Spitzenreiter Olympic Geretsried. „Wir sind gewarnt.“
TuS Geretsried: S. Untch – Abu Swid, Jurkovic, Klein, Krillmäuer, Lajqi, Lechner, Lehmann, Podunavac, Rosina, Sacher, Schneider, Stingl, Thiess, M. Untch.

04.05.2019 – FF Geretsried – TUS Geretsried 1:0 (0:0)
Mit ihrem Sieg im heiß umkämpften Stadtderby sind die Kicker vom Krötenteich weiterhin im Rennen um die Meisterschaft oder die mögliche Aufstiegsqualifikation dabei. „Wir waren anfänglich etwas von Formation und Auftritt des Gegners überrascht“, befand TuS II-Coach Cem Acikbas, der auf einige Urlaubsrückkehrer und Johann Latanskij aus dem Landesligakader bauen konnte. Die etwas besseren Chancen hatten jedoch die Gastgeber in Durchgang eins. Fabian Radosevic scheiterte mit einem Freistoß (24.) am aufmerksamen TuS-Keeper Sebastian Untch und Dominik Zelt setzte einen Nachschuss (42.) neben das Gehäuse. Zwar gut getimet, aber dennoch neben das Torgebälk setzte TuS-Kapitän Christoph Klein einen Kopfball.
Der TuS wirkte nach der Pause optisch stärker. Latanskij scheiterte zunächst mit einen Kopfball knapp über das Lattenkreuz (46.), und einen präzisen Freistoß (77.) entschärfte FFG-Torsteher Dominik Bamann mit einer Glanzparade. Kurz darauf gelang dem für David Dietzmann eingewechselten Costa Bozaris nach Flanke von Miklos Toth per Kopfball das Tor des Tages. Trotz der Ampelkarte gegen Dincer Aydin (86.) wollte der TuS-Reserve in der turbulenten Schlussphase der Ausgleich nicht mehr gelingen; auch deshalb, weil Bamann in der Schlussphase einen wuchtigen Kopfball von Abu Swid erneut sicher parierte. „Geretsried hat nach der Pause umgestellt. Aber wir sind damit gut klar gekommen, haben den Ball konzentriert laufen lassen und uns den Gegner zurechtgelegt. Dass wir dann so eine Chance wie beim 1:0 nutzen, zeichnet uns aus. Ich bin jedenfalls stolz auf meine Mannschaft“, freute sich FFG-Coach Christopher Chvalina nach dem Schlusspfiff.

Vorbericht

Für zwei junge Männer hat das Stadtderby eine ganz spezielle Note. „Ich liebe Derbys. Und Cem ist ein sehr guter Freund von mir. Ich freue mich darauf, mich mit ihm zu messen“, hält FFG-Coach Christopher Chvalina mit seiner Vorfreude auf das sportliche Kräftemessen mit Cem Acikbas nicht hinter dem Berg. „Wir sind zusammen bei den Fußball-Freunden groß geworden. Da ist das ein besonderes Spiel“, pflichtet der neue TuS II-Trainer seinem Kumpel bei. „Aber für diese 90 Minuten muss die Freundschaft zurückstehen.“
Auch darin sind sich beide einig. Die Gastgeber wollen Platz zwei verteidigen, auch wenn niemand das Wort Aufstieg öffentlich in den Mund nimmt. „Wir wollen natürlich dran bleiben“, sagt Chvalina. Aber vor allem „gut spielen, aktiv bleiben, unser Spiel durchbringen“. Die TuS-Reserve hat sich von den vorderen Tabellenplätzen zu weit entfernt, um noch einen Gedanken an den Aufstieg zu verschwenden. Im Gegenteil, „der Abstand nach unten ist geringer geworden“, stellt Acikbas fest. „Deshalb ist das Ziel, Siege einzufahren, um nach unten abgesichert zu sein. Wenn der Negativlauf anhält, könnten wir sonst womöglich noch in den Abstiegskampf geraten.“
Entspannung erfährt derweil der reduzierte Kader des TuS. Einige Weltreisende sind zurückgekehrt und nehmen im Derby wieder auf der Bank Platz. „Das tut uns gut“, so Acikbas. „Mit dem Kader wollen wir die Restsaison sauber zu Ende spielen.“ Und der Fitnessrückstand wirkt sich beim Derby vermutlich nicht so gravierend aus. „Das ist für jeden eine Extra-Motivation“, sind sich Chvalina und Acikbas einig.
FFG: Bamann, Wagner – Ludsteck, Paeplow, Pazdzierny, Kramski, Radosevic, Zuldt (?), Aydin, Bozaris (?), Sauer, D. Zelt, Herberth (?), Dietzmann, Heiduk.
TuS II: Nottbusch, S. Untch – Abu Swid, Barbir, Klein, Kloos, Krillmäuer, Lajqi, Lehmann, Podunavac, Sacher, Schneider, Thiess, M. Untch.

27.04.2019 – TUS Geretsried – Olympic Geretsried 1:2 (0:1)

Wenn man solche Spiele gewinnt, steht man am Ende auch oben“, nötigte die Leistung des Tabellenführers auch TuS II-Trainer Cem Acikbas nach 90 Minuten Respekt ab. Die Gastgeber waren verhalten in die Partie gestartet. „Wir wollten ihnen den Ball überlassen und sehen: Haben Sie dafür Lösungen?“, gab Acikbas Einblick in die Taktik seiner erneut bunt zusammengewürfelten Mannschaft. Das ging 20 Minuten auf, in denen Andre Maier zwei Mal das Ziel verfehlte. Dann leitete ein Fehler im Spielaufbau der Gastgeber die Gästeführung ein: Elvis Prekadinaj scheiterte noch an TuS-Torhüter Dieter Kloos, doch der mitgelaufene Selim Alas vollendete zum 1:0.
Kurz nach dem Seitenwechsel verhinderte Kloos gegen Prekadinaj einen höheren Rückstand – dann übernahm die TuS-Reserve zunehmend die Regie. So war der 1:1-Ausgleich durch Robin Reiter, der die einzige Unsicherheit des ansonsten souveränen Olympic-Torhüters Marvin Bauer ausnutzte, nur die logische Konsequenz. Die Gäste blieben mit schnellen Kontern gefährlich, jubelten in der 72. Minute zu früh, weil der Unparteiische einem Treffer von Niko Pllumbi die Anerkennung verweigerte. Drei Minuten später spielte Prekadinaj Ioannis Moustopoulos frei, der Kloos aus kurzer Distanz keine Chance ließ. „Das Spiel hat sich so entwickelt, wie wir es erwartet hatten, mit mehr Spielanteilen für den TuS. Aber wir hatten mehr und die klareren Chancen. Deshalb ist der Sieg nicht unverdient“, so Olympic-Coach Vassilios Iosifoglou. „Die haben einfach einen Lauf“, stellte Cem Acikbas fest. „Insgesamt wäre ein Unentschieden ein gerechteres Ergebnis gewesen.“

Vorbericht

Die einen haben ihr Saisonziel bereits erreicht, während sich die anderen seit der Winterpause ein gutes Stück davon entfernt haben. Der TuS II braucht im Derby einen Sieg, um den Kontakt zu den vorderen Plätzen nicht abreißen zu lassen. Die Gäste haben sich mit sechs Siegen in Folge in eine Position gespielt, von der selbst ihr Trainer überrascht ist. „Wenn wir auch dieses Spiel nicht verlieren, ist die Chance zum Aufsteigen da“, sagt Vassilios Iosifoglou. „Aber auch wenn sie keinen Punkt mehr machen würde, bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft und sehr zufrieden mit der Saison.“
Bei den Gastgebern sind von der Startelf beim 2:1-Sieg im Hinspiel nur noch vier Spieler dabei. Das unterstreicht die Personalmisere bei der Landesligareserve. „Die Situation ist im Moment nicht einfach. Mit dem aktuellen Kader wäre es vermessen, über Aufstieg zu sprechen“, sagt Interimstrainer Cem Acikbas, der sein Team wieder mit einigen A-Junioren auffüllen muss. „Wir werden die Punkte trotzdem auf keinen Fall herschenken, sondern versuchen so gut es geht dagegen zu halten.“ Derweil kann sich Vassilios Iosifoglou entspannt den Höhenflug seiner Mannschaft genießen. „Die Jungs sind heiß, sie wollen mehr“, sagt der Olympic-Coach. „Aber ich habe ihnen gesagt: Das liegt jetzt an Euch.“
TuS II: Nottbusch – Celebic, Januzi, Jurkovic, Klein, Kloos, Krillmäuer, Lajqi, Lechner, Lehmann, Sacher, Schneider, Stingl, Abu Swid.
Olympic: Bauer – Toska, Derek, Karamnos, Klauser, J. Saiti (?), B. Saiti, Prekadinaj, Kutzmutz, Iosifoglou, Alas, Maier, Moustopoulos, Pllumbi, Ates, Sayin (?).

20.04.2019 – SC Gaißach – TUS Geretsried 4:0 (1:0)

Rundherum zufrieden war Gaißachs Trainer Helmut Schenk nach der Partie gegen die Geretsrieder Reserve. „Nach langer Zeit war das mal wieder ein richtig souveräner Sieg“, lautete sein Fazit. Ausschlaggebend war die Gaißacher Stärke beim Standard-Situationen – gleich drei Treffer fielen nach Eckbällen oder Freistößen. Den Anfang machte Adi Floßmann, der nach einer präzise geschlagenen Ecke den Ball per Kopf zum 1:0 ins Netz wuchtete. „So ein Tor macht nicht jeder Spieler in dieser Liga“, kommentierte der beeindruckte TuS-Trainer Cem Acikbas. Für den dritten und vierten Gaißacher Treffer war Matthias Beutelrock verantwortlich, der Freistöße aus 25 und 30 Metern ins Tor zirkelte (55., 77.): „Sensationelle Schüsse“, schwärmte Schenk. Den einzigen Treffer aus dem Spielverlauf heraus erzielte Florian Sedlmaier nach einer sehenswerten Kombination (48.). „Geretsried war spielerisch stärker, aber meine Mannschaft hat hervorragend gekämpft“, lobte Schenk. „Wir wollten den Geretsriedern mit einem Kampf Mann gegen Mann die Lust und Laune am Spiel nehmen – das haben wir geschafft.“ Darüber hinaus habe sein Team zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen. Der Gaißacher Sieg sei verdient, gab Cem Acikbas zu. „Ihre Standards sind eine Waffe, und in der Abwehr sind sie auch sehr gut gestanden.“ Seine Mannschaft habe gut begonnen, „doch dann haben wir uns zu viele individuelle Fehler geleistet. Zum Schluss haben wir total den Faden verloren“.

Vorbericht

Beim Nord- Süd- Derby treffen zwei Clubs aufeinander, die den Platz nicht als Verlierer verlassen sollten. Die Hausherren benötigen mit Blick auf den Verbleib in der Kreisklasse jeden Punkt und die Gäste befinden sich im Geretsrieder Titel-Dreikampf mit Olympic und den Fußballfreunden. Für SCG-Sprecher Georg Simon ist der TuS II die absolut spielstärkste Mannschaft der Kreisklasse 2 und somit auch klarer Favorit in Hinblick auf die Meisterschaft. „Das haben wir bei der 0:4-Hinspielniederlage bereits deutlich zu spüren bekommen“, erinnert sich Simon. Er hat auch ein Rezept parat, wie dem Klassenprimus eventuell ein Bein gestellt werden könnte: „Mit ganz viel Kampf und Einsatz.“ Beim 2:2-Unentschieden am vergangenen Wochenende haben die Mannen von Trainer Helmut Schenk bereits gut Ansätze gezeigt. Jetzt soll die Fortsetzung folgen und zudem die Fehlerquote auf ein Minimum reduziert werden.
Nicht ohne Respekt kommen die Geretsrieder nach Obergries. Trainer Cem Acikbas weiß: „In Gaißach tut sich jede Mannschaft schwer. Das ist schon eine ganz besondere Atmosphäre.“ Damit meint er neben der Unterstützung des heimischen Teams durch die Zuschauer auch den von Simon angesprochenen Kampfgeist und Einsatzwillen. „Die werden sich richtig reinhauen, davon bin ich überzeugt. Schließlich geht es ja auch um den Klassenerhalt“, meint Acikbas. Dennoch sind drei Auswärtspunkte sein Ziel. Alles andere wäre ein Rückschlag im Titelrennen. Fehlen wird bei den Gästen neben Allrounder Dieter Kloos auch der dribbelstarke Patriot Lajqi auf der Außenbahn. Auch Maxi Baumgartner, am vergangenen Wochenende beim 4:0-Erfolg gegen Irschenberg mit dabei, kehrt in den Kader der ersten Mannschaft zurück.

13.04.2019 – TUS Geretsried – TSV Irschenberg 4:0 (1:0)

Mit einem Treffer der Marke „Tor des Monats“ leitete Christian Sacher den Sieg der TuS-Reserve gegen den Tabellenletzten ein: An der Strafraumlinie, seitlich zum Tor stehend, trat der Schütze den Ball nach einer zu kurz abgewehrten Ecke per Seitfallzieher volley diagonal in den entfernteren Torwinkel (14.) – 1:0. Das war der Höhepunkt einer von den Gastgebern dominierten ersten Halbzeit. „Wir waren zwar überlegen, aber wenig zwingend im Torabschluss“, räumte Interimstrainer Cem Acikbas nach Spielschluss ein. Das änderte sich mit Beginn der zweiten Halbzeit: Aus 18 Metern drosch Patriot Lajqi, einer der fünf erfahreneren Spieler in dem mit sieben A-Junioren bestückten TuS-Ensemble, zum 2:0 (48.) ins Netz. Als Emrah Celebic den Ball nach einem Alleingang cool ins lange Eck schlenzte (54.), war die Partie entschieden. Ahmad Abu Swid erhöhte kurz nach seiner Einwechslung noch auf 4:0 (69.). „Das war eine schwierige Ausgangssituation nach dem letzten Spiel und den Ereignissen unter der Woche. Aber die Jungs haben ihre Sache super gemacht“, freute sich Cem Acikbas über einen gelungenen Einstand.

Vorbericht

Nach der peinlichen 0:6-Klatsche in Helfendorf, die in der fristlosen Kündigung von Trainer Stephan Leitner mündete, sind nun die Spieler gefordert. „Es gibt einiges gutzumachen“, bestätigt Teamsprecher Christian Sacher. Eine erneut so lustlose Vorstellung könnte sich auch gegen den Tabellenletzten fatal auswirken. „Wir sind gewarnt“, erinnert Sacher an das Hinspiel, das die Landesligareserve nach einem 0:2-Rückstand erst in der Schlussphase in einen 3:2-Sieg umwandeln konnte. Er sei sich sicher, so Sacher, „dass wir von der Einstellung her eine ganz andere Mannschaft sehen.“
TuS II: Nottbusch – Auer, Stingl, Jurkovic, Ajdari, Sacher, Klein, Schneider, Mendama, Krillmäuer, Januzi, Lajqi, Celebic, Lechner.

Cem Acikbas übernimmt TuS II

Nach dem Rücktritt von Coach Stephan Leitner bei der Zweiten Mannschaft des TuS Geretsried (wir berichteten) baut man auf eine interne Lösung. Ab sofort wird in enger Absprache mit Landesligacoach Martin Grelics bis zum Saisonende Cem Acikbas das Kommando beim Kreisklassisten übernehmen. Der 27-Jährige ist derzeit Trainer der Geretsrieder U 17-Mannschaft und sportlicher Leiter der U 19. „Wir wollen in die Mannschaft wieder eine Struktur reinbringen und sie in die richtige Spur führen“, erklärt Grelics, der zudem noch von Christian Sacher unterstützt wird.
11.04.2019 – Bericht aus dem Geretsrieder Merkur zum Trainerrücktritt von Stephan Leitner
Geretsried – Es hatte sich abgezeichnet, nun ging es fix: Stephan Leitner hat seinen Trainerjob beim TuS Geretsried II mit sofortiger Wirkung gekündigt. Die Art und Weise, wie seine Mannschaft sich beim 0:6-Debakel am Sonntag in Helfendorf präsentierte, brachte das Fass, das sich offenbar in den vergangenen Wochen aus verschiedenen Gründen rasch bis zum Rand gefüllt hatte, endgültig zum Überlaufen.
Nach einer Nacht drüber schlafen habe er Ibro Filan am Montag um ein Gespräch gebeten und ihm mitgeteilt: „So geht’s nicht weiter.“ Er könne die Entscheidung nachvollziehen, sagt der TuS-Abteilungsleiter. Deshalb sei man „völlig vernünftig“ auseinander gegangen. „Ich brauche keinen Trainer, der mit seinem Job unglücklich ist“, sagt der Geretsrieder Fußballchef, dem die Gründe für die Entwicklung nicht verborgen geblieben waren.
Bis zum Winter befand sich die zweite Mannschaft, die mit einem für ihre Verhältnisse üppigen Kader und eigenständigem Training in die Saison gestartet war, auf dem erhofften Kurs. Die Landesligareserve überwinterte als Tabellenführer der Kreisklasse 2. Aber nach der Winterpause sei das Konstrukt „ziemlich zerbröselt, da ist jeder Teamspirit verloren gegangen“, stellt Leitner fest. Schule, Ausbildung, Urlaube, Langzeitreisen und Verletzungen hatten den Kader ziemlich ausgedünnt. Eine ordentliche Vorbereitung sei nicht möglich gewesen, wie auch Filan einräumt. „So ist ein nach vorn gerichtetes Arbeiten nicht möglich“, meint Leitner. „Und dann ist es besser, die Sache zu beenden.“
Noch ist für die TuS-Reserve mit fünf Punkten Rückstand auf die Spitze und einem Spiel weniger alles drin. „Ich möchte es nicht zur Vorgabe machen, aber den Aufstieg auch nicht einfach herschenken“, betont Filan. „Wir werden die zweite Mannschaft nicht absaufen lassen. Jetzt müssen alle zusammenrücken.“
Am kommenden Wochenende sollen Chef-Coach Martin Grelics und dessen Co-Trainer Christian Steeb die Reserve im Heimspiel gegen den TSV Irschenberg betreuen. Für den Rest der Saison habe man „eine interne Lösung im Kopf“, sagt Filan. Diese sei jedoch noch nicht spruchreif. Für Leitner, der bei seinen bisherigen erfolgreichen Engagements, unter anderem in Waldram und Eurasburg immer die Cheftrainer-Position innehatte, ist das Intermezzo in Geretsried ein gescheiterter Versuch, der mit der Erkenntnis endet: Einmal zweite Mannschaft, nie mehr zweite Mannschaft.

07.04.2019 – SV Helfendorf – TUS Geretsried 6:0 (0:0)

Richtig Feuer auf dem Dach ist dagegen bei der Reserve des TuS. Die junge ersatzgeschwächte Truppe bot nach Aussage ihres Trainers eine ordentliche Vorstellung. „Wir waren allerdings nicht bissig genug und haben den nötigen Zug zum gegnerischen Tor vermissen lassen“, so Stephan Leitner. Ein bis zwei Treffer hätte sich der Coach in dieser Phase schon von seinen Schützlingen erwartet. Für den zweiten Durchgang nahmen sich die Gäste deshalb einiges vor – doch der Schuss ging nach der Helfendorfer 1:0-Führung in Folge eines Standards nach hinten los. „Zum weiteren Verlauf des Spiels möchte ich mich nicht äußern“, sagte ein stocksaurer Stephan Leitner, dessen Elf zwischen der 60. und 89. Minute noch fünf weitere Gegentreffer kassierte. Der Trainer deutete an, möglicherweise aus dieser Pleite persönliche Konsequenzen zu ziehen. „Aber ich bin nicht der Typ für Kurzschlussreaktionen, sondern werde mir das in Ruhe überlegen.“

Vorbericht

Das Leben ist eine Wundertüte, speziell für Trainer einer Zweiten Mannschaft. „Momentan läuft es anders, als geplant. Das ist keine schöne Situation“, deutet Stephan Leitner an, dass er das ständige Improvisieren, wie es der ausgedünnte Kader derzeit erfordert, als unbefriedigend empfindet. „Kontinuierliches Aufbauen und ein geordnetes Training ist da nicht möglich.“ So ist auch der endgültige Kader für die Reise nach Helfendorf davon abhängig, welcher A-Junior oder Landesliga-Akteur am Sonntag ergänzend dazu stößt. Beim Tabellenzehnten, gegen den man sich im Hinspiel mit 7:5 durchsetzte, erwartet den TuS II eine schwierige Aufgabe. Erschwerend hinzukommt, dass Leitner mit Meriton Alasani seinen in letzter Zeit besten Torschützen ebenso ersetzen muss.

30.03.2019 – TUS Geretsried – SC Wörnsmühl 1:1 (1:0)

Die personell „ein bisschen zusammengewürfelte“ Mannschaft der Gastgeber brauchte einige Zeit, um sich zu finden – wie Trainer Stephan Leitner feststellte. Das gelang zunehmend besser, nachdem Meriton Alasani einen Konter mit der 1:0-Führung (14.) vollendete. „Leider haben wir es versäumt, sein zweites Tor zu machen“, bemängelte Leitner. So fand Wörnsmühl zusehends besser ins Spiel und bereitete dem TuS II vor allem durch Standardsituationen Probleme. So auch in der 83. Minute, als Lucas Häusler beim Klärungsversuch unglücklich ins eigene Tor traf. Zuvor hatte Jean Monty Mendama zwar den Ball im Tor versenkt: Der Treffer zählte nicht, weil der Unparteiische den Schützen im Abseits sah. „Übers gesamte Spiel gesehen, ist das Ergebnis nicht mal ungerecht“, so Leitners Fazit. „Wörnsmühl war mit seinen Standards immer wieder gefährlich.“

Vorbericht

Viele Verletzte und Langzeiturlauber haben beim TuS II die Personaldecke ausgedünnt. „Das ist nun mal das Un-Wesen einer Zweiten Mannschaft“, versucht Stephan Leitner die Situation mit Humor zu nehmen. „Große Eingespieltheit darf man deshalb nicht erwarten, aber mit solchen Improvisationen müssen wir leben.“ Dennoch ist gegen Wörnsmühl ein Erfolgserlebnis Pflicht. Hat der Gegner doch auch noch Chancen, vorne mitzumischen. Leitner: „Jeder versucht, seine Möglichkeiten wahrzunehmen – wir natürlich auch.“
TuS Geretsried II: Nottbusch – Celebic, Januzi, Klein, Kloos, Krillmäuer, Lehmann, Mendama (?), Podunavac, Sacher, Saibou (?), Schneider, Zappe.

16.03.2019 – TUS Geretsried – SC Maisach 4:5 (3:3)

Tore: Dominik Podunavac, Maximilian Lechner, Niko Karpouzidis, Emrah Celebic

09.03.2019 – TUS Geretsried – SV Ohlstadt 0:2 (0:1)

02.03.2019 – TUS Geretsried – SV Eurasburg-Beuerberg 4:3 (2:1)

Tore: 2 x Plator Doqaj, Patriot Laiqi, Robert Barbir

23.02.2019 – TUS Geretsried – MTV Dießen 13:1 (6:0)

Geretsried – Voll im Soll sind die Fußballer des TuS Geretsried II mit ihrer Vorbereitung auf die Rest-Saison. Zumindest, wenn man die nackten Zahlen bewertet. Drei Testspiele absolvierte der Tabellenführer der Kreisklasse 2, seit er am 4. Februar das Training wieder aufgenommen hat. 2:2 (gegen Ascholding-Thanning), 9:0 (gegen die SG Baiernrain/Dietramszell) und 13:1 (gegen den MTV Dießen) lauten die Ergebnisse. „Das waren dreimal Mannschaften aus der A-Klasse, die wohl noch nicht so weit im Training waren wie wir und vielleicht auch nicht die beste Besetzung dabei hatten“, ist Trainer Stephan Leitner bemüht, die Resultate ins rechte Licht zu rücken. Um im nächsten Atemzug festzustellen: „Trotzdem muss man die Tore erst schießen, und wenn man streng ist, waren es noch zu wenige, weil viele Chancen leichtfertig vertändelt wurden.“ Deshalb ist der TuS-Coach auch weit davon entfernt, aus der Tore-Flut voreilige Rückschlüsse zu ziehen. „Es gibt noch keinen Grund, zufrieden zu sein. Ein richtiger Gradmesser war noch nicht dabei“, sagt Leitner. Vor allem die Abwehr sei „noch nicht gefordert“ worden.
Das könnte sich in den verbleibenden Partien ändern. Dann geht es gegen den SV Eurasburg-Beuerberg (Samstag, 2. März, 17 Uhr), mit dem Leitner vor zweieinhalb Jahren in die Kreisliga aufgestiegen war, sowie die Kreisligisten SV Ohlstadt (Samstag, 9. März, 17 Uhr) und SC Maisach (Samstag, 16. März, 17 Uhr).
Tore: 2 x Christoph Klein, 3 x Jean Monty Mendama, 3 x Plator Doqaj, 2 x Meriton Alasani, Dieter Kloos, 2 x Claudio Sevkovic

16.02.2019 – TUS Geretsried – SV Baiernrain-Linden /TSV Dietramszell 9:0 (5:0)

Tore: Plator Doqai, 2 x Llorent Januzi, 2 x Meriton Alasani, 4 x Patriot Lajqi

10.02.2019 – TUS Geretsried – SV Ascholding 2:2 (1:2)

Tore: Jena Monty Mendama, Florian Schneider

10.11.2018 – BCF Wolfratshausen – TUS Geretsried 0:4 (0:3)

„Das Ergebnis täuscht“, war das erste, was Lulzim Kuqi zur Niederlage gegen den TuS II einfiel. „Das sieht aus, als hätten sie uns aus dem Stadion geschossen, aber so war es nicht“, so der Farcheter Coach, für den die 14. Spielminute eine Schlüsselszene der Partie war. Die Gastgeber verloren in aussichtsreicher Position im Geretsrieder Strafraum den Ball, die Gäste konterten über drei Stationen und gingen prompt durch Dominik Podunavac in Führung. „Das war klasse herausgespielt“, applaudierte Kuqi, „aber wenn wir vorher das 1:0 machen, weiß ich nicht, wie das Spiel verläuft.“ Tatsächlich dominierte die BCF-Reserve vor allem in der ersten Halbzeit optisch. „Wir haben sie das Spiel machen lassen, sind selbst aber sehr kompakt gestanden und haben gute Konter gesetzt“, erläuterte Stephan Leitner die Strategie der Gäste. Die profitierten in der 35. Minute von einem Farcheter Eigentor, Laurin Walter köpfte beim Klärungsversuch ins eigene Netz, ehe erneut Podunavac zum 3:0-Halbzeitstand traf. „Drei Tore kannst du gegen die Mannschaft nicht aufholen“, räumte Kuqi ein. „Wir waren mit dem Kopf nicht richtig bei der Sache.“ Sein Geretsrieder Kollege Leitner hatte dieses Mal am Auftritt seiner Elf, für die Jean Monty Mendama kurz vor Schluss den 4:0-Endstand besorgte, nichts auszusetzen. „Das war eine ganz andere Einstellung, als im Hinspiel. Dieses Mal haben wir es etwas mehr gewollt“, sagte der TuS-Coach. In einem Punkt gab er Kuqi Recht: „Unser Sieg ist in Ordnung, ist aber um zwei Tore zu hoch ausgefallen.“

Vorbericht

Der 12. September weckt sehr unterschiedliche Gefühle in den Trainern der beiden Kontrahenten. „Das war unser bestes Saisonspiel, definitiv“, erinnert sich Lulzim Kuqi gerne an den 3:1-Sieg in Geretsried. „Ich habe den Spielern alles noch einmal in Erinnerung gerufen und deutlich gemacht, dass es da einer Nachbesserung bedarf“, sagt indessen TuS-Coach Stephan Leitner. „Ich denke, sie sind sich bewusst, dass der Auftritt vor zwei Monaten nicht so toll war, und sie es dieses Mal besser machen müssen.“ An Spannung fehlt es also im zweiten Derby der benachbarten Landesligareserven nicht. „Die Zuschauer können sich freuen“, verspricht Kuqi, der auf ein „spielerisch sehr gutes Niveau“ hofft. Ob es seiner Mannschaft gelingt, die Leistung aus dem Hinspiel zu wiederholen, hängt „davon ab, wie das Team im Kollektiv funktioniert“. Die richtige Einstellung ist für sein Gegenüber von entscheidender Bedeutung. „Mit ein bisschen Ball-durch-die-Gegend-schieben werden wir nichts erreichen“, sagt Leitner. „Wir müssen mindestens so auftreten wie der BCF im Hinspiel. Dann haben wir vielleicht eine Chance“, so der TuS-Coach.   r
BCF II: Klinkmüller – Walter, Mair, T. Stingl, Heringer, Ratte, Räß, Rose, D. Reumuth, Nummer, Cemalovic, M. Stingl, Rappel, Bares, Kone (?).
TuS II: Placentra – Sacher, Lajqi, Januzi, Untch, Podunavac, Schneider, Klein, Sevkovic, Bahnmüller, Krillmäuer, Thiess, Mendama, Alasani, M. Stingl.

03.11.2018 – TUS Geretsried – SF Egling-Straßlach 4:1 (0:1)

Mit einem verdienten Sieg rückt die Geretsrieder Reserve bis auf zwei Zähler an den Tabellenführer heran. Dessen Matchplan war eine knappe Stunde lang aufgegangen. „Wir wollten ihnen ein zähes Spiel anbieten“, gab Herbert Mühr einen Einblick ins taktische Konzept der Sportfreunde, die ebenso wie die Gastgeber einige personelle Änderungen vornehmen mussten. Die Gäste stemmten sich mit Mann und Maus gegen die Angriffsversuche der Gastgeber, die um ein Haar schon in der ersten Minute in Führung gegangen wären: Dominik Podunavac drückte den Ball gegen den Außenpfosten. In der 20. Minute nutzte auf der Gegenseite Tim Sedlaczek einen Patzer von Torhüter Gianluca Placentra zur überraschenden Gästeführung. Die hatte bis zur 56. Minute Bestand, dann fand ein abgefälschter Ball von Patriot Lajqi den Weg ins Tor zum 1:1. Zwei Minuten später klärte ein Eglinger Abwehrspieler bei einem Schuss von Claudio Sevkovic auf der Linie, der Nachschuss des eingewechselten Marc Thiess landete krachend am Pfosten. Im Gegenzug trat Callum Hatsell den Ball übers Geretsrieder Tor. Die Vorentscheidung fiel in der 70. Minute, als Christoph Klein nach Freistoß von Christian Sacher aus kurzer Distanz einnetzte. Hatsell mit einem unglücklichen Eigentor (85.) und Florian Schneider aus zwölf Metern mit der Pike (90.) stellten den Endstand her. „Wir wussten, wenn wir hinten liegen wird’s schwierig“, nahm SF-Trainer Mühr die Niederlage unaufgeregt zur Kenntnis. TuS II-Coach Stephan Leitner hielt fest: „Wir waren in der ersten Halbzeit ungefährlich. Am Ende haben wir verdient gewonnen – das ist das richtige Ergebnis.“

Vorbericht

Fünf Punkte trennen die Sportfreunde als Spitzenreiter vom Gastgeber. Da ergibt sich die Zielsetzung für den Verfolger von allein. „Eine Niederlage wäre nicht gut“, sagt Stephan Leitner. „Wir sollten zumindest den Abstand nicht größer werden lassen“, fordert der TuS II-Trainer ein Unentschieden als Minimum. Dazu hat es im Hinspiel zum Saisonauftakt nicht gereicht. Damals unterlag die Landesligareserve 1:2, mit einer „grenzwertigen Aufstellung“ (Leitner), die so nie wieder zusammen gespielt hat. So gesehen sind die Rollen fürs Rückspiel vertauscht.
Diesmal muss sich vor allem der Gästetrainer Gedanken um die Aufstellung machen, da Torhüter Tobias Soyer, Markus Gämmerler, Stephan Artinger, Maximilian Heinrich und Martin Lindermayer nicht zur Verfügung stehen. Zudem sei der eine oder andere Aktive am selben Tag auf einer Hochzeit eingeladen – „bei denen stößt das Spiel natürlich nicht auf Begeisterung“, stellt Herbert Mühr fest. „Deshalb wird es sicher kein Spiel auf Augenhöhe“, so der SF-Coach, der die Partie als Lehrstunde für seine „extrem junge Mannschaft“ einstuft. „Das ist ein Gegner, der jedes Spiel gewinnen kann. Das haben sie in vielen knappen Spielen bewiesen“, mahnt Stephan Leitner dennoch zur Vorsicht. „Ich erwarte jedenfalls als ganz offenes Spiel.“
TuS II: Placentra – Thiess (?), Saibou (?), Sacher, Untch, Alasani, Schneider, Klein, Sevkovic, Mendama, Bahnmüller, Lajqi, Januzi, Krillmäuer.
SFES: Schalk – Schneider, Hatsell, Kochan, M. Beierbeck, T. Beierbeck, M. Dissinger, N. Heinrich, Ettenberger, Schwarz, Häusler, Gaigl, F. Dissinger, Schuster, Sedlacek.

27.10.2018 – TUS Geretsried – SV Sachsenkam 3:2 (2:2)

Nach fünf Minuten war die Partie entschieden – eigentlich. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gastgeber nach Toren von Florian Schneider (2.) und Marc Thiess (4.) mit 2:0 vorn. „Da hat mir Böses geschwant“, gab Gästetrainer Siegi Saller zu, dessen Team kurzfristig die Ausfälle von Martin Geisreiter und Korbinian Haberl verkraften musste. Doch zehn Minuten später war der Aufsteiger wieder im Spiel: Benedikt Flossmann hatte auf 1:2 (8.) verkürzt. Dann traf TuS-Torhüter Gianluca Placentra beim Versuch, einen weiten Ball mit dem Fuß zu klären, den heraneilenden Bernhard Reiter, von dessen Körper der Ball aus 14 Metern zum Ausgleich (16.) ins Tor prallte. Der TuS brauchte ein paar Minuten, um sich zu erholen und die anfängliche Dominanz wieder herzustellen. Thiess traf nach einer halben Stunde nur den Pfosten. SVS-Torhüter Max Böckler war bei Schüssen von Jean Monty Mendama und einem Freistoß von Christian Sacher (52.) auf dem Posten. Zwei Minuten später erzielte Florian Schneider per direkt verwandeltem Freistoß die erneute Führung. Dabei blieb es, weil Reiter bei einer der wenigen Gästechancen an Placentra scheiterte, und Böckler zweimal stark gegen den eingewechselten Emrah Celebic klärte. Während Geretsrieds Trainer Stephan Leitner kopfschüttelnd feststellte, dass seine Elf es sich durch „unglaublich fahrlässige Gegentore“ einmal mehr „unnötig schwer gemacht“ habe, war SVS-Coach Saller trotz der Niederlage angetan. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Beste gegeben.“

Vorbericht

Magere vier Punkte konnten sich beide Klubs im Oktober bisher gutschreiben. Das hat die Gastgeber im Kampf um einen Aufstiegsplatz zurückgeworfen. Und die Remiskönige aus Sachsenkam rutschten bedrohlich an die Abstiegsrelegation heran. „Deshalb sind die Rollen klar verteilt“, weist SVS-Trainer Sigi Saller dem TuS II den Favoritenstatus zu. Zumal sein eigenes Team einiges zu tun hatte, um die letzte 3:4-Schlappe (nach 3:1-Führung) zu verarbeiten. „Jetzt geht es darum, daraus zu lernen und die Fehler abzustellen“, hofft Saller, dass die Gespräche fruchten. Ähnlich klingt Stephan Leitner. „Fehler passieren, gerade bei einer jungen Mannschaft. Aber so geballt – das muss ja nicht sein“, sagt der TuS-Coach nach der 2:3-Niederlage in Weyarn. „Jetzt sollten sie langsam zeigen, dass sie lernfähig sind und nicht wieder in denselben Trott verfallen.“ Leitners Warnung: „Sachsenkam hat bisher wenig verloren. Die Mannschaft hat sich in der Liga etabliert und ist ein ernst zu nehmender Gegner.“ Das wollen die Gäste nachhaltig untermauern. „Der TuS macht im Augenblick keinen so stabilen Eindruck. Vielleicht können wir daraus Kapital schlagen“, sagt Saller.
TuS II: Placentra – Thiess, Sacher, Lajqi, M. Untch, Alasani, Schneider, Klein, Sevkovic, Mendama, Bahnmüller, Januzi, Celebic, Krillmäuer.
SVS: Böckler – Geisreiter, P. Haberl, L. Kappelsberger, Kronwitter, Schubert, M. Adler, M. Haberl, Reiter, A. Kappelsberger, K. Haberl, Eberl, Floßmann, H. Kappelsberger, Pfatrisch (?), Gast.

21.10.2018 – TSV Weyarn – TUS Geretsried 3:2 (1:0)

Stephan Leitner war der Sonntagabend gründlich versaut. „Da hat nix funktioniert“, kommentierte er den Auftritt in Weyarn. Zwar zeigten sich die Gäste in der ersten Halbzeit „spiel- und feldüberlegen“ – jedoch ohne zwingende Chancen. „Das war brotlos.“ Die Gastgeber erzielten nach einem fahrlässig verteidigten Einwurf die Führung (12.). Ein an der Mittellinie vertändelter Ball und ein weiter Ball ins Weyarner Angriffszentrum gingen den Weyarner Toren zwei (56.) und drei (74.) voraus, bei denen TuS-Torhüter Gianluca Placentra sich allein einem Angreifer gegenübersah. Die letzte Viertelstunde gehörte den Gästen, die durch zwei Tore des eingewechselten Emrah Celebic auf 2:3 herankamen und kurz vor Schluss fast den Ausgleich erzielt hätten. Doch der Kopfball von Claudio Sevkovic sprang vom Innenpfosten ins Feld zurück. Leitner: „Das passte zum Tag.“

Vorbericht

Lieblingsgegner, das ist wohl die Geretsrieder Reserve für den TSV Weyarn. Zumindest auf eigenem Platz. Seit dem Abstieg aus der Kreisliga kassierte der TuS II im Sportpark am Mangfallweg nur deftige Niederlagen: Vorige Saison hieß es 1:5 aus Sicht der Gäste, die im Jahr zuvor mit einer 0:6-Klatsche die Heimreise antreten mussten. „Das sollte sich nicht wiederholen“, sagt TuS-Trainer Stephan Leitner, dessen Team sich zuletzt in Darching mit einem 3:3 begnügen musste. Die Gegend an der Salzburger Autobahn scheint den Geretsrieder Youngsters nicht zu behagen. Dennoch sind in diesem Jahr drei Punkte eingeplant. „Ich bin zuversichtlich, dass wir uns gut präsentieren“, sagt Leitner. Ein Grund für seinen Optimismus: „Wir haben inzwischen einen relativ konstanten Kader, die Mannschaft spielt sich immer besser ein“, so der Coach.
TuS Geretsried II: Placentra – Thiess, Sacher, M. Untch, Alasani, Schneider, Klein, Sevkovic, Mendama, Bahnmüller, Celebic, Lajqi, Januzi, Saibou, Krillmäuer.

13.10.2018 – TUS Geretsried – TSV Bad Wiessee 2:0 (2:0)

Hausaufgaben erfolgreich erledigt: Das ist das Fazit eines Sieges, der den Gastgebern lange schwerzufallen schien. „Es war keine Augenweide“, beschreibt Stephan Leitner die holprige Anfangsphase der Partie, in der die im Tabellenkeller festsitzenden Gäste mit einem Lattentreffer die klarste Chance für sich verbuchten. Erst nach einer halben Stunde fand der TuS besser ins Spiel. Nach Vorarbeit von Jean Monty Mendama traf Plator Doqaj zum 1:0 (34.) und erhöhte sechs Minuten später per Elfmeter auf 2:0. Eine weitere Wiesseer Chance vor der Pause vereitelte TuS-Keeper Sebastian Untch. „Hauptsache gewonnen“, so Stephan Leitner, der lachend zusammenfasste: „Das war kein Spiel, über das man Jahre später noch spricht.“

Vorbericht

Auf den ersten Blick ist die Partie zwischen dem Tabellenzweiten und den auf Position 13 platzierten Wiesseern eine klare Angelegenheit. Der zweite Blick lässt ahnen, dass es für die Gastgeber kein Selbstläufer wird. Trotz sieben Niederlagen kassierten die Gäste vom Tegernsee bisher lediglich 16 Gegentore, vier weniger als der TuS. „Das ist ein unangenehmer Gegner, das sieht man an den knappen Ergebnissen“, sagt Stephan Leitner. Seine Elf ließ nach einer 0:1-Niederlage gegen die Fußball-Freunde zuletzt zwei weitere Punkte beim 3:3 in Darching liegen. „Deshalb ist das Ziel, gegen Wiessee zu gewinnen“, so der TuS-Coach. „Das ist das wichtigste.“
TuS II: S. Untch – Bahnmüller, Sacher, Saibou, Schneider, M. Untch, Thiess, Alasani, Krillmäuer, Klein, Januzi, Mendama, Sevkovic, Lajqi, Doqaj.

07.10.2018 – DJK Darching – TUS Geretsried 3:3 (1:1)

Auch wenn der TuS-Reserve erst in der 85. Minute durch Christoph Klein der Ausgleich zum 3:3-Endstand gelang, war Trainer Stephan Leitner mit dem Resultat nicht so richtig glücklich: „Vom Spielverlauf her, hätten wir einen Sieg verdient gehabt. Spielerisch war das alles okay, aber die Chancenwertung lässt zu wünschen übrig.“ Die Gäste begannen gut und gingen durch Meriton Alasani (7.) in Führung. Mit dem ersten Angriff gelang Darching jedoch das 1:1. Für den zweiten Durchgang hatte sich der TuS II viel vorgenommen, doch es klappte nicht so recht. Immerhin glich man die zweimalige Darchinger Führung durch Patriot Lajqi (78.) und eben Klein aus. In den Schlussminuten vergaben die Geretsrieder noch zwei klare Chancen zum möglichen Sieg. Leitner: „Da sind wir oft noch zu verspielt oder leichtfertig.“

Vorbericht

Der Zweiplatzierte ist zu Gast beim Liganeunten – für TuS II-Coach Stephan Leitner wird das Match in Darching „eine enge Kiste“. Nur vier Punkte trennen die Geretsrieder von den Hausherren, die seit fünf Partien ungeschlagen sind. „In dieser Liga kann jeder gegen jeden gewinnen. Da geht es wahnsinnig eng zu“, glaubt Leitner. Der Fahrplan für den Auswärtstrip ist also aufgelegt: „Wenn wir 100 Prozent auf den Platz bringen, haben wir eine gute Chance.“ Ein Herzenswunsch wäre es für den Trainer, dass seine Mannschaft nicht gegen einen Rückstand anrennen muss. „Wir kassieren zu oft das 0:1 und müssen das mühsam aufholen.“ So wie im Derby gegen die FF Geretsried am Mittwoch (0:1). Eklatante taktische Defensivmängel habe seine Mannschaft aber nicht, betont der Übungsleiter. Manchmal fehle bloß die Konzentration. In Darching soll das anders laufen – und die Landesliga-Reserve mit drei Punkten nach Hause fahren.
TuS II: Placentra – Thiess, Sacher, M. Untch, Saibou, Lajqi, Klein, Mendama, Bahnmüller, Sevkovic, Januzi, Alasani, Krillmaeuer.

03.10.2018 – TUS Geretsried – FF Geretsried 0:1 (0:1)

Im Stadtderby haben es die Gastgeber gegen die Fußball-Freunde versäumt, sich an der Tabellenspitze festzusetzen. Vor 200 Besuchern unterlagen sie ohne Trainer Stephan Leitner (Fußoperation), dafür mit Maximilian Baumgartner vom Landesligateam. Gleich die erste dicke Chance der Gäste (12.) war die Führung. Dincer Aydin bediente den leicht abseitsverdächtigen Costa Bozaris, der auf rechts sprintete und den Ball im langen Eck versenkte. „Das hat uns in die Karten gespielt. Trotzdem muss man bei der Qualität des TuS immer wach sein“, befand FFG-Coach Guido Herberth, dessen Team ideenreicher wirkte, mehr Biss zeigte und in der Defensive sehr diszipliniert stand. Nach der Pause hätten die FF den Sack frühzeitig zumachen können. Nachdem Verteidiger Maximilian Untch sich vertreten hatte, und der Rückpass zu seinem Bruder Sebastian im Kasten zu kurz geriet, schnappte sich Marcel Ludsteck das Leder und zielte neben das leere Gehäuse (55.). David Dietzmann verfehlte eine Hereingabe nur knapp mit dem Kopf (76.), und Fabian Radosevic konnte allein vor dem Tor Keeper Untch nicht überlisten (89.). „Bei uns war zu wenig Tempo drin. Und die paar Chancen haben wir nicht genutzt“, meint Christoph Klein. Der Geretsrieder Spielführer verwies auf die gute Einschussmöglichkeit von Florian Schneider, der aus knapper Entfernung über das Torgebälk donnerte und den möglichen Ausgleich vergab.

Vorbericht

„Das wird eine heiße Geschichte“, sieht Stephan Leitner der „harten Nuss“ Fußball-Freunde mit einer gewissen Spannung entgegen. Die Gäste kassierten in ihren letzten beiden Spielen jeweils erst in der Nachspielzeit die Ausgleichstreffer. „Sonst hätten sie vier Punkte mehr auf dem Konto und wären vorne mit dabei“, rechnet Leitner vor. Zudem hat ihm wohl imponiert, wie der Ortsrivale zuletzt gegen Egling einen 1:4-Rückstand in eine zwischenzeitliche 5:4-Führung umwandelte. „Mit so einem Chancenwucher und einer so ungenauen Spielweise wie wir sie gegen Olympic gezeigt haben werden wir da Probleme kriegen“, so der TuS II-Coach.
Problemvermeidung ist derweil die Devise bei den Gästen, die trotz nominell starker Besetzung in der Defensive bei Bällen, die aus dem Halbfeld oder von der Ecke hoch vors Tor segeln, oft ähnlich hilflos agieren, wie F-Junioren. „Das ist mir unerklärlich“, rätselt Guido Herberth über die unerwarteten Probleme, die ihm und seinem Team in jüngster Zeit regelmäßig die gute Laune verderben, weil sicher geglaubte Punkte sich urplötzlich in Luft auflösen. Trotzdem mag er sich dem WM-Trend „Tore durch Standards“, der offenbar auch in den Niederungen des Amateurfußballs Fuß populär wird, nicht anschließen, sondern weiterhin auf das spielerische Element setzen. „Aber irgendwann müssen wir mal wieder drei Punkte holen“, sagt der FFG-Trainer.
TuS II: Placentra, S. Untch – Thiess, Sacher, Lajqi, M. Untch, Saibou, Alasani, Schneider, Klein, Mendama, J. Bahnmüller, Januzi, Hörl, Krillmäuer.
FFG: Bamann, Wagner – Ludsteck, Tot, Aydin, D.Zelt, Radosevic, Zuldt, Sattler, Bozaris, Aust, Herberth, Kramski, M. Zelt, Dietzmann, Ettenberger.

30.09.2018 – Olympic Geretsried – TuS Geretsried 1:2 (1:0)

Der Trainer hatte es geahnt. „Ich habe es Dir gesagt“, schimpfte Vassilios Iosifoglou, als Florian Meindl in der 65. Minute die gelb-rote Karte sah. In der Pause hatte der Olympic-Coach seinen mit Gelb vorbelasteten Verteidiger ermahnt, aufzupassen. Die Warnung war vergessen, als der bis dahin beste Akteur der Gastgeber mit TuS-Kapitän Christoph Klein zusammenrumpelte. „Als er ging, haben wir das Spiel verloren“, so Iosifoglou. „Da haben wir angefangen zu wackeln.“
Mit ihrer starken kämpferischen Leistung gestalteten die Gastgeber die Partie eine Stunde lang ausgeglichen, wenngleich sie nach vorne wenig gefährlich waren. Per Elfmeter brachte Andre Maier sein Team in Führung (12.), aus dem Spiel heraus gelang Olympic über 90 Minuten keine einzige echte Torchance. Auf der Gegenseite blieben viele Chancen ungenutzt, weil das letzte Zuspiel meist unpräzise war. Der Gipfel der Nachlässigkeiten war ein Strafstoß, den Meriton Alasani Olympic-Aushilfstorhüter Stavros Iosifoglou lässig in die Arme kickte (44.). Mit offensichtlicher Wut im Bauch drosch Alasani jedoch den Ball nach Wiederbeginn aus 16 Metern zum 1:1 (46.) ins Netz. Die Entscheidung fiel in der 77. Minute, als Jakob Bahnmüller beim Eckball mutterseelenallein am langen Pfosten stand. „Gottseidank haben wir noch das Siegtor erzielt. Es wären mehr Tore drin gewesen“, stellte TuS-Trainer Stephan Leitner fest. „Aber das hat gereicht, mehr als drei Punkte hätten wir für mehr Tore auch nicht gekriegt.“

Vorbericht

Sie teilen sich den Fußballplatz seit der GFVG Olympic 1989 gegründet worden ist. Aber dass sie jemals in einem Punktspiel aufeinandergetroffen wären, daran erinnert sich niemand. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei den Gastgebern. „Ich hoffe, dass es ein richtig schönes Derby wird“, sagt Kosta Papadopoulos, der die Rollen klar verteilt sieht. „Der TuS ist natürlich Favorit, aber wir wollen für uns das Beste herausholen.“ Für Selbstvertrauen und Stimmung vor dem Stadtderby tat die zweite Halbzeit bei der SG Egling-Straßlach gut, als man einen Fünf-Tore-Rückstand zwischenzeitlich auf 3:5 verkürzen konnte. „Daran müssen wir anknüpfen. Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit gehen wir gegen den TuS unter“, sagt der Olympic-Teamsprecher.
Davon wollen sich die Gäste nicht blenden lassen. „Den leichten Hänger, den Olympic da hatte, werde ich nicht bewerten“, sagt TuS II-Coach Stephan Leitner, der sich von seiner eigenen Mannschaft erhofft, dass sie „zeigt, dass sie nicht nur zu Null spielen, sondern dass sie auch Derby kann.“ Zuletzt gelang der TuS-Reserve beim 4:0-Erfolg gegen den SC Gaißach das erste Zu-Null-Spiel der Saison, während das Heimspiel zuvor gegen Nachbar BCF Wolfratshausen II mit 1:3 verloren ging. „Wir haben defensiv nichts zugelassen und sind ab und zu vorne ja für ein Tor gut“, sagt Leitner und kann das Schmunzeln nicht verbergen. Mit 23 Toren verfügt der TuS II bisher über die mit Abstand beste Offensive der Liga. „Wenn die in Fahrt kommen, das ist gewaltig. Die laufen wie Maschinen“, zeigt sich Papadopoulos beeindruckt. Aber, ergänzt er mit einem Augenzwinkern, „Olympic ist immer für eine Überraschung gut.“
Olympic Geretsried: Gotthalmseder (?) – Derek, Klauser, Pllumbi, Meindl, Nadler (?), Sayin, Panajot, Karamnos, Kutzmutz, Totzauer, J. Saiti, Tsigkouriotis, Moustopoulos, Prekadinaj, Alas, Maier, Iosifoglou (?).
TuS Geretsried II: Placentra – Alasani, J. Bahnmüller, Hörl, Januzi, Krillmäuer, Klein, Lajqi, Mendama, Sacher, Saibou, Schneider, Untch, Thiess.

22.09.2018 – TUS Geretsried – SC Gaißach 4:0 (0:0)

Die Geretsrieder starteten beherzt, ließ zwei dicke Dinger in Form von Alleingängen von Jean Monty Mendama (18.) und Meriton Alasani (21.) liegen. Nach einer halben Stunde kamen die Gäste besser ins Spiel, hatte bis zum Pausenpfiff sogar ein leichtes Übergewicht. Benjamin Norrenberg und Adi Flossmann prüften TuS-Keeper Sebastian Untch, der einen Schuss erst im Nachfassen gerade noch unter Kontrolle brachte. Gaißach erlaubte sich im zweiten Spielabschnitt einige Flüchtigkeitsfehler, die die Platzherren gnadenlos ausnutzten. Weit vor der Mittellinie setzte Alasani zu einem Sprint an. Der Pass landete beim aufgerückten Verteidiger Marc Thiess, der mühelos die 1:0-Führung (48.) besorgte. Mit einem Doppelschlag setzte Geretsried die Obergrieser dann schachmatt. Thiess leitete einen Kopfball weiter zu Alasani, der SCG-Torsteher David Lang noch umspielte und zum 2:0 (60.) einnetzte. Mit einer schönen Einzelaktion tankte sich Sekunden später Mendama durch bis in den Strafraum und vollendete zum 3:0 (61.). „Wir haben leider den Schwung vom Ende der ersten Halbzeit nicht mitnehmen können und das Spiel aus der Hand gegeben. Der TuS war zu clever und hat brutal zugeschlagen, weil wir die Ordnung verloren haben“, ärgerte sich Gaißachs Coach Helmut Schenk. Nach einer Ecke von Christian Sacher markierte Florian Schneider in der Nachspielzeit per Kopfball schließlich den 4:0-Endstand. Zuvor parierte Schlussmann Lang vor 150 Besuchern einen Foulelfmeter von Ziad Saibou. „Unser Zusammenspiel wird immer besser. Wir haben dem Gegner wenig Räume geboten, unsere Chancen genutzt und bewiesen, dass wir auch zu Null spielen können“, freute sich TuS II-Coach Stephan Leitner.

Vorbericht

An die Begegnungen in der vorigen Saison haben beide Kontrahenten gute und schlechte Erinnerungen. Die Geretsrieder nahmen im Rückspiel den SCG auf dessen Platz mit 6:0 regelrecht auseinander. Weniger schön verlief aus Sicht der heutigen Gastgeber das Hinspiel, als die Elf von Trainer Helmut Schenk beim 4:2 die Punkte entführte. „An das Auswärtsspiel würden wir gerne anknüpfen“, sagt Stephan Leitner, der damals nur als Zuschauer beteiligt war. „Aber das wird schwierig“, mutmaßt der TuS II-Coach, der Gaißach zu den „Top-3 der Liga“ zählt und beide Teams „etwas unter Zugzwang“ sieht. An Selbstbewusstsein mangelt es dem Gastgeber nicht, nachdem er zuletzt in Irschenberg aus einem 0:2-Rückstand einen 3:2-Sieg gemacht hat. „Da war die Mannschaft spürbar erleichtert“, berichtet Leitner.

16.09.2018 – TSV Irschenberg – TUS Geretsried 2:3 (1:0)

Mehr als 60 Minuten lang war die Partie aus Gästesicht „kein Spaß“, wie Trainer Stephan Leitner bekannte. Zur Pause hätte sein Team deutlich führen können, lag jedoch 0:1 zurück. Zehn Minuten später hieß es sogar 0:2. Einmal mehr hatte es sich die TuS-Reserve durch mangelhafte Chancenverwertung unnötig schwer gemacht. „Dann hat die Mannschaft sich aufgerafft, Moral gezeigt und drei sehr gut herausgespielte Tore erzielt – rechtzeitig und in ausreichender Zahl“, sagt Leitner. Claudio Sevkovic, Meriton Alasani und Christoph Klein hatten das Spiel gedreht. „Es wäre höchst ärgerlich gewesen, wieder Punkte liegen zu lassen.“

Vorbericht

Zwischen der Leistung, die man anhand der Aufstellung erwarten dürfte und dem, was am Ende rauskommt, liegen dummerweise 90 manchmal entlarvende Minuten. Das wurde der Geretsrieder Reserve in dem mit 1:3 verlorenen Derby gegen den BCF II wieder einmal vor Augen geführt. „Es wird jeder eingesehen haben, dass das nicht optimal war“, hofft Stephan Leitner. „Ich verstehe nicht, wie man so eine Einstellung zu so einem Spiel haben kann“, ärgert sich der TuS-Coach. Nun geht es nach Irschenberg, wo man auf einen Gegner trifft, der nach vier Spielen noch ohne Sieg ist und mit dem Rücken schon nah an der Wand steht. „Wenn wir dort wieder so auftreten, werden wir wieder verlieren“, so Leitner, dessen Kader auf dem Papier auch für das Spiel in Irschenberg wieder gut ausschaut.
TuS Geretsried II: Placentra – J. Bahnmüller, Hörl, Sacher, Saibou, M. Untch, Thiess, Alasani, Krillmäuer, Januzi, Mendama, Celebic (?), Klein, Fister (?), Sevcovic (?), Lajqi.

12.09.2018 – TUS Geretsried – BCF Wolfratshausen 1:3 (0:2)

Zum dritten Mal in Folge erzielte die Farcheter Reserve in einem Spiel drei Tore. Zum ersten Mal reichte das der Elf von Trainer Lulzim Kuqi für drei Punkte, weil sie im Derby vor gut 200 Zuschauern über die gesamte Spielzeit eine konzentrierte Leistung ablieferte. „Ich habe gefordert, dass wir heute mal über 90 Minuten fokussiert sind. Das hat die Mannschaft gemacht“, freute sich BCF-Coach Kuqi. „Wir sind nie richtig ins Spiel gekommen“, stellte TuS-Trainer Stephan Leitner nach Spielschluss enttäuscht fest.
Da passten die „bitteren Gegentore“ irgendwie ins Bild. Das 1:0 für die Gäste erzielte Adnan Cemalovic, indem er nach einer Ecke den zentral abgewehrten Ball aus 25 Metern in den Winkel beförderte. Das 2:0 markierte David Rose vier Minuten vor der Pause aus spitzem Winkel nahe der Torauslinie. Die Vorentscheidung fiel acht Minuten nach Wiederbeginn: Per Elfmeter erhöhte Lars Nummer auf 3:0. Als Marc Thiess postwendend auf 1:3 (54.) verkürzte, witterten die Hausherren ihre Chance. „Aber ganz zwingend waren wir nicht mehr“, musste Leitner eingestehen. „Wir waren in der ersten Halbzeit die besser Mannschaft. Die zweite war dann ausgeglichen, aber wir haben verdient gewonnen“, so das Fazit von Lulzim Kuqi.
Am Ende verhinderte Geretsrieds Torhüter Sebastian Untch, der in den letzten 20 Minuten drei Mal gegen Markus Rappel Sieger blieb und einen Torversuch von Fabio Ratte souverän vereitelte, eine deutlichere Niederlage. Das Chancenplus der Gäste spiegelt die Erkenntnis von Leitner wieder: „Der Gegner wollte eindeutig mehr als wir das Spiel gewinnen.“

Vorbericht

Man könnte viele Prognosen abgeben vor dem ersten Pflichtspiel-Derby der Landesligareserven seit einer gefühlten Ewigkeit. Der Blick auf die Tabelle suggeriert leichtes Spiel für die Gastgeber. Die verloren zwar zum Saisonauftakt mit 1:2 bei den Sportfreunden Egling-Straßlach. Seither weist die Formkurve des TuS II aber nach oben. Die Gäste warten hingegen nach drei Partien noch auf den ersten Sieg. Der war zwar zuletzt gegen die DJK Darching zum Greifen nah. Am Ende blieb den Farcheter Kickern jedoch nur viel Lob für 60 starke Minuten. Die Punkte entführten die Gäste mit einem 4:3-Sieg nach 1:3-Rückstand. Die TuS-Reserve rettete sich gegen Helfendorf gerade noch zu einem 7:5-Sieg, nachdem sie beinahe einen Vier-Tore-Vorsprung eingebüßt hätte.
Dennoch gehen die Platzherren für Gästetrainer Lulzim Kuqi als „haushoher Favorit“ ins Spiel. „Wir nehmen die Rolle als Außenseiter gerne an und schauen mal, was wir ausrichten können“, sagt der BCF-Coach. Wie dessen Mannschaft dieses Mal die letzte halbe Stunde (in der sie in den vorangegangen zwei Spielen sieben ihrer zehn Gegentore kassierte) übersteht, ist ebenso spannend wie die Aufstellung, die Kuqi auf den Kunstrasen schickt.
Mit Verstärkung aus dem Landesligakader rechnet jedenfalls Stephan Leitner, der von einer Favoritenrolle nichts wissen will. „Derby ist Derby, da kann man die Tabelle ausblenden“, sagt der TuS-Coach. „In dem Spiel wird jeder alles geben, vor allem die, die sich für die Schwächeren halten.“  rst
TuS Geretsried II: S. Untch – Thiess, Sacher, Saibou, M. Untch, Alasani, Fister, Schneider, Klein, Mendama, Sevkovic, Januzi, Podunavac, Hörl, Krillmäuer, Garkov, Celebic, J. Bahnmüller, Lajqi
BCF Wolfratshausen II: Klinkmüller – Bares, Mair, Heringer, Nummer, Ratte, Räß, Rose, Reumuth, Cemalovic, Rappel, Kone, Bauer, Rödl (?).

08.09.2018 – TUS Geretsried – SV Helfendorf 7:5 (2:1)

Als Jean Monty Mendama in der 65. Minute sein zweites Tor erzielt hatte, war der Sack mit den drei Punkte zugeschnürt. 6:2 führte der TuS II, nachdem zuvor Meriton Alasani und Marc Thiess ebenfalls je zwei Mal getroffen hatten. Die Gäste hatten zwischenzeitig auf 1:2 (22.) und 2:3 (55.) verkürzen können. Was die Landesligareserve in den letzten 20 Minuten ablieferte, brachte ein Helfendorfer Spieler auf den Punkt. „Jungs, die san vogelwild“, motivierte er seine Mitspieler, nachdem die Gäste mit drei Treffern zwischen der 73. und 89. Minute auf 5:6 herangekommen waren. „Wir waren vorne konsequenter, dafür haben wir mit Nachlässigkeiten in der Abwehr Spannung reingebracht“, fasste TuS II-Coach Stephan Leitner die nervenaufreibende Schlussphase, in der Thiess mit seinem dritten Tor (90.+3) alles klar machte, zusammen.

Vorbericht

Der Trainer ist von der Palme, auf die ihn seine Mannschaft vorigen Samstag mit einem Übermaß an nachlässig vergebenen Torchancen getrieben hatten, wieder herunten. „Es war ja nicht alles schlecht“, relativiert Stephan Leitner seine Kritik nach dem 1:1 in Wörnsmühl. „Wir haben wenige gegnerische Chancen zugelassen. Das ist positiv.“ Und eine Basis für die Partie gegen den Vorjahreszweiten Helfendorf, der in der Relegation zur Kreisliga denkbar knapp an Antdorf gescheitert ist. „Da werden wir auch körperlich stärker gefordert sein“, weist der TuS-Coach seine jungen Spieler auf den nächsten Lernprozess hin. Dabei hofft er, dass sie aus dem jüngsten Match gelernt haben. „So viele Chancen werden wir diesmal nicht bekommen“, sagt Leitner, „da müssen wir vor dem Tor effektiver sein.“

01.09.2018 SC Wörnsmühl – TUS Geretsried 1:1 (0:1)

Der Samstagabend war Stephan Leitner gründlich vermiest. „Da fehlen mir noch einige Worte“, gestand der Geretsrieder Trainer, dass er mit der Leistung seiner Elf überhaupt nicht einverstanden war. „Der Chancenwucher hat sich heute gerächt.“ Zwar führten die Gäste zur Pause durch einen Treffer von Jean Monty Mendama (39.), was gemessen an den Gelegenheiten schon zu diesem Zeitpunkt zu wenig war. „Viel zu viele Einzelaktionen, nur ab und zu mal Kombinationen“, monierte der TuS-Coach. Deutlich effizienter waren die Gastgeber, „aus zweieinhalb Chancen ein Tor machen“. Bis zum 1:1-Ausgleich in der 63. Minute hätte das Spiel längst entschieden sein müssen“, ärgerte sich Leitner über zwei unnötig hergeschenkte Punkte und kündigte Konsequenzen an. „So kann man es nicht belassen.“

Vorbericht

Die TuS-Reserve nimmt allmählich Fahrt auf. Das darf man aus dem 6:2-Sieg gegen den SV Bayrischzell schlussfolgern. Stephan Leitner sah seine Elf „am Anfang auf dem richtigen Weg“, doch nach der frühen Führung schlichen sich Nachlässigkeiten ein, die ihm nicht gefallen haben. „Da fehlt noch eine gewisse Konstanz“, so der Coach. „Wenn wir das auf ein höheres Level bringen können, ist es gut. Sonst kann man in so einem Spiel auch mal geschlagen werden.“ Sein Team erwartet in Wörnsmühl „eine gestandene Kreisklassen-Mannschaft, die schwer zu spielen ist“. Deshalb hofft Leitner auf die Lernfähigkeit seiner Elf: „Wenn wir die nötige Konzentration mitbringen und unser Spiel über 90 Minuten durchziehen, können wir auch in Wörnsmühl gewinnen.“
TuS Geretsried II: S. Untch, Hörl, Sacher, Schneider, M. Untch, Thiess, Zappe, Alasani, Barbir (?), Krillmäuer, Januzi, Mendama, Celebic, Garkov, Fister, Sevcovic.

25.08.2018 – TUS Geretsried – SV Bayrischzell 6:2 (3:0)

Eine furiose erste halbe Stunde mit einem nicht gegebenen und drei vom Unparteiischen akzeptierten Toren durch Christoph Klein und Marc Thiess (2), dazu zwei Pfosten- und ein Lattentreffer, bescherten dem TuS II eine äußerst komfortable Ausgangslage. „Dann haben wir uns ohne Not in Not gebracht“, kritisierte Trainer Stephan Leitner die anschließenden Nachlässigkeiten, durch die Bayerischzell bis zur 59. Minute auf 2:3 herankam. Zum Glück habe sich seine Mannschaft in der Schlussphase „dann doch noch entschlossen, die eine oder andere Chance zu nutzen“. Erneut Klein sowie der eingewechselte Emrah Celebic, der zwei Erfolgserlebnisse hatte, sorgten für den am Ende doch klaren Sieg.

Vorbericht

TuS Geretsried II – SV Bayrischzell (Sa., 17 Uhr) – Auch zwei Wochen nach der 1:2-Niederlage in Egling stößt Stephan Leitner der misslungene Saisonstart noch sauer auf. „Im Nachhinein gesehen, hätten wir das Spiel verlegen sollen. So starten wir jetzt mit einem Negativerlebnis“, sagt der Coach der TuS-Reserve, für die die Saison mit dem Heimspiel gegen Bayrischzell erst richtig beginnt. Die Pause hat ein Gutes: „Wir sind personell besser aufgestellt“, sagt Leitner, dem dennoch ein halbes Dutzend Spieler fehlen. Aber der Coach gibt sich optimistisch beim Anblick des verbleibenden Kaders: „Das ist eine Mannschaft, die das Spiel erfolgreich gestalten sollte.“ Wobei der Gegner nicht zu unterschätzen sei. Das letzte Heimspiel verlor der TuS II mit 2:4. Leitner: „Das sollte uns Warnung genug sein.“
TuS Geretsried II: S. Untch, Placentra – Alasani, Bahnmüller, Barbir, Celebic, Garkov, Hörl, Klein, Krillmäuer, Sacher, Schneider, Thiess, M. Untch.

10.08.2018 – SF Egling – TUS Geretsried 2:1 (1:0)

Einen Start nach Maß erwischten die Sportfreunde gegen die Reserve des TuS Geretsried. Und das in doppeltem Sinne. Erst drei Minuten waren gespielt, als Maximilian Heinrich von der linken Seite flach und scharf ins Zentrum passte, TuS-Torhüter Simon Voß den Ball durch die Hände gleiten ließ und Maximilian Dissinger zur 1:0-Führung einnetzte. „Das frühe Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt“, sagte SF-Trainer Herbert Mühr, dessen Team in der Folge mit einer starken Defensivleistung den Gästen das Leben schwer machte. Im ersten Durchgang kam die Landesligareserve nicht zu einer zwingenden Torchance. Auf der Gegenseite scheiterte Markus Gämmerler kurz vor der Pause mit einem Kopfball an Voß. Unmittelbar nach Wiederbeginn zielte Maximilian Gaigl aus fünf Metern knapp vorbei. Zehn Minuten später traf Niklas Heinrich von halbrechts freistehend zum 2:0. Doch fast im Gegenzug verkürzte Christian Sacher, der einen zu kurz abgewehrten Eckball von der Strafraumgrenze ins Netz wuchtete, auf 1:2 (58.). Ab dem Moment lief das Spiel fast nur noch in eine Richtung, nämlich auf das Tor der Gastgeber. Die warfen sich jedoch immer wieder erfolgreich in die Geretsrieder Schüsse und hatten kurz vor Schluss das Glück des Tüchtigen: Als der ansonsten souverän agierende Torhüter Jany Schalk den Ball einmal aus den Händen gelassen hatte, rettete der Pfosten. „Wir waren nicht clever genug. Die Gegentore waren zu einfach, und wir sind zu spät aufgemacht“, befand nach Spielschluss TuS-Coach Stephan Leitner, während sein Gegenüber Herbert Mühr „sehr zufrieden“ war mit dem ersten Auftritt seiner Elf.

Vorbericht

Eine heiße Partie beschert der Spielplan zum Auftakt der Kreisklasse 2, die wegen der Hochzeit des Eglinger Kapitäns Max Beierbeck auf den heutigen Freitag vorgezogen wurde. „Das ist kein angenehmer Gegner“, findet TuS-Coach Stephan Leitner, der der letzten Begegnung der Kontrahenten noch als Zaungast beiwohnte. Damals siegten die Sportfreunde im Isarau-Stadion mit 2:1 und hatten so ihren Anteil daran, dass der TuS die Aufstiegsrelegation am Ende um einen Punkt verpasste. „Sie verstehen, zu verteidigen“, zollt Leitner dem Gastgeber Respekt.
Die Sportfreunde sehen der „reizvollen Aufgabe“ entspannt entgegen. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht und wollen im ersten Heimspiel zeigen, was wir können“, sagt Trainer Herbert Mühr. „Der TuS gehört zu den Titelfavoriten. Es ist für uns kein Nachteil, dass die Mannschaft noch nicht so eingespielt ist“, rechnet sich der SF-Coach insgeheim erneut Chancen aus.
Sein Gegenüber hofft auf ein baldiges Ende der „Zeit des Grauens für Trainer“. Wegen Urlaubs und Verletzungen steht ihm nur knapp die Hälfte seines 23 Spieler umfassenden Kaders zur Verfügung. „Da muss man improvisieren“, sagt Leitner. Hoffnung auf Hochzeitsgeschenke für ihren pausierenden Kapitän müssen sich die SF deswegen jedoch nicht machen.
SF Egling-Straßlach: Schalk – Artinger, Schneider, Gämmerler, Scheiter, Ettenberger, Gaigl, M. Dissinger, Schuster, T. Beierbeck, M. Heinrich, Hatsell, N. Heinrich, Oberhauser, Lindermayer, F. Dissinger
TuS Geretsried II: Voß – Bahnmüller, Hörl, Sacher, Saibou, Schneider, Thiess (?), Auerbach (?), Krillmäuer, Januzi, Garkov, Klein.

Vorbericht zur Kreisklassensaison aus dem Geretsrieder Merkur vom 09.08.2018

Geretsried – Zweite Mannschaften führen meist ein unberechenbares Eigenleben: Man weiß nicht recht, was drinsteckt – vor allem, wenn sie den Unterbau höherklassiger Klubs bilden. Stephan Leitner hatte mit diesem Phänomen bisher nur aus der Perspektive des Gegners zu tun. Nun coacht der Ex-Trainer der DJK Waldram und des SV Eurasburg-Beuerberg zum ersten Mal selbst ein Reserveteam und muss erleben, dass die eigene Mannschaft oft eine Elf mit vielen Fragezeichen sein wird.
Zwar bekam der in den Vorjahren oft viel zu dünn besetzte Kader für die kommende Saison reichlich Zuwachs aus der eigenen U 19. Doch wegen etlicher urlaubs- und verletzungsbedingter Ausfälle sowohl in der Zweiten wie in der Ersten Mannschaft ist hinsichtlich Trainingsgestaltung und Aufstellungen Improvisation gefragt. Deshalb gibt sich Leitner, der mit dem Auftrag, die jungen Spieler an die Landesliga-Mannschaft heranzuführen und die Zweite Mannschaft zeitnah in die Kreisliga zu hieven, in Geretsried angetreten ist, mit Prognosen zurückhaltend. Die Vorbereitungspartien verliefen zwar mit fünf Siegen und einer Niederlage rein von den Ergebnissen her betrachtet einigermaßen zufriedenstellend. „Die ersten Spiele haben wir aus dem Vollen geschöpft, dann sind wir mit dem Kader an unsere Grenzen gestoßen. Dass das so heftig kommt, hätte ich nicht gedacht“, hadert Leitner mit den Personalproblemen.
Von einem eingespielten Team könne somit beileibe noch nicht die Rede sein. Deshalb richtet sich sein Augenmerk auf die ersten Punktspiele. „Man kann das ja nicht am Reißbrett planen, aber es sollte sich bald ein Kern herauskristallisieren.“ Das Niveau, um die gesteckten Ziele zu erreichen, sei zweifellos vorhanden. Ob es für ganz oben reicht, müsse sich im Laufe der Vorrunde zeigen, so Leitner wohlwissend, dass in der vorigen Saison der Aufstieg in der Hinrunde verspielt worden war.
Auch wenn sich der Coach angesichts der Unwägbarkeiten derzeit mit Platzierungen, die erst im nächsten Frühjahr Relevanz bekommen, nicht befassen mag, ist das Ziel klar gesteckt. „Wir wollen den Abstand zwischen Erster und Zweiter Mannschaft verringern“, sagt Leitner und ergänzt schmunzelnd: „Womit nicht gemeint ist, dass die Erste uns entgegenkommen soll.“

02.08.2018 – SV Baiernrain/Linden – TUS Geretsried 2:3

28.07.2018 – SV Eurasburg-Beuerberg – TUS Geretsried 7:3 (3:1)

Tore: Florian Schneider, Emrah Celebic, Robert Barbir

21.07.2018 – TUS Geretsried – TSV Schäftlarn 4:1 (3:1)

Tore: 2 x Lorent Januzi, Christoph Klein, Milan Miskei

14.07.2018 – WSV Unterammergau – TUS Geretsried 0:3 (0:2)

Tore: Jean Monty Mendama, Nikolay Garkov, Marco Walter

12.07.2018 – SV Bad Heilbrunn – TUS Geretsried 1:6 (1:2)

Bad Heilbrunn/Geretsried – „Vielleicht kam dieser Warnschuss gerade zur rechten Zeit“, meinte Hermann Forster angesichts der bösen 1:6 (1:2)-Pleite, die sich der SV Bad Heilbrunn am Donnerstagabend in einem Testspiel gegen den TuS Geretsried II abholte. Und HSV-Coach Walter Lang grummelte: „Das war eine richtige Klatsche. Vielleicht um ein, zwei Tore zu hoch, aber wir haben heute absolut verdient verloren.“
Auch wenn man zur Ehrenrettung der Hausherren sagen muss, dass da vermutlich nicht die Reserve des TuS auf dem Platz stand, sondern eine Mischung aus der Ersten und Zweiten Mannschaft mit einiger gerade der A-Jugend (Landesliga) entwachsenen Akteuren. „Auch wenn es das erste Match unserer Vorbereitungsphase war, so war das schon ganz ansehnlich“, grinste da TuS II-Coach Stephan Leitner verschmitzt.
Eröffnet hatte das Schützenfest Meriton Alasani (25.), der insgesamt dreifache Torschütze Jean Monty Mendama erhöhte (34.), ehe Maxi Specker noch vor der Pause der Anschlusstreffer (39.) gelang. Es war schon eine kuriose Slapstick-Einlage, die sich HSV-Keeper Christoph Hüttl leistete, welche letztlich zum dritten Geretsrieder Treffer durch erneut Mendama führte (47.). Da knurrte Lang nur noch: „Die ersten drei Treffer, die wir kassiert haben, waren eigentlich Eigentore.“
Doch das änderte wenig am eher schläfrigen Auftritt der Hausherren: Sie standen meist zu weit weg vom Gegenspieler, kamen immer einen Schritt zu spät und kaum zu konstruktivem Spielaufbau. So folgten noch die Treffer durch Christoph Klein (73.), Mendama (84.) und Emrah Celebic (88.). Schließlich erteilte Leitner seinem erst 17-jährigen Torhüter Simon Voß noch ein Sonderlob und Lang meinte anerkennend: „Wenn der TuS II mit diesem Team in der Kreisklasse antritt, schaffen sie einen glatten Durchmarsch.“
SV Bad Heilbrunn – TuS Geretsried II 1:6 (1:2)
Tore: 0:1 (25.) Alasani, 0:2 (34.) Mendama, 1:2 (39.) M. Specker, 1:3 (47.) Mendama, 1:4 (73.) Klein, 1:5 (84.) Mendama, 1:6 (88.) Celebic.
HSV: Hüttl – Forster, Fl. Schnitzlbaumer, Mertens, Fr. Schnitzlbaumer – M. Schnitzlbaumer, Pföderl, Keller, M. Specker – Schmöller, Klaar – Krinner, B. Specker, Gritzuhn, Haslinger.
TuS II: Voß – Walter, Sacher, Saibou, Januzi – Alasani, Podunavac, Klein, Sevkovic – Mendama, Garkov – Miskei, Celebic.