Spielberichte 1. Mannschaft

25.11.2017 – TUS Geretsried – FC Deisenhofen 0:1 (0:0)

TuS verliert nach guter erster Halbzeit gegen Deisenhofen mit 0:1 – Coach Beham zieht positive Winterbilanz

Geretsried – Mit einem Sieg wollten sich die Fußballer des TuS Geretsried in die Winterpause verabschieden. Daraus wurde nichts, denn gegen die besten Auswärtsmannschaft der Liga, den FC Deisenhofen, gab es eine 0:1 (0:0)-Niederlage. „Wir haben zwar mehr Punkte als im Vorjahr, aber auch so manchen Zähler leichtfertig liegen gelassen. In der Tabelle könnten wir ein paar Plätze höher stehen. Aber uns sind immer wieder wichtige Spieler über längere Zeit ausgefallen. Durch die ständigen Umstellungen hat dann einfach die Konstanz gefehlt“, so das Fazit von Florian Beham.

Von Beginn an merkte man den TuS-Kickern an, dass sie das peinliche 1:5 gegen Aiglsbach aus der Vorwoche wettmachen wollte. Bereits in der ersten Minute prüfte Johann Latanskij FCD-Torsteher Matthias Fichtner; auf der anderen Seite stoppte Innenverteidiger Marinus Poschenrieder als letzter Mann Marco Finster an der Strafraumgrenze. In der 35. Minute versuchte sich Benjamin Fister mit einem Gewaltschuss, den Fichtner aber unter Kontrolle brachte. Bis zur Pause hatten die Geretsrieder die Gäste gut im Griff. „Da kann ich meinen Spielern nichts vorwerfen. Bis dahin war es ein gutes Match. Wir hatten einige gute Konter, müssen diese nur besser zu Ende bringen“, befand Beham.

In Durchgang zwei verloren seine Schützlinge den Zugriff. Oftmals stand man zu weit vom Gegenspieler entfernt. Der FCD nutzte die Räume, zeigte sich kombinationssicher und stellte über seine Außenstürmer die TuS-Defensive immer wieder vor Probleme. Dem Führungstreffer der Gäste ging eine eigentlich geklärte Situation voraus. Tobias Rembeck nahm den Ball auf, marschierte los und zog mangels einer Anspielstation aus 20 Metern einfach ab. Über den Innenpfosten schlug der Ball dann hinter der Linie zum 0:1 (83.) ein.

„Wir haben ein paar Tugenden vermissen lassen, die wir in der ersten Halbzeit noch an den Tag gelegt hatten. Nach dem Wiederanpfiff bis zum Gegentreffer haben wir Lücken offenbart, waren in der Verteidigung immer wieder anfällig“, rekapitulierte Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher. Die wohl beste Ausgleichschance vergab Fabian Raic. Nach einer Flanke vom Michael Bachhuber sprang der Debütant aus der A-Jugend bei seinem ersten Ballkontakt nicht hoch genug, so dass sein Kopfball (87.) knapp über die Querstange strich.

Den möglichen zweiten Deisenhofener Treffer vergab kurz vor dem Abpfiff Miridon Rexhepi. Der eingewechselte Stürmer marschierte auf das Geretsrieder Tor zu, umkurvte einen Verteidiger und Schlussmann Gianluca Placentra, traf dann aber nur den Pfosten.

TuS Geretsried – FC Deisenhofen 0:1 (0:0).

Tor: 0:1 (83.) Rembeck. – Schiedsrichter: Thomas Huber (DJK Dornwang). – Gelbe Karten: Poschenrieder, Fister (beide TuS), Vodermeier, Neumann (beide FCD). – Zuschauer: 120.

TuS: Placentra – Buchner (87. Raic), L. Kellner, Poschenrieder, Kasperek, Fister (74. V. Krüger), Rauch, N. Karpouzidis (80. Rosina), Latanskij, Schrills, Mi. Bachhuber

Vorbericht

TuS Geretsried möchte sich mit Sieg gegen auswärtsstarke Deisenhofener in die Winterpause verabschieden

Geretsried – Bevor sich die Fußballer des TuS Geretsried in die verdiente Winterpause verabschieden, steht an diesem Samstag noch das Heimspiel gegen den FC Deisenhofen (14 Uhr) auf dem Programm. TuS-Trainer Florian Beham erwartet „ein Lokalderby mit viel Brisanz“, bei dem man noch einmal „voll motiviert die letzten Prozente bringen muss, um erfolgreich abzuschneiden“.

Deisenhofen hat als Fünfter und Tabellennachbar der heutigen Gastgeber ebenfalls 31 Punkte auf dem Konto. Wäre da nicht die eklatante Heimschwäche, hätte die Truppe von Peter Schmidt längst eine bessere Platzierung. Lediglich sieben Zähler verbuchte der FC in den Begegnungen vor eigener Kulisse. Auf des Gegners Platz lief es bedeutend besser: Satte 24 Punkte wurden eingefahren, und nur beim Aufsteiger TSV Neuried (1:2) gab es eine Niederlage. In dieser Statistik ist lediglich Türkgücü Ataspor München erfolgreicher.

Die interne Torjägerliste wird von Marco Finster mit zehn Treffern angeführt, gefolgt von Sebastian Lattermann (7), der zu Saisonbeginn vom TSV Neudrossenfeld (Landesliga Nordost) verpflichtet wurde. Seit 2005/06 standen sich beide Vereine insgesamt 13 Mal gegenüber – von der Kreis- über die Bezirks- und Bezirksoberliga bis zur Landesliga. Mit sieben Siegen, einem Remis und fünf Niederlagen spricht die Bilanz für die Beham-Truppe, die das Hinspiel mit 3:1 für sich entschied.

Einen bösen Ausrutscher leistete sich der TuS jedoch in der Vorwoche bei der 1:5-Heimschlappe gegen den Vorletzten Aiglsbach. „Es gibt solche Spiele, in denen einfach alles gegen einen läuft. Wir haben einen Haken darunter gesetzt und uns ordentlich auf das letzte Heimspiel des Jahres gegen Deisenhofen vorbereitet“, erklärt Florian Beham. Immerhin haben seine Schützlinge seit Ende Juni über 30 Spiele in den Knochen. Da ist bei manchem der Akku ziemlich leer, zumal man auch immer wieder Ausfälle verkraften musste.

Neu auf der Verletztenliste stehen Markus Baki (Kreuzbandanriss) und Johannes Bahnmüller, der mit mehreren Stichen am Ohr genäht wurde. Aus diesem Grunde wird erstmals A-Junior Fabian Raic nominiert. Ein weiterer Teamkollege aus der U 19 wird noch hinzukommen. „Da muss ich mich aber erst mit A-Jugend-Trainer Michael Rieger kurzschließen, welchen Akteur er noch entbehren kann“, sagt Beham.  gos

TuS Geretsried

Placentra – Buchner, L. Kellner, Poschenrieder, Kasperek, Rauch, Fister, Schrills, Mi. Bachhuber, N. Karpouzidis, Latanskij, V. Krüger, Rosina, Raic, S. Untch.

Schiedsrichter: Thomas Huber (DJK Dornwang).

 

18.11.2017 – TUS Geretsried – TV Aiglsbach 1:5 (0:2)

Pleite, Pech und Pannen – TuS blamiert sich beim 1:5 gegen abstiegsbedrohte Aiglsbacher

Geretsried – Es gibt Tage, da bleibt einem nichts erspart. Alles ist wie verhext, läuft gegen einen und man wäre am liebsten im Bett geblieben. So erging es den Fußballern des TuS Geretsried im Match gegen den TV Aiglsbach: Gegen den Aufsteiger setzte es eine blamable 1:5 (0:2)-Heimniederlage.

Bereits beim Aufwärmen verdrehte sich Markus Baki auf dem Kunstrasenplatz das Knie, wurde durch Niko Karpouzidis ersetzt. Nach drei Minuten musste Johannes Bahnmüller mit einem Riss am Ohr verletzt vom Feld und zur Halbzeit beendete der bereits an der Augenbraue lädierte Lech Kasperek mit einer Zerrung vorzeitig den Arbeitstag. Ins Gesamtbild des rabenschwarzen Nachmittags passten dann auch noch die Ampelkarte gegen Johann Latanskij und ein Eigentor von Marinus Poschenrieder. Der Innenverteidiger sprang in eine Gästeflanke und lenkte den Ball unglücklich ins eigene Gehäuse.

Zu allem Überfluss schienen sich die Geretsrieder die Tabellensituation der Gäste nicht so recht verinnerlicht zu haben. Was sollte schon in einem Heimspiel passieren, wenn der Tabellenvorletzte mit der schlechtesten Auswärtsbilanz der Liga aufkreuzt, der verzweifelt gegen den Abstieg kämpft? Aber genau das zeichnete die Truppe von Peter Gaydarov aus – Kratzen, Beißen, Gras fressen. Die Hallertauer hatten den Abstiegskampf angenommen, spielten oftmals über der Grenze des Vertretbaren. Immer wieder bekamen die TuS-Kicker von den voll motivierten Niederbayern etwas auf die Knochen, weil Referee Simon Konrad nicht frühzeitig die zahlreichen Fouls mit einer Verwarnung ahndete.

Überdies übersah der Unparteiische ein Abseits, das dem 0:2 vorausging. „Der Schiedsrichter hat alles laufen lassen. Das hat Aiglsbach erkannt und ausgenutzt. Wir dagegen haben uns eingeschissen“, echauffierte sich TuS-Trainer Florian Beham. Seine Schützlinge hatten auch offensichtlich noch nie etwas von einem gewissen Manfred Gröber gehört. Der 24-jährige Aiglsbacher Torjäger – einst in der U19 des FC Ingolstadt – war gleich dreimal erfolgreich, weil er sich mit seinen Kollegen beim Kombinieren blind verstand. Im entscheidenden Moment präsentierte sich der frühere Bayernliga-Stürmer als echter Knipser, weil er auch viel zu viele Freiheiten genießen durfte.

„Das war ein Tag zum Vergessen. Allerdings können wir das Ganze nicht so stehen lassen. Wir werden in dieser Woche hart trainieren, konzentriert arbeiten und hoffen, dass wir zum Abschluss gegen Deisenhofen mit einem Sieg in die Winterpause gehen können“, erklärte Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher. Aiglsbachs Trainer Gaydarov war überglücklich: „Es ist ein verdienter Sieg, durch den wir endlich Anschluss gefunden haben. Es ist Zeit geworden.“

TuS Geretsried – TV Aiglsbach 1:5 (0:2)

Tore: 0:1 (36.) Ehrenreich, 0:2/0:3 (45.+2 / 70.) M. Gröber, 0:4 (84.) Poschenrieder (Eigentor). 1:4 (88.) Poschenrieder, 1:5 (90.) M. Gröber.

Schiedsrichter: Simon Konrad (BC Adelzhausen). – Gelbe Karten: Latanskij (TuS), Greth, Kaltenecker, Müller, G. Gröber (alle SVA). – Gelb-rot: Latanskij (TuS/72. – Reklamieren und Foulspiel). – Zuschauer: 150.

TuS: S, Untch, Buchner (73. Celebic), L. Kellner, Poschenrieder, Kasperek (46. V. Krüger), Fister, Rauch, N. Karpouzidis, Bahnmüller (10. Latanskij), Schrills, Mi. Bachhuber.

Vorbericht

TuS Geretsried ist Favorit gegen Gäste aus Aigslbach

Geretsried – Gut erholt von ihrer Drei-Niederlagen-Serie zeigten sich zuletzt die Fußballer des TuS Geretsried. Mit Siegen über Hallbergmoos (4:3) und in Dachau (2:1) fuhr der Landesligist sechs Punkte gegen Konkurrenten aus dem oberen Tabellendrittel ein. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Die kleine Serie soll nun mit den Heimspielen an diesem Samstag gegen den TV Aiglsbach (14 Uhr, Isarau-Stadion) und eine Woche später gegen den FC Deisenhofen vor der Winterpause noch ausgebaut werden.

Von der Papierform her ist Geretsried klarer Favorit gegen die Kicker aus dem Landkreis Kehlheim. „Ich erwarte, dass wir auf dem Kunstrasen eine dominante Partie abliefern, zielstrebig ans Werk gehen und unseren Anspruch auf drei Punkte durchsetzen“, fordert TuS-Coach Florian Beham. Die Truppe von Peter Gaydarov liegt mit 16 Punkten auf einem Abstiegsplatz. Trotzdem zeigt sich der Aufsteiger optimistisch, zumal es in den jüngsten fünf Partien nur eine Niederlage (2:3 in Kastl) gab. Was die Tatsache nicht überdecken kann, dass der Meister der Bezirksliga Niederbayern West mit nur fünf Zählern über die schlechteste Auswärtsbilanz der Liga verfügt. Auch wenn man in Landshut (1:1), Deisenhofen (2:2) und Erlbach (3:1) punkten konnte.

„Wir werden Aiglsbach nicht unterschätzen. Das ist eine Mannschaft, die rein über das Kollektiv und den Kampfgeist kommt, darüber hinaus über einige gute Kicker verfügt“, berichtet Beham. Mit Manfred Gröber verfügt der TV über einen Top-Angreifer, der in 18 Spielen 16 Mal traf und somit über die Hälfte aller Treffer beisteuerte. Fehlen werden beim Tabellenvorletzten – das Hinspiel gewann der TuS mit 3:1 – Martin Ehrenreich (Kreuzbandriss) und Andreas Blattner (Bandscheibenvorfall).

Bei den Hausherren ist nach längerer Verletzungspause Johann Latanskij wieder dabei. „Er hat diese Woche gut trainiert. Aber dennoch wollen wir kein Risiko eingehen. Vielleicht ist ein Kurzeinsatz möglich“, sagt Co-Trainer Christian Sacher. Leicht angeschlagen ist Taso Karpouzidis. Sollte der junge Grieche ausfallen, würde Johannes Bahnmüller in die Startelf rücken.

TuS Geretsried

Placentra – Buchner, L. Kellner, Poschenrieder, Kasperek, Baki, Rauch, Fister, Schrills, Mi. Bachhuber, T. Karpouzidis (?), Bahnmüller, N. Karpouzidis, V. Krüger, Celebic, Latanskij, Knestel.

Schiedsrichter: Hendrik Hufnagel (SV Lenzfried).


11.11.2017 – ASV Dachau – TUS Geretsried 1:2 (0:1)

Dachau/Geretsried – Startet der TuS Geretsried vor der Winterpause noch eine kleine Serie? Gut möglich, denn nach drei Niederlagen in Folge hat der Landesligist in der Vorwoche mit dem Heimerfolg gegen Hallbergmoos den Grundstein gesetzt und am Samstag einen 2:1 (1:0)-Sieg beim ASV Dachau nachgelegt. Bis Ende des Monats folgen nun noch zwei Heimspiele gegen Aiglsbach und Deisenhofen, in denen die Elf von Florian Beham ihr Punktekonto noch ein wenig aufgestocken kann.

„Wir hatten uns viel vorgenommen, wollten den Gegner vor unserem Tor weghalten. Das ist uns gut gelungen, weil wir defensiv sehr stabil gestanden sind“, freute sich der TuS-Coach nach dem Auswärtssieg. Seine Truppe beendete die erste Halbzeit so, wie es optimaler nicht geht: Eine Flanke von Benedikt Buchner verwandelte der läuferisch wieder sehr starke Benjamin Fister eine Minute vor dem Pausenpfiff zur 1:0-Führung.

Auf dem Kunstrasenplatz waren die Bedingungen auch in Durchgang zwei nicht einfach. Ununterbrochener Regen sorgte dafür, dass das Spielgerät auf dem schwabbeligen Untergrund oftmals versprang und teilweise nur schwer unter Kontrolle zu bringen war. Nach einem weit geschlagenen Ball ins Zentrum klärte die Geretsrieder Abwehr zunächst, ehe David Dworsky TuS-Keeper Gianluca Placentra auf dem falschen Fuß erwischte und zum 1:1-Ausgleich abstaubte (55.). Placentra verhinderte in der Folge mit zwei starken Paraden einen möglichen Rückstand. Auf der anderen Seite vergab Markus Baki eine dicke Einschussmöglichkeit, als er nur den Pfosten traf (67.).

Die Geretsrieder setzten aber weiter Akzente, drangen immer wieder nach Ballgewinnen in den Dachauer Strafraum ein. Nach einer Flanke des eingewechselten Johannes Bahnmüller fiel das Leder vor die Füße von Lech Kasperek. Der 35-jährige Routinier fackelte nicht lange und zielte so genau aufs Tor, dass ASV-Torsteher Artem Bykanov keine Chance zur Abwehr hatte.

„Das war eine sehr gute Leistung trotz schwieriger Bodenverhältnisse“, befand TuS-Coach Beham, dessen Schützlinge zum jetzigen Zeitpunkt gegenüber den beiden Vorjahren noch nie so viele Punkte auf dem Konto hatten. Die Dachauer Elf von Frank Peuker kassierte dagegen bereits die dritte Niederlage in Folge.

ASV Dachau – TuS Geretsried 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 (44.) Fister, 1:1 (55.) Dworsky, 1:2 (88.) Kasperek.

Schiedsrichter: Matteo Heiß (FSV Inningen). – Gelb: L. Kellner, Baki (beide TuS), Kulic (ASV). – Zuschauer: 100.

TuS: Placentra – Buchner, L. Kellner, Poschenrieder, Kasperek, Fister (81. V. Krüger), Baki, Rauch, T. Karpouzidis (73. Bahmüller), Schrills (90. N. Karpouzidis), Mi. Bachhuber.

Vorbericht

TuS Geretsried möchte beim ASV Dachau seine durchwachsene Bilanz verbessern

Geretsried – Mit gemischten Gefühlen treten die Fußballer des TuS Geretsried an diesem Samstag zu ihrem letzten Auswärtsspiel vor der Winterpause beim ASV Dachau an: „Wir haben dort schon eine richtige Klatsche bekommen, andererseits in der vergangenen Saison in der 93. Minute den Sieg verschenkt“, erinnert sich Coach Florian Beham.

Die Truppe von Frank Peuker, der seit vier Spielzeiten im Amt ist, hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Nach den Plätzen elf und fünf verfehlte der ASV in der letzten Saison als Dritter nur knapp die Aufstiegsqualifikation zur Bayernliga. Heuer gehen die Kicker vom Dachauer Stadtwald – sie haben ihren Top-Torjäger der letzten beiden Spielzeiten, Philipp Schmidt (65 Spiele/40 Tore), an den Regionalligisten FC Unterföhring verloren – aber durch ein Wellental. Nach einem tollen Start mit 13 Punkten aus den ersten fünf Spielen folgten nur drei Zähler in vier Begegnungen. Acht Punkte wurden anschließend eingefahren, während die Bilanz wiederum mit nur drei Zählern aus den letzten vier Partien eher dürftig ist. Aus diesem Grunde fiel der ASV in der Tabelle auf Rang acht zurück, ist mit 27 Punkten und 40:30-Toren bei einem weniger ausgetragenen Match direkter Tabellennachbar des TuS.

„Dachau ist momentan nicht so konstant wie in den Vorjahren. Aber zu Hause ist die Mannschaft eine Macht. Da werden wir über 90 Minuten eine sehr, sehr konzentrierte Leistung abrufen müssen“, fordert Florian Beham. Nicht zuletzt möchte der Geretsrieder Trainer die Bilanz gegen den ASV mit nur einem Sieg, aber jeweils vier Unentschieden und Niederlagen verbessern.

Allerdings muss Beham wieder auf Leistungsträger wie Christoph Herberth und Johann Latanskij sowie auf Sebastian Rosina (alle verletzt), Moritz Fischer, Christian Lautenbacher, Mario Walker (Studium oder Meisterschule) und Emrah Celebic verzichten. Der Coach spricht aber der nominierten Elf sein Vertrauen aus: „Die jungen Spieler haben vieles kompensiert und zuletzt gegen Hallbergmoos bewiesen, dass sie auch gegen Spitzenteams bestehen können. Dennoch wollen wir vor der Winterpause möglichst schnell 30 Punkte zusammenbekommen. Dazu haben wir in den letzten Jahren bedeutend länger gebraucht.“

Sein Co-Trainer Christian Sacher stellt noch einmal klar, wie wichtig das 4:2 gegen Hallbergmoos war: „Die Revanche war nach der 1:5-Auftaktniederlage Gold wert, weil damit unsere Negativserie beendet wurde. Da müssen wir jetzt weitermachen, auch wenn es nicht einfach wird. Denn auswärts sind wir nicht unbedingt die stärkste Mannschaft.“

TuS Geretsried

Placentra – Buchner, L. Kellner, Poschenrieder, Kasperek, Baki, Rauch, N. Karpouzidis, Schrills, Mi. Bachhuber, T. Karpouzidis, Bahnmüller, Fister, V. Krüger, Knestel.

Schiedsrichter: Matteo Heiß (FSV Inningen). – Busabfahrt: 11.15 Uhr vom TuS-Vereinsheim.

04.11.2017 – TUS Geretsried – VfB Halbergmoos  4:3 (2:1)

TuS Geretsried schlägt Favorit Hallbergmoos beim 4:3-Heimsieg ein Schnippchen

Geretsried – Zum Start der Rückrunde hat der TuS Geretsried nach drei Niederlagen in Folge endlich wieder einmal einen überzeugenden Auftritt an den Tag gelegt: Der Landesligist gewann mit 4:3 (2:1) gegen den VfB Hallbergmoos, bei dem man zum Meisterschaftsstart noch mit 1:5 das Nachsehen hatte. „Das Ergebnis hört sich zwar knapp an. Aber es war letztendlich eine klare Geschichte für uns“, befand TuS-Trainer Florian Beham nach dem Schlusspfiff.

Die Hausherren waren von der ersten Minute an sehr präsent, erzwangen in der Anfangsphase gleich drei Eckbälle und ließen sich auch durch den 0:1-Rückstand (13.) von Egor Keller nach Eckball von Michael Kopp nicht aus dem Konzept bringen. Nach einer von Michael Rauch ausgeführten Ecke besorgte Marinus Poschenrieder mit einem wuchtigen Kopfball den 1:1-Ausgleich. Und die Geretsrieder ließen nicht nach, machten weiter Druck. Pech hatte Sebastian Schrills, dessen Treffer (36.) wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Dennoch gelang noch vor der Pause die 2:1-Führung, als Markus Baki in die Flugbahn eines von Taso Karpouzidis getretenen Freistoßes grätschte und den Ball unhaltbar für VfB-Torsteher Florian Preußer abfälschte.

Auch nach Wiederbeginn behielt der TuS das hohe Tempo bei. Die Gäste kamen nie entscheidend durch, weil sie stets vor dem Strafraum ausgebremst wurden. Nach einigen vergebenen Chancen wurde die Beham-Elf in der 72. Minute belohnt, als Schrills eine Vorlage von Michael Bachhuber verwertete. Der 21-Jährige hat nun ebenso neun Saisontore auf dem Konto wie sein verletzter Stürmerkollege Johann Latanskij. Geretsried bemühte sich weiter und wurde schließlich durch das 4:1 (79.) des eingewechselten Johannes Bahnmüller auf Zuspiel von Kapitän Bachhuber belohnt. Auch wenn Hallbergmoos in der Schlussphase durch Dennis Hammerl (88.) sowie in der Nachspielzeit durch Anselm Küchle noch zu zwei Treffern kam, gelang es dem Klub aus dem Landkreis Freising nicht mehr, die Partie noch zu kippen.

„Das war heute ein richtig gutes Fußballspiel mit viel Herz und Leidenschaft“, freute sich Florian Beham. „Wir hatten den größeren Willen, und haben uns die 4:1-Führung richtig erarbeitet.“ Christian Sacher lobte den unbändigen Einsatz der TuS-Fußballer. „Alle haben sowohl defensiv als auch offensiv hervorragend gearbeitet. Gepaart mit flottem Kombinationsspiel haben wir uns viele Chancen kreiert. Vor allem die jungen Spieler haben gezeigt, was sie können“, meinte der Geretsrieder Co-Trainer.

TuS Geretsried – VfB Hallbergmoos 4:3 (2:1)

Tore: 0:1 (12.) Keller, 1:1 (32.) Poschenrieder, 2:1 (39. Baki), 3:1 71.) Schrills, 4:1 (79.) Bahnmüller, 4:2 (88.) Hammerl, 4:3 (90.+3) Küchle.

Schiedsrichter: Benedikt Öllinger (SV Riedlhütte). – Gelbe Karten: Mi. Bachhuber, Rauch, Fister (alle TuS), Hammerl (VfB). – Zuschauer: 200.

TuS: Placentra – Buchner, L. Kellner, Poschenrieder, Fister (76. V. Krüger), Baki, Rauch, N. Karpouzidis, Schrills (81. Celebic), Mi. Bachhuber, T. Karpouzidis (65. Bahnmüller).

Vorbericht

Geretsried – Mit einem Heimspiel gegen den VfB Hallbergmoos gehen die Fußballer des TuS Geretsried an diesem Samstag in die Rückrunde der Landesliga Südost. Da man einer Überschneidung mit dem Match der B-Jugend aus dem Weg gehen wollte, wurde der Anpfiff kurzfristig um eine halbe Stunde auf 15.30 Uhr verlegt.

Ein richtiges Wellental durchschritten in dieser Saison die Gäste aus dem Münchner Norden. Vom Start weg holten sie zwölf Punkte aus den ersten fünf Partien und verwiesen zum Auftakt den TuS mit 5:1 in die Schranken. Dann folgte ein großer Durchhänger, denn aus sechs Begegnungen verbuchte der VfB nur zwei magere Zähler. Doch das Team von Trainer Mario Mutzbauer überwand die Krise, schob sich in der Tabelle bis auf Platz fünf nach vorne und ist vor eigener Kulisse ungeschlagen. Jedenfalls haben die Hallbergmooser Platz zwei, der zur Bayernliga-Relegation berechtigt, noch nicht aus den Augen verloren.

Im runderneuerten Team haben vor allem Andreas Giglberger (SV Heimstetten), Wolfgang Lex (SV Moosinning) und Egor Keller gut eingeschlagen. Keller spielte zuletzt bei Schwaben Augsburg und erzielte bislang sechs Treffer. Torjäger Benjamin Held traf elf Mal ins gegnerische Gehäuse. „Hallbergmoos hat sich in der Defensive stabilisiert und im Moment einen tollen Lauf. Sie haben zuletzt mit einem 2:1-Sieg dem Tabellenführer Freising die erste Saisonniederlage beigebracht“, berichtet Christian Sacher. Der Co-Trainer leitete am Donnerstag für Florian Beham das Training, da der 35-jährige Chefcoach des TuS Vater eines Sohnes namens Maximilian wurde.

Für die Hausherren wird es nach drei Spielen ohne Punkte wieder Zeit, etwas Zählbares einzufahren. „Wir spielen teilweise guten Fußball, machen aber zu wenig aus unseren Chancen. Und im Gegenzug kassieren wir einfache Tore. Das ist bitter, vor allem wenn Routiniers wie Christoph Herberth oder Johann Latanskij über einen längeren Zeitraum fehlen“, stellt Sacher die Probleme dar. Obwohl auf den TuS eine Mammutaufgabe wartet, will man die Vorrundenniederlage nicht auf sich sitzen lassen. „Wir werden alles tun, damit die Punkte im Isarau-Stadion bleiben“, verspricht der Co-Trainer trotz der grottenschlechten Bilanz gegen Hallbergmoos: In den letzten sechs Aufeinandertreffen reichte es für die Geretsrieder nur zu einem 3:0-Heimsieg in der Saison 2015/16.

TuS Geretsried

Placentra – Buchner, L. Kellner, Poschenrieder, Kasperek, Baki, Rauch, N. Karpouzidis, Schrills, Mi. Bachhuber, Bahnmüller, T. Karpouzidis, Fister, V. Krüger, Celebic, Knestel.

Schiedsrichter: Benedikt Öllinger (SV Riedelhütte).

28.10.2017 – TUS Geretsried – SV Türk Gücü-Ataspor München 0:2 (0:1)

Geretsried – Bereits die dritte Niederlage in Folge haben sich die Fußballer des TuS Geretsried am Samstag beim 0:2 (0:1) gegen den SV Türkgücü Ataspor eingehandelt. Auch bei den Gästen lief es zuletzt nicht rund, aber sie sind mit diesem wichtigen Dreier nach zuletzt fünf Begegnungen ohne Sieg wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und hinter Tabellenführer SC Eintracht Freising auf Rang zwei geklettert.

Gegen den Meisterschaftsfavoriten aus München wehrten sich die Geretsrieder nach Kräften. Denn Türkgücü nahm von Beginn an das Spiel in die Hand, hatte nur Probleme bei der Chancenverwertung. Der TuS versuchte immer wieder Nadelstiche zu setzen und kreuzte zweimal ernsthaft vor dem SV-Gehäuse auf. Michael Bachhuber hatte sich auf der rechten Seite erfolgreich durchgesetzt, doch seine Flanke in den Strafraum (20.) fand keinen Abnehmer. Sieben Minute später schoss Lukas Kellner stramm auf den Gästekasten. Aber der deutsch-kongolesische Schlussmann Cerruti Zola brachte den Ball im Nachfassen unter Kontrolle. Kurz darauf landete ein Befreiungsschlag bei Cengiz Ötkün, der TuS-Keeper Gianluca Placentra elegant umkurvte und zum 1:0 für Türkgcü einschob. „Das war bitter. Aber in dieser Situation bleibt unsere komplette Viererkette einfach stehen, statt sich zu staffeln. In so einer Situation fehlen Leute wie Christoph Herberth oder Johann Latanskij, die aufgrund ihrer Erfahrung mit Cleverness und Routine die Situation lösen können“, analysierte Florian Beham den Fehler.

Zur Pause nahm der Geretsrieder Coach kleine Umstellungen in seinem Team vor, um im Abschluss konsequenter auftreten zu können. Mit dem zweiten Treffer der „Türkischen Kraft“ von Pablo Pigl (55.) – der Neuzugang vom Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt verwertete ein Zuspiel von Domagoj Habek – erfuhren die Bemühungen des TuS einen Dämpfer. Johannes Bahnmüller und Kellner versuchten sich zwar noch mit Schüssen, doch sie trafen das Tor nicht. Und der mögliche Anschlusstreffer von Bachhuber (88.) wurde auf der Linie geklärt.

„Wir haben in beiden Halbzeiten gut dagegengehalten und immer wieder versucht, gefährliche Situationen zu kreieren. Mit unnötigen Fehlern haben wir selbst für die Gegentore gesorgt“, befand Beham. Türkgücü-Trainer Andreas Pummer stellte fest: „Für beide Mannschaften ist es in den vergangenen Wochen nicht so erfolgreich gelaufen. Heute haben wir dank einer engagierten Leistung gewonnen.“ Zugleich richtete er eine Ansage in Richtung des Titelkonkurrenten und Tabellenführers SE Freising: „Das war heute ein wichtiger Schritt, aber jetzt müssen wir den nächsten machen. Jedenfalls ist der Herbstmeister noch lange nicht Meister und damit Aufsteiger in die Bayernliga.“

TuS Geretsried – Türkgücü Ataspor 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 (38.) Ötkün, 0:2 (55.) Pigl. – Schiedsrichter: Maximilian Riedel (FC Horgau). – Gelbe Karten: L. Kellner (TuS), Schlottner (TürkGücü). – Zuschauer: 200.

TuS: Placentra – Buchner, L. Kellner, Poschenrieder, Rosina (63. Fister), Baki, Rauch, N. Karpouzidis, Schrills, Mi. Bachhuber, Bahnmüller (68. T. Karpouzidis).

Vorbericht

TuS Geretsried unerschrocken vor dem Duell gegen Titelfavorit SV Türkgücü Ataspor

Geretsried – Zum Abschluss der Landesliga-Vorrunde steht dem TuS Geretsried an diesem Samstag noch einmal ein richtiger Kracher ins Haus: Um 15 Uhr ist der SV Türkgücü Ataspor München im Isarau-Stadion zu Gast, der von vielen Experten als Aufstiegskandidat Nummer eins genannt wurde. „Die Namen der einzelnen Spieler sprechen für sich. Aber momentan funktioniert die Mannschaft nicht im Kollektiv, und Geld alleine schießt nun mal keine Tore“, zeigt sich TuS-Coach Florian Beham jedoch unerschrocken.

Bereits 1988 spielte die „Türkische Kraft“ in der Bayernliga, damals dritthöchsten deutsche Spielklasse, ehe es zum Konkurs und später zum Zusammenschluss mit Ataspor kam. Die Verantwortlichen des türkischen Klubs sehen einen Aufstieg allerdings nur als Zwischenstation, wollen sie doch 2020 in der Regionalliga spielen und hinter dem FC Bayern München und TSV 1860 München dritte Kraft in der Landeshauptstadt werden. So holte man im Sommer allein vom FC Unterföhring mit Yakub Dora, Uwe Schlottner, Yasin Yilmaz, Tayfun Arkadas und Issa Ndiaye fünf Spieler. Pablo Pigl spielte zuletzt beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt und mit Erdal Kilicaslan (33) kam ein Ex-Profi auf der Münchner Bezirkssportanlage in Neuperlach ein. Trotz des prominenten Kaders schwächelt Türkgücü momentan in seiner fünften Landesligasaison. Zwar gewann man zehn der ersten elf Partien, doch nun ist die Truppe von Andreas Pummer seit fünf Spieltagen ohne Erfolg. Lediglich zwei Unentschieden gegen Deisenhofen (2:2) und Erlbach (1:1) sprangen heraus, und gegen Aufsteiger Pfarrkirchen (0:1), Kastl und zuletzt Freising (jeweils 1:3) hatte der SV sogar das Nachsehen. Mit der Folge, dass man die Tabellenspitze abgeben und sich mit Rang drei begnügen muss. Der Rückstand auf Tabellenführer Freising beträgt acht Punkte.

„Heute treffen zwei Vereine aufeinander, die rein ergebnistechnisch betrachtet, etwas durchhängen“, meint Florian Beham auch mit Blick auf die jüngsten beiden Niederlagen seiner Elf gegen Freilassing (2:3) und in Rosenheim (1:3). Der Geretsrieder Trainer war zudem Zeuge bei der Niederlage von Türkgücü gegen Freising, schiebt dennoch den Münchnern die Favoritenrolle zu. Er erwartet ein „richtig gutes Fußballspiel“ und möchte mit seinem Team in der Offensive Akzente setzen. „Wir werden jedenfalls alles in die Waagschale werfen und den Türken alles abverlangen“, verspricht der 34-Jährige, der personell gesehen wieder einige Optionen hat. Da Lech Kasperek im Urlaub weilt, wird Markus Baki dessen Position.

TuS Geretsried

Placentra – Buchner, Poschenrieder, Baki, Rosina, Rauch, Fister, N. Karpouzidis, Schrills, Mi. Bachhuber, Bahnmüller, T. Karpouzidis, L. Kellner, V. Krüger, Celebic, S. Untch.

Schiedsrichter: Maximilian Riedel (FC Horgau).

21.10.2017 – DJK SB Rosenheim – TUS Geretsried 3:1 (1:1)

Unnötige 1:3-Niederlage des TuS Geretsried in Rosenheim – Coach Beham verärgert

Geretsried – Verärgert zeigte sich Florian Beham nach der 1:3 (1:1)-Niederlage seines TuS Geretsried bei der SB DJK Rosenheim. „Es war wie in den letzten Wochen: Wir machen das Spiel, gehen aber leichtfertig mit unseren Chancen um und verlieren dann am Ende“, sagte der Trainer, der allerdings neun Ausfälle zu beklagen hatte.

Dabei waren die Gäste in Durchgang eins die tonangebendere Mannschaft. Einen Schuss von Johannes Bahnmüller lenkte SB-Keeper Nico Merz zur Ecke (6.), ebenso einen Freistoß von Marinus Poschenrieder (17.). Wenig später landete ein Zuspiel von Sebastian Rosina bei Michael Bachhuber, der mit zu viel Effet neben den Kasten zielte (19.). Besser machte es der Geretsrieder Kapitän zwei Minuten später: Der 21-Jährige verwertete einen langen Pass von Bahnmüller, wobei das Leder über den Innenpfosten zur 1:0-Führung über die Linie rollte.

Von den Gastgebern war so gut wie nichts zu sehen. Trotzdem führte einer der ganz wenigen Angriffszüge zum 1:1 kurz vor der Pause. Heiko Petrasch traf nach genauer Vorarbeit von Christoph Börtschök zum Ausgleich. „Wenn wir konzentriert bleiben, passiert so etwas nicht“, ärgerte sich Beham. Zwar präsentierte sich der ehemalige Bayernligist nach dem Wiederanpfiff etwas stärker. Aber auch die Geretsrieder waren nicht chancenlos. Ein Zuspiel von Sebastian Schrills donnerte Bachhuber über den Kasten (68.), und nach einer Ecke von Benjamin Fister wurde der Schuss von Michael Rauch (73.) über die Latte bugsiert.

Zu diesem Zeitpunkt hätte man auf Geretsrieder Seite durchaus mit diesem einen Punkt leben können. Aber dann kam es knüppeldick. Eine Ecke von Johannes Semmler verwandelte Thomas Ofenmacher per Kopf zur 2:1-Führung (75.). Beim dritten Rosenheimer Treffer parierte zunächst TuS-Torsteher Sebastian Untch gegen Yasin Temel. Per Nachschuss war jedoch der eingewechselte Maximilian Mayer erfolgreich – 3:1 (79.).

„Wir waren dominant und haben einen guten Fußball gespielt. Normalerweise kann man so ein Spiel gar nicht verlieren. Rosenheim hatte keinen Plan, kommt dreimal vor unser Tor und trifft dreimal aufgrund unserer Schlafmützigkeit“, schimpfte TuS-Coach Beham. Geretsried hat damit zum Spitzenquartett weiter an Boden verloren, während sich die Gastgeber – seit fünf Partien im Josef-März-Stadion ungeschlagen – aus dem Tabellenkeller ins Mittelfeld der Liga geklettert sind.

SB DJK Rosenheim – TuS Geretsried 3:1 (1:1)

Tore: 0:1 (22.) Mi. Bachhuber, 1:1 (41.) Petrasch, 2:1 (75.) Ofenmacher, 3:1 (79.) M. Mayer.

Schiedsrichter: Florian Garr (SV Wendelskirchen). – Gelbe Karten: Poschenrieder, Buchner (beide TuS), Seidel, Ofenmacher, Hügel (alle SB/DJK). – Zuschauer: 100.

TuS: S. Untch – Buchner (78. Celebic), Kasperek, Poschenrieder, Rosina, Rauch, N. Karpouzidis, Fister (83. Dedic), Schrills, Mi. Bachhuber, Bahnmüller (83. V. Krüger).

Vorbericht

TuS Geretsried reist mit Mini-Aufgebot zur DJK SB Rosenheim – Coach Beham suspendiert Baki für ein Spiel

Geretsried – Der TuS Geretsried hat es zuletzt versäumt, den Kontakt zum Spitzentrio der Landesliga Südost herzustellen. Sowohl bei der 2:3-Heimniederlage gegen Freilassing als auch beim 0:1 in Moosach/Grafing ließen die Schützlinge von Florian Beham wichtige Zähler liegen – zumal gegen Klubs, die sich jeweils auf Relegationsplätzen befanden. „In beiden Partien war der Wille da. Aber in Moosach lag es am Platz. Das war ein Acker, auf dem man nur bedingt Fußballspielen konnte. Und gegen Freilassing sind wir an der eigenen Naivität gescheitert. Da waren wir im taktischen Bereich nicht präsent genug“, erklärt der Geretsrieder Trainer.

Besser laufen soll es am heutigen Samstag, wenn der TuS um 14 Uhr bei der DJK SB Rosenheim zu Gast ist. Die Hausherren mussten in der vergangenen Saison ordentlich nachsitzen. Zuerst schaltete der Sportbund in der Abstiegsrelegation den FC Ergolding (0:0, 2:0) aus, und in Runde zwei machten die Rosenheimer gegen den VfB Forstinning (2:2, 2:0) der Klassenerhalt perfekt. Somit blieb nur wenig Zeit für die Vorbereitung auf die neue Saison. Der Auftakt ging für die Elf von Klaus Seidel, die im Sommer acht Abgänge zu verkraften hatte, dann auch schief: Nur ein Sieg sprang aus den ersten sechs Partien heraus, fünf Mal verlor die DJK. Dann aber kam die Trendwende. Drei Siege – unter anderem gewann Rosenheim jeweils mit 3:1 in Kastl und Deisenhofen – und zwei Unentschieden trugen zu einer Erfolgsserie bei, die zuletzt durch die 0:2-Niederlage bei SC Eintracht Freising riss. Trotzdem kletterte der ehemalige Bayernligist aus dem Tabellenkeller ins Mittelfeld der Liga und belegt derzeit Rang neun.

Kein einfacher Gang für den TuS, der personell am Stock geht. „Personell sieht es ganz übel aus. Da sind wir jetzt am Tiefpunkt angekommen“, klagt Beham angesichts der Ausfälle von Christoph Herberth, Johann Latanskij, Taso Karpouzidis, Lukas Kellner (alle verletzt), Moritz Fischer, Mario Walker, Christian Lautenbacher (Studium oder Meisterschule) und Torhüter Gianluca Placentra (beruflich verhindert). Trotz der personellen Engpässe verzichtet der TuS-Coach auf Markus Baki. „Disziplin ist das A und O in einer Mannschaft“, betont Beham. Wegen einer Verfehlung im Heimspiel gegen Freilassing habe er den 24-Jährigen für das Match in Rosenheim suspendiert. Trotz des Verlegenheitsaufgebotes will der Übungsleiter keine Ausreden gelten lassen: „Auch wenn es schwer wird – wir haben eine schlagkräftige Truppe mit hohem Niveau zur Verfügung. Jeder auf dem Platz hat unser Vertrauen.“ Laut Beham wird möglicherweise jeweils ein Spieler aus der Zweiten Mannschaft und aus dem U19-Team des TuS das Mini-Aufgebot ergänzen.

TuS Geretsried

S. Untch – Buchner, Poschenrieder, Kasperek, Rosina, Rauch, Fister, N. Karpouzidis, Schrills, Mi. Bachhuber, Bahnmüller, V. Krüger, Celebic.

Schiedsrichter: Florian Garr (SV Wendelskirchen).

14.10.2017 – TUS Geretsried – ESV Freilassing 2:3 (1:3)

Geretsried – Gepatzt haben am Samstag die Fußballer des TuS Geretsried: Im Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten ESV Freilassing kassierte die Elf von Florian Beham eine empfindliche 2:3 (1:3)-Niederlage. „Da waren acht hundertprozentige Dinger dabei. Ein 7:4 wäre für uns das normale Ergebnis gewesen“, befand der Trainer angesichts der Vielzahl an Großchancen.

Schon nach zehn Minuten gab es für die Platzherren die erste kalte Dusche. Daniel Leitz spielte zunächst TuS-Keeper Gianluca Placentra aus, ließ Marinus Poschenrieder bei seinem Rettungsversuch ins Leere laufen und markierte die 1:0-Führung für die Gäste. Der frühe Rückstand bereitete den Gastgebern in der Folge erhebliche Schwierigkeiten. Vor allem, weil der letztjährige Aufsteiger immer wieder mit Fouls und kleinen Nickligkeiten den Spielfluss empfindlich störte. „Es wurde in der ersten Halbzeit über 20 Mal foul gespielt. Da muss der Schiedsrichter schon wegen der Häufigkeit früher eingreifen und einfach mal Gelb zeigen“, beschwerte sich Florian Beham. Wiederum war es Leitz, der in der 33. Minute das 2:0 markierte, als auf der linken Geretsrieder Abwehrseite – was die Rückwärtsbewegung betraf – extrem geschlafen wurde. „Wir waren selber schuld, haben schlecht verteidigt und sind ins offene Messer gelaufen“, kritisierte der Trainer.

Seiner Truppe gelang zwar kurz darauf der 1:2-Anschlusstreffer durch Michael Bachhuber. Die Vorarbeit dazu leistete Sebastian Schrills, der einem Gästeverteidiger den Ball abluchste und exakt das Zuspiel lieferte. Fast mit dem Pausenpfiff trat aber wieder der 25-jährige Leitz in Erscheinung und baute die Gästeführung auf 3:1 aus.

Die einzige Ausbeute für den TuS nach der Pause war das Tor zum 2:3 durch Johannes Bahnmüller aus einem wilden Gestochere im Strafraum heraus. Chancen, um wenigstens einen Punkt zu retten, ergaben sich für die Hausherren reichlich. Aber entweder verfehlten sie das ESV-Gehäuse knapp, die Gäste kratzten den Ball von der Linie oder er wurde eine sichere Beute von Torwart Stefan Schönberger. Entsprechend groß war die Freude nach dem Schlusspfiff bei Josef Aschauer. „Nach sechs sieglosen Spielen tut so ein Erfolg ungeheuer gut“, stellte der Freilassinger Übungsleiter fest. „Wir haben mit viel Willen und Leidenschaft drei Punkte geholt. Geretsried hatte genug Chancen, diese aber nicht genutzt.“

TuS Geretsried – ESV Freilassing 2:3 (1:3)

Tore: 1:0/2:0 (10./33.) Leitz, 1:2 (35.) Mi. Bachhuber, 1:3 (45.) Leitz, 2:3 (62.) Bahnmüller. – Schiedsrichter: Thomas Wagner (TV Freyung). – Gelbe Karten: Poschenrieder, Baki, Rauch (alle TuS), Ergüden, Krojer, Leitz, Weishäupl (alle ESV). – Zuschauer: 200.

TuS: Placentra, Rosina, Kasperek, Poschenrieder, Baki (51. Rauch), T. Karpouzidis (76. Buchner), Fister (57. L. Kellner), N. Karpouzidis, Schrills, Mi. Bachhuber, Bahnmüller.

Vorbericht

Geretsried – Klammheimlich haben sich die Fußballer des TuS Geretsried an das Spitzentrio der Landesliga Südost herangepirscht. Zwar hat die Elf von Florian Beham sechs Punkte Rückstand auf den Tabellendritten Töging, doch es ist die beste Platzierung, die sie in den vergangenen Jahren kurz vor dem Ende der Vorrunde hatte. Weitere drei Punkte sollen am heutigen Samstag hinzukommen, wenn der TuS den ESV Freilassing um 15 Uhr im Isarau-Stadion empfängt.

Im Vorjahr sicherte sich der letztjährige Aufsteiger zum Saisonende knapp den Klassenerhalt, und momentan liegt die Truppe von Trainer Josef Aschauer auf Rang 15 und damit auf einem Relegationsplatz. Zwei Dinge überraschen beim Eisenbahnerklub: Zum einen hat man mit dem 31-jährigen Albert Deiter einen echten Knipser im Team. Der ESV-Kapitän erzielte in zwölf Spielen bereits 15 Tore, liegt damit hinter Andreas Hohlenburger (Freising/16) auf Rang zwei der Torjägerliste. Und auch Daniel Leitz hat bereits neun der insgesamt 32 Freilassinger Treffer erzielt. „Das sind zwei herausragende Offensivkräfte, auf die man ein Auge haben muss. Trotzdem wird es von unserer Seite keine Sonderbewachung geben. Das werden wir im Kollektiv klären“, sagt Florian Beham.

Die bisherigen Partien des ESV, der mit Stefan Nöhmer (SV Gmunden), Safert Ikanovic und Damir Borozni (beide SV Austria Salzburg) sowie Simon Schloss (KSK Anif) gleich vier Neuzugänge aus Österreich hat, verliefen äußerst torreich. In Töging wurde 5:1 gewonnen, während vor eigenem Publikum Hallbergmoos mit 7:0 abgewatscht und Aiglsbach mit 6:3 bezwungen wurden. Das war Ende August auch der bislang letzte Freilassinger Erfolg: Es folgten sechs sieglose Begegnungen und zuletzt eine 1:4-Niederlage daheim gegen Freising. Sechsmal standen sich bisher beide Vereine gegenüber. Für den TuS gab es drei Siege und zwei Unentschieden sowie eine Niederlage. Die fiel in der vergangenen Saison mit 0:4 in Freilassing allerdings recht deutlich aus.

Beim heutigen Duell fehlen den Geretsriedern einige wichtige Akteure. Zu den bekannten Ausfällen von Christoph Herberth (Schambeinentzündung), Vincent Krüger (Muskelverletzung), Moritz Fischer und Mario Walker (beide Studium) gesellt sich Johann Latanskij. Der Torjäger verletzte sich im letztwöchigen Match beim TSV Grünwald am Oberschenkel. „Dieser Ausfall wiegt natürlich schwer“, räumt Beham ein. Seine Taktik: „Wir werden sehr konzentriert spielen und klare Aktionen zeigen – immer mit dem Hintergedanken, nicht in Konter zu laufen. Auf jeden Fall wollen wir punktemäßig nachlegen, um in der Tabelle oben dranzubleiben.“

TuS Geretsried

Placentra – Buchner L. Kellner, Kasperek, Baki, Fister, Rauch, N. Karpouzidis, Schrills, Mi. Bachhuber, T. Karpouzidis, Bahnmüller, Celebic, Rosina, Poschenrieder, Knestel.

 

06.10.2017 – TSV Grünwald – TUS Geretsried 1:2 (1:0)

Grünwald/Geretsried – Nicht nur, dass die Fußballer des TuS Geretsried nach zwei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg einfahren konnten. Mit dem 2:1 (0:1)-Erfolg am gestrigen Freitagabend beim TSV Grünwald verbesserte der Landesligist auch seine persönliche, negative Bilanz gegen die Münchner Vorstädter. „Heute sind wir wieder als Mannschaft aufgetreten, vor allem was den läuferischen und spielerischen Bereich betrifft. Das hat mir gut gefallen“, stellte TuS-Trainer Florian Beham nach dem Match fest.

Seine Elf war zu Beginn am Drücker, leistete sich jedoch nach elf Minuten einen schlimmen Fehlpass im Mittelfeld. Grünwald konterte und kam zum 1:0 durch Maximilian Stapf. Geretsried kurbelte jedoch weiter das Spiel an. „Bis zum Strafraum lief es ganz gut, aber der letzte Ball hat oft nicht gepasst“, berichtete Beham.

Nach dem Seitenwechsel agierte sein Team weiter konsequent und wurde dafür belohnt: Als Markus Baki in die Mitte flankte, vollendete Sebastian Schrills zum 1:1 (52.). Jetzt ergaben sich eine Reihe von dicken Chancen, doch Michael Bachhuber und Johann Latanskij scheiterten am Außennetz oder dem Grünwalder Keeper. Bachhuber war es dann, der auf Flanke des eingewechselten Anastasios Karpouzidis zum umjubelten 1:2 (72.) einschoss. Jetzt drehte Grünwald noch einmal auf, warf alles nach vorne. „Sie haben aber nur lange Bälle geschlagen. Wir haben in dieser Phase gut verteidigt und auch noch einige Konter gefahren“, stellte Beham fest. Sein Fazit: „Ich bin froh, dass wir nach drei weniger guten Vorstellungen wieder gut gespielt und gewonnen haben.“

TSV Grünwald – TuS Geretsried 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 (11.) Stapf, 1:1 (52.) Schrills, 1:2 (72.) Bachhuber. – Schiedsrichter: Daniel Uhrmann (Kaufbeuren). – Zuschauer: 50. TuS: Placentra – Rosina, Poschenrieder, Bahnmüller (82. N. Karpouzidis), Schrills (93. Saibou), Latanskij (64. A. Karpouzidis), Bachhuber, Kellner, Fister, Kasperek, Baki.

Vorbericht

Routine soll TuS Geretsried beim Aufsteiger TSV Grünwald zum Sieg verhelfen – Baki, Rosina und Krüger vor Rückkehr

Geretsried – Zum dritten Mal innerhalb von sieben Tagen muss der TuS Geretsried ran: Die Beham-Elf ist heute Abend um 19.30 Uhr bei Aufsteiger TSV Grünwald zu Gast. „Unser Ziel ist es, die englische Woche mit einem Sieg abzurunden“, hofft TuS-Trainer Florian Beham nach der 1:3-Niederlage in Freising und dem 0:0 zu Hause gegen Landshut.

Nach elf Jahren Zugehörigkeit zu Bezirks- und Bezirksoberliga haben die Kicker aus dem Münchner Nobelvorort die Rückkehr in die Landesliga geschafft. Mit 61 Punkten sicherte Grünwald in der Vorsaison die Meisterschaft in der Bezirksliga Süd vor dem TSV Neuried, der über den Umweg zweier Relegationsrunden folgte. Und die Grünwalder haben unter Trainer Andreas Koch, der viele Jahre den SV Aubing coachte, im laufenden Meisterschaftsbetrieb bereits Fuß gefasst. Mit 17 Punkten liegt der Neuling auf Rang zehn und gilt als bester der insgesamt sechs Aufsteiger. Allein zwischen dem 6. und 11. Spieltag wurden stattliche 13 Punkte eingefahren. Zuletzt setzte es aber zu Hause gegen SV Erlbach eine 0:4-Klatsche und beim Ligazweiten SC Eintracht Freising ein 1:4.

Damit der Aufstieg nicht zum Abenteuer wird, wurde der Kader erheblich verstärkt. Mit Thomas Meyer vom Bayernligisten SV Pullach, Franz Folda (FC Deisenhofen), Pierre König (SV Babelsberg II), Matija Zupanec sowie Thomas Niggl (beide SpVgg Feldmoching) haben sich fünf der elf Neuzugänge auf Anhieb Stammplätze erkämpft.

Nicht unbedingt rosig sieht die Bilanz für den TuS Geretsried aus. In den zurückliegenden 14 Aufeinandertreffen gab es nur vier Siege sowie ein Unentschieden. Und die Auswärtsstatistik mutet noch schlechter an: Bei sieben Duellen gab es nur einen 3:2-Sieg in der Bezirksliga-Spielzeit 2009/10.

Nachdem zuletzt zehn Spieler aus dem TuS-Gesamtkader fehlten, hofft Beham wieder auf personelle Besserung. „Wenn Markus Baki, Sebastian Rosina und Vincenz Krüger wieder zur Verfügung stehen, wäre uns schon ein bisschen geholfen“, spekuliert der TuS-Coach auf die Rückkehr des einen oder anderen Spielers. Die heutige Partie betrachtet der 34-Jährige als „ganz schwierige Aufgabe“, in dem die „Fehlervermeidung oberste Priorität“ genießt. Das sieht Christian Sacher genauso. „Wenn die Mannschaft die taktischen Anweisungen gut umsetzt, dürfte nichts passieren. Mit unserer Landesligaerfahrung sollten wir drei Punkte beim Aufsteiger holen“, glaubt der Geretsrieder Co-Trainer.

TuS Geretsried:

Placentra – Buchner L. Kellner, Kasperek, Baki, Fister, V. Krüger, N. Karpouzidis, Schrills, Mi. Bachhuber, Latanskij, Bahnmüller, Celebic, Rosina, T. Karpouzidis, Poschenrieder, S. Untch. – Schiedsrichter: Daniel Uhrmann (SpVgg Kaufbeuren).


03.10.2017 – SE Freising – TUS Geretsried 3:1 (1:0)

 Ersatzgeschwächte Geretsrieder verlieren in Freising klar mit 1:3 – A-Junioren Walter und Saibou geben Debüt

Freising/Geretsried – Nachdem sich zu den bekannten sechs Ausfällen vor dem gestrigen Spiel des TuS Geretsried beim SC Eintracht Freising auch noch Markus Baki, Vinzenz Krüger, Emrah Celebic und Sebastian Untch als verletzt oder krank abmeldeten, musste Trainer Florian Beham auf insgesamt zehn Akteure verzichten. „Hinsichtlich Engagement und Kampf kann ich meiner Rumpftruppe keinen Vorwurf machen. Aber taktisch wurde zu viel geschlampert“, befand der Coach nach der 1:3 (0:1)-Niederlage beim ungeschlagenen Tabellenzweiten.

Von Beginn an standen die Gäste gewaltig unter Druck. Nur gut, dass die Domstädter in der Anfangsphase ihr Visier noch nicht richtig eingestellt hatten. Die erste gute Chance für Geretsried ergab sich erst nach 20 Minuten, als Niko Karpouzidis einen Kopfball ans Außennetz setzte. Nach einer knappen halben Stunde dann die Führung für die Gastgeber: Lech Kasperek schien bei einem Kopfballduell alles unter Kontrolle zu haben, aber SE-Torjäger Andreas Hohlenburger stibitze sich mit einer schnellen Drehung den Ball und vollendete zum 1:0 (29.). Den möglichen zweiten Treffer vergab Andreas Schredl kurz vor der Pause per Kopfball an den Pfosten. Nachdem Johann Latanskij ebenfalls einen Kopfball vergab, leitete der laufstarke Pascal Preller einen Konter ein. Kurz vor dem Geretsrieder Tor folgte der Pass auf Hohlenburger, der mit seinem 16. Saisontreffer auf 2:0 (62.) erhöhte.

Zwei Anläufe benötigten die Platzherren zum 3:0. James Joseph bediente Mesut Toprak, dessen Schuss zunächst TuS-Keeper Gianluca Placentra abwehren konnte. Im Nachschuss drückte Preller den Ball dann aus acht Metern über die Linie. Zumindest der Ehrentreffer war den Geretsriedern vergönnt, als Sebastian Schrills per Kopfball einen Eckball von Walter verwandelte (88.).

„Das war heute vielleicht kein Superfußballspiel. Aber der Sieg gegen einen schwierigen Gegner ging letztlich in Ordnung“, meinte SCE-Coach Alexander Plabst. „Wir sind heute nie richtig ins Spiel gekommen“, bedauerte Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher. „Außerdem waren einige Fehler zu viel dabei. Und das reicht dann nicht gegen starken Gegner, der über die beste Defensive der Liga verfügt.“ Für das bereits am Freitag stattfindende Match beim TSV Grünwald hofft Beham auf die Rückkehr des einen oder anderen verletzten Spielers. eduard hien

SC Eintracht Freising – TuS Geretsried 3:1 (1:0)

Tore: 1:0/2:0 (29./62.) Hohlenburger, 3:0 (69.) Preller, 3:1 (88) Schrills. – Schiedsrichter: Tobias Wittmann (SV Wendelskirchen). – Gelbe Karte: Urban (SCE). – Zuschauer: 200.

TuS: Placentra – Buchner, L. Kellner, Kasperek (66. Poschenrieder), T. Karpouzidis, Fister (73. Saibou), N. Karpouzidis, Schrills, Mi. Bachhuber, Bahnmüller (79. Walter), Latanskij.


30.09.2017 – TUS Geretsried – SpVgg Landshut  1:1 (0:0)

 TuS Geretsried holt leistungsgerechtes 1:1 gegen Landshut – Am Dienstag nach Freising

Geretsried – Auch im fünften Aufeinandertreffen in der Landesliga reichte es für den TuS Geretsried im Duell mit der SpVgg Landshut zu keinem Sieg. Am Samstag trennten sich die Beham-Elf und der Tabellenvierten leistungsgerecht mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden.

Ohne Zweifel hatten die Niederbayern in Durchgang eins mehr vom Spiel. Der TuS zeigte sich in der Abwehr anfällig und setzte in der Offensive zu wenige Akzente. Einen möglichen Rückstand verhinderte Keeper Gianluca Placentra, der gleich zweimal (24./38.) gegen SpVgg-Stürmer Fabian Lauber großartig parierte. Zudem verzeichneten die Niederbayern einen Pfostenschuss von Christian Brandl.

Das Bild änderte sich nach der Pause. Die Platzherren machten zunächst durch Sebastian Schrills Bogenlampe an den Querbalken auf sich aufmerksam, wurden jedoch rasch auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nach einem dummen Foul von Taso Karpouzidis im Strafraum, verwandelte Patrick Irmler den fälligen Strafstoß sicher zur 1:0-Gästeführung. Den möglichen Ausgleich hatte Johann Latanskij auf dem Fuß. Aber Landshuts Schlussmann Johannes Huber lenkte den Ball reaktionsschnell an die Latte (64.). Fünf Minuten später wurde Michael Bachhuber von Marcus Plomer im Strafraum zu Fall gebracht. TuS-Kapitän Latanskij verwandelte den Foulelfmeter eiskalt zum 1:1-Ausgleich. Nach dem Feldverweis gegen Aslan Shalaj (86.) – er grätschte ohne Chance auf den Ball Schrills von hinten um – mussten die Gäste die Schlussphase mit einem Mann weniger bestreiten.

„Nach der roten Karte war nicht mehr als ein Punkt drin. Das Ergebnis geht so in Ordnung“, befand Landshuts Trainer Florian Baumgartl. Dem stimmte Florian Beham zu: „Ich denke, für beide Seiten ist der eine Zähler verdient. Wir haben vor allem nach dem Rückstand eine Superreaktion gezeigt.“ Seinen Schützlingen bleibt keine Zeit zum Verschnaufen. Bereits am Dienstag sind die TuS’ler bei der SC Eintracht Freising im Einsatz (15 Uhr). Die Domstädter als Tabellenzweiter treten mit der Empfehlung von sechs gewonnenen Spielen am Stück an und können mit einem Sieg punktemäßig zu Spitzenreiter TürkGücü Ataspor aufschließen. Fraglich ist beim TuS der Einsatz von Markus Baki wegen einer Prellung am Oberschenkel. Zum Kader stößt wieder Marinus Poschenrieder nach seinem Urlaub.

TuS Geretsried – SpVgg Landshut 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 (52./Foulelfmeter) Irmler), 1:1 (70./Foulelfmeter) Latanskij.

Schiedsrichter: Andreas Weichert (TSV Waldtrudering). – Gelbe Karten: Rosina, Fister (beide TuS), Irmler, Plomer (beide SpVgg). – Rote Karte: Shalaj (86./SpVgg – grobes Foulspiel). – Zuschauer: 200.

TuS: Placentra – Rosina, L. Kellner, Baki (35. N. Karpouzidis), Kasperek, Fister, V. Krüger (83. Buchner), T. Karpouzidis (74. Bahnmüller), Schrills, Mi. Bachhuber, Latanskij. –


Vorbericht

Geretsried – Erneut steht für die Fußballer des TuS Geretsried ein Topspiel ins Haus. Der Tabellensechste empfängt am heutigen Samstag um 15.30 Uhr im Isarau-Stadion mit der SpVgg Landshut den Landesliga-Vierten. Den Niederbayern erging es am vergangenen Wochenende ähnlich wie der Elf von Florian Beham, die in Moosach bei Grafing mit 0:1 verlor: Nachdem sie zuvor in sechs Partien ungeschlagen waren und insgesamt 14 Punkte eingeheimst hatten, verloren die Landshuter zu Hause gegen Eintracht Freising mit 1:4. Die Schlappe war umso ärgerlicher, weil die Spielvereinigung damit von Rang zwei gleich auf Platz vier abrutschte. „Da sieht man, wie eng es in der Spitzengruppe der Tabelle zugeht. Trotzdem wartet eine brutal schwere Heimaufgabe auf uns“, erklärt Florian Beham.

Denn die Bilanz gegen den ehemaligen Bayernligisten sieht nicht rosig aus. In bislang vier Aufeinandertreffen in der Landesliga holte der TuS gegen Landshut erst einen Punkt (0:0), dazu gab es eine 1:2- sowie eine 0:1-Niederlage. „Wir erwarten eine gestandene Truppe mit vielen erfahrenen Spielern, die körperlich robust zu Werke geht und sehr diszipliniert spielt“, verweist der Geretsrieder Coach auf die Vorzüge des Gegners. Trotzdem habe man es in der Hand, in der Tabelle „oben weiter dranzubleiben“. Die Aussichten sind nicht schlecht, denn bei der Spielvereinigung sind momentan sieben Akteure verletzt. Dazu fehlen mit Neuzugang Sebastian Paul, der vom SV Heimstetten gekommen war und derzeit im Urlaub weilt, sowie Kapitän Tobias Rewitzer zwei starke Defensivkräfte.

Auch wenn es nach der jüngsten Niederlage beim Aufsteiger Moosach keine Schuldzuweisungen für die junge Geretsrieder Elf gab, bringt Beham mit Lech Kasperek in der defensive Viererkette sowie Benjamin Fister (Mittelfeld) diesmal zwei erfahrene Kräfte in der Startformation. „Auch wenn das letzte Spiel ein kleiner Rückschlag war, wollen wir gegen Landshut, das zweifellos viel Qualität besitzt, die Kehrtwende schaffen“, fordert Christian Sacher, Co-Trainer des TuS.

TuS Geretsried

Placentra – Rosina, L. Kellner, Kasperek, Baki, Fister, V. Krüger, N. Karpouzidis, Schrills, Mi. Bachhuber, Latanskij, Bahnmüller, Celebic, Buchner, T. Karpouzidis, S. Untch.

Schiedsrichter: Michael Kögel (SV Schwabsoien).


23.09.2017 – TSV Moosach/Grafing – TUS Geretsried  1:0 (0:0)

 Moosach/Geretsried – Egal, wie man es betrachtet: Die 0:1 (0:0)-Niederlage der Geretsrieder Fußballer am Samstag beim TSV Moosach bei Grafing gleicht einer Blamage. Denn mit 36 Gegentreffern galt der Aufsteiger bislang als Schießbude der Liga und tummelte sich auf einem Relegationsplatz. „Meine Mannschaft hat mit den vielen jungen und toll veranlagten Spielern zuletzt super gespielt. Jetzt haben wir ein Wochenende erwischt, an dem uns nichts rausgegangen ist“, erklärte Trainer Florian Beham.

Beide Teams versuchten, durch viel Ballbesitz in den gegnerischen Strafraum einzudringen. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Bei der Geretsrieder Equipe fiel auf, dass viele Flanken zu unpräzise im Strafraum landeten. Überdies wurde TuS-Keeper Gianluca Placentra nicht ein einziges Mal ernsthaft geprüft. Das allerdings änderte sich nach der Pause, als der 23-jährige Schlussmann gegen Ivan Bacak (48.) beherzt eingreifen musste. Auch bei einem Schuss von Thomas de Prato (62.) musste sich Placentra gewaltig strecken, um das Leder um den Pfosten zu lenken. Nur eine Minute später machte es De Prato besser, als er ein Zuspiel von rechts genau in den Lauf zur 1:0-Führung verwandelte. Danach waren die Geretsrieder verzweifelt bemüht, den Ausgleich herzustellen. Aber Markus Baki köpfte über die Querstange (72.), und nach einer Rosina-Flanke war auch ein weiterer Kopfball von Sebastian Schrills (76.) zu ungenau. Viel Glück hatte der TuS dann eine Minute später, als ein Schuss von Alexander Rojek nur am Kreuzeck landete.

„Wir haben heute von Anfang an nicht das geboten, was wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben. Da waren viele Stock- und Abspielfehler dabei. Der Einbruch ist erfolgt, weil die Präzision gefehlt hatte“, befand TuS-Coach Beham. Den Heimerfolg seiner Elf begründete Florian De Prato mit einer Systemumstellung. „Wir sind diesmal viel kompakter gestanden, und das hat uns Sicherheit gegeben. Das war heute eine ehrliche Arbeit gegen einen Top-Favoriten der Liga. Jetzt müssen wir den Sieg richtig einordnen. Er darf uns nicht zu Kopf steigen“, sagte der Moosacher Trainer.

Der TuS hat mit dieser Niederlage – in dieser Spielzeit die erste gegen einen Neuling – eine große Chance vertan, sich in der Spitzengruppe festzubeißen. Denn die beiden kommenden Aufgaben daheim gegen Landshut (Platz 4) und beim Tabellenzweiten Freising sind ungleich schwerer.

TSV Moosach/Grafing – TuS Geretsried 1:0 (0:0)

Tore: 1:0 (63.) Th. De Prato. – Schiedsrichter: Thomas Huber (DJK Dornwang). – Gelbe Karten: Rosina, Walker, Bahnmüller (alle TuS), Ch. De Prato, Knöcklein (beide TSV). – Zuschauer: 110.

TuS: Placentra – Rosina (76. Celebic), L. Kellner, Baki, Walker, V. Krüger (46. Fister), T. Karpouzidis (64. Kasperek), N. Karpouzidis, Bahnmüller, Schrills, Mi. Bachhuber.


Vorbericht

TuS-Coach Beham warnt vor Aufsteiger TSV Moosach – Latanskij fällt aus

Geretsried – Vor einer vermeintlich leichten Aufgabe stehen die Fußballer des r TuS Geretsried am heutigen Samstag beim TSV Moosach bei Grafing (14 Uhr). Denn der Aufsteiger tat sich bislang schwer, belegt derzeit mit Freilassing und Erlbach einen der drei Relegationsplätze. Bislang fuhr der Neuling, der die schlechtesten Defensive der Liga (36 Gegentore) hat, nur zehn Punkte ein. Zuletzt gab es mit 0:4 gegen Erlbach und in Freising (2:4) wieder deutliche Abfuhren. „Moosach hat schon einige Spiele hoch verloren. Doch wenn die Mannschaft einen guten Tag erwischt und stabil im Abwehrzentrum steht, kann sie auch als Sieger vom Platz gehen“, warnt TuS-Trainer Florian Beham vor einem unbequemen Gegner.

Der Klub, der in nur fünf Jahren von der Kreisklasse bis in die Landesliga stürmte, wird in erster Linie von den Brüdern Florian, Markus, Christian und Thomas de Prato geprägt. Die beiden Erstgenannten fungieren als Spielertrainer-Gespann. Ein gutes Händchen bewiesen die Verantwortlichen aus dem nur 1500 Einwohner großen Fußballdorf bei ihren Neuverpflichtungen. Fast alle Akteure, darunter die beim VfR Garching regionalligaerprobten Alexander Rojek und Robert Rohrbach, sind mehr oder weniger in der Stammelf zu finden. „Wir werden zwar offensiv, aber mit einer gewissen taktischen Vorsicht zu Werke gehen“, umschreibt Beham die Marschroute. Dabei muss der Geretsrieder Coach heute ausgerechnet auf Johann Latanskij – dreifacher Torschütze beim jüngsten Sieg gegen Manching – wegen privater Verpflichtungen verzichten. Für den 25-Jährigen wird Michael Bachhuber von Beginn an spielen.

Nach wie vor sind Christian Lautenbacher, Christoph Herberth und Michael Rauch verletzt. Marinus Poschenrieder weilt noch im Urlaub, und Moritz Fischer bereitet sich derzeit auf seinen Studienabschluss vor. Trotz dieser Ausfälle peilt Beham einen weiteren Dreier an – es wäre dann der achte Sieg im neunten aufeinanderfolgenden Spiel. „Wir wollen uns in der Spitzengruppe der Tabelle festbeißen. Dazu haben wir genügend Selbstvertrauen. Das merkt man auch beim Training. Da ist unheimlich viel Zug drin“, berichtet der TuS-Coach.

TuS Geretsried

Placentra – Rosina, L. Kellner, Baki, Walker, Kasperek, T. Karpouzidis, N. Karpouzidis, Schrills, Bahnmüller, Mi. Bachhuber, V. Krüger, Fister, Celebic, Buchner, S. Untch.

Schiedsrichter: Thomas Huber (DJK Dornwang).

16.09.2017 – TUS Geretsried – SV Manching 3:0 (2:0)

TuS feiert 3:0-Sieg über schwache Manchinger – Junge Geretsrieder Abwehr sattelfest

Geretsried – Unspektakulär, aber dennoch verdient war der 3:0 (2:0)-Erfolg des TuS Geretsried über den SV Manching. Tatsächlich präsentierte sich der Aufsteiger mit der schwächsten Offensive der Liga erschreckend harmlos, brachte TuS-Keeper Gianluca Placentra nur zweimal durch einen Freistoß von Bernd Geiß sowie einen tückischen Schuss als Aufsetzer ernsthaft in Gefahr. „Es war sicherlich nicht unser bestes Saisonspiel. Aber die Gäste hatten uns fast nichts entgegenzusetzen“, fasste Florian Beham den Spielverlauf zusammen. Der TuS-Coach musste mit dem verletzten Michael Rauch auf einen weiteren Abwehrspezialisten verzichten und ließ Michael Bachhuber anfänglich auf der Bank.

Bereits nach sieben Minuten hämmerte Johann Latanskij aus 22 Metern einen Freistoß direkt ins Kreuzeck zur 1:0-Führung. „So ein frühes Gegentor passiert uns nicht zum ersten Mal. Wir tun uns dann schwer, ins Spiel zurückzufinden“, klagte Manchings Coach Andreas Thomas. Super vorbereitet war der zweite Geretsrieder Treffer (34.). Mario Walker setzte sich auf der linken Außenbahn gegen drei Gäste durch, legte quer zu Latanskij, der das Leder unhaltbar über die Linie drückte. Das war zugleich der Pausenstand.

In Durchgang zwei ließen die Hausherren, diesmal mit fünf erst 19 Jahre alten Kickern in der Startelf, nichts zu. Die jüngste Verteidigung der Landesliga mit Sebastian Rosina, Lukas Kellner und Mario Walker (alle 19) sowie Markus Baki (23) hatte das Geschehen jederzeit im Griff, stand absolut sattelfest. Als Manchings Bernd Geiß im Strafraum den Fuß gegen Latanskij stehen ließ und dieser zu Fall kam, war die Entscheidung eindeutig: Foulelfmeter. Der 28-Jährige schnappte sich den Ball und verwandelte unten links zum 3:0 (69.). Es war Saisontreffer Nummer acht des Torjägers im siebten Meisterschaftsspiel. Wenig später wurde Latantskij gegen Debütant Emrah Celebic (FK Sloga Simin Han) ausgewechselt und durfte den frühen Feierabend genießen. Der Bosnier hätte seinen Einstand beinahe mit einem Tor gekrönt, zielte nach einem Pass von Johannes Bahnmüller (89.) aber knapp daneben. „Er hat sich nicht schlecht angestellt. Da waren drei, vier gute Aktionen dabei“, freute sich Chefcoach Beham über eine weitere Alternative im Angriff.

„Man hat gesehen, dass die Manchinger doch personelle Probleme haben und es derzeit nicht läuft. Die Partie war dann auch relativ schnell entschieden“, befand Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher nach dem Schlusspfiff.

TuS Geretsried – SV Manching 3:0 (2:0)

Tore: 1:0/2:0/3:0 (7./34./69. Foulelfmeter) Latanskij. – Schiedsrichter: Florian Heilgemeir (TSG Stadtbergen). – Gelbe Karten: Hardok, Abasikeles (beide SVM). – Zuschauer: 150.

TuS: Placentra – Rosina, L. Kellner, Baki, Walker, V. Krüger (62. Fister), T. Karpouzidis (62. Mi. Bachhuber), N. Karpouzidis, Bahnmüller, Schrills, Latanskij (75. Celebic).

 

Vorbericht

TuS Geretsried möchte Erfolgsserie gegen Manching fortsetzen – Abwehrroutinier Rauch fällt aus

Geretsried – Nicht gerade rosig sieht die Bilanz des TuS Geretsried gegen den SV Manching aus, der am heutigen Samstag (15 Uhr) im Isarau-Stadion gastiert. Viermal standen sich beide Klubs gegenüber, wobei die Beham-Elf nur in der Saison 2015/16 einen 2:1-Sieg einfahren konnte. Nach dem Abstieg aus der Landesliga gelang den Manchingern als Meister der Bezirksliga Nord die sofortige Rückkehr. Derzeit rangiert die Elf von Trainer Andreas Thomas trotz dreier Siege mit der schwächsten Offensive (acht Treffer in zehn Spielen) auf einem Relegationsplatz. Beim heutigen Match fehlen mit Azad El-Mahmoud und Daniel Kremer die beiden besten Defensivleute, da sie nach ihren Platzverweisen bei der jüngsten 0:3-Schlappe in Freising für zwei Begegnungen gesperrt wurden.

„Manching steht mit dem Rücken zur Wand. Da besteht manchmal die Gefahr, dass meine Spieler so ein Match im Hinterkopf zu locker nehmen und die Sache daher läppisch angehen“, warnt Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher. Weil Michael Rauch wegen einer Zerrung verletzt ausfällt, fehlt in der Geretsrieder Verteidigung mit Benedikt Buchner, Lech Kasperek, Marinus Poschenrieder (alle Urlaub) und Kapitän Christoph Herberth bereits die fünfte Defensivkraft. Das sollte allerdings bei der Breite des TuS-Kaders kein Problem darstellen, was zuletzt der 2:0-Erfolg im Spitzenspiel gegen Töging unter Beweis stellte. In der Abwehr standen mit Sebastian Rosina, Lukas Kellner und Mario Walker drei 19-Jährige, dazu noch als Cheforganisator der auch erst 23 Jahre alte Markus Baki.

Gut möglich, dass Trainer Florian Beham heute Dauerbrenner Michael Bachhuber eine Pause gönnt. „Von der Dynamik und vom Tempo her ist Michi nur ganz schwer zu ersetzen. Da wir aber nach diesem Spiel ein straffes Programm haben, will ich nicht, dass er nächste Woche auf dem Zahnfleisch daher kommt“, erklärt. Johannes Bahnmüller könnte daher zu seinem ersten Einsatz von Beginn an kommen.

Außerdem hat TuS noch einen weiteren Neuzugang. Seit Saisonbeginn trainiert Emrah Celebic beim Landesligisten mit. Nun sind alle Passformalitäten erledigt, sodass einem Einsatz des 25-jährigen bosnischen Stürmers – er spielte in seiner Heimat bei FK Sloga Simin Han in der 2. Liga – nichts im Wege steht. „Ein kämpferisch und kopfballstarker Spieler, der den Ball behaupten kann und gute Anlagen besitzt“, lobt Beham den Linksfuß.

Der Coach ist überzeugt, dass gegen Manching die Punkte in der Festung Isarau-Stadion bleiben: „Wir sind in den letzten Partien stabil und selbstbewusst aufgetreten. Jetzt können die jungen Spieler zeigen, ob sie in der Lage sind, erneut diese Leistungen zu erbringen.“ Immerhin sprechen sechs Siege aus den letzten sieben Spielen eine deutliche Sprache.

TuS Geretsried

Placentra – Rosina, L. Kellner, Baki, Walker, Fister, T. Karpouzidis, N. Karpouzidis, Schrills, Bahnmüller, Latanskij, Mi. Bachhuber, V. Krüger, Celebic, S. Untch.

Schiedsrichter: Florian Heilgemeir (TSG Stadtbergen).


09.09.2017 – TUS Geretsried – FC Töging  2:0 (1:0)

Starke Mannschaftsleistung beim 2:0-Sieg gegen favorisierte Töginger – Vier 19-Jährige in der Startelf

Geretsried – Wohl keiner der 200 Zuschauer brauchte am Samstag sein Kommen ins Isarau-Stadion zu bereuen. Das emotionsgeladene Spitzenspiel zwischen dem TuS Geretsried und dem FC Töging wurde seinem Namen gerecht, zumal die Hausherren den Tabellenzweiten mit 2:0 (1:0) in die Schranken verwiesen. „Das ganze Kollektiv hat ein Mega-Pensum abgeliefert und sich für seinen Aufwand belohnt. Jeder hat gezeigt, was in ihm steckt. Eine sensationelle Mannschaftsleistung“, freute sich Florian Beham. Der Geretsrieder Trainer musste auf neun Akteure verzichten und seine Elf gegenüber dem letzten Match auf sieben Positionen verändern. Hinzu kam, dass vier erst 19-jährige Spieler in der Startelf standen und das Team somit einen Altersdurchschnitt von 21,5 Jahren hatte.

Respekt vor den Tögingern hatte die Beham-Elf allenfalls in der ersten Viertelstunde, als Torhüter Gianluca Placentra gleich zweimal hervorragend parierte und einen möglichen Rückstand verhinderte. Nach einer knappen halben Stunde lieferte Mario Walker auf der linken Außenbahn eine präzise Flanke zu Sebastian Schrills. Der Torjäger brauchte nur noch den Fuß an den Ball zu halten und erzielte die 1:0-Führung. Fast eine identische Situation kurz nach der Pause: Wieder Flanke auf Schrills, der diesmal über die Querlatte hämmerte. Danach wurden die Gäste aus dem Landkreis Altötting etwas stärker, wobei sich der TuS auf seinen Torsteher Placentra verlassen konnte. Nachdem Sergej Volkov gegen Michael Rauch im Strafraum geschickt einfädelte, entschied der Unparteiische auf Elfmeter. Den Strafstoß (72.) donnerte Thomas Hamberger jedoch über die Latte. Danach folgten zwei Ausschlüsse. Markus Baki (77.) musste mit Gelb-Rot vom Platz, während der eingewechselte Bernd Brindl (79.) glatt Rot erhielt. Er hatte nahe der Mittellinie Schrills mit gestreckt Fuß „abgeräumt“.

Weil Töging nach Balleroberung mit schnellem Umschaltspiel keinen Erfolg hatte, versuchte man es mit langen Bällen. Adressat war meistens der nigerianische Torjäger Endurance Ighagbon, der das Leder aber nur ganz selten maßgerecht serviert bekam und daher seine Schnelligkeit kaum nutzen konnte. Tor Nummer zwei (85.) erzielte der eingewechselte Johann Latanskij nach einem Zuckerpass von Schrills, womit alles entschieden war. „Die Mannschaft hat alles umgesetzt, was gefordert war. Das war aller Ehren wert, eine fehlerfreie Tipp-Top-Leistung“, befand Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher.

TuS Geretsried – FC Töging 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 (28.) Schrills, 2:0 (85.) Latanskij. – Schiedsrichter: Sascha Reus (TSV Reichenberg). – Gelb-Rot: Baki (77./TuS wegen Torwart-Behinderung und Foulspiels). – Rot: Brindl (79./FCT wegen groben Foulspiels). – Zuschauer: 200.

TuS: Placentra – Rosina, L. Kellner, Baki, Rauch (73. Latanskij), Walker, V. Krüger, T. Karpouzidis (82. Bahnmüller), N. Karpouzidis, Mi. Bachhuber, Schrills (90. Lajqi).


Vorbericht

Geretsried – Ausgerechnet vor dem Top-Spiel an diesem Samstag gegen den FC Töging (15 Uhr, Isarau-Stadion) hat die Ausfallliste des TuS Geretsried besorgniserregende Züge angenommen. Dauerbrenner und Kapitän Christoph Herberth und Christian Lautenbacher sind verletzt, während Benjamin Fister für diese Partie gesperrt ist. Dazu haben sich Lech Kasperek, Marinus Poschenrieder und Benedikt Buchner in den Urlaub verabschiedet. Aus privaten Gründen mussten Torhüter Sebastian Untch – für ihn kehrt Gianluca Placentra in den Kasten zurück – und Jonas Musselmann absagen, während sich Moritz Fischer intensiv seinem Studium widmen möchte.

„Gegenüber dem Heimspiel gegen Erlbach muss ich die Startelf auf sieben Positionen verändern. Trotz der personellen Ausfälle fange ich nicht an zu jammern. Denn die Leute, die zur Verfügung stehen, haben das Zeug, den Gästen Paroli zu bieten. Wir haben sehr viel Qualität im Kader“, erklärt Florian Beham. Der Geretsrieder Trainer wird daher auf der Bank mit Patriot Lajqi und Fatih Kocyigit zwei Ergänzungsspieler aus der Kreisklassen-Reserve aufbieten. Bis auf Michael Rauch muss der Übungsleiter die Abwehr komplett umbauen, und auch im zentralen Mittelfeld werden vermutlich mit den Brüdern Niko und Taso Karpouzidis sowie Vincent Krüger drei neue Gesichter zu sehen sein.

Die Gäste aus Töging stehen derzeit auf Rang zwei, obwohl sie vor der Saison nicht unbedingt zu den Favoriten gezählt wurden. Doch die Elf von Andreas Bichlmaier hat bislang nur zwei Niederlagen kassiert. Außerdem hat der Klub aus dem Landkreis Altötting als bislang einziger Spitzenreiter Türkgücü Ataspor mit 2:1 in die Schranken verwiesen. Aufpassen müssen die Geretsrieder auf Endurance Ighagbon: Der Nigerianer erzielte in neun Begegnungen bereits sechs Tore.

„Töging spielt diszipliniert, mannschaftlich geschlossen und kommt aus einer guten Ordnung heraus. Mit ihrem starken Umschaltspiel verfügt die Offensive über schnelle Leute, die für Überraschungsmomente sorgen können“, hat Florian Beham ausgemacht. Wichtig ist für den Coach, dass seine Schützlinge dem Gegner „wenig Platz lassen“ und „individuelle Fehler“ vermieden werden. Dann werde man auch dem Favoriten einen heißen Tanz bieten.

TuS Geretsried

Placentra – Rosina, L. Kellner, Baki, Rauch, Walker, V. Krüger, T. Karpouzidis, N. Karpouzidis, Mi. Bachhuber, Schrills, Bahnmüller, Latanskij, Lajqi, Kocyigit, Kluge.


26.08.2017 – TUS Geretsried – SV Erlbach  3:1 (1:1)

TuS Geretsried feiert verdienten 3:1-Sieg über Erlbach – Coach Beham lobt seine Youngster – Fister sieht Rot

Obwohl die Fußballer des TuS Geretsried ja zuletzt unglücklich in Kastl verloren hatten, mangelte es ihnen am Samstag im Heimspiel gegen den SV Erlbach nicht an Selbstvertrauen. „Wir haben sehr engagiert gespielt und eine gute Partie abgeliefert“, befand TuS-Trainer Florian Beham nach dem 3:1 (1:1)-Erfolg über den Klub aus dem Landkreis Altötting.

Nach zwei guten Möglichkeiten gelang den Platzherren in der 18. Minute die 1:0-Führung. Markus Baki hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt, bediente mit einem überlegten Querpass Sebastian Schrills, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Es war bereits der fünfte Saisontreffer des 21-jährigen Stürmers. Praktisch im Gegenzug erzielte Marc Bruche nach einem unnötigen Ballverlust des TuS im Spielaufbau den 1:1-Ausgleich aus 23 Metern Entfernung. Die Gäste versuchten nun, mit schnellen Bällen das Mittelfeld zu überbrücken. Nur gut, dass sich TuS-Keeper Sebastian Untch gleich zweimal gegen Sebastian Hager (34./38.) auszeichnen konnte.

Turbulenter verlief das Match nach der Pause. Nach einer Flanke von Baki landete das Spielgerät an der Hand von Leon Schwarzmeier. Der fällige Elfmeterpfiff erfolgte sofort. Jedoch scheiterte Benjamin Fister (60.) – in Kastl noch erfolgreich – an SVE-Torsteher Klaus Malec. Durch dieses Missgeschick ließen sich die Geretsrieder aber nicht beirren, behielten die Ruhe und spielten geduldig weiter. Nach einer Ecke von Johann Latanskij wurden die Angriffsbemühungen belohnt: Michael Rauch traf von der Strafraumgrenze zur 2:1-Führung (71.). Kurz darauf sah Fister die rote Karte. „Er geht zwar mit gestrecktem Fuß in den Zweikampf, trifft aber zuerst den Ball. Der Platzverweis ist eine zu harte Entscheidung. Gelb wäre hier ausreichend gewesen“, meinte Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher zu der strittigen Szene. Erlbach – erstmals mit Neu-Trainer Jens Kern an der Außenlinie – drängte nun vehement auf den Ausgleich. Trotz der nummerischen Überlegenheit fanden die Gäste aber kein Mittel gegen die sich mächtig wehrende Defensivabteilung des TuS. Deren Bemühungen wurden dafür in der Nachspielzeit noch belohnt, als Baki den eingewechselten Johannes Bahnmüller bediente, und dieser zum 3:1 abschloss. Kurz darauf wäre Michael Bachhuber beinahe noch der vierte Treffer gelungen, doch sein Schuss ging am langen Pfosten vorbei.

„Die stärkere Mannschaft hat sich durchgesetzt. Vor allem unsere Jungspunde sind auf einem guten Weg“, erklärte Beham. Denn mit Sebastian Rosina, Niko Karpouzidis und Bahnmüller wechselte der TuS-Trainer in Durchgang zwei gleich drei Akteure aus der letztjährigen U 19-Mannschaft ein.

TuS Geretsried – SV Erlbach 3:1 (1:1)

Tore: 1:0 (18.) Schrills, 1:1 (19.) M. Bruche, 2:1 (71.) Rauch, 3:1 (90.+2) Bahnmüller. – Schiedsrichter: Tobias Jehle (SSV Bobingen). – Gelbe Karten: Buchner, Baki, Latanskij (alle TuS), Schwarzmeier, Karpfhammer, Schwedes, Schreiner, Winklharrer (alle SVE). – Rote Karte: Fister (77./TuS – Foulspiel). – Zuschauer: 200.

TuS: S. Untch – Buchner (56. Rosina), Poschenrieder, Kasperek, Rauch, Fister, Mi. Bachhuber, Baki, M. Fischer (78. N. Karpouzidis), Schrills (69. Bahnmüller), Latanskij.

Vorbericht

 Geretsried – Ein Match gegen einen unangenehmen Gegner, der nach Aussage von TuS-Trainer Florian Beham „rein über die Physis und den Kampf kommt“ und „abhängig ist von der Tagesform eines Torjägers Marc Bruche“ steht für die Fußballer des TuS Geretsried am heutigen Samstag gegen den SV Erlbach an (15 Uhr, Isarau-Stadion). Zudem verlief die Woche beim SVE recht turbulent. Denn nach einem guten Start in die Punktrunde – mit sieben Zählern aus drei Begegnungen – lief es bei den Gästen zuletzt nicht mehr reibungslos. Die Niederlagen in Kastl (1:3) und vor heimischem Publikum gegen Töging (1:2) und Freising (1:5) sowie der damit verbundene Absturz von Rang fünf auf einen Relegationsplatz waren ausschlaggebend, dass sich der Verein von Coach Manuel Kagerer trennte.

Sein Nachfolger ist der bisherige Torwarttrainer Jens Kern. Der 34-Jährige war Profi in Kaiserslautern, Burghausen und Elversberg und als Cheftrainer beim TSV Ampfing und FC Mühldorf tätig. Mit Johann Maier (Buchbach) und Wolfgang Hahn (Burghausen) hatten im Juni zwei Stammakteure den Klub in Richtung Regionalliga verlassen. Die Neuzugänge Sebastian Hager (SSV Eggenfelden), Paul Angermeier (SV Hebertsfelden) und Timm Schwedes (FC Töging) schlugen bislang gut ein.

Geretsried und Erlbach stehen sich zum fünften Mal gegenüber. In der Bezirksoberliga (2010/11) siegte der TuS jeweils mit 4:0 und 3:2, während es in der abgelaufenen Saison ein 1:1-Unentschieden sowie eine 0:3-Niederlage gegen den ehemaligen Bayernligisten gab. „Aufgrund der guten zweiten Halbzeit in Kastl gehen wir selbstbewusst in dieses Heimspiel, das schon richtungsweisend sein kann. Denn mit einem Sieg können wir uns von den hinteren Plätzen der Tabelle weiter distanzieren und uns im oberen Drittel festsetzen. Das Potenzial dafür haben wir“, sagt Florian Beham.

Christian Sacher macht sich Gedanken über die Personalsituation. „Momentan haben wir fünf Urlauber und mit Christoph Herberth und Christian Lautenbacher zwei verletzte Akteure. Überdies ist Benjamin Fister etwas lädiert“, so der Co-Trainer. „Mal schauen, wie sich das entwickelt. Denn wir wollen über kurz oder lang auf einen Zwei-Punkte-Schnitt pro Spiel kommen.“

TuS Geretsried

S. Untch – Buchner, L. Kellner, Kasperek, Rauch, Fister, M. Fischer, Baki, Latanskij, Mi. Bachhuber, Schrills, Bahnmüller, N. Karpouzidis, T. Karpouzidis, Rosina, M. Untch, M. Kluge.

Schiedsrichter: Tobias Jehle (SSV Bobingen).

19.08.2017 – TSV Kastl – TUS Geretsried 2:1 (2:0)

Kastl/Geretsried – Auch im dritten Aufeinandertreffen mit dem TSV Kastl gab es für die Geretsrieder Fußballer nichts zu holen: Der TuS verlor bei den Kickern aus dem Landkreis Altötting mit 1:2 (0:2).

Die Hausherren begannen aggressiv, spielten kombinationssicher und legten ein hohes Tempo an den Tag. Einen kurz ausgeführten Freistoß um eine Zwei-Mann-Mauer herum verwandelte Martin Göppinger zur 1:0-Führung (17.). In der 29. Minute erhöhte Sebastian Spinner auf 2:0, wobei ein klares Foul an Benedikt Buchner nicht geahndet worden war.

Wer nun dachte, dass die Geretsrieder mit fliegenden Fahnen untergehen würden, sah sich getäuscht. „Nach dem Rückstand hatten wir plötzlich alles im Griff. Wir waren bestimmend und vor allem nach der Pause spielerisch überlegen“, befand Trainer Florian Beham. Warum seine Schützlinge am Ende nicht einmal einen Zähler mitnahmen, lässt sich am besten mit dem bekannten Zitat von Ex-Profi Jürgen Wegmann beschreiben: „Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“ Denn Markus Baki (8.), Johann Latanskij (21.) und Johannes Bahnmüller (84.) trafen nur Pfosten oder Latte. Zu allem Überfluss donnert Baki einen Foulelfmeter über das Gehäuse (56.); Moritz Fischer war zuvor von TSV-Keeper Welder De Souza Lima im Strafraum attackiert worden. Besser machte es Benjamin Fister: Nachdem auch Michael Rauch von Hannes Langenecker zu Fall gebracht wurde, verwandelte der 33-jährige Mittelfeldakteur den Strafstoß sicher.

Das TuS-Team unternahm nun alles. Hoch kochten die Emotionen, als Latanskij den Ball mit der Brust stoppte (88.) und freistehend abzog. Auf Zuruf der Platzherren, dass ein Handspiel vorliegen würde, pfiff Schiedsrichter Dominik Diaz die Aktion ab. Da halfen auch heftige Reklamationen nichts. „So etwas macht mich stinksauer. Da hat man zweieinhalb Stunden Anreise und wird so verpfiffen“, wetterte Florian Beham über einige fragwürdige Entscheidungen des Unparteiischen. Nachdem der TuS in der Schlussphase ziemlich offensiv agierte, musste sich Youngster Sebastian Untch noch einige Male auszeichnen. „Basti war eine tolle Vertretung von Gianluca Placentra und hat einen Superjob gemacht“, lobte Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher den letztjährigen A-Jugend-Torwart.

TSV Kastl – TuS Geretsried 2:1 (2:0)

Tore: 1:0 (17.) Göppinger, 2:0 (29.) Spinner, 2:1 (74.) Fister (Foulelfmeter). – Schiedsrichter: Dominik Diaz (RSV Ittling). – Zuschauer: 140. TuS: Seb. Untch, Poschenrieder, L. Kellner, Baki (64. Bahnmüller), Buchner, Fister, Mi. Bachhuber, Rauch, M. Fischer, Schrills, Latanskij.


Vorbericht

TuS Geretsried tritt beim ungeliebten TSV Kastl an – Youngster Untch ersetzt Keeper Placentra

Geretsried – Zum TSV Kastl führt am heutigen Samstag die Landesliga-Dienstreise des TuS Geretsried (16 Uhr). Der augenblickliche Neuntplatzierte gehörte in der vergangenen Spielzeit zu den Überraschungsaufsteigern. Bis zum 19. Spieltag war die Truppe von Sven Vetter ungeschlagen, ehe in der Rückrunde die ersten größeren Rückschläge folgten. Im Abschlussklassement landete der TSV schließlich auf Rang sieben. „Wir haben auswärts mit 1:3 und zu Hause mit 0:3 gegen Kastl verloren und dabei die erste Heimniederlage überhaupt kassiert. Da haben wir etwas gutzumachen“, sagt TuS-Trainer Florian Beham.

Allerdings sind die Kicker aus dem Landkreis Altötting heuer bei weitem nicht so gut gestartet. Zwar gewann man mit 2:0 beim Neuling TSV Neuried, doch dann setzte es Niederlagen in Deisenhofen (1:2), Pfarrkirchen (0:2) und Töging (2:4). Zuletzt erreichte de TSV ein 1:1 in Freising. Insgesamt vier Spieler verließen den Klub, wobei der Wechsel von Torhüter Egon Weber zum Regionalligisten TSV Buchbach besonders schmerzt. Seine Lücke soll Welder de Souza Lima schließen, der ebenso wie Alexander Fuchsbichler und bereits im Januar Anton Schreiner vom Ligakonkurrenten FC Töging kam.

Dass seinen Kickern eine schwere Aufgabe bevorsteht, ist Florian Beham bewusst. „Kastl ist eine sehr disziplinierte Mannschaft mit gutem Umschaltspiel, hat viel Qualität in der Offensive und schlägt gute Standards“, so der 34-Jährige. Zwar ist der Geretsrieder Kader durch die Urlaubsrückkehrer Taso und Niko Karpouzidis und Sebastian Rosina wieder besser bestückt. Dennoch gilt es zwei wichtige Ausfälle wegzustecken: Fehlen wird Kapitän Christoph Herberth wegen einer Adduktorenzerrung sowie Torhüter Gianluca Placentra, der sich in den Urlaub verabschiedet hat. So kommt Jung-Torhüter Sebastian Untch zu seinem Pflichtspieldebüt. „Basti hat eine vernünftige Vorbereitung bestritten und eine gute Entwicklung genommen. Er hat unser volles Vertrauen“, erklärt Beham, der überzeugt ist, die vakanten Positionen gut ersetzt zu haben.

Genügend Selbstvertrauen haben sich seine Schützlinge nach vier Siegen in Folge jedenfalls erarbeitet. „Das müssen wir wieder auf den Platz bringen, geradlinig bleiben und vor allem defensiv noch konzentrierter arbeiten. Wenn uns das gelingt, können wir etwas mitnehmen“, zeigt sich der TuS-Übungsleiter zuversichtlich.

TuS Geretsried

Seb. Untch – Buchner, L. Kellner, Poschenrieder, Rauch, Kasperek, Fister, Baki, M. Fischer, Latanskij, Mi. Bachhuber, Schrills, N. Karpouzidis, T. Karpouzidis, Rosina, Barbir, Musselmann, M. Untch, Kluge.


12.08.2017 – TUS Geretsried – TUS 1860 Pfarrkirchen  4:1 (1:1)

Geretsried – Sieg Nummer vier in Folge hat der TuS Geretsried am Samstag einfahren. In einer torreichen Partie besiegte die Beham-Elf den TuS 1860 Pfarrkirchen mit 4:1 (1:1) und schob sich damit auf Rang vier in der Tabelle. Die Platzherren begannen druckvoll, hatten in den ersten zehn Minuten gute Chancen durch Moritz Fischer und Markus Baki, um in Führung zu gehen. Diese ergab sich dann nach einer knappen halben Stunde als Fischer zu Baki flankte. Dessen Kopfball konnte Gästeschlussmann David Gallauer zunächst parieren, war jedoch gegen den Nachschuss von Johann Latanskij machtlos. Fast im Gegenzug kamen die Kicker aus dem Rottal zum 1:1-Ausgleich durch Philipp Schäck. Danach versäumte es der Aufsteiger, selbst in Führung zu gehen: Thomas Eisenreich und Andreas Surner scheiterten an TuS-Keeper Gianluca Placentra, der die Schüsse zur Ecke abwehrte.

Hochmotiviert kam die Geretsrieder Mannschaft aus der Pause zurück – mit ein paar taktischen Umstellungen. „Da waren wir sehr dominant, haben geradlinigen Fußball gespielt und hatten viel Ballbesitz. Trotz der Belastung von zwei englischen Wochen war das eine sehr, sehr gute Leistung“, lobte TuS-Trainer Florian Beham seine Schützlinge. Ein weiter Diagonalpass von Michael Bachhuber landete beim ungedeckten Baki, der ungehindert am langen Pfosten zur 2:1-Führung einköpfen konnte. Der sehr mannschaftsdienlich spielenden Baki bereitete überdies den dritten Treffer vor. Nachdem der 23-Jährige kurz zuvor an der Längsstange scheiterte, wuchtete Latanskij dessen Kopfballverlängerung unter die Latte. Seinen vierten Saisontreffer erzielte Lantskij kurz vor dem Abpfiff. Einen abgewehrten Ball stoppte der Stürmer mit der Brust und hämmerte den Ball zum 4:1 in die Maschen. Die Truppe von Spielertrainer Lukas Lechner versuchte noch, das Resultat ein wenig schmeichelhafter zu gestalten, aber Simon Kirschenheuter scheiterte am Pfosten und Lechner am Kreuzeck.

„Wir haben eine gute Leistung auf dem Platz gebracht und verdient gewonnen. Leider war es wieder kein Zu-Null-Spiel“, befand Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher. Zu seinem Punktspieldebüt kam Jonas Musselmann, der für Lech Kasperek eingewechselt wurde. „Er hat gezeigt, dass er ein Spieler für die Zukunft ist“, freute sich Beham über die Leistung des letztjährigen Akteurs aus der eigenen U 19.

TuS Geretsried – TuS 1860 Pfarrkirchen 4:1 (1:1)

Tore: 1:0 (26.) Latanskij, 1:1 (27.) Schäck, 2:1 (62.) Baki, 3:1/4:1 (67./89.) Latanskij. – Schiedsrichter: Jonathan Schädle (SV Wörnitzstein-Berg). – Gelbe Karten: Fister (TuS Geretsried). – Zuschauer: 250.

TuS Geretsried: Placentra, Kasperek (74. Musselmann), Poschenrieder, L. Kellner, Baki, Buchner, Fister, Mi. Bachhuber (70. Bahnmüller), Rauch, M. Fischer, Latanskij (89. Schrills).


Vorbericht

Fister und Buchner in der Geretsrieder Startelf –Trainer Beham: „Nach drei Siegen in Folge sind wir gut drauf“

Geretsried – Nach den Spielen in Aiglsbach und gegen Neuried bekommt es der TuS Geretsried an diesem Samstag zum dritten Mal in dieser Spielzeit mit einem der insgesamt sechs Aufsteiger zu tun. Zu Gast im Isarau-Stadion (15 Uhr) ist der TuS 1860 Pfarrkirchen, der sich in der niederbayerischen Bezirksliga West mit einem Punkt Vorsprung aber der gewaltigen Torausbeute von 73:19 (bei nur zwei Niederlagen) vor dem TV Freyung die Meisterschaft sicherte. Die Rottaler kehren damit nach zweijähriger Abstinenz auf die Landesligabühne zurück.

Nach fünf Spieltagen haben die Niederbayern bereits fünf Punkte eingefahren. Neben dem 2:0-Heimerfolg gegen TSV Kastl überraschten vor allem die beiden bisherigen Auswärtsresultate. Beim FC Deisenhofen (0:0) und in Erlbach (2:2) gab es jeweils ein Unentschieden. „Pfarrkirchen spielt einen robusten Fußball, kreiert viele Torchancen und traut sich was zu. Das wird eine schwierige Aufgabe. Aber wir sind nach den drei Siegen in Folge gut drauf“, erklärt TuS-Trainer Florian Beham.

Spielertrainer Lukas Lechner gilt bei den Gästen als Mittelfeldregisseur mit gutem Auge und Übersicht – ein echter Matchgestalter eben. Der 28-jährige Ex-Profi ist die zentrale Figur. Er bestritt 2006/07 einige Begegnungen für den SV Wacker Burghausen in der 2. Bundesliga.

Gleich zu Stammspielern aufgestiegen sind zwei der insgesamt sechs Neuzugänge: zum einen Christopher Obermeier vom Bezirksligisten TSV Gangkofen als Defensiv-Allrounder sowie Abwehrkollege Ulrich Lahner, der den großen Sprung vom Kreisklassisten TSV Ulbering schaffte. Gut in Schwung ist beim Liga-Elften Andreas Surner, der bereits drei Tore erzielte. Im Vorjahr kam der 26-jährige Angreifer in 24 Partien auf 15 Treffer. Nur Sturmpartner Thomas Eisenreich (18) war erfolgreicher.

Für das fünfte Spiel innerhalb von 14 Tagen kündigt Beham wieder die eine oder andere Rotation an. So kehren Benjamin Fister und Benedikt Buchner in die Startelf zurück. „Wir müssen den Ballast etwas verteilen und den Spielern aufgrund des derzeit nicht allzu großen Kaders immer wieder einmal eine Ruhepause gönnen“, sagt der 34-jährige Übungsleiter. Fraglich ist der Einsatz von Michael Bachhuber, der sich das Innenband überdehnt hat. Fehlen werden definitiv Sebastian Rosina, Mario Walker, Vinzens Krüger, die beiden Griechen Taso und Niko Karpouzidis (alle Urlaub) sowie der verletzte Christian Lautenbacher.

TuS Geretsried

Kader: Placentra – Buchner, L. Kellner, Ch. Herberth, Poschenrieder, Rauch, Kasperek, Fister, Baki, Schrills, M. Fischer, Latanskij, Mi. Bachhuber (?), Bahnmüller, Musselmann, Knechtel. – Schiedsrichter: Jonathan Schädle (SV Wörnitzstein-Berg).

09.08.2017 – TUS Geretsried – FC Pipinsried (Pokal)  1:2 (1:0)

TuS Geretsried hält mit Regionalligist TSV Pipinsried lange gut mit und kassiert erst kurz vor Schluss das 1:2 – Blitztor durch Latanskij

Geretsried – Der TuS Geretsried ist am Mittwochabend in der ersten Verbandspokal-Hauptrunde des Bayerischen Fußballverbandes gegen den FC Pipinsried mit 1:2 (1:0) ausgeschieden. Doch wie sich die Beham-Truppe bis zum Schlusspfiff gegen den Regionalliga-Aufsteiger verkaufte und kämpferisch wehrte, war aller Ehren wert. „Die Art und Weise, wie wir einem zwei Ligen höher spielenden Gegner Paroli geboten haben, war überragend. Das war eine super Partie mit einer richtig guten Leistung von uns. Am Ende war die Niederlage ein bisschen unglücklich“, lobte TuS-Trainer Florian Beham seine Schützlinge.

Das Pokalmatch begann mit einem Paukenschlag. Noch vor Ende der ersten Spielminute erzielte Johann Latanskij auf Zuspiel von Moritz Fischer die 1:0-Führung. Die Gäste aus dem Dachauer Hinterland ließen ihr Können anschließend nur manchmal aufblitzen, verzettelten sich zudem immer wieder mit Aktionen ins Abseits. Spielertrainer Fabian Hürzeler schonte dabei seine beiden Stürmer Amre Arik und Atdhedon Lushi, die im Punktspielbetrieb bisher je zwei Treffer erzielt hatten.

Die Geretsrieder Mannschaft kam in Durchgang eins nur zweimal in Gefahr: Als Manuel Müller TuS-Keeper Gianluca Placentra ernsthaft prüfte (6.) und einmal knapp neben den Pfosten schoss (15.). Noch vor der Pause hätte Moritz Fischer mit einem Kopfball für den zweiten TuS-Treffer sorgen können. Aber der 22-Jährige scheiterte. So wie auch in der 55. Minute, als FCP-Torhüter und Kapitän Thomas Reichlmayr den Ball erst im Nachfassen unter Kontrolle brachte.

Eine Vorlage des eingewechselten Christoph Burkhard beförderte Dennis Liebsch in den Strafraum, wo Manuel Müller das Leder per Kopf zum 1:1-Ausgleich in die Maschen beförderte. Die Kicker aus der Nähe von Altomünster legten nun einen Zahn zu. Glück hatte der TuS, als Müller nur den Pfosten anvisierte (81.). Doch drei Minuten später endete bei den Platzherren dann doch noch der Traum, sich vielleicht ins Elfmeterschießen retten zu können. Ünal Tosun kam über die linke Seite und markierte den zweiten Treffer der nun etwas aggressiver spielenden Gäste. Eine Minute vor Spielende klärte Marinus Poschenrieder kurz vor der Linie einen Schuss von Müller, der sehr auffällig agierte.

„Es besteht kein Grund zur Enttäuschung, auch wenn wir durch das späte Tor verloren haben. Mit etwas Glück hätten wir das Elfmeterschießen erreicht. Dennoch haben wir unsere gute Form bestätigt und eine riesige kämpferische Leistung abgelieferte“, freute sich trotz des Ausscheidens Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher.

TuS Geretsried – TSV Pipinsried 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 (1.) Latanski, 1:1 (59.) Müller, 1:2 (84.) Tosun. – Zuschauer: 300. – Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (TSV Scheßlitz).

TuS Geretsried: Placentra – Kasperek (75., Bahnmüller), Poschenrieder, Ch. Herberth, L. Kellner, Baki (69., Buchner), Mi. Bachhuber, Rauch, Walker, M. Fischer, Latanskij (81., Fister).

 Vorbericht

TuS Geretsried will den Regionalligisten TSV Pipinsried im Verbandspokal vor Probleme stellen – Beham: „Es geht um etwas“

Geretsried – Eine reizvolle Pokalaufgabe steht dem TuS Geretsried heute Abend (Beginn 18.30 Uhr im Isaraustadion) ins Haus. Im Rahmen der ersten Pokal-Hauptrunde des Bayerischen Fußballverbandes wurde der Beham-Elf der Regionalligist TSV Pipinsried zugelost. „Wir freuen uns, dass es um einen Gegner geht, der zwei Klassen höher angesiedelt ist. Dieses Los haben sich die Jungs nach den beiden Siegen über den BCF Wolfratshausen und den TuS Holzkirchen verdient. Es geht um etwas“, meint Florian Beham. Aus diesem Grunde setzte er das Montag- und Donnerstagtraining mit dosierter Intensität an.

Obwohl die Gäste um Spielertrainer Fabian Hürzeler in der vergangenen Saison nur Dritte in der Bayernliga wurden, gelang erstmals der Aufstieg in die Regionalliga, weil Meister SV Pullach verzichtete und Vizemeister FC Unterföhring den Aufstieg wahrnahm. Der Klub aus dem Dachauer Hinterland kam in den Genuss der Relegation und schaltete die SpVgg Greuther Fürth II (1:1, 3:2) aus. Für den 76-Jährigen Präsidenten Konrad Höß, der den Verein mit viel Herzblut seit 50 Jahren führt, ein Höhepunkt seines Lebenswerks.

Allerdings läuft derzeit nicht alles rund im Team aus der Pfarrgemeinde nahe Altomünster. Gegen Schweinfurt gab’s zum Start eine 0:2-Niederlage. Es folgte ein 3:3 beim VfB Eichstätt, ehe man sich am Wochenende eine 0:4-Klatsche beim 1. FC Nürnberg II einhandelte. Davor lag noch die wegen Gewitters bei 2:1 abgebrochene Heimpartie (85. Minute) gegen Fürth II. In der Offensive haben sie mit Emre Arik, Atdhedo Lushi und Manuel Müller drei Superstürmer, „die eine brutale Qualität an den Tag legen“, hat Beham in Erfahrung gebracht. Neuzugang Luis Grassow aus Unterhaching ist Chef in der Verteidigung, und Fabian Hürzeler bringt nach seinen Engagements bei TSV 1860 München II und TSG Hoffenheim II Regionalligaerfahrung mit ein.

Der TuS-Coach will sich mit seinen Schützlingen „keinesfalls verstecken“ und versucht, „Pipinsried vor Probleme zu stellen“. Im Kader fehlt verletzungsbedingt Sebastian Schrills (Oberschenkelzerrung). Dafür sind Vincent Krüger und Johann Latanskij wieder einsatzfähig. „Wir haben zuletzt viel Selbstbewusstsein aufgebaut“, sagt Co-Trainer Christian Sacher. „Wir können dem Regionalligisten einiges abverlangen. Allerdings wird im körperlichen und fitnesstechnischen Bereich ein Unterschied bestehen.“

TuS Geretsried:

Placentra – Buchner, L. Kellner, Ch. Herberth, Poschenrieder, Rauch, Fister, Baki, Mi. Bachhuber, M. Fischer, Latanskij, Walker, Kasperek, Bahnmüller, V. Krüger, Knechtel. Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (TSV Scheßlitz).

05.08.2017 – FC Deisenhofen – TUS Geretsried  1:3 (0:1)

TuS Geretsried gewinnt zum dritten Mal in Folge mit diesem Resultat – Engagierte Leistung beim FC Deisenhofen

Deisenhofen/Geretsried – Optimale Ausbeute für den TuS Geretsried in der englischen Woche. Am Samstag gelang der Beham-Elf nach den Erfolgen in Aiglsbach und gegen Neuried beim FC Deisenhofen bereits der dritte 3:1 (1:0)-Sieg in Folge. Macht summa summarum neun Zähler am Stück innerhalb von sieben Tagen.

In der Anfangsphase hatte die Geretsrieder Mannschaft viel Glück. Nach nur vier Minuten schoss Sebastian Lattermann aus acht Metern völlig freistehend am Kasten vorbei, und einen wuchtigen Kopfball von Luis Fischer (14.) entschärfte TuS-Keeper Gianluca Placentra mit einer Glanzparade. „Da hatten wir viel Dusel. Die Gastgeber haben zwei dicke Chancen kläglich liegen gelassen“, bemerkte Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher.

Nach einer knappen halben Stunde flankte Benjamin Fister im Strafraum. Abwehrversuche von zwei FC-Verteidigern schlugen fehl, sodass Michael Bachhuber das Leder direkt vor die Füße bekam und zur 1:0-Führung abschloss. Drei Minuten später landete ein Diagonalpass von Michael Rauch bei Markus Baki. Der 23-Jährige hatte das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss landete jedoch knapp neben dem Pfosten.

Aus Ballgewinnen ein schnelles Umschaltspiel zu kreieren: Diese Taktik ging dem zweiten Treffer voraus. FC-Verteidiger Nickl verlor einen Zweikampf gegen Michael Rauch. Dessen Flanke fand einen dankbaren Abnehmer in Moritz Fischer, der mit einem exakt platzierten Kopfball (77.) auf 2:0 erhöhte. Nur vier Zeigerumdrehungen darauf krönte der stets präsente Fischer seine überragende Leistung mit dem 3:0, als er ein Zuspiel von Lukas Kellner in den Rückraum sicher verwandelte. Kurz darauf (85.) gelang Thomas Karl noch der Ehrentreffer für die Platzherren, der sich durchgetankt hatte und unbedrängt zum Abschluss kam.

In der Schlussphase hätte der TuS das Ergebnis höherschrauben können. Aber Marinus Poschenrieder scheiterte mit einem direkten Freistoß innerhalb des Strafraums über die Latte (87.), und in der 89. Minute blieb der völlig verausgabte Michael Bachhuber an FC-Schlussmann Matthias Fichtner hängen. „Das war eine sehr engagierte Leistung. Wir haben nur ganz wenig zugelassen und waren in der zweiten Halbzeit hellwach“, befand TuS-Trainer Florian Beham.

Peter Schmidt, dessen Team zum engeren Favoritenkreis hinter Türkgücü Ataspor München gezählt wird, zeigte sich unzufrieden. „Nur zwei Tore in vier Spielen sprechen für sich. Ohne gewonnene Zweikämpfe und mit miserabler Chancenverwertung wird es schwierig, Spiele zu gewinnen“, monierte der Trainer.

FC Deisenhofen – TuS Geretsried 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 (25.) Mi. Bachhuber, 0:2/0:3 (77./81.) M. Fischer, 1:3 (85.) Karl. – Schiedsrichter: Simon Konrad (BC Adelzhausen). – Gelbe Karten: Rauch, L. Kellner, Buchner (alle TuS), Finster, Fischer (beide FCD). – Zuschauer: 150.

TuS Geretsried: Placentra, Buchner, Poschenrieder, Ch. Herberth, L. Kellner (82. Kasperek), Fister, Mi. Bachhuber, Rauch, Walker, M. Fischer, Baki (74. Bahnmüller).

 Vorbericht

TuS Geretsried reist mit kleinem Kader zum favorisierten FCD – Rückenwind durch zwei Siege in Serie

Geretsried – Mit zwei Siegen in Folge gegen die beiden Aufsteiger TV Aiglsbach und TSV Neuried ist der TuS Geretsried wieder im Soll und immerhin auf Platz sieben geklettert. Ein anderes Kaliber wartet an diesem Samstag (15 Uhr) auf die Elf von Florian Beham: Der FC Deisenhofen empfängt den TuS. Hinter der Ausnahmemannschaft von Türkgücü München zählt der spielstarke FCD neben dem VfB Hallbergmoos und dem ASV Dachau zum engeren Verfolgerkreis.

Allerdings sind die Ergebnisse noch nicht entsprechend ausgefallen, um diese Ansprüche zu untermauern. Vor allem vor heimischer Kulisse muss die Truppe von Peter Schmidt angesichts eines 0:0 gegen Neuling Pfarrkirchen und einer 0:1-Niederlage gegen Erlbach unbedingt die Bilanz aufbessern. „Das macht die Situation für uns nicht einfacher“, befürchtet TuS-Trainer Florian Beham. „Außerdem hat Deisenhofen nach dem witterungsbedingten Spielabbruch in Freising am Dienstag ein halbes Spiel weniger in den Knochen, und obendrein hatten sie einen Tag mehr Zeit zur Regeneration zur Verfügung.“ Die Ergebnisse der vergangenen Saison dürfte ihm und seiner Mannschaft allerdings Mut machen: Mit 4:1 und 3:1 wurden beide Partien gewonnen.

Große Erwartungen setzt man bei den Gastgebern auf Martin Mayer, der nach einem Jahr beim TSV Buchbach in der Regionalliga zu seinem alten Klub zurückkehrte. „Er dirigiert und leitet das Spiel“, erklärt Beham zu den Vorzügen des beim FC Deisenhofen dringend benötigten Mittelfeldakteurs. Denn während der Sommerpause hat der Verein aus dem Münchner Süden einen gehörigen Aderlass hinnehmen müssen: Die Stammkräfte Markus Mayer (FC Töging), David Hundertmark (SV Grödig/Österreich) und Masaaki Takahara (FC Unterföhring) haben den FC verlassen.

Auch der TuS ist derzeit personell arg gebeutelt. Angesichts der Ausfälle der Brüder Taso und Niko Karpouzidis, Vinzenz Krüger (alle Urlaub), Christian Lautenbacher (verletzt) und Sebastian Rosina (Aufbautraining) kann Beham derzeit nur auf einen 16-köpfigen Kader zurückgreifen. „Wegen der Belastung mit den englischen Wochen wird es eine, maximal zwei Änderungen im Kader geben“, sagt der 34-jährige Übungsleiter. Edi Hien

TuS Geretsried

Aufstellung: Placentra – Buchner, L. Kellner, Ch. Herberth, Kasperek, Rauch, Walker, Fister, Mi. Bachhuber, Schrills, M. Fischer, Baki, Poschenrieder, Bahnmüller, Latanskij, S. Untch. – Schiedsrichter: Simon Konrad (BC Adelzhausen).

02.08.2017 – TUS Geretsried – TSV Neuried 3:1 (1:1)

Kellner, Schrills und Baki treffen beim 3:1-Erfolg – TuS Geretsried macht gegen Aufsteiger TSV Neuried den zweiten Saisonsieg perfekt

Geretsried – Seinen zweiten Saisonsieg konnte der TuS Geretsried am Mittwochabend einfahren. Nach dem Erfolg in Aiglsbach siegte die Beham-Elf binnen vier Tagen zum zweiten Mal mit 3:1 (1:1), diesmal im gut besuchten Heimspiel gegen den TSV Neuried.

Das Match lief zunächst ganz nach dem Geschmack der Platzherren. Bereits nach sechs Minuten verwertete Lukas Kellner ein Zuspiel von Moritz Fischer zur 1:0-Führung. „Da hat man den Willen der Spieler gesehen, dass sie drei Punkte ergattern wollten“, urteilte TuS-Trainer Florian Beham. Leider zeigte seine Truppe wieder einmal, woran es mangelt. Die Mannschaft versäumte es, mit weiteren Toren dem Aufsteiger frühzeitig den Zahn zu ziehen. Und so kamen die Münchner Vorstädter durch einen abgefälschten Schuss von Kevin Negret zum 1:1-Ausgleich. Danach hatten die Gastgeber Probleme. Man war zu passiv in den Zweikämpfen und ein paar Bälle fanden nicht die entsprechende Anspielstation.

Ein Manko, das sich auch zunächst nach der Pause fortsetzte. Dann aber ergriff der TuS wieder die Initiative. Nach einer Ecke von Michael Rauch war Sebastian Schrills zur Stelle und köpfte überlegen zum 2:1 ein. „Es ist immer schön, wenn eine Standardsituation zum Erfolg führt“, freut sich Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher. Für den 21-jährigen Stürmer war es bereits das vierte Saisontor im vierten Meisterschaftsspiel. Neuried war nun um den Ausgleich bemüht. Dadurch ergaben sich etliche Kontermöglichkeiten für den TuS, auch weil Nicolas Höhne mittlerweile wegen einer Ampelkarte fehlte. Moritz Fischer traf nur knapp über die Latte (61.) und Kellners kluger Flachpass in den Strafraum (87.) fand keinen Abnehmer. Kurz darauf zog Michael Bachhuber nach einer schönen Einzelaktion am Pfosten vorbei. Als TSV-Keeper Valentin Grabmaier den eingewechselten Johannes Bahnmüller im Strafraum an der verlängerten Torlinie leicht touchiert, ließ der aus Neurieder Sicht umstrittene Elfmeterpfiff nicht lange auf sich warten. Markus Baki, verletzungsbedingt erst ein paar Minuten zuvor eingewechselt, hämmerte das Leder zum umjubelten 3:1 in die Maschen. „So wie wir in einigen Phasen gespielt haben, wäre ein Punkt verdient gewesen. Aber Geretsried war in einigen Situationen gewiefter“, befand Neurieds Coach Davide Taurino.

TuS Geretsried – TSV Neuried 3:1 (1:1)

Tore: 1:0 (6.) L. Kellner, 1:1 (28.) Negret, 2:1 (57.) Schrills, 3:1 (90. + 2) Baki (ET). – Gelb-Rot: Höhne (83./TSV, Foul, Reklamieren). – Zuschauer: 220. – Schiedsrichter: Benjamin Senger (TSV Haunstetten).

TuS Geretsried: Placentra – Buchner (66., Poschenrieder), L. Kellner, Ch. Herberth, Kasperek, Rauch, Walker, Fister, Mi. Bachhuber, Schrills (81., Bahnmüller), M. Fischer (87., Baki).

Vorbericht

TuS Geretsried empfängt heute Abend den Aufsteiger, der bereits vier Punkte auf dem Konto hat – 16-Mann-Kader

Geretsried – Nach dem ersten Dreier beim TV Aiglsbach gibt es für den TuS Geretsried heute Abend nur eine Devise: unbedingt nachlegen. Der TSV Neuried kommt um 18.30 Uhr ins Isaraustadion. Im Vorfeld sagt TuS-Trainer Florian Beham: „Ich hoffe, dass wir nach dem Monster-Auftaktprogramm gegen die Topteams VfB Hallbergmoos und ASV Dachau den Schwung aus unserem guten Auftritt in der Hallertau mitnehmen können. Dazu müssen wir dem Gegner unser kontrolliertes Spiel aufzwingen und geduldig unsere Chancen herausspielen.“

Beham hat die Gäste kürzlich selbst beobachtet und ausgemacht, dass die Mannschaft um Davide Taurino stärker als zuletzt Aiglsbach auftritt und auf Konterfußball setzt. Als Tabellenzweiter der Bezirksliga Süd hinter Meister TSV Grünwald gelang Neuried erstmals der Aufstieg in Landesliga. In der Relegation wurde der TSV Eintracht Karlsfeld nach nur einer Saison wieder in die Bezirksliga befördert (0:0, 2:1) und in Runde zwei der Nord-Bezirksligavizemeister TSV Jetzendorf (1:0, 1:2) besiegt.

Die Ausbeute der Münchner Vorstädter kann sich nach den ersten drei Spieltagen sehen lassen. In Erlbach sprang ein 1:0-Sieg heraus, gegen Freising erreichte der TSV zuletzt ein 1:1-Unentschieden. Das Auftaktspiel gegen Kastl ging dagegen mit 0:2 verloren.

Keine großen Veränderungen gab es im Kader des Liga-Neulings. Allerdings haben mit Lennart Hasenbeck (SV Heimstetten) und Robert Rudnik (TSV Großhadern) zwei wichtige Offensivkräfte den Verein verlassen. Einer der vier Neuzugänge ist Maximilian Krüger (TSV 1860 München II), der aus der Jugend des VfL Wolfsburg stammt. Viel Verantwortung liegt jetzt auf Florian Kröss. Der pfeilschnelle Stürmer (2016/17: zehn Treffer) sorgt für viel Wirbel im Strafraum und ist ein Aktivposten.

Nachdem sich mit Vincent Krüger ein weiterer Spieler in den Urlaub verabschiedet hat, steht dem TuS derzeit nur ein 16-köpfiges Aufgebot zur Verfügung. Für Krüger rückt Mario Walker in die Startelf. „Er ist seit vier Wochen im Training und hat am Sonntag ein ordentliches Spiel abgeliefert“, sagt Beham. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass man in dieser Liga niemanden unterschätzen darf. Egal ob Aufsteiger oder etablierte Mannschaft. Man muss immer 100 Prozent bringen und möglichst fehlerfrei spielen.“ Vielleicht gelingt es dem TuS, erstmals ein Spiel ohne Gegentreffer zu überstehen.

TuS Geretsried:

Placentra – Buchner, L. Kellner, Ch. Herberth, Kasperek, Rauch, Walker, Fister, Mi. Bachhuber, Schrills, M. Fischer, Baki, Poschenrieder, Bahnmüller, Latanskij, S. Untch.

Schiedsrichter: Benjamin Senger (TSV Haunstetten).

30.07.2017 – TV Aiglsbach – TUS Geretsried  1:3 (0:1)

Erster Saisonsieg: Geretsried gewinnt mit 3:1 beim TV Aiglsbach – Sacher: „Jeder hat für die Mannschaft gekämpft“

Aiglsbach/Geretsried – Der TuS Geretsried feiert am dritten Spieltag der Landesliga Südost seinen ersten Sieg. Die Beham-Elf gewann am Sonntag mit 3:1 (1:0) im Hexenkessel des TV Aiglsbach. „Das war ein wichtiger Erfolg für uns. Wir waren von der ersten Minute an konzentriert und haben viel gegen den Ball gearbeitet“, bilanziert Florian Beham.

Die Truppe des Geretsrieder Trainers tat gut daran, die noch andauernde Aufstiegseuphorie der Hallertauer nicht zu unterschätzen. Der Neuling ging mutig zu Werke und hatte in Manfred Gröber einen ständigen Unruheherd in seinen Reihen, der einmal freistehend über das Geretsrieder Torgestänge schoss (8.) und TuS-Keeper Gianluca Placentra zu einer gewagten Fußparade (15.) am kurzen Eck zwang.

Nach gut einer halben Stunde dann die 1:0-Führung für die Gäste. Ein Zuspiel auf der rechten Seite von Michael Bachhuber landete exakt vor den Füßen von Sebastian Schrills, der das Leder über die Linie drückte. In der 37. Minute rettete Placentra erneut mit einer Fußparade gegen Gröber, den Nachschuss donnerte Andreas Lattner etwas überhastet über das Gehäuse. Ausgangspunkt zum 1:1-Ausgleich (60.) war ein von Matthias Ehrenreich ausgeführter Freistoß, den Eugen Belousow per Kopf in die Maschen verlängerte.

Das Team von Peter Gaydarov schöpfte neue Hoffnungen, denen wenige Minuten später die Ernüchterung folgte. Der eingewechselte Markus Baki umdribbelte zwei Gästespieler, flankte exakt in die Tormitte, sodass der anspielbereite Bachhuber nur noch gefühlvoll einnetzen musste. Fünf Minuten später führte Lukas Kellner eine Ecke aus, die von Baki im Strafraum verlängert wurde. Stürmer Schrills kam angebraust und bugsierte das Spielgerät fast im Liegen auf Grasnarbenhöhe per Flugkopfball über die Linie.

„Wir haben uns die Punkte hart erarbeitet, weil die Spieler unbedingten Siegeswillen und Mannschaftsgeist gezeigt haben. Jeder hat für das Team gekämpft“, lobt Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher nach dem ersten Auftaktmatch im Rahmen der englischen Woche.

TV Aiglsbach – Tus Geretsried 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 (31.) Schrills, 1:1 (60.) E. Belousow, 1:2 (76.) Mi. Bachhuber, 1:3 (81.) Schrills, – Schiedsrichter: Florian Riepl (SpVgg Altenerding), – Gelbe Karten: Baki, Bahnmüller, V. Krüger (alle TuS), Greth, Gröber, Ehrenreich, Schweiger (alle TVA). – Zuschauer: 400.

TuS Geretsried: Placentra, Buchner, Ch. Herberth, L. Kellner, Kasperek, Fister, Mi. Bachhuber, Rauch, V. Krüger (46. Walker), M. Fischer (72. Baki), Schrills (81. Bahnmüller).

Vorbericht: TuS Geretsried ist beim Aufsteiger Aiglsbach zum Siegen verpflichtet

Geretsried – Nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Hallbergmoos (1:5) und Dachau (2:3) muss der TuS Geretsried langsam seine Leistung abliefern. Im Rahmen einer englischen Woche bietet sich jetzt die Gelegenheit, gegen zwei Aufsteiger zu punkten. Am Sonntag spielt die Beham-Elf zunächst in der Hallertau beim TV Aiglsbach (15 Uhr), während am Mittwoch um 18.30 Uhr der TSV Neuried im Isarau-Stadion zu Gast ist.

Dass die Reise in die 1800 Einwohner zählende Gemeinde Aiglsbach im Landkreis Kehlheim kein Zuckerschlecken wird, ist Florian Beham bewusst. „Zum ersten Heimspiel gegen Erlbach kamen dort 650 Zuschauer. Der Fußballplatz ist ein beeindruckender Hexenkessel. Die Fans sind nah am Geschehen dran. Da herrscht eine hitzige Atmosphäre, von der man sich nicht anstecken lassen soll. Man muss einen kühlen Kopf bewahren“, warnt der Geretsrieder Trainer. Die Truppe von Peter Gaydarov spielte 2015 noch in der Kreisliga und schaffte in ihrer 85-jährigen Vereinsgeschichte heuer erstmals als Meister der Bezirksliga Niederbayern-West den Aufstieg in die Landesliga. Mit Julian Kügel wechselte allerdings ein Leistungsträger zum VfB Eichstätt in die Regionalliga. Neu beim TV sind unter anderem Florentin Seferi (SC Eintracht Freising) und Routinier Andreas Blatter, der vom TSV Sandelzhausen zurückkehrte.

„Trotz unseres schlechten Starts fahren wir mit viel Selbstvertrauen nach Aiglsbach. Es wird sich zeigen, ob die Mannschaft den Schalter umlegen kann und Charakter zeigt“, erklärt Beham. Für den 34-Jährigen ist es diesmal wichtig, kapitale, eigene individuelle Fehler zu unterbinden. Auch an der Chancenverwertung habe man unter der Woche gearbeitet. Ziel sei es, drei Punkte aus der Hallertau zu entführen. „Das ist Vorgabe und braucht man auch nicht dumm rechnen. Ich glaube, diesen Anspruch sollte jeder unserer Spieler nach zweijähriger Landesligazugehörigkeit besitzen“, fordert Beham.

In die Startelf wird Michael Rauch rücken, da die beiden Griechen Taso und Niko Karpouzidis im Urlaub weilen. Die Busabfahrt erfolgt um 11 Uhr von der TuS-Vereinsgaststätte Isarau.

TuS Geretsried

Placentra – Buchner, L. Kellner, Ch. Herberth, Baki, Rauch, Kasperek, Mi. Bachhuber, Latanskij, Schrills, M. Fischer, Poschenrieder, Bahnmüller, Walker, V. Krüger, Fister, S. Untch.

22.07.2017 – TUS Geretsried – ASV Dachau 2:3 (1:1)

Zu viele Fehler, zu wenig Einsatz – TuS hinkt nach 2:3 gegen Dachau den Erwartungen hinterher

Geretsried – Allmählich müssen die Fußballer des TuS Geretsried schauen, dass sie in die Pötte kommen. Nach der 1:5-Auftaktniederlage in Hallbergmoos verlor die Beham-Elf auch ihr Heimdebüt gegen den ASV Dachau mit 2:3. Dabei sah es anfänglich ganz gut aus für die Hausherren. Sie hatten die Partie im Griff und erarbeiteten sich immer wieder gute Chancen. Als Sebastian Schrills kurz nach seiner Einwechslung für Johann Latanskij (Leistenzerrung) im Strafraum zu Fall gebracht wurde, war der fällige Foulelfmeter eine Sache für Markus Baki – 1:0 (35.).

Pech hatte Moritz Fischer, der nach einer Einzelaktion nur das Lattenkreuzeck (43.) traf. Es lief bereits die Nachspielzeit in Durchgang eins, als die Gäste zum 1:1-Ausgleich kamen: Maximilian Bergner hatte einen Stellungsfehler von Christoph Herberth ausgenutzt und sein Zuspiel verwertete Maximilian Kreitmair. „Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir alles richtig gemacht. Dann schießen wir wieder so einen kapitalen, individuellen Bock. So lange nicht jeder ein fehlerfreies Spiel abliefert und konzentriert arbeitet, wird das nichts werden“, ärgerte sich TuS-Coach Florian Beham.

Und es sollte noch schlimmer kommen. Nach einem Freistoß von Bergner (52.) wurde der Ball aus dem Geretsrieder Strafraum direkt vor die Füße von Kreitmair geköpft. Mit einem Seitfallzieher gelang dem Mittelfeldakteur das 2:1, wobei TuS-Keeper Gianluca Placentra nicht die beste Figur abgab. Per Konter gelang den Dachauern auch noch das 3:1. Michael Kornprobst flankte auf Bergner – Lech Kasperek hob das Abseits auf – und verwandelte eiskalt. Der 2:3-Anschlusstreffer durch Schrills nach Flanke von Michael Rauch (86.) war zwar sehenswert, am Ende aber zu wenig.

Während sich ASV-Coach Frank Peuker über den Sieg freute („Wir haben in einer hart umkämpften Partie eine ordentliche Leistung gezeigt, auch wenn wir in den letzten Minuten noch etwas zittern mussten“), hinkt der TuS seinen großen Erwartungen weiter hinterher. „Mit diesen krassen Fehlern machen wir uns das Leben selbst schwer“, urteilte Co-Trainer Christian Sacher. „So lange manche Spieler nicht alles aus sich herausholen, reicht es eben nicht für drei Punkte.“

TuS: Placentra – Buchner (T. Karpouzidis), Ch. Herberth, L. Kellner, Baki, Kasperek, Mi. Bachhuber (80. Rauch), Poschenrieder, N. Karpouzidis, M. Fischer, Latanskij (31. Schrills).

Tore: 1:0 (35./FE) Baki, 1:1/1:2 (45.+3/52.) Kreitmair, 1:3 (82.) Bergner, 2:3 (86.) Schrills. – Schiedsrichter: Florian Ziegler (TSV Hohenpeißenberg). – Gelbe Karten: Baki, Ch. Herberth, L. Kellner (alle TuS), Kornprobst (ASV). – Zuschauer: 250.

Vorbericht

TuS Geretsried will im ersten Heimspiel gegen Dachau punkten

Geretsried – Aufarbeitung war bei den Fußballern des TuS Geretsried nach der 1:5-Auftaktniederlage in Hallbergmoos angesagt. „Wir haben über das Spiel länger geredet und viele Dinge angesprochen. Denn unsere Patzer, die zu den Gegentoren führten, waren offensichtlich. Das müssen wir einfach abstellen“, fordert Trainer Florian Beham vor dem ersten Heimspiel am heutigen Samstag gegen den ASV Dachau (17 Uhr, Isarau-Stadion). Da wird sich zeigen, ob seine Schützlinge ihre Hausaufgaben gemacht haben. Zumindest dauerte die Spielersitzung nach dem Abschlusstraining am Donnerstag etwas länger.

Leicht wird es für den TuS auch diesmal nicht werden, denn die Gästeelf von Frank Peukert hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Nach den Plätzen elf und fünf in den Vorjahren schlossen die Dachauer zuletzt mit Rang drei ab. Zum Start gab es ein 2:2-Remis gegen SC Eintracht Freising, wobei Max Kreitmair der Ausgleichstreffer erst in der Nachspielzeit gelang. Der ASV-Kader hat sich nur geringfügig geändert. Allerdings wiegt der Abgang des letztjährigen Landesliga-Torschützenkönigs Philipp Schmidt (24 Treffer) zum FC Unterföhring schwer. Neu im Team sind Sebastian Mack (SV Heimstetten II) und Daniel Anglohr (SV Pocking), der aus der Jugend von Wacker Burghausen stammt und bereits in Österreich beim SV Ried unter Vertrag stand.

„Wir müssen damit rechnen, dass es bis zum Abpfiff ein enges Match wird. Auch nach Schmidts Weggang darf man die Dachauer nicht unterschätzen. Denn sie haben mit Maximilian Bergner und Maximilian Kreitmair zwei treffsichere Angreifer. Insgesamt gesehen eine sehr disziplinierte und ausgeglichene Mannschaft, bei der der Trainer weiß, wie er sie einstellen muss“, erklärt Florian Beham. Der 34-Jährige wird einige Umstellungen in der Startformation vornehmen und auch im taktischen Bereich „ein bisschen was ändern“.

Auf die erste Heimpartie freut sich Christian Sacher. „Der unglückliche Start ist abgehakt. Jetzt wollen wir unsere Heimstärke beweisen. Unser Stadion soll wieder zu einer Festung werden, die Hütte soll brennen“, so der Geretsrieder Co-Trainer.

TuS Geretsried

Placentra – Buchner, L. Kellner, Ch. Herberth, Baki, Kasperek, N. Karpouzidis, Mi. Bachhuber, Latanskij, Schrills, M. Fischer, Poschenrieder, Bahnmüller, T. Karpouzidis, Rauch, Walker, V. Krüger, Fister, S. Untch.

14.07.2017 VFB Halbergmoos – TUS Geretsried 5:1 (2:0)

Schmerzhafter Start – TuS Geretsried verliert Auftaktspiel beim VfB Hallbergmoos mit 1:5 – Kritik am Defensivverhalten

Hallbergmoos/Geretsried – Auch im dritten Anlauf gab es für die Fußballer des TuS Geretsried beim VfB Hallbergmoos nichts zu holen: Im Landesliga-Eröffnungsspiel am Freitagabend unterlag die Beham-Elf mit 1:5 (0:2).

Die Gastgeber gingen in der 14. Minute nach perfektem Zuspiel von Benjamin Held durch Egor Keller, der bereits in der Anfangsphase mit einem Lattenschuss gescheitert war, in Führung. Neuzugang Keller war seinerseits Vorlagengeber für Stürmer Held beim 2:0, das fast mit dem Halbzeitpfiff allerdings aus abseitsverdächtiger Position fiel. Kurz zuvor entschärfte TuS-Keeper Gianluca Placentra einen strammen Schuss von Gerrit Arzberger. Hoffnungen schöpften die Geretsrieder, nachdem Johann Latanskij nach Flanke von Taso Karpouzidis auf 1:2 (49.) verkürzte. „Da haben wir etwas mutiger nach vorne gespielt. Leider haben wir die weiteren Gegentore regelrecht hergeschenkt. Da waren richtige Slapstickeinlagen dabei“, kritisierte Florian Beham. Keller erhöhte auf 3:1 (65.) und wenig später ließ Arzberger den vierten Hallbergmooser Treffer folgen. „Wir haben dem Gegner die Bälle einfach nur auf- oder vorgelegt. Vor allem in der Defensive haben wir schwer versagt“, klagte der Geretsrieder Trainer, der in Durchgang zwei dreimal wechselte.

Pech hatte zudem Michael Bachhuber, der vier Minuten vor Schluss nur den Pfosten anvisierte. Und es sollte für den TuS noch schlimmer kommen: Für den 5:1-Endstand (89.) sorgte schließlich mit Martin Mlynikowski noch ein weiterer eingewechselter VfB-Neuzugang. Das Resümee: Für die Platzherren ein Auftakt nach Maß, für Geretsried ein glatter Fehlstart.

TuS: Placentra – Rauch, Ch. Herberth, L. Kellner, Baki, Kasperek, Mi. Bachhuber, T. Karpouzidis (57. M. Fischer), Fister (68. N. Karpouzidis), Schrills, Latanskij (73. V. Krüger).

Tore: 1:0 (14.) Keller, 2:0 (45.) Held, 2:1 (49.) Latanskij, 3:1 (65.) Keller, 4:1 (71.) Arzberger, 5:1 (89.) Mlynikowski. – Schiedsrichter: Pantelis Gitopoulos (FC Bayern München). – Gelbe Karten: Fister, Mi. Bachhuber, L. Kellner (alle TuS), Giglberger, Arzberger (beide VfB). – Zuschauer: 400.

Vorbericht

Geretsried – Nicht von Erfolg gekrönt waren die beiden letzten Auftritte des TuS Geretsried beim VfB Hallbergmoos, wo am heutigen Freitag um 19.30 Uhr (Busabfahrt: 16.30 Uhr, Isarau-Stadion) das Eröffnungsspiel der Landesliga Südost stattfindet. In der vergangenen Saison gab es eine 1:4-Niederlage, 2015/16 verlor der TuS mit 0:4. „Wir freuen uns, dass es jetzt mit den Punktspielen los geht. Ich denke, wir sind gut vorbereitet und wollen alles raushauen“, verspricht TuS-Trainer Florian Beham, der auf Christian Lautenbacher (Muskelriss im Oberschenkel) verzichten muss.

Weil der VfB im vergangenen Jahr eigentlich zu den Favoriten zählte, war die Enttäuschung über den neunte Rang groß. Trainer-Urgestein Anton Plattner wurde im Dezember abgelöst und Mario Mutzbauer übernahm das Kommando. Den Coach erwartet für die neue Runde eine Herkulesaufgabe. Nach den Abgang von 13 Spielern – fünf Stammakteure wechselten zu höherklassigen Vereinen wie FC Unterföhring oder SV Heimstetten – muss er mit 18 Zugängen ein Team formen. Zum VfB sind Georg Ball (VfR Garching), Daniel Wiskitenski (FC Ismaning) und Egor Keller (Schwaben Augsburg) gewechselt.

Probleme haben die heutigen Gastgeber derzeit auf der Torhüterposition: Florian Preußer laboriert an einem Muskelbündelriss. Nico Merz ist kurzfristig zum SB DJK Rosenheim gewechselt. So gibt es mit Ferdinand Kozol derzeit nur einen Keeper. Als Backup-Goalie steht noch der frühere Wolfratshauser und VfB-Torwarttrainer Osman Qeku (44) zur Verfügung.
TuS Geretsried

Placentra – Buchner, L. Kellner, Ch. Herberth, Baki, Kasperek, N. Karpouzidis, Mi. Bachhuber, Latanskij, Schrills, M. Fischer, Poschenrieder, Bahnmüller, T. Karpouzidis, Rauch, S. Untch.

TuS Geretsried peilt nach starker Vorbereitung und mit jungen Kräften eine bessere Platzierung als im Vorjahr an

von eduard hien

Geretsried – Der TuS Geretsried, der bereits am heutigen Freitag beim VfB Hallbergmoos in seine dritte Saison in der Landesliga Südost startet (siehe Bericht rechts), scheint gut dafür gerüstet zu sein. Nicht nur, dass der Klub in der Vorbereitung mit Siegen über Bezirksliga-Aufsteiger FC Garmisch (9:2) sowie im Pokal gegen die Bayernligisten BCF Wolfratshausen (3:0) und TuS Holzkirchen (3:2) aufhorchen ließ. Trainer Florian Beham verfügt über einen 29 Spieler umfassenden Kader, dem allein elf Akteure angehören, die im Vorjahr in der eigenen A-Jugend in der Landesliga spielten. Die seit Jahren vorbildliche Jugendarbeit trägt damit weiter Früchte. „Alle jungen Kicker haben durch die Bank das Potenzial, sich zu etablieren. Aber sie müssen die entsprechende Geduld aufbringen, denn Landesliga-Jugend- ist nicht gleich Landesliga-Herren. Jedenfalls werden wir unsere jungen Spieler weiter fördern“, verspricht Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher.

Daneben gibt es zwei externe Neuzugänge, die aber beim TuS zum ersten Mal ihre Fußballschuhe geschnürt haben. Nach einer Spielzeit beim Regionalligisten VfR Garching kehrt Markus Baki zurück. Der 23-Jährige dürfte auf der linken Defensivseite gesetzt sein und mit seinen temporeichen Vorstößen für das eine oder andere Tor sorgen. Trotz seiner erst 19 Jahre hat Lukas Kellner bereits einige Nachwuchsstationen hinter sich. Vom TuS ging es im Sommer 2013 zunächst zum TSV 1860 München. Es folgten Wechsel zum 1. FC Nürnberg und der SpVgg Unterhaching. Im Januar schloss sich der Verteidiger dem SB DJK Rosenheim an und kam nach der Winterpause zu elf Einsätzen.

Angesichts des breiten Geretsrieder Kaders dürfte es bezüglich der jeweiligen Startformation immer wieder mal zu Härtefällen kommen. „Wer spielt oder zunächst auf der Bank Platz nimmt, ist manchmal taktisch gesehen vom Gegner abhängig. Aber auch die Trainingsleistung wird mit einfließen und manchmal ist es einfach auch das Bauchgefühl des Trainers“, erklärt Christian Sacher.

Jedenfalls peilt der Klub nach dem neunten Platz (2015/16) und Rang acht in der vergangenen Spielzeit heuer eine bessere Platzierung an. Weil der TuS Holzkirchen und der SB Chiemsee Traunstein in die Bayernliga aufgestiegen sind und die Landesliga Südost keinen Absteiger aufnehmen musste, scheint das Vorhaben realistisch zu sein. Als Titelfavoriten sehen die beiden TuS-Trainer den SV Türkgücü Ataspor München, der mächtig aufgerüstet hat. Aber auch dem FC Deisenhofen mit seiner gesunden Struktur und der vorbildlichen Nachwuchsarbeit werden gute Chancen eingeräumt. Freilich hat sich auch bei vielen anderen Klubs das Personalkarussell kräftig gedreht. Auch die insgesamt sechs Aufsteiger (TSV Grünwald, TSV Neuried, TV Aiglsbach, TuS Pfarrkirchen, SV Manching und TSV Moosach bei Grafing) sind nicht zu unterschätzen. Vielleicht kann der eine oder andere Neuling ähnlich wie zuletzt der TSV Kastl für Furore sorgen.

„Wir wollen unser Spiel von der Leistung her konstanter gestalten, bei Ballbesitz mehr Lösungen kreieren und in der Defensive Fehler minimieren“, so die Vorstellungen von Cheftrainer Florian Beham. Seine Elf verbuchte in der abgelaufenen Saison bis zur Winterpause eine grottenschlechte Auswärtsbilanz. Der 34-Jährige ist sich jedoch sicher, dass dies heuer besser wird: „Wir haben das schon in der Rückrunde abgestellt. Jetzt geht es bei Null los. Trotzdem müssen wir immer 100 Prozent geben, egal ob das vor heimischer Kulisse oder auswärts ist.“

Einen besseren Tabellenplatz wünscht sich auch Ibro Filan. „Das ist das Ziel, ohne dass wir einen großen Druck darauf ausüben“, betont der Fußball-Abteilungsleiter. „Wichtig ist der Einbau der jungen Spieler in den Herrenbereich. Jeder kann sich, wenn er die Geduld aufbringt, weiterentwickeln und etablieren.“

07.07.2017 TUS Geretsried – MTV Berg 0:1 (0:0)

Engagiert, aber noch nicht robust – Junge TuS-Elf verliert gegen Berg mit 0:1

Geretsried – Im letzten Vorbereitungsspiel des TuS Geretsried bekamen die Youngster des Landesligisten noch einmal eine Chance, sich zu beweisen. Florian Beham setzte gegen den MTV Berg auf insgesamt sechs Akteure in der Startelf, die gerade aus der A-Jugend gekommen sind. Auch wenn die Generalprobe gegen den Bezirksligisten mit 0:1 (0:0) verloren ging, war der Geretsrieder Trainer nicht unzufrieden. „Engagement ist den jungen Spielern nicht abzusprechen. Aber im Seniorenbereich ist das körperliche Spiel schon etwas anderes. Das hat man deutlich gesehen gegen eine Mannschaft, die sich robust präsentiert und ein gutes Mittelfeldpressing pflegt. Da ist es schon schwer, sich durchzusetzen“, bemerkte der TuS-Coach.

Den Siegtreffer für die Gäste vom Starnberger See erzielte Kapitän Tim Kayser im Nachschuss, nachdem zuvor TuS-Keeper Sebastian Untch einen Schuss von Ryosuke Kikuchi abgewehrt hatte. Untch konnte sich noch zweimal mit Paraden gegen Sarek Suplit (71.) und Kevin Markovic (78.) auszeichnen. „Man hat gemerkt, dass nach einer anstrengenden Woche bei den etablierten Spielern ein bisserl die Kraft und bei den jungen Kickern die Abgeklärtheit fehlte. Die Berger standen gut gestaffelt und haben ihr taktisches Konzept clever durchgezogen“, befand Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher. Für den TuS beginnt die Saison am Freitag, 14. Juli, um 19.30 Uhr mit dem Match beim VfB Hallbergmoos.

TuS: Placentra (46. S. Untch) – Rauch, Ch. Herberth, M. Untch (46. Kasperek), Kellner (50. Mi. Bachhuber), T. Karpouzidis, Fister, N. Karpouzidis (46. Baki), Bahnmüller (56. Schrills), Tchagouni (62. Klein), Mensah (72. Kloos).

Tor: 0:1 (55.) Kayser. – Schiedsrichter: Markus Steingruber (FC Kochelsee-Schlehdorf). – Zuschauer: 100.

05.07.2017 TUS Geretsried – TUS Holzkirchen (Toto-Pokal)  3:2 (2:1)

TuS Geretsried feiert im Pokal 3:2-Sieg über Holzkirchen – Gegner für dritte Runde noch offen

Geretsried – Die Fußballer des TuS Geretsried mausern sich langsam zum Pokalschreck. Nach dem 3:0-Erfolg über den BCF Wolfratshausen eliminierte die Beham-Elf am Mittwoch beim 3:2 (2:1)-Sieg gegen den TuS Holzkirchen einen weiteren Bayernligisten und ziehen damit in die dritte Runde des Totopokals auf Verbandsebene ein.

Gleich zu Beginn ließen es die Gastgeber so richtig krachen. Markus Baki fing einen zu kurzen Rückpass des Bayernliga-Aufsteigers ab und schlenzte unbeeindruckt zur 1:0-Führung (8.) ein. Nur zwei Minuten später verwertete Sebastian Schrills einen Steilpass zum 2:0. „Das waren einfache Fehler. Richtige Geschenke für Geretsried, die uns dafür bestraft haben. Danach lief es für uns von den Spielanteilen her gesehen einigermaßen ordentlich“, befand Holzkirchens Coach Gediminias Sugzda. Durch einen Abwehrfehler bedingt – die rechte Seite wurde mit einer Flanke auf den zweiten Pfosten regelrecht überrannt – markierte Burhan Bahadir den Anschlusstreffer (16.). Die Vorarbeit zum 3:1 (63.) lieferte Michael Bachhuber, der vor dem Tor quer auf Taso Karpouzidis legte. Der junge Grieche donnerte mit dem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung das Leder am langen Pfosten ins Eck.

„Wir haben geduldig auf Ballgewinne hin gearbeitet und hätten das Ergebnis frühzeitig höher entscheiden können. Die Leistung war absolut in Ordnung, auch wenn es am Ende noch einmal spannend wurde“, rekapitulierte TuS-Trainer Florian Beham. Denn nach einem Zustellungsfehler im zentralen Mittelfeld verkürzten die Gäste von der eigenen Strafraumgrenze aus über zwei Stationen durch Julian Allgeier auf 3:2 (69.). In der Schlussminute glich der Ex-Wolfratshauser Sebastian Pummer für die Gäste sogar aus, doch die Freude währte nicht lange: Schiedsrichter Florian Böhm erkannte jedoch in dieser Szene auf Hinweis seines Assistenten auf Abseits.

„Wir hatten einen Traumstart. Schade, dass wir ein 2:0- und einen 3:1-Vorsprung mit vermeidbaren Gegentoren so einfach herschenken. Aber es ist schon toll, wie jeder auch von den eingewechselten Spielern sein Bestes gibt. Es herrscht ein geiler Teamgeist“, freute sich Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher. Die Auslosung für die nächste Pokalrunde findet Ende Juli statt.

TuS: Placentra – Buchner (33. Rauch), Ch. Herberth, Kasperek, Baki, Mi. Bachhuber, M. Fischer (62. T. Karpouzidis), Kellner, Lautenbacher (61. N. Karpouzidis), Latanskij, Schrills.

Tore: 1:0 (8.) Baki, 2:0 (10.) Schrills, 2:1 (16.) Bahadir, 3:1 (63.) T. Karpouzidis, 3:2 (69.) Allgeier. – Schiedsrichter: Florian Böhm (TSV Wolfratshausen). – Gelbe Karten: N. Karpouzidis (TuS), Gulielmo, Preuhs, Kaygisiz (alle Holzkirchen). – Zuschauer: 350.

Vorbericht:

 Fussball: VerbandsPokal – Trotz Euphorie: TuS Holzkirchen ernst nehmen

Geretsried – Durch den 3:0-Erfolg über den BCF Wolfratshausen hat der TuS Geretsried die zweite Totopokalrunde auf Verbandsebene erreicht. Gegner ist heute um 19 Uhr im Isaraustadion der TuS Holzkirchen, der in Runde eins mit einem Freilos bedacht wurde. „Auch wenn wir schon einen Bayernligisten bezwungen haben, müssen wir bei aller Euphorie die Kirche im Dorf lassen. Aber wir brauchen uns auch nicht zu verstecken“, meint Florian Beham vor dem Derby gegen die Kicker aus dem Nachbarlandkreis.

Der Geretsrieder Trainer ist vor dem „weiteren Supertest in der Vorbereitung“ recht zuversichtlich. „Ich glaube, die Holzkirchner fahren nicht gerne zu uns. Für die war es zuletzt immer schwierig, und es gab keine Punkte“, sagt der 34-Jährige. In der abgelaufenen Saison zogen die Gäste mit 0:2 den Kürzeren, eine Spielzeit zuvor gab es eine 0:5-Schlappe. 2011/12 schlug in der Bezirksoberliga eine 0:1-Niederlage im Isaraustadion zu Buche. Der langjährige Rivale wurde heuer mit 66 Punkten Meister in der Landesliga Südost und sicherte sich den Aufstieg in die Bayernliga.

Mit bislang vier Neuzugängen (Emin Kaya, Christopher Korkor/beide BCF Wolfratshausen, Franz Fischer/FC Penzberg und Maximilian Biegel/SB DJK Rosenheim) startet der Aufsteiger in seine erste Bayernligasaison. In der Vorbereitung bestritt das Team von Gediminas Sugzda bisher vier Testspiele. Die Partien gegen TSV 1860 Rosenheim (0:2) und FC Unterföhring (2:4) wurden verloren. Siege gab es über den TSV Ebersberg (3:1) und beim Landesligaaufsteiger TSV Neuried (2:0).

„Auch wenn wir als Underdog gelten, in der Breite sind wir gut aufgestellt, wollen die Konstanz in unserer Leistung beweisen und werden selbstbewusst auftreten. Ich denke, wir haben das drauf, um vielleicht noch eine Runde weiterzukommen“, äußert sich Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher. Zum Aufgebot gehören wieder Kapitän Christoph Herberth und Lech Kasperek, die zuletzt aus privaten Gründen fehlten.

TuS Geretsried:

Placentra – Buchner, Poschenrieder, L. Kellner, Baki, Kasperek, Ch. Herberth, Fister, Lautenbacher, N. Karpouzidis, Mi. Bachhuber, Latanskij, Schrills, M. Fischer, V. Krüger, Bahnmüller, T. Karpouzidis, Musselmann, Rauch, Mensah, Tchagouni, S. Untch.

01.07.2017 TUS Geretsried – BCF Wolfratshausen  3:0 (0:0)

Geretsried/Wolfratshausen – Rund 500 Besucher pilgerten am Samstag zur Toto-Pokalpartie auf Verbandsebene zwischen dem TuS Geretsried und dem BCF Wolfratshausen ins Isarau-Stadion. Bei idealen Wetterbedingungen endete das Lokalderby mit einem klaren 3:0 (0:0)-Erfolg für die Gastgeber, wobei der Bayernligist mit dem Ergebnis noch gut bedient war. „Wir haben das Match total ernst genommen und auf das Derby richtiggehend hingefiebert. Das hat unter anderem mit den Ausschlag für das Weiterkommen gegeben“, meinte Geretsrieds Co-Trainer Christian Sacher.

Und der TuS machte das von der ersten Minute an deutlich. Sebastian Schrills war bei einer Annahme mit der Brust der Ball etwas versprungen, so dass BCF-Keeper Alexander Heep am Boden liegend vor dem einschussbereiten Stürmer in letzter Sekunde klären konnte. Die Platzherren spielten weiter gefällig. Bezeichnend war, dass der Bayernligist trotz leichter Vorteile beim Ballbesitz erst nach einer halben Stunde zu einer echten Chance kam. Adam Puta zielte haarscharf am langen Pfosten vorbei. Glück hatte kurz vor der Pause Leon Brudy, der vorverwarnt nach einem Foul an Schrills gerade noch der Ampelkarte entkam und später ausgewechselt wurde. In der 61. Minute war der Bann bei den Geretsriedern dann gebrochen. Nach einem Freistoß von Johann Latanskij landete das Leder bei Schrills. Dieser legte durch zwei Gästeverteidiger quer auf Michael Bachhuber, der überlegen das 1:0 (61.) markierte. Mit einer schönen Einzelleistung erzielte der eingewechselte Taso Karpouzidis das 2:0 (77.). Der letztjähriger U19-Spieler täuschte ein Abspiel an, marschierte anschließend an zwei BCF-Akteure vorbei. Und damit noch nicht genug: Stürmer Schrills schloss in der Nachspielzeit einen Konter mit dem 3:0 ab, als er Schlussmann Heep klug ins Leere laufen ließ.

„Der Führungstreffer für den TuS war etwas glücklich. Danach sind wir total zusammengebrochen. Da war kein Aufbäumen und die Abwehr war desolat“, erklärte BCF-Coach Marco Stier. „Ich habe zehn neue Spieler und muss jetzt schauen, dass das auf dem Platz irgendwie funktioniert. Vielleicht ist es ganz gut, dass wir aus dem Pokal raus sind und uns mit weiteren Trainingseinheiten intensiv vorbereiten können.“ Ein „Riesenkompliment“ zollte Florian Beham seinen Schützlingen. „Das Tempo und das Engagement wie jeder für die Defensivarbeit gekämpft hat, war vorbildlich. Wir haben vielleicht zehn gute Chancen, darunter drei hochkarätige, herausgespielt. Mit entsprechender Genauigkeit hätten es mehr Treffer werden können“, befand der TuS-Trainer.

Bereits am Mittwoch, 5. Juli, steht für den TuS die zweite Pokalrunde auf dem Programm. Zu Gast im Isarau-Stadion ist um 18.30 Uhr der TuS Holzkirchen, der als Meister der Landesliga Südost heuer den Aufstieg in die Bayernliga geschafft hat und in Runde eins ein Freilos erhielt. Der BCF Wolfratshausen bestreitet sein nächstes Vorbereitungsspiel am Donnerstag, 6. Juli, gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München (18.30 Uhr, Isar-Loisach-Stadion).

 

TuS: Placentra – Buchner (76. Rauch), L. Kellner, Poschenrieder, Baki, Mi. Bachhuber (69. T. Karpouzidis), Fister, V. Krüger (66. N. Karpouzidis), Fischer, Latanskij, Schrills.

BCF: Heep – Brudy (56. Endl), Puta (64. Marinkovic), Knecht, Kantar, Bonic, Ott, Hauk, Onyemaeke (64. Vidovic), Polenza, Schnabel.

Tore: 1:0 (61.) Mi. Bachhuber, 2:0 (77.) T. Karpouzidis, 3:0 (90.+1) Schrills. – Schiedsrichter: Julian Kreye (SSV Warmensteinach). – Gelbe Karten: Buchner, Latanskij, Fister, N. Karpouzidis (alle TuS); Brudy, Knecht, Kantar, Potenza (alle BCF). – Zuschauer: 500.

Vorbericht:

Vor dem Pokal-Derby: Beham sieht den TuS als Außenseiter, für Stier hat das Spiel nachrangige Priorität

Geretsried/Wolfratshausen – Es ist das Spiel, auf das die Fußballfans im nördlichen Landkreis nur gewartet haben: Die Auslosung im Landespokal-Wettbewerb wollte es so, dass sich an diesem Samstag um 17 Uhr im Isarau-Stadion der Landesligist TuS Geretsried und der Bayernliga-Klub BCF Wolfratshausen zu einem vorsaisonalen Kräftemessen treffen.

TuS Geretsried

Für die Elf von Florian Beham ist das Derby das Highlight der Vorbereitung. „Meine Jungs freuen sich riesig darauf und werden motiviert Paroli bieten, weil es auch um etwas geht. Denn wenn wir die zweite Runde erreichen, wartet mit dem Bayernliga-Aufsteiger TuS Holzkirchen erneut ein sehr attraktiver Gegner“, berichtet der Trainer. Er wird die Startaufstellung aufbieten, die sich zuletzt herauskristallisiert hat. Allerdings gilt es zwei schmerzliche Ausfälle in der Defensive zu kompensieren: Der Ex-Farcheter Lech Kasperek und TuS-Kapitän Christoph Herberth fehlen aus privaten Gründen.

„Wir wollen unsere individuellen Fehler reduzieren, kontrolliert das Aufbauspiel nach vorne treiben und sind auf eine effektive Chancennutzung aus“, kündigt Beham an, der sich für das Derby zwischen den beiden höchstklassigsten Teams im Landkreis 400 bis 500 Zuschauer erhofft. Zum Modus: Sollte die Pokalpartie nach der regulären Spielzeit Unentschieden stehen, käme es ohne Verlängerung sofort zum Elfmeterschießen. Darauf hat sich der TuS-Coach aber nicht eingestellt und seine Elf auch im Training nicht eigens vorbereitet: „Ich denke, die Entscheidung fällt innerhalb der 90 Minuten. Falls nicht, finde ich schon fünf Elfmeterschützen, die das Ding reinhauen. Und unser Keeper Gianluca Placentra hält zwei Elfer“, fügt der 34-Jährige süffisant an.

TuS Geretsried: Placentra – Buchner, Poschenrieder, L. Kellner, Baki, Fister, Lautenbacher, N. Karpouzidis, Mi. Bachhuber, Latanskij, Schrills, M. Fischer, V. Krüger, Bahnmüller, T. Karpouzidis, Musselmann, Rauch, Mensah, Tchagouni, S. Untch.

BCF Wolfratshausen

Für den Bayernligisten ist das Derby der zweite Härtetest für die kommende Spielzeit. Diese beginnt – das steht seit zwei Tagen fest – mit einem Auswärtsspiel (15. Juli) beim TSV Rain am Lech. Die branchenübliche englische Spielwoche wurde heuer um eine Woche nach hinten verlegt, so dass die Saisoneröffnung vor eigenem Publikum am 22. Juli (14 Uhr) gegen den SV Heimstetten über die Bühne geht. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit Tormann Kevin Pradl und Verteidiger Lars Nummer, die bislang ihre Kickstiefel für die Flößerstädter schnürten. Unter der Woche geht es dann zum Relegationsgegner TSV Landsberg, ehe gegen den FC Ismaning das zweite Heimderby auf dem Programm steht. „Das ist schon knackig“, kommentiert Marco Stier die Einteilung. „Aber ich plane sieben Punkte aus den ersten vier Spielen ein“, schickt der Trainer hinterher.

Obgleich es momentan keine Fortschritte bei den Personalplanungen gibt. Nicht so schlimm, findet Stier. Er hat sich mit der Abteilungsleitung dahingehend verständigt, dass man nurmehr bei „zwei echten Krachern“ tätig würde. Mit dem Niveau seines Kaders ist der Coach prinzipiell zufrieden, nur sei der Umfang für eine komplette Spielzeit „eigentlich zu klein“. Mit Anthony Butge kam noch ein Perspektivspieler hinzu. Der 22-Jährige übersiedelt vom Münchner Kreisligisten FC Haidhausen nach Wolfratshausen, hat aber auch schon Regional- und Bayernligaeinsätze in Ismaning in seiner Vita stehen.

Das Pokalspiel in Geretsried siedelt der Ex-Profi in seiner Prioritätenlisten hinten an: „Unser Fokus liegt auf dem FC Bayern-Spiel und dem ersten Spieltag.“ Heißt: Keiner soll sich verletzen, man brauche sich „nicht zu beweisen“. Er werde bewusst nicht die allerbeste Elf aufs Feld schicken. „Die Jungs sollen marschieren und mir etwas anbieten“, sagt Stier.

Am Rande: Anfang der Woche traf der BCF auf ein College-Team aus den USA und siegte mit 2:1 (Tore: Bonic, Vidovic). „Ein guter Test für uns“, urteilte der Coach. Wohl auch, weil die US-Boys im Zuge ihrer weiteren Reise Regionalligist TSV 1860 Rosenheim mit 3:0 schlugen und gegen die U 23-Auswahl von Red Bull Leipzig knapp mit 0:2 unterlagen.

BCF Wolfratshausen: Heep – Schnabel, Potenza, Kantar, Brudy, Ott, Onyemaeke, Marinkovic, Bonic, Knecht, Hauk; Karaca, Vidovic, Endl, Puta, Gobitaka.

 

27.06.2017 TUS Geretsried – SV Aubing  3:3 (1:2)

Geretsried – Das Testspiel des TuS Geretsried gegen den SV Aubing begann bei strömendem Regen und endete mit einem 3:3 (1:2)-Unentschieden. Pech hatte Sebastian Schrills, der nach wenigen Sekunden nur den Außenpfosten traf. Danach legten die Gäste los. Alexander Berg brachte den Bezirksligisten per Doppelpack (13./17.) in Front. „Am Anfang war bei uns alles etwas schwierig, weil die Viererkette mit zwei neuen Innenverteidigern bestückt war. Da haben die Automatismen noch nicht gegriffen“, begründet Trainer Florian Beham. Moritz Fischer verkürzte (25.) nach schönem Zuspiel von Schrills auf Johann Latanskij. Wenig später landete ein Schuss von Michael Rauch auf dem Querbalken.

Viel besser präsentierte sich der TuS in Durchgang zwei. Taso Karpouzidis glich zum 2:2 aus (62.). Für die Führung hätte Stürmer Schrills sorgen können, dessen Kopfball (76.) aber an der Latte hängen blieb. Aufgrund einer Unordnung in der Defensive legte Aubing mit 3:2 (86.) durch einen Konter von Benwinde Mannesim erneut vor. Praktisch im Gegenzug gelang Geretsried nach einer schönen Ballstafette über Sebastian Rosina und Jonas Musselmann zu Abdul Tchagouni das 3:3 (87.).

„Die zweite Halbzeit war von Tempo und Ballbesitz her eine gute Leistung. Vor allem die letzten beiden Treffer waren sehr schön herausgespielt“, befand Beham. Mit dem Remis zeigte sich am Ende Simon Kaltenbach, der auf seinen angeschlagenen Top-Torjäger Daniel Koch verzichten musste, zufrieden. „Wir haben versucht, unser Konzept durchzubringen und in entscheidenden Situationen die Tore geschossen. Trotzdem war der TuS die spielbestimmende Mannschaft. Den Klassenunterschied hat man schon gemerkt“, meint der Aubinger Coach.

Beim TuS Geretsried richten sich nun alle Augen auf das Pokalspiel am kommenden Samstag gegen den Bayernligisten BCF Wolfratshausen. Beginn ist um 17 Uhr im Isaraustadion.

TuS Geretsried

Knestel (46. Placentra) – Buchner (46. Rosina), L. Kellner (62. Ch. Herberth), Baki, Rauch (62. Kasperek), Lautenbacher (46. Fister), N. Karpouzidis (55. Musselmann), Mi. Bachhuber (46. T. Karpouzidis), M. Fischer (62. Tchagouni), Schrills, Latanskij (62. Bahnmüller).

Vorbericht

SV Aubing zu Gast beim TuS

Die Fußballer des TuS Geretsried testen unverdrossen weiter, bestreitet an diesem Dienstag bereits ihr viertes Vorbereitungsspiel innerhalb von elf Tagen. Um 19.30 Uhr ist der SV Aubing zu Gast im Isarau-Stadion. Die Münchner Vorstädter spielen seit 15 Jahren in der Bezirksliga und belegten zuletzt in der Gruppe Ost den sechsten Platz. Mit Mark Koller, der zum Landesliga-Aufsteiger TSV Grünwald wechselt und Ludwig Reischl (SV Pullach/Bayernliga) hat die Elf von Simon Kaltenbach zwei Akteure an höherklassige Klubs verloren. Neu im Aubinger Kader sind unter anderem Cedric Rawyler (TSV Oberalting) sowie Maximilian Schwarz und Thomas Bretthauer vom Bezirksliga-Absteiger DJK Pasing. „Das wird sicherlich ein ordentliches Testspiel, das uns weiterbringt“, hofft Florian Beham. Der Geretsrieder Trainer bietet insgesamt 18 Spieler auf, darunter die zuletzt fehlenden Moritz Fischer und Benedikt Buchner. Inwieweit Vincenz Krüger (leichte Zerrung) zur Verfügung steht, entscheidet sich kurzfristig. „Wir arbeiten mit diesem Match langsam auf den Stammkader und die mögliche Startformation zum Punktspielauftakt hin“, erklärt Co-Trainer Christian Sacher.


24.06.2017 TUS Geretsried – FC Anadolou Bayern  0:1 (0:1)

Wenig Erkenntnisgewinn beim 0:1 des TuS Geretsried gegen Anadolu Bayern

Geretsried – Intensive Trainingseinheiten und das dritte Testspiel innerhalb von acht Tagen bei hochsommerlichen Temperaturen zehrten beim TuS Geretsried an den Kräften. So wurde der Vergleich mit dem FC Anadolu Bayern am Samstag mit 0:1 (0:1) verloren.

„Wir waren von der ersten Minute an nicht spritzig genug, haben bei der Bewegung mit dem Ball viele Fehler gemacht und waren nicht ausreichend geduldig, um Torsituationen vorzubereiten. Das Match verglichen mit der Begegnung gegen Garmisch-Partenkirchen war um eine Klasse schlechter“, kritisiert Florian Beham. Der Geretsrieder Trainer gab all seinen Schützlingen Einsatzzeiten, wechselte zur Halbzeit die komplette Mannschaft aus. Die rannte dem Führungstreffer von Neuzugang Florian Tschiatschek (DJK Pasing) aus der 22. Minute bis zum Schlusspfiff hinterher.

Dem Bezirksligisten war anzumerken, dass er die Partie unbedingt gewinnen wollte. Das Team um den neuen Trainer Kadir Cosgun spielte daher auf Sicherheit und schindete immer wieder Zeit mit Unterbrechungen aufgrund zahlreicher portionsweiser Einwechslungen. „Die Begegnung hat uns daher nicht viel weitergebracht. Es war mehr oder weniger eine Laufeinheit“, ärgerte sich Beham.

Auch Christian Sacher sah das so. „Der Freundschafskick war wenig erkenntnisreich, vor allem, weil auch unsere Mannschaft grob durchgewürfelt war und wir im Angriff nur wenige Torchancen zu verzeichnen hatten“, meint der neue Geretsrieder Co-Trainer.

20.06.2017 TUS Geretsried – 1. FC Garmisch-Partenkirchen 9:2 (4:0)

Geretsried – Die Premiere der neuen Anzeigentafel im Geretsrieder Isaraustadion hätte nicht besser ausfallen können. Schiedsrichterbetreuer Roman Jung konnte alle Tasten testen. Am Ende prangte nach dem Testspiel des TuS Geretsried gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen ein 9:2 (3:0) in leuchtend roten Ziffern auf der Skala.

„Wir haben beim Spielaufbau vieles umgesetzt und beim Ballbesitz eine sehr gute Kontrolle gehabt“, lobt TuS-Trainer Florian Beham. Nur in den ersten 20 Minuten hielt der Kreisligameister mit. Dann sorgte Markus Baki (27., Foulelfmeter/38.) nach Johannes Bahnmüllers Kopfballvorlage sowie Johann Latanskij (45./Balleroberung und Zuspiel von Lukas Kellner) für die 3:0-Führung zur Pause.

„Wichtig war, dass wir uns auch in der zweiten Halbzeit viele Chancen herausgespielt haben“, freut sich der Coach, der mit den Torhütern Sebastian Untch und Michael Knestel, Lukas Kellner, Sebastian Rosina, Niko Karpouzidis, Carlos Mensah sowie Stürmer Bahnmüller sieben ehemaligen U 19-Spielern Einsatzzeiten geben konnte. Michael Bachhuber (51.) und zweimal Sebastian Schrills (53., Nachschuss/ 68., Ecke Latanskij) erhöhten die Führung.

Der Bezirksliganeuling war am Ende platt. Das wussten die Platzherren mit weiteren Treffern zu nutzen. Benedikt Buchner (76./Foulelfmeter), Latanskij (81.) und Christian Lautenbacher mit einem satten Schuss aus 25 Metern (86.) sorgten für den deutlichen Endstand. Für die Werdenfelser trafen Stefan Dürr (5:1/65.) und Loshi Valmir (7:2/78.). „Der Klassenunterschied war deutlich. Aber das war beabsichtigt“, meint Beham.

17.06.2017 FC Ismaning – TUS Geretsried 2:1 (2:1)

Ismaning/Geretsried – Obwohl die Fußballer des TuS Geretsried ihr erstes Vorbereitungsspiel mit 1:2 (1:2) beim FC Ismaning verloren haben, war Florian Beham rundum zufrieden. „Trotz des eineinhalbstündigen Vormittagstrainings war dieser Test eine sehr gute Sache. Von dem, was wir uns vorgenommen haben, wurde viel umgesetzt“, meinte der Geretsrieder Trainer. Der 34-Jährige brachte in der Startelf mit Michael Knestel, Sebastian Rosina, Niko Karpouzidis, Carlos Mensah und Abdul Tchagouni gleich fünf aus der eigenen A-Jugend stammenden Akteure sowie mit Rückkehrer Lukas Kellner (SB DJK Rosenheim) einen weiteren erst 19 Jahre alten Kicker.

Und die junge Truppe schlug sich in Durchgang eins mehr als wacker, war in jedem Fall auf Augenhöhe mit dem Bayernligisten und hielt diesen weitestgehend vom Strafraum fern. Markus Baki brachte bei seinem ersten Einsatz nach seiner Rückkehr vom Regionalligisten VfR Garching den TuS bereits nach zwei Minuten mit einem Freistoß aus 25 Metern in Führung. Adrian Joszt gelang kurz darauf der 1:1-Ausgleich für Ismaning (8.). Durch einen Foulelfmeter begünstigt gelang in der 45. Minute FCI-Kapitän Maximilian Siebald der 2:1-Führungstreffer. Kurz zuvor vergab Benjamin Fister eine dicke Chance, als er ein Zuspiel von Mensah volley über die Querstange drosch. Glück hatten die Gastgeber auch in der 57. Minute, als ein Kopfball von Baki gerade noch von der Linie gekratzt wurde.

„Bei unseren bisherigen A-Junioren hat man schon gemerkt, dass sie mit der Umstellung auf den Herrenfußball zu kämpfen haben. Aber die Jungs sind willig, geben Gas und hören darauf, was man ihnen sagt“, lobte Beham seine Schützlinge.