Spielberichte 1. Mannschaft 2019

20.03.2019 – MTV Berg – TUS Geretsried 1:2 (0:1)

Tore: Ziad Saibou, Ryosuke Kikuchi

Interview mit Arthur Kubica aus dem Geretsrieder Merkur vom 19.03.2019

Geretsried – Gerade erst in der Winterpause ist Arthur Kubica vom Bayernliga-Schlusslicht TuS Holzkirchen zum TuS Geretsried gewechselt. Mit dem Fußballspielen begonnen hat der gebürtige Münchner beim SV Neuperlach. In der E-Jugend folgte der Wechsel zum TSV 1860 München, später zur U19-Mannschaft der SpVgg Unterhaching. Erste Station im Seniorenbereich war dann der SV Pullach. Weiter ging es über den SV Heimstetten, FC Pipinsried und FC Unterföhring nach Holzkirchen. Für den Klub aus dem Nachbarlandkreis bestritt der 28-Jährige in dieser Spielzeit 16 Einsätze (zwei Tore). Nach dem jüngsten Geretsrieder 2:1-Heimerfolg gegen den SC Olching sprach unser Mitarbeiter Eduard Hien mit dem in München wohnenden Sportlehrer.

Herr Kubica, der zweite Sieg des TuS bei ihrem dritten Einsatz, wobei Sie wieder einer der Aktivposten waren. Eine Spielanalyse von Ihnen zur ersten Halbzeit?

Wir sind super ins Spiel gekommen, hatten zwei, drei große Chancen in der ersten Viertelstunde. Danach haben wir etwas den Zugriff verloren, dann aber doch noch das 1:0 kurz vor der Pause erzielt.

Wie beurteilen Sie das Match nach dem Wiederanpfiff?

Die zweite Halbzeit war hart umkämpft. Vor allem die spielerischen Elemente kamen nicht mehr so zur Geltung. Mit einem schönen Tor von Johannes Bahnmüller zum 2:0 haben wir uns belohnt. Beim Anschlusstreffer in der Nachspielzeit waren wir allerdings nicht konzentriert genug. Wichtig waren in jedem Fall die drei Punkte. Denn wir wollen aus dem Tabellenkeller raus und schielen immer mehr in Richtung gesichertes Mittelfeld.

Wenn man als Betroffener folgende Schlagzeile liest: „TuS Holzkirchen wirft drei Spieler raus. Weder Arthur Kubica noch die Brüder Tayfun und Attila Arkadas hatten je auch nur ansatzweise ihr volles Potenzial über längere Zeit abgerufen“ – tut einem so etwas in der Seele weh oder ist man da brüskiert?

Diese Darstellung ist eine Unwahrheit. Das Potenzial und die Bereitschaft bei der Mannschaft und bei mir waren da. Aber es herrschte während der Vorrunde viel Unruhe, weil sich die Vorstandschaft in viele Belange des Teams einmischte. und es außerdem einen Trainerwechsel gab. Bezüglich solcher Meldungen stehe ich aber über den Dingen. Denn ich weiß, was ich kann.

Wie kam dann der Wechsel nach Geretsried zustande?

Ich kenne Martin Grelics vom Studium her und habe ihm zu seiner Amtsübernahme beim TuS gratuliert. Nachdem ich dann in Holzkirchen ausgemustert wurde, haben wir zusammen telefoniert. Ich sagte ihm, dass ich einen neuen Verein suche und war vom Konzept in Geretsried gleich angetan. Ein bisschen Probleme gab es dann hinsichtlich der Ablösesumme. Denn die Vereinbarung über die Freigabe wurde von der Holzkirchner Vorstandschaft etwas anders als besprochen ausgelegt.

Sie haben sich in der Vorbereitung gut akklimatisiert und in den ersten drei Punktspielen nach der Winterpause mit trickreichem Spiel voll überzeugt. Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Ich will meine Stärken besonders in der Offensive einbringen. Den genauen Pass in die Schnittstelle spielen oder das finale Zuspiel liefern – diese Art und Weise liegt mir.

Ihre Meinung: Welches Potenzial steckt in der Mannschaft?

Ich glaube, die Kadermischung ist gut. Es sind viele junge und vor allem technisch starke Spieler dabei sowie erfahrene Akteure, die lange genug im Geschäft sind. So etwas tut der Mannschaft gut.

Welchen Tabellenplatz wird der TuS am Saisonende einnehmen?

Wenn wir weiter so erfolgreich spielen, werden wir mit Sicherheit im Mittelfeld landen. Ich denke, eine Platzierung zwischen Rang acht und zehn ist möglich. Jedenfalls werden wir nicht absteigen.

Der Fußball in der Landesliga erfordert einen großen Zeitaufwand. Bleibt Ihnen da noch Zeit für andere Hobbys?

Ich liebe den Bergsport allgemein, gehe gerne zum Skifahren oder zum Mountainbiken.

16.03.2019 – TUS Geretsried – SC Olching 2:1 (1:0)

Geretsried – Einen weiteren Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld haben die Landesliga-Fußballer des TuS Geretsried mit ihrem 2:1 (1:1)-Heimerfolg gegen den SC Olching gemacht. „Der Sieg war verdient. Man hat aber auch gesehen, dass wir uns noch stärker entwickeln und mehr Dominanz an den Tag legen müssen“, befand TuS-Coach Martin Grelics auf der Pressekonferenz.

Beide Teams mussten auf einige Akteure verzichten. So fehlten bei den Platzherren mit Michael Rauch, Lukas Kellner, Johann Latanskij und Meriton Alasani gleich vier Spieler, die noch gegen Türkspor Augsburg in der Startelf standen. Dafür waren von Beginn an Sebastian Rosina, Ludwig Buchmair, Ryosuke Kikuchi und Claudio Sevkovic dabei. Die Geretsrieder begannen recht ordentlich, haderten in der ersten Viertelstunde aber mit ihrer miserablen Chancenverwertung. Der Japaner Kikuchi setzte das Leder nur knapp neben den Pfosten (4.), Maximilian Baumgartner schoss von Arthur Kubica mustergültig bedient freistehend über die Latte (8.) und Sebastian Schrills köpfte nach Flanke von Buchmair über das Quergebälk (15.). „Wann belohnen wir uns endlich für diese Tormöglichkeiten?“, fragte sich Grelics kopfschüttelnd auf der Trainerbank. Seine Schützlinge ließen sich bis kurz vor der Pause Zeit, ehe die 1:0-Führung unter Dach und Fach war: Aus einem Gewühl im Strafraum brachte Taso Karpouzidis mit einem Schlenzer per Innenrist den Ball im Gehäuse unter. Die Gäste traten zuvor nur zweimal ernsthaft in Erscheinung. Roman Fuchs traf den Pfosten (21.), und Kapitän Ender Dag köpfte nach einer Ecke knapp neben das Tor.

Engagiert kämpfte der TuSnach der Pause weiter. Lohn der Bemühungen war das 2:0 durch Johannes Bahnmüller. Der 20-Jährige kam nach einem Pressschlag in Ballbesitz, düpierte einen Verteidiger und schob den Ball überlegen ins lange Eck (75.). Olching versuchte immer wieder Standardsituationen wie Eckbälle oder Freistöße zu erzwingen. So führte auch eine Ecke in der Nachspielzeit zum 1:2-Anschlusstreffer durch den eingewechselten Lois Frank.

„Geretsried hatte während der Partie die klareren Chancen und ist besser in die zweiten Bälle reingekommen. Das war in rund 80 Prozent aller Situationen der Fall und heute auch der Schlüssel zum Erfolg. Außerdem haben wir die Zweikämpfe nicht so wie gewohnt angenommen“, bemängelte SCO-Coach Dario Casiola, der zum Saisonende beim Tabellendritten seine Arbeit beendet.

TuS Geretsried – SC Olching 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 (41.) T. Karpouzidis, 2:0 (75.) Bahnmüller, 2:1 (90.+3) Frank. – Schiedsrichter: Florian Garr (SV Wendelskirchen). – Gelbe Karten: Kubica, Baumgartner, T. Karpouzidis (alle TuS), Kopyciok, Fuchs, Riepen, Frank (alle SCO). – Zuschauer: 130.

TuS Geretsried: Fritz – Rosina, Ch. Herberth, Sevkovic, Buchmair, Kubica, Bahnmüller (77. Saibou), T. Karpouzidis (84. Alasani), Baumgartner, Schrills, Kikuchi (62. Doqaj).

Vorbericht

Geretsried – Nach den Heimspielen gegen den Tabellensechsten Memmingen (3:1) und Spitzenreiter Türkspor Augsburg (1:4) wartet auf die Fußballer des TuS Geretsried an diesem Samstag erneut eine kniffelige Hausaufgabe: Um 15 Uhr ist der Landesliga-Dritte SC Olching auf dem Kunstrasenplatz im Isarau-Stadion zu Gast. Martin Grelics erwartet jedoch eher eine ausgeglichene Partie. „Olching hat einen gewissen Druck, muss gewinnen, um die Chancen für die ersten beiden Plätze zu wahren“, sagt der Geretsrieder Trainer und ergänzt: „Aber auch wir möchten punkten, weil wir über dem Relegationsstrich stehen wollen und dieses Vorhaben vorerst oberste Priorität genießt.“
Nachdem die Gäste kurz nach dem Saisonstart einen kleinen Durchhänger hatten, überzeugte die Truppe von Dario Casola ab dem siebten Spieltag bis zur Winterpause mit einer unglaublichen Konstanz. Und auch nach der Wiederaufnahme der Punktrunde ließen die Amperstädter in den ersten beiden Partien nichts anbrennen. Mit 2:1 siegten sie bei Aufsteiger Garmisch-Partenkirchen und feierten gegen Kaufbeuren zuletzt einen 2:1-Erfolg. Mit dabei waren die beiden Neuzugänge Ritvan Maloku vom TSV Oberalting-Seefeld und David Riepen vom TSV Grünwald. Sie sollen die Lücken von Mikolaj Simon (zurück in die USA) und Urgestein Martin Held schließen, der sich zum Jahreswechsel dem SV Sulzemoos angeschlossen hat.
Beim TuS gibt es einige Fragezeichen. So muss A-Lizenz–Inhaber Grelics nach den bekannten Absagen von Srdjan Ivkovic (Innenbandteilanriss im Knie) und Benjamin Fister (Muskelverletzung) mit Lucas Häusler (krank) sowie den verletzten Michael Rauch und Johann Latanskij vermutlich auf weitere Kräfte verzichten. „Solche Ausfälle sind natürlich keine schönen Nachrichten. Denn da fällt einfach eine gewisse Qualität weg“, stellt der 32-Jährige fest. Er vertraut dennoch auf das Selbstvertrauen, das sich seine Schützlinge wieder aufgebaut haben: „Wir haben einen großen Kader und einen sichtbaren Konkurrenzkampf im Training, wo sich jeder anbieten kann.“ Wie die vakanten Positionen besetzt werden, ließ der Trainer noch offen: „Es gibt da ein paar Varianten, die ich gedanklich durchspiele.“
Ausgeglichen ist bislang die Bilanz beider Klubs. In elf Aufeinandertreffen – davon allein zehn in der Bezirksliga Süd – gab es jeweils fünf Siege und Niederlagen sowie ein Remis. In der Vorrunde verlor der TuS mit 0:3 bei den Kickern aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.

TuS Geretsried: Fritz – T. Karpouzidis, Ch. Herberth, Buchmair, Rosina, Alasani, L. Kellner, Kubica, Baumgartner, Schrills, Bahnmüller, Mendama, N. Karpouzidis, Doqaj, Kikuchi, Sevkovic, Saibou, Voß.
Schiedsrichter: Florian Garr (SV Wendelskirchen).

09.03.2019 – TUS Geretsried – SV Türkspor Augsburg 1:4 (1:1)

Geretsried – Das Ergebnis war am Ende deutlich. Mit 1:4 (1:1) unterlagen die Fußballer des TuS Geretsried Türkspor Augsburg, bleiben aber weiter über dem Relegationsstrich in der Landesliga-Tabelle. Dass die Hausherren dem ältesten in Bayern bestehenden türkischen Fußballverein fast eine Stunde lang Kopfschmerzen bereiteten, gab Manfred Bender offen zu. „Die Begegnung war enger, als es das Ergebnis aussagt“, so der ehemalige Bundesliga-Profi und Türkspor-Coach. „Es war ein Kampfspiel, und wir haben gut dagegen gehalten. Mit unserer Qualität haben wir in der zweiten Halbzeit die Partie entschieden.“

Trotz der ungemütlichen Windverhältnisse ging der TuS mit 1:0 (9.) in Führung. Meriton Alasani (19), der erstmals in der Startelf stand, bediente Arthur Kubica. Der Ex-Holzkirchner – wiederum ein absoluter Aktivposten – ließ bei seinem Dribbling im Strafraum zwei Gegenspieler aussteigen und schob das Leder überlegen ins lange Eck. In der 28. Minute setzte sich dann Borna Katanic auf der linken Seite durch und besorgte – ebenfalls ins lange Eck – den 1:1-Ausgleich für die Augsburger.

Gleich zwei verletzungsbedingte Wechsel gab es zur Pause bei den Platzherren. Michael Rauch und Lukas Kellner waren angeschlagen und von Sebastian Rosina und Johannes Bahnmüller ersetzt. Mit einem Doppelschlag schockte das mit vielen bayern- und regionalligaerfahrenen Akteuren gespickte Gästeteam dann den TuS. Zunächst markierte Fatih Baydemir mit seinem 20. Saisontreffer auf Vorlage des kurz zuvor eingewechselten Hakan Kocakahya die 2:1-Führung (57.). Yildirim Dönmez ließ kurz darauf Augsburgs dritten Treffer folgen. Danach hatten die Geretsrieder mehr als eine Handvoll Chancen, um das Ergebnis zu korrigieren. Aber Maximilian Baumgartner, der Mazedonier Alasani, Spielführer Christoph Herberth, Johann Latanskij, Johannes Bahnmüller und Kubica trafen neben das Tor, ans Außennetz oder scheiterten an Türkspors gutem Schlussmann und Kapitän Stefan Brunner.

„Was müssen wir noch alles probieren, um den Anschluss herzustellen?“, klagte Martin Grelics angesichts der Flut von verpassten Gelegenheiten. Der TuS-Trainer sah dann noch den vierten Treffer des neuen Tabellenführers: Nach einer Flanke fälschte Lucas Häusler den Ball ab, und das Spielgerät sprang von Kocakahyas Schienbein direkt über die Torlinie (84.). „Es war ein offenes Spiel, und das Ergebnis hätte in beide Richtungen ausfallen können“, befand Grelics. „Türkspor war aber einfach effektiver und eiskalter bei der Chancenverwertung. Das war der große Unterschied, denn spielerisch waren wir sicherlich nicht schlechter.“

TuS Geretsried – Türkspor Augsb. 1:4 (1:1)

Tor: 1:0 (9.) Kubicka, 1:1 (28.) Katanic, 1:2 (57.) Baydemir, 1:3 (59.) Dönmez, 1:4 (84.) Kocakahya. – Schiedsrichter: Pfister (Oberbergkirchen). – Gelbe Karten: L. Kellner, Alasani, Häusler, T. Karpouzidis (alle TuS), Baydemir, Heikenwälder, Katanic, Wurm (alle Türk). – Zuschauer: 150. – TuS: Fritz – T. Karpouzidis, Ch. Herberth, Häusler, Rauch (46. Rosina), Alasani, L. Kellner (46. Bahnmüller), Kubica, Baumgartner, Latanskij (72. Kikuchi), Schrills.

Vorbericht

Geretsried – Ein gewaltiger Prüfstein wartet an diesem Samstag auf den TuS Geretsried. Zu Gast auf dem engen Kunstrasenplatz (Beginn 15 Uhr) ist mit Türkspor Augsburg der Tabellenzweite, ausgestattet mit der besten Auswärtsbilanz. Lediglich die Partie beim Aufsteiger VfR Neuburg ging für die 1972 gegründete und überwiegend türkischstämmige Mannschaft mit 0:2 verloren. „Türkspor ist ein Gegner, der für uns zur richtigen Zeit kommt. Das Team hat eine hohe, individuelle Qualität“, berichtet TuS-Trainer Martin Grelics. „Wir haben Respekt, aber keine Angst, weil wir auf unsere Stärken vertrauen.“ Immerhin waren die TuS-Kicker in der Vorrunde noch unter der Regie von Florian Beham in der Haunstettener Fußballarena mit 2:1 erfolgreich.
Allerdings verfügt Türkspor Augsburg über zahlreiche Akteure wie Emre Kurt und Patrick Wurm (beide FC Augsburg II), Tobias Heikenwälder und Dominic Robinson (beide FC Memmingen) oder Emre Arik (FC Pipinsried), die bereits in der Regionalliga spielten. Äußerst erfahren ist auch Moustapha Salifou. Der Togolese spielte für Rot-Weiß Oberhausen in der 2. Bundesliga und stand bei Aston Villa unter Vertrag. Allerdings kam der Mittelfeldakteuer zu keinem Einsatz in der Premier League.
Absolutes Aushängeschild ist Fatih Baydemir mit 19 Saisontreffern. Nach der Ausbildung in Ingolstadt folgten Engagements beim Berliner AK, Unterhaching und Unterföhring; 2012 wechselte der Stürmer in die Türkei nach Manisaspor. Von Payasspor ging es zu Saisonbeginn für den 29-Jährigen nach Augsburg. Auch bei der Trainerbesetzung sorgte Türkspor für Schlagzeilen. Nachdem Erfolgscoach Serdar Dayat – er blieb in 15 Spielen bis zur Winterpause ohne Niederlage – ein lukratives Angebot als hauptamtlicher Jugendkoordinator beim Istanbuler Traditionsklub Fenerbahce Instanbul erhielt, wechselte der 49-Jährige im Januar mit der UEFA-Pro-Lizenz ausgestattet an den Bosporus. Nachfolger wurde Manfred Bender, der nach nur dreimonatiger Amtszeit Anfang Dezember beim FC Pipinsried entlassen wurde. Der ehemalige Bundesligaprofi (FC Bayern München, Karlsruher SC, TSV 1860 München) hat zunächst einen bis Saisonende befristeten Vertrag unterschrieben. „Gut möglich, dass die Mannschaft unter dem neuen Coach etwas anders spielt und sich vielleicht erst finden muss. Aufgrund unseres Erfolgs gegen Memmingen habe ich ein gutes Gefühl. Ziel ist es, mit noch mehr Mut in die Partie zu gehen. Dazu gehört eine gewisse Form, um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen um letztlich etwas Zählbares zu erreichen“, zeigt sich Grelics optimistisch. Bis auf Ludwig Buchmair und die beiden verletzten Srdjan Ivkovic (Innenbandteilanriss im Knie) und Benjamin Fister (Muskelprobleme) ist der Geretsrieder Kader komplett.

TuS Geretsried
Fritz – T. Karpouzidis, Ch. Herberth, L. Kellner, Rauch, Häusler, Baumgartner, Kubica, Schrills, Bahnmüller, Latanskij, Mendama, N. Karpouzidis, Alasani, Doqaj, Rosina, Kikuchi, Sevkovic, Voß. – Schiedsrichter: Vinzenz Pfister (SV 66 Oberbergkirchen).

02.03.2019 – TUS Geretsried – FC Memmingen II  3:1 (1:1)

Geretsried – Nach fast fünfeinhalb Monaten und einer Serie von neun sieglosen Spielen sind die Fußballer des TuS Geretsried am Samstag erstmals wieder auf der Gewinnerseite gestanden: Im ersten Match nach der Winterpause besiegte der Landesligist den FC Memmingen II am Ende völlig verdient mit 3:1 (1:1) und hat damit die Relegationszone der Tabelle verlassen.

Die Gäste, die ohne Verstärkungen aus ihrem Regionalligakader angereist waren, gingen nach 24 Minuten durch Torjäger Marco Nickel nach schneller Kombination über Luca Sirch und Roland Wohnlich in Führung. „Da sind wir ins Risiko gegangen und haben keinen Zugriff mehr gefunden. Das war definitiv nicht die richtige Entscheidung, aber so etwas passiert einfach“, räumte Martin Grelics ein. Wenig später durfte sich der Geretsrieder Trainer über den Ausgleich von Lukas Kellner freuen, der mit einem sehr gezielten Schuss aus 25 Metern – fast als Lupfer getarnt – FCM-Torsteher Marco Zettler überwand.

Während der Tabellensechste nach der Pause sehr zurückhaltend zu Werke ging, kamen die Gastgeber auf dem engen Kunstrasenareal immer besser in Schwung. Zunächst war es der zur Halbzeit für Ryosuke Kikuchi eingewechselte Maximilian Baumgartner, der die 2:1-Führung (69.) besorgte. Noch in der eigenen Hälfte startete der Ex-Raistinger auf der rechten Außenposition, steuerte Richtung Strafraumgrenze und ließ mit einem gezielten Schuss ins lange Eck Memmingens Schlussmann keine Chance. „Eine perfekte Kontersituation“, lobte Grelics den 23-Jährigen. Rund zehn Minuten später landete eine scharfe Vorlage Baumgartners von rechts bei dem im Strafraum lauernden Sebastian Schrills, der mit der Fußspitze das Leder über die Linie beförderte. Zwar hatten die Allgäuer in der Schlussphase noch zwei Chancen durch David Remiger und Sören Paul. Aber Geretsrieds Torhüter Kai Fritz ließ mit starken Paraden nichts mehr anbrennen.

„Wir haben einfach vergessen, Fußball zu spielen und uns die Hektik der Partie aufzwängen zu lassen“, nörgelte FCM-Coach Candy Decker nach dem Schlusspfiff. Umso glücklicher war TuS-Trainer Martin Grelics: „Dieser Sieg ist wichtig für das Selbstvertrauen. Wir sind mutig in die Partie gestartet und nach dem 0:1-Rückstand zurückgekommen. Egal, in welcher Situation wir waren – die Mannschaft hat an sich geglaubt und immer vor Augen gehabt, dass sie mit nur einem Punkt nicht zufrieden gewesen wäre.“

TuS Geretsried –  FC Memmingen II 3:1 (1:1)

Tore: 0:1 (24.) Nickel, 1:1 (28.) L. Kellner, 2:1 (69.) Baumgartner, 3:1 80.) Schrills.

Schiedsrichter: Florian Wildegger (FSV Wehringen). – Gelbe Karten: L. Kellner, Kubica, Schrills, Rauch (alle TuS), L. Sirch, Kotter (beide FCM). – Zuschauer: 150.

TuS Geretsried: Fritz – T. Karpouzidis, Ch. Herberth, Fister (77. Häusler), Rauch, Kikuchi (46. Baumgartner), L. Kellner, Kubica, Bahnmüller (71. Mendama), Latanskij, Schrills.

Vorbericht

Geretsried – Nach über drei Monaten Winterpause starten die Geretsrieder Fußballer an diesem Samstag wieder in die Punktrunde der Landesliga Südwest. Um 15 Uhr ist der FC Memmingen im Isarau-Stadion zu Gast, und der neue TuS-Coach Martin Grelics zeigt sich optimistisch: „Nach unseren letzten beiden Testspielen brauchen wir uns nicht verstecken. Die Einstellung ist gut. Zudem haben wir uns das nötige Selbstvertrauen erarbeitet und den Willen, einen Dreier zu holen.“
Dabei bekommt es der Tabellen-16. mit einem Gegner zu tun, der sich nach Rang drei im Abschlussklassement der vergangenen Spielzeit auch heuer im oberen Drittel auf Platz sechs behauptet. Zudem stellt die Truppe von Candy Decker das drittbeste Auswärtsteam und hat nur in Landsberg (0:5) und Olching (2:4) verloren. Mit André Braun vom Ligakonkurrenten FV Illertissen II wurde der Memminger Kader verstärkt; dafür muss Sören Paul eine Sperre absitzen. Was den Gästen möglicherweise in die Karten spielt, ist die Tatsache, dass das Regionalligateam erst am Montag im Einsatz ist. Gut möglich, dass die eine oder andere Unterstützung aus der 1. Mannschaft mit von der Partie ist. „Man weiß das, und da muss man immer erst einmal abwarten. Ich glaube nicht, dass der Trainer sein Team extrem durcheinanderwirbeln wird“, vermutet Grelics. Ebenso wie beim TuS (6:1 gegen VfB Hallbergmoos) ist auch dem schwäbischen Landesliga-Verein die Generalprobe gelungen: Zum Abschluss der sechs Spiele umfassenden Vorbereitung gab es ein 1:1-Unentschieden gegen Bayernligist TSV Kottern. Weil im Geretsrieder Aufgebot lediglich Srdjan Ivkovic (Bänderteilanriss im Knie) verletzungsbedingt fehlt, hat der Trainer angesichts eines 18-köpfigen Aufgebots alle Optionen.
Dass es endlich wieder los geht, freut auch Christoph Herberth. „Durch den Trainerwechsel wird jetzt ein neues Kapitel aufgeschlagen“, sagt der TuS-Kapitän. „Wir sind jedenfalls gut vorbereitet, wollen uns weiterentwickeln und müssen jetzt unseren Spiel durchziehen – egal, wer kommt.“

TuS Geretsried: Fritz – Ch. Herberth, Häusler, Kikuchi, Fister, Schrills, Baumgartner, Latanskij, Mendama, L. Kellner, Bahnmüller, Kubica, Buchmair, Rauch, T. Karpouzidis, N. Karpouzidis, Alasani, Doqaj. Schiedsrichter: Florian Wildegger (FSV Wehringen).

23.02.2019 – TUS Geretsried – VFB Halbergmoos 6:1 (3:1)

Geretsried – Für das letzte Vorbereitungsspiel konnte es für die Geretsrieder Landesliga-Fußballer nicht besser laufen: Am Samstag besiegte der TuS den VfB Hallbergmoos mit 6:1 (3:1) und ist damit für das erste Punktspiel am kommenden Samstag, 2. März, gegen den FC Memmingen II (15 Uhr, Isarau-Stadion) gut gerüstet. „Die Vorgabe und unser Ziel war, mutig zu spielen, gut mit dem Ball agieren und das Kombinationsspiel zu forcieren. Das haben wir trainiert und darauf waren wir fokussiert“, freute sich Trainer Martin Grelics.

Vor allem waren die Tore beim 2:1 durch Maximilian Baumgartner nach Vorlage von Ludwig Buchmair sowie der wuchtige Kopfballtreffer von Sebastian Schrills nach Flanke von Arthur Kubica sehenswert. Der 3:1-Pausenstand gegen den Tabellenneunten der Landesliga Südost war verdient. In Torlaune präsentierte sich inbesondere Schrills. Nach der Halbzeit sorgte der 23-jährige Stürmer mit seinen weiteren Treffern für das 4:1 und 5:1. Der eingewechselte Jean Monty Mendama setzte mit dem 6:1 in der 87. Minute den Schlusspunkt für den Kantersieg.

„Wir haben heute eine Lehrstunde erteilt bekommen. Vor allem die Zweikampfstärke von Geretsried hat mir imponiert. Uns steht jedenfalls noch einige Arbeit bevor“, meinte der neue VfB-Coach Gediminas Sugzda. Grelics zeigte sich zurückhaltend: „Ich kann sagen, dass das eine gute Leistung war. Mehr aber auch nicht.“ Der neue Geretsrieder Coach betonte, dass es „schon noch ein paar Baustellen gibt“, die es gilt, zu schließen. Trotzdem ist der 32-Jährige mit der Testspielbilanz und der Trainingsbeteiligung zufrieden. „Die Witterungsbedingungen waren zwar manchmal nicht optimal. Aber seit zwei Wochen können wir auf dem Platz richtig vernünftig arbeiten. Und personell kann ich ziemlich aus den Vollen schöpfen“, berichtet Grelics. Lediglich Srdjan Ivkovic wird erst in vier Wochen wieder zur Verfügung stehen: Der kroatische Torjäger laboriert an einem Innenband-Teilabriss im Knie.

Vorbericht

Geretsried – Mit einem Match gegen den VfB Hallbergmoos an diesem Samstag (14 Uhr, Isarau-Stadion) beenden die Fußballer des TuS Geretsried ihre Vorbereitungsphase. Bei den Gästen lief es bis zur Winterpause nicht gerade berauschend. Mit 34 Punkten rangiert der Klub im Mittelfeld der Landesliga Südost. Trainer Michael Schütz wurde nach seinem Rücktritt durch Interimscoach Anselm Küchle ersetzt; im Januar hat Gediminas Sugzda das Zepter übernommen. Der 50-jährige Litauer war zuletzt beim TuS Holzkirchen und kickte früher aktiv für den FC Carl Zeiss Jena (2. Bundesliga) und bei Lokomotive Moskau. Neben einigen Neuzugängen aus unterklassigen Vereinen baut man beim Klub aus dem Landkreis Freising insbesondere auf Neuerwerbung Philipp Betz: Der 28-jährige Mittelfeldakteur war für den oberfränkischen Landesligisten SV Friesen und zuvor für den Bayernligisten VfL Frohnlach im Einsatz und wurde beruflich nach Südbayern versetzt. Die Truppe um Torjäger Benjamin Held bestritt bislang sieben Vorbereitungsspiele und verlor zuletzt am Dienstag mit 1:3 beim Regionalligisten SV Heimstetten.
„Wir wollen mit einem guten Gefühl aus dem letzten Testspiel herausgehen. Deshalb sehe ich das Resultat schon ein wenig ergebnisorientiert“, meint TuS-Coach Martin Grelics, der sich am Donnerstag beim Training krankheitsbedingt von Christian Steeb vertreten ließ. „Wir sind jetzt in einer heißen Phase. Da kommt mit Hallbergmoos zum Abschluss ein absolut guter Gegner, gegen den ein positives Ergebnis zu erreichen das Ziel ist. Denn wir haben eine große Qualität im Kader und da wird es manchmal schwierig sein, den einen oder anderen Akteur zu streichen“, meint der neue Geretsrieder Co-Trainer. Verletzungsbedingt fehlen diesmal beim TuS Michael Rauch und Srdjan Ivkovic.

16.02.2019 – TUS Geretsried – TSV Wasserburg 0:0

Geretsried – Es war ein intensiver Fight, den sich die Fußballer des TuS Geretsried in ihrem vorletzten Testspiel vor der Wiederaufnahme der Punktrunde nach der Winterpause (3. März gegen Memmingen II) mit dem TSV 1880 Wasserburg lieferte. „Da war ordentlich Power drin“, stellte TuS-Coach Martin Grelics fest, der vor allem den verletzungsbedingten Ausfall von Torjäger Srdjan Ivkovic kurz vor der Pause beklagte. „Das hat nicht gut ausgesehen. Er hat einen mächtigen Schlag auf das Knie bekommen“, schilderte Grelics den Vorfall nahe der Mittellinie.

Der Aufsteiger und augenblickliche Tabellenführer der Landesliga Südost hatte nach 25. Minuten die Möglichkeit zur Führung, scheiterte jedoch mit einem Lattenschuss. Immer wenn die Innstädter die Gastgeber unter Druck setzten, versuchten diese, die Situation mit guten Kombinationen zu lösen. „Wir hatten in manchen Phasen mehr Ballbesitz, haben das aber nicht entscheidend erkannt und den Vorteil ausgespielt. Vor allem wenn wir gegen den Ball spielen, ist das oft noch sehr kräftezehrend“, bemerkte der 32-jährige Geretsrieder Trainer, der mit der Partie und vor allem dem „zu Null“ insgesamt sehr zufrieden war.

Zum Abschluss der Vorbereitungsphase gastiert am kommenden Samstag, 23. Februar, der VfB Hallbergmoos, Tabellenneunter der Landesliga Südost, auf dem Kunstrasenareal im Geretsrieder Isarau-Stadion.

12.02.2019 – TSV Grünwald – TUS Geretsried 2:6 (1:1)

Geretsried – In einem weiteren Vorbereitungsspiel haben die Geretsrieder Fußballer mit 6:2 (1:1) beim TSV Grünwald die Oberhand behalten. Auf dem Kunstrasen im Grünwalder Freizeitpark gingen die Hausherren durch Darko Dankic nach 22 Minuten in Führung. Sebastian Schrills gelang bis zur Pause der Ausgleich.

„In der zweiten Halbzeit haben wir unwahrscheinlich viele Räume bekommen, aber auch selbst zahlreiche Chancen kreiert“, befand TuS-Coach Martin Grelics angesichts der Treffer von Srdjan Ivkovic (52.), Maximilian Baumgartner (57.), Jean Monty Mendama (63./70.) und Benjamin Fister per Foulelfmeter in der 82. Minute. „Jedes Tor hat uns Selbstvertrauen gegeben“, freute sich Grelics, der von einem insgesamt „sehr ordentlichen Auftritt“ sprach.

Weiter getestet wird an diesem Samstag. Auf dem Kunstrasenareal im Isarau-Stadion ist um 14 Uhr der TSV 1880 Wasserburg, Tabellenführer der Landesliga Südwest, zu Gast. Die Innstädter gewannen unlängst mit 4:2 bei der SpVgg Unterhaching und wollen als Aufsteiger ihren Höhenflug weiter fortsetzen. Erklärtes Ziel ist über kurz oder lang die Bayernliga.

„Das wird für uns der stärkste Gegner in der Vorbereitung sein“, ist sich TuS-Coach Grelics sicher, der in diesem Match den Fokus bereits in Richtung Stammelf für den Punktspielauftakt gegen Memmingen richtet. Fehlen werden im Kader dieses Mal Johann Latanskij (Fußverletzung) sowie Niko (krank) und Taso Karpouzidis (Urlaub).

09.02.2019 – SE Freising – TUS Geretsried  4:2 (1:0)

Freising/Geretsried – Von einem „erkenntnisreichen Test“ sprach Martin Grelics nach der 2:4 (0:1)-Niederlage der Geretsrieder Fußballer bei der SE Freising. Der neue Trainer des TuS musste mit Kapitän Christoph Herberth, Torjäger Srdan Ivkovic und Neuzugang Arthur Kubica auf drei seiner wichtigsten Leistungsträger krankheits- und verletzungsbedingt verzichten. Vor allem im ersten Durchgang agierten die Hausherren überlegen und gingen nach elf Minuten durch Nureddin El Sayed in Führung.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Freising durch Miguel Fantl auf 2:0 (52.), doch nur zwei Minuten später gelang Maximilian Baumgartner der Anschlusstreffer. Didier Nguelefack stellte für den Tabellenzweiten der Landesliga Südost den alten Abstand wieder her (66.), ehe Taso Karpouzidis in der 78. Minute auf 2:3 verkürzte. Philip Urban machte dann für die Platzherren mit dem 4:2 (81.) alles klar. Grelics sah vor allem in der zweiten Halbzeit „etliche gute Chancen für uns“. Während er mit dem Defensivverhalten zufrieden war, gelte es nun, „das Spiel bei eigenem Ballbesitz zu verbessern“. Zu oft habe man zu hektisch agiert oder individuell falsche Entscheidungen getroffen. „Wir investieren und laufen viel, aber es ist insgesamt noch zu hektisch“, stellte der 32-Jährige fest. Aber bis zum Punktspielstart am 2. März daheim gegen Memmingen II „bleibt noch Zeit, uns zu entwickeln“.

Das nächste Vorbereitungsspiel bestreiten die Geretsrieder am Dienstag, 12. Februar, auf dem Kunstrasenplatz im Isarau-Stadion. „Falls uns nicht das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht“, so Grelics. Zu Gast ist dann um 19.30 Uhr der TSV Grünwald, momentan Tabellenvierte der parallelen Landesliga Südost.

07.02.2019 – TUS Geretsried – TSV Neuried 1:0 (0:0)

Geretsried – Am gestrigen Freitag war das Wetter endlich so, wie es sich Fußballtrainer während der Saisonvorbereitung eigentlich wünschen. „Endlich auf Grün trainieren“, freute sich Martin Grelics, meinte aber natürlich nicht Wiese, sondern Kunstrasen. Am Dienstag jedenfalls mussten seine Geretsrieder Fußballer den Test beim SV Aubing wegen des Schnees canceln. Dafür gab es dann am Donnerstag daheim gegen den Ost-Landesligisten SV Neuried einen 1:0 (1:0)-Sieg. „Das Spiel gegen den Ball war auf jeden Fall besser, und auch beim eigenen Spielaufbau gab es gute Ansätze“, berichtete der Coach. Vor allem in der zweiten Halbzeit habe man den Gegner gut im Griff gehabt; dem eingewechselten Doqaj Plator gelang dann nach 69 Minuten das Goldene Tor. Grelics wechselte wiederum fast die gesamte Mannschaft aus, „denn es geht mir immer noch darum, die Jungs fußballerisch kennen zu lernen“. Erste Erkenntnis des 32-Jährigen: „Ganz viele Spieler sind auf einem ähnlichen, guten Niveau.“ Zweite Beobachtung des hauptberuflichen Lehrers: „Ich möchte die Spieler dazu bringen, auch außerhalb des Platzes noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Dann klappt das auch auf dem Feld.“
Für das nächste Testmatch an diesem Samstag um 14 Uhr beim SE Freising wird der Trainer den Kader etwas verkleinern. „Das liegt aber vor allem daran, dass auch unsere zweite Mannschaft ab sofort im Einsatz ist“, erklärt Grelics. Er selbst hält wenig davon, eine strikte Grenze zwischen Landesliga- und Kreisklassen-Kader zu ziehen: „Bei mir gilt das Leistungsprinzip, zumal ja beide Mannschaften gemeinsam trainieren.“ Beim Tabellenzweiten der Landesliga Ost („Unser stärkster Gegner in der Vorbereitung“) erwartet sich der TuS-Coach nicht nur ein engagiertes Auftreten seiner Elf, sondern auch ein gutes Resultat: „Das ist auch für die Mannschaft wichtig nach den Rückschlägen vor der Winterpause.“

02.02.2019 – SpVgg Unterhaching (A-Junioren) – TUS Geretsried 3:1 (1:1)

Gute Verbindungen zu seinem Ex-Klub TSV Schäftlarn waren Martin Grelics hilfreich, damit das geplante Vorbereitungsspiel der Geretsrieder Fußballer gegen die U19 der SpVgg Unterhaching am Samstag stattfinden konnte. „Auf dem Kunstrasenplatz im Isarau-Stadion war das Feld in einigen Ecken schon noch vereist“, berichtete der TuS-Trainer. Auf dem geräumten Areal in Schäftlarn ließ es sich jedoch gut spielen, wobei die Hachinger Bayernliga-Junioren einen 3:1 (1:1)-Sieg davon trugen.

In der ersten Halbzeit agierten beide Mannschaften mit viel Tempo, so dass sich auf beiden Seiten gute Torchancen ergaben. Ryosuke Kikuchi brachte Geretsried nach sechs Minuten in Führung, Fabio Meikis glich für die SpVgg zum 1:1 (38.) aus. In der Pause wechselte Grelics seine komplette Elf aus, um möglichst vielen Akteuren zu Spielpraxis zu verhelfen. „Da war dann ein wenig die Luft raus“, stellte der neue Coach des Landesliga-Sechzehnten fest. Er habe in der Folge noch ein paar Punkte entdeckt, wo die Stellschrauben angezogen werden müssen. „Wir haben zu oft die Ordnung verloren“, kritisierte der 32-Jährige, zumal die Unterhachinger durch Finn Jöhren (66.) und Florian Deletioglu (90.) mit zwei weiteren Treffern einen 3:1-Erfolg perfekt machten.

Im Großen und Ganzen sei er jedoch mit dem Auftritt seiner Schützlinge zufrieden gewesen, „zumal auch einige Jungs dabei waren, die bislang nur in der Zweiten Mannschaft und noch nie in der Landesliga gespielt haben“. Für diese Woche hat Grelics gleich zwei weitere Vorbereitungspartien vereinbart. „Wir müssen so schnell wie möglich in den Wettkampfmodus kommen“, betonte der Coach, dessen Team am 2. März gegen den FC Memmingen II in die Landesliga-Rückrunde startet. Hier hat der TuS als 16. momentan zwei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer.

Am Dienstag, 5. Februar, treten die Geretsrieder um 19.30 Uhr zuerst beim Bezirksliga Süd-Verein SV Aubing an. Und am Donnerstag, 7. Februar, ist dann um 19.45 Uhr der Ost-Landesligist TSV Neuried zu Gast im Isarau-Stadion. Dessen Kunstrasenplatz bis dahin hoffentlich von Schnee und Eis befreit werden kann.

30.01.2019 – TSV Eintracht Karlsfeld – TUS Geretsried 0:3 (0:1)

Martin Grelics Der neue TuS-Trainer startete mit einem 3:0-Sieg.

Geretsried – Einen gelungenen Einstand feierte Martin Grelics bei den Fußballern des TuS Geretsried: Der Trainer gewann mit seiner neuen Mannschaft das erste Vorbereitungsspiel beim Landesliga-Ost-Vertreter TSV Eintracht Karlsfeld mit 3:0 (1:0). „Es war einfach gut, dass ich die Jungs mal spielen gesehen habe“, so der 32-Jährige, der zuletzt im Nachwuchsbereich der SpVgg Unterhaching und zuvor beim TSV Schäftlarn tätig war.
Seit dem 19. Januar trainieren die Geretsrieder – anfangs in der Halle, jetzt auch auf dem Kunstrasenplatz im Isarau-Stadion. „Wir harmonieren ganz gut miteinander“, so der Eindruck von Grelics nach den ersten Wochen, in denen sein Augenmerk darauf lag, „die Grundlagen zu erarbeiten“. Das zahlte sich auch im ersten Test aus. Der TuS hatte mehr Spielanteile und führte zur Pause durch einen Treffer von Maximilian Baumgartner mit 1:0 (42.). In der Halbzeit und danach wechselte der Coach fast die komplette Mannschaft aus. „Wir haben so einen großen Kader, da ist es wichtig, dass wir einen gesunden Konkurrenzkampf haben“, betonte Grelics. Seine Einschätzung: „Da sind etliche gute Jungs dabei, die ihre Chance bei mir bekommen werden.“ Zu diesen zählt offenbar auch Simon Voß. Der A-Jugend-Torhüter ist anstelle von Sebastian Untch (Auslandsaufenthalt) ab sofort Back-Up von Kai Fritz. In Karlsfeld hielt der junge Goalie jedenfalls auch im zweiten Durchgang seinen Kasten sauber. Und seine Vorderleute Patriot Lajqi (59.) und Sebastian Schrills (83.) sorgten mit ihren Toren für den verdienten 3:0-Endstand. Das Fazit des Übungsleiters: „Wir haben in der Defensive gut gegen den Ball gearbeitet. Aber die Chancenverwertung lässt sich noch verbessern.“
Zum Beispiel gleich im nächsten Vorbereitungsmatch, zu dem der TuS an diesem Samstag die U 19 der SpVgg Unterhaching empfängt (15 Uhr, Isarau-Stadion). Allzu große Erwartungen hat Grelics nicht: „Wir befinden uns immer noch in der Abtastphase.“ Gegen die Unterhachinger – momentan Tabellenzweiter in der A-Jugend-Bayernliga hinter Fürth – sollen beim abstiegsbedrohten Landesligisten wieder möglichst viele Akteure zum Einsatz kommen. „Ich werde nochmal viel durchwechseln“, betont der Trainer, der voraussichtlich auch auf Neuzugang Arthur Kubica vom Bayernligisten TuS Holzkirchen (wir berichteten) zurückgreifen kann. Die Resultate in den Vorbereitungsmatches seien ihm nicht wirklich wichtig – „aber nur zum Teil“.

Geretsried – Der TuS Geretsried hat sich für den Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga verstärkt. Wie Trainer Martin Grelics auf Anfrage mitteilte, kann er ab sofort mit Arthur Kubica auf der Sechserposition planen. „Das ist genau die Verstärkung, die wir fürs zentrale Mittelfeld benötigen“, sagt der neue TuS-Coach. Der 28-jährige Neuzugang, der beim TV Planegg-Krailling, dem TSV 1860 München und im U19-Bundesliga-Team der SpVgg Unterhaching ausgebildet worden ist, spielte von 2011 bis 2016 für den FC Pipinsried in der Landes- und Bayernliga. Nach zwei Jahren beim FC Unterföhring (Bayern- und Regionalliga) wechselte er im vergangenen Sommer zum TuS Holzkirchen. Für das Bayernliga-Schlusslicht absolvierte Kubica bis zur Winterpause insgesamt 16 Punktspiele (zwei Tore, eine Vorlage, drei gelbe Karten).

Weitere Verpflichtungen haben die Geretsrieder nicht mehr vorgesehen. „Das soll es dann auch mit den Personalien gewesen sein, der Kader ist groß genug“, so die Einschätzung von Grelics.

Bericht zum Vorbereitungsstart aus dem Geretsrieder Merkur

Geretsried – Nach dem 13. Spieltag kam der große Absturz. Gegen den FC Garmisch feierten die Fußballer des TuS Geretsried noch einen 2:0-Erfolg, dann folgten bis zur Winterpause sechs Niederlagen und zwei Unentschieden. Tiefpunkt der Landesliga-Herbstrunde war die 0:3-Pleite ausgerechnet im Derby beim BCF Wolfratshausen, in deren Folge der Verein und sein langjähriger Trainer Florian Beham getrennte Wege gingen. „Es ist in unserer jetzigen Situation ganz wichtig, dass jemand neue Ideen reinbringt“, sagte TuS-Abteilungsleiter Ibro Filan über Martin Grelics, den der Tabellen-16. mit Beginn der Winterpause als neuen Coach verpflichtet hatte. Der 32-Jährige war bis August beim TSV Schäftlarn und anschließend im Nachwuchs der SpVgg Unterhaching tätig gewesen.

Seit dem 19. Januar trainieren die Landesliga-Kicker wieder. „Los ging’s mit zwei Athletik-Einheiten in der Halle, damit die Jungs wieder fit werden“, berichtet Filan. Beschwerlich gestaltet sich das Üben im Freien, „denn der Kunstrasenplatz im Isarau-Stadion konnte leider nicht ganz vom Schnee freigeräumt werden“. Mit von der Partie sind auch alle Akteure, die vor der Winterpause verletzungsbedingt gefehlt haben – Torhüter Kai Fritz und Defensivspezialist Lukas Kellner beispielsweise. Dafür fehlt neben einigen Kickern aus der TuS-Reserve auch Torhüter Nummer zwei, Sebastian Untch. „Die Jungs sind gemeinsam für einige Zeit im Ausland unterwegs“, erklärt der Spartenchef. Neue Gesichter sucht man bislang vergebens. Es könnte sich jedoch im Laufe dieser Woche etwas ergeben. „Wir sind an zwei Leuten dran“, gibt sich Filan zugeknöpft. Entlocken lässt sich der Fußballboss lediglich die Hinweise, dass es sich sowohl um Kandidaten aus höheren Ligen, als auch um Neuzugänge aus der Umgebung handeln würde.

Neu beim TuS ist dagegen Co-Trainer Christian Steeb, frühere Bezirksliga-Kicker des TSV Peiting. „Es war der Wunsch von Martin Grelics, ihn als Assistenten zu bekommen. Dem haben wir entsprochen“, sagt Filan. Er erwartet, „dass mit dem neuen Coach auch neuer Schwung ins Team kommt“. Dies sei im Training ganz klar zu beobachten, „und ich hoffe, dass das so bleibt“. Eine Zielsetzung für die Rückrunde im eigentlichen Sinn gibt es nicht. „Wichtig ist nur der Klassenerhalt – egal, ob als Achter, Zehnter oder Zwölfter“, betont der Abteilungsleiter.

Im Gegensatz zu den Vorjahren absolvieren die Geretsrieder diesmal kein Frühjahrs-Trainingslager. Dafür hat man fünf Vorbereitungsspiele vereinbart; los geht’s am morgigen Mittwoch, 30. Januar, um 19.30 Uhr beim SC Eintracht Karlsfeld. Ernst wird es dann in viereinhalb Wochen, und der Spielplan meint es gut mit dem TuS: In drei Heimspielen in Folge gegen den FC Memmingen II (2. März), Türkspor Augsburg (9. März) und den SC Olching (16. März) kann der Landesligist Boden in der Tabelle gut machen.

Testspiele des TuS

Eintracht Karlsfeld – TuS (Mittwoch, 30. Januar, 19.30 Uhr), SV Aubing – TuS (Dienstag, 5. Februar, 19.30 Uhr), SE Freising – TuS (Samstag, 9. Februar, 14 Uhr), TuS – TSV Grünwald (Dienstag, 12. Februar, 19.30 Uhr), TuS – TSV Wasserburg (Samstag, 16. Februar, 14 Uhr).